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bad" erwähnt, sie entspringen in dem oben erwähnten Brunnen- Hans. Das Mineralwasser quillt aus einer mächtigen Schichte von Sand und Gerollen des bunten Sandsteins hervor, in
„Trinken gebraucht, wie er bann einen ziemlichen lieblichen Geschmack „hat, und auch stärker ist als der größer. Es hält dieser Brunnen in „seiner Vermischung die geistlichen Kräfft und Subtilitäten des Kupfers, „Vitriols, Silberkiß und Lazurstcins. — Er hat eine Krafft und Eigen- „schaft, zu eröffne», zu treiben, zu erwärmen, zu verzehren, zu trüknen, „zusammen zu ziehen, zu reinigen, und zu heilen. — Dieser Brunnen „eröffnet alte Verstopfungen der Lebern, des Milzs, der Nieren, Lenden „und Blasen; — mehret den natürlichen Samen, und vertreibt den „Samenfluß. Dienet der vcrschleimbten erkalten Mutter, stärket den „Magen; — treibet den Harn, Sandt und Grieß, hilfst der Geelsucht, „und vertreibt die alten melancholischen Fieber und das Quartan. Ist „sehr dienlich den melancholischen, tauben und hirnschwindcndcn Menschen, und denen, so mit dem bösen Geist besessen gewesen seynd, dann „er löset ab alle verbrannte melancholische Feuchte, und führet sie aus, „in welche Feuchte der böse Geist seine Tücke und arglistische Bossen mit „den armen Menschen, so cs ihme Gott der Herre verhengt, sein machen „kann, die Vernnnfst zu verdunkeln und die Sinne zu betriegen. — Zu „diesem Gebrechen (dem Wahnsinn) ist sonderlich gut ein Ring getragen „von dem rechten fördern Fuß des Esels, oder aber ein Patcrnosterlein „darvon gemacht, und am Hals oder umb die Hand getragen."
Die weiteren Monographien über Teinach sind folgende:
Joh. LeporinuS, Kurze Beschreibung des Deinacher Sauerbrennens Hcilbronn 1642, öfters aufgelegt, zuletzt Stuttgardt 1716. 8.
Mich. Beruh. Valentin!, Erinnerung vom Gebrauch der Sauerbronnen in Teinach. Gießen 1685. Observationes i» dem Deinacher Sauerbrunnen colligirt von Joh. Christoph Gerlach, Dleck. Iloetor und Laudphysikus zu Calw, anno 1701.
Joh. G. Gmelin (ckiss. prass, stob. Feiler) ^c'ickuiarum Dsina- censium examen per reaxentia. 1üb. 1727. 4.
Joh. Andr. und G. Andr. Planer, Vattcr und Schn, Ausführlicher Bericht von dem Deinacher Sauer-Brunnen. Stuttgart 1740. 8.
krane. Obristian b>u<1. ?rornann (cliss. prass. ?bil. I?riä. Omelin) cke inkluxu foclinae Lulaeensis in aeiäulas Deinacenses. Mb. 1758. 4.
(I)r. gur. Christ. Jak. Zahn und hlecl. Or. I. G. Zahn) Deinach. Tübingen 1789. 8.