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relius und desGrafen" Erlafrid von Calw, die gegenwärtig im Pfarrgarten liegen.

Endlich erbaute Blasius die neue Abtei um 1491 oder 92 und erweiterte das Winterrefektorium be­deutend, ließ es mit Wandgemälden aus der biblischen Ge­schichte und andern erbaulichen Bildern ausmalen und einen riesigen gußeisernen Ofen mit den Bildern der Jungfrau Maria zwischen Petrus und Paulus, des hl. Aurelius, Benedikt und Antonius aufrichten. Auch die alte, 1500 abgebrannte Abtei ließ er wieder Herstellen.

Sein Nachfolger Johann II. erbaute die Marien­kapelle südlich vom Chor der Kirche von Grund aus neu, größer als zuvor, durch Meister Martin in Urach 15081516 und zwar zweistöckig, wodurch er im obern Stock einen sehr geräumigen Hellen Saal für die Biblio­thek gewann. Das ist der einzige noch vollständig erhaltene Bau des Klosters Hirsau. In dem Bibliotheksaal ist eine Sammlung von Altertümern aus Klosterszeiten eingerichtet. Dann ließ er 1517 das Sommerrefektorium mit den Bildern sämtlicher Äbte und berühmten Männer des Klosters, sowie des hl. Benedikt und der drei Klostergründungen 830, 1050 und 1082 ausmalen. Sein Nachfolger Johann III., 15241556, vollendete den Schmuck der Kreuzgangsfenster mit Glas­gemälden 153334, und ließ um dieselbe Zeit die Wandgemälde in der Kirche völlig erneuern. Dargestellt waren 1) biblische Personen und Geschichten aus dem alten Testament, besonders das Geschlecht und die Vor­eltern Christi von Adam bis auf die Vermählung Mariä, 2) die ganze Geschichte Jesu nach den vier Evangelien