Neue Bücher Burkhart Oertel, Jürgen Staps: Ortssippenbuch der Pfarrei Langenbrand samt den Kirchspiel­orten Engelsbrand, Grunbach, Salmbach sowie Kapfenhardt 1592-1870, Deutsche Ortssippen­bücher, Reihe A, Bd. 00.927, hrsg. im Selbstver­lag von Burkhart Oertel, Neubiberg 2016, 300 S., 30,-. Das Ortssippenbuch Langenbrand bezieht sich auf das Gebiet der früheren Pfarrei Langenbrand, das außer dem Mutterort noch die vier Filialorte Engelsbrand, Grunbach, Kapfenhardt und Salm­bach umfasste. Es zeichnet ein genaues Bild der gesamten Bevölkerung mit allen verfügbaren Lebensdaten und verwandtschaftlichen Bezie­hungen vom Einsetzen der Kirchenbücher 1592 bis zum Jahr 1870, als die neue Pfarrei Engels­brand mit dem Filialort Grundbach acht Jahre alt war. Mitautor für den Zeitraum von 1592 bis 1720 war Jürgen Staps. Das Buch bietet verschie­dene Zugriffsmöglichkeiten: Außer dem Haupt­teil, den alphabetisch aufgelisteten Ortsfamilien, gibt es ein Verzeichnis aller Familiennamen, ein Verzeichnis aller erwähnten Orte und ein Ver­zeichnis der Ortsfremden. Das Buch wird abge­rundet durch statistische Angaben zu einzelnen Familien, eine Pfarrerliste und Angaben zu Familien, in denen Schultheißen und Schulmeis­ter(Lehrer) vorkommen. Peter Weidenbach: Der Wald des ehemaligen Klosters Hirsau im 18. Jahrhundert, Kleine Reihe, hrsg. vom Archiv der Stadt Calw, Bd. 32, Calw 2016, 71 S., 17 Abb., 12 Tabellen, ISBN 978-3-939148-37-1, 10,-. Peter Weidenbach zieht bei seinen Ausführungen vor allem die Beschreibungen der Klosterwal­dungen von 1749, 1761 und 1777 heran. Erstere wird im Wortlaut wiedergegeben. Er zeigt auf, welche Bedeutung der Wald als Existenzgrund­lage für die in den umliegenden Klosterorten lebenden Menschen hatte: Die Waldweide für die Ernährung, Bauholz für den Hausbau, Brennholz für die kalten Winter und Geschirr­holz für die Handwerker. Die Nutzungsanforde­rungen an den Wald waren zu hoch, so dass Raubbau am Wald betrieben wurde. Dazu hat auch die mangelnde Ausbildung des Personals beigetragen, das die Wälder entsprechend schlecht bewirtschaftete. Weidenbach themati­siert weiter die Alten Waldberufe(Köhlerei, Pottaschebrennen), die Nutzung des Waldes als Viehweide, das Äckerich-Sammeln und die Jagd. Er untermauert seine Aussagen mit vielen Zah­lentabellen. Das auch für Laien verständlich geschriebene Büchlein wird abgerundet durch ein Glossar mit alten Maßeinheiten und forstli­chen Fachbegriffen. 191