^ MMcGeschtügen Morden. Ml Warenhaus iiii Nvrben ^ wu rd e Brizlich' ausgeraubt und die Beute auf Antonio- i bilen weggeführt. Aus dem Postamt an, Schlesischen . Wahnhof, der in ihrem Besitz'- ist, raubten sie die Kas'e ( mit 120 000 Mark, aber das Geld wurde von ihren eige- , neu Leuten, einigen Matrosen, gestohlen, die damit 'verschwanden.
! Ansstand -es Delegraphenpcrsonals.
Am Donnerstag abend überreichte das Betricbsper- j sonal bcs Telcgraplfenamts durch eine Abordnung dem Reichspostamt die Forderung, tvegeu der unsicheren
- Verhältnisse den Gehalt für die Monate Januar, Fe- bruar und Mürz jetzt schon ganz anszubezahlen und die Bezüge zu erhöhen. Wenn die Forderung nicht binnen drei Tagen bewilligt wird, soll die Arbeit niedergelegt
' werden.
Die empfindliche Valuta. ^
- Berlin, 10 Fan. Au' Rotterdam wird gemeldet:
^ Au der Börse in Amsterdam war das G-nücht Verbreiter,
- Liebknecht sei in den Straßenkämpsen erschofteu ivocben. Sogleich ging der Rurs der deutschen Mark in die Hobe.
. Als dam: die Gegenmeldnng eintraf, Liebtnecln leite die ^ Gegenrevolution weiter, sank der Kurs ebenso rasch wieder. i
, Die „Charlottenburger Zeitung" erfährt, Li.binecht habe seine Familie in die Schweiz geschickt, i Wie verlautet, ist Ledebonr vergangene Nacht ^ von 7 Soldaten verhaftet worden. Der Vorsitzende des
- Zentrntrats Le inert erklärte, ein Haftbefehl sei nicht
> gegeben worden, und versprach, die Freilassung zu bewirken.
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° Brauns w 0g.1I.Jau. Die u abhängig s a tn- takistische Negierung hat nach deti „Br. N. Nachr." die Unterstellung der Maschinenfabrik Amme, Giesecke und Konnegen tinte'- die Altfsicht und Leitung von Arbeiter- ausschüsseu angeorduet. Tie Beamtenschaft des Werks s hat Protest erhoben.
l Hamburg, >1. Jan. Der Vorsitzende des Arbeiter . und Soldatenrats, Lnusenberg, ist durch Mannschaften ^ des Sicherheitsdienstes der Stadt Hamburg verhaftet wor-
> den. Er sollte für das geflossene Blut verantwortlich ge- '. macht werden. Gegen 0 Uhr wurde Lansenberg wieder
sreigelassen. ,
Hamburg, 1t. Jan. Einige hunderttausend Per- j soneir sammelten sich heute vor dein Rathaus, um gegen , die Gewalttaten der Radikalen zu protestieren. Im Rat- ' Haus fanden daraus Verhandlungen statt.
IHewalttatcu i» Westfale«.
Buer, l l. Jan. Etwa 100 bewaffnete Spartakisten erzwangen gestern die Arbeitseinstellung aus einigen Gruben. Nachmittags besetzte» sie das Nathans und
- die Buerer Zeitung, sowie die Bürgerzeitimg» lvclch letz- i tere inner de», Namen „Freiheit" erscheinen muß.
Düsseldorf, ll. Jan. Ter Vollzugsausschuß deS Arbeitcrrats hak die Stellen der geflüchteten Staats- ; und städtischen Beamten durch Mitglieder des Arbeiterrats besetzt.
Düsseldorf, 11. Inn. Bürger und Arbeiter, zusammen etwa lO OOO Personen, veranstalteten eine Kundgebung gegen das Treiben der Spartakisten. Als der Zug beim Bahnhof ankam, schossen die Spartakisten mit Maschinengewehren aus die Menge, die auskinander- stob. Soweit bis jetzt festgestellt werden konnte, sind 7 . Personen tot, 15 verletzt.
Die Engländer greifen ein.
Düsseldorf, 12. Jan. Wie die „Franks. Ztg." erfährt, haben in Düsseldorf Spartakisten bürgerliche Demonstranten überfallen und zerstreut. Hieraus sind englische . Truppen und Panzerautomobile erschienen, die die Ord-
> uung wieder herstellten. Düsseldorf ist von den Engländern besetzt.
Essen a. Ruhr, 12. Jan. Der A. und S.-Rat be- h schloß die Besetzung des Kohlensyndikats und des Berg- :s baulichen Vereins als Vorarbeit für die Sozialisierung ^ der Bergwerke. ^ ^
" Reichardt saß in seinem Versteck, seine Sinne nur > Auge und Ohr vereinigt; er hatte weder von 'dieser geschulten Fertigkeit, noch Fähigkeit des tragischen Ausdrucks eine Ahnung gehabt; sie war, wie sie hier stand, eine völlig Fremde für ihn, und fast mit einer Art Aengstlichke' chte er in ihrem Gesichte das auf, was ihn au die Ma- rgttde außerhalb des Theaters erinnern kannte. Ein Sturm des Beifalls brach nach dem ersten Akte in dem gefüllte» Hause, los; sic schien aber kaum daraus zu achten und trat in Reichardts unmittelbarer Nähe in die Kulisse; er konnte'ihr aber jetzt, überwältigt von seine» Gefühlen, nicht entgegentreten. Nach einer Weile wurde er auf seine Frage, wo er die Schwester finden könne, nach einem der Garderobezimmer gewiesen und nicht ohne eine Art von Befangenheit klopfte er an. Sein Poche» blieb ohne Autivort, und erst als er halblaut sagte: „Mar ist es, Mathilde!" schob sich der innere Riegel zurück. Mitten unter de» reiche» Gewändern tlmd Schiuuckgegeuständeu, die überall 'in dem kleinen Ükaumc ausgebreitel lagen, blickte ihm Mathilde, in ein Ileichtes Tucli gehüllt, mit einem Gesichte entgegen, das jsich zu lächeln bemühte und es doch nicht vermochte, mit l Mugen, voi^ welche» eben die Tränen gewischt zu sein ! 'schienen und die dennoch im Hellen Wasser schwammen.
„Tue Dir keinen Zwang au," sagte er, ihr die Hand entgegenstreclcnd, „Tu bist nicht iglücklich."
Ein tiefes Rot war bei diesen Worten in ihr Gesicht gestiegen, das nur langsam sich wieder verlor. „Heute abend sprechen wir noch mit einander. Ich habe in der , zweiten Abteilung nur einmal, gleich zu Anfänge, zu I singen. Hole mich hier ab, damit wir allein nach Hause ' kommen und nun gehe, damit ich mich nicht mehr aufrege, als jetzt für meine Stimme gut ist!" Sie drückte ihm die Hand, und er ging, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Aus der Bühne hatte bereits der zweite Akt begonnen; er stieg die Treppe nach einer der Theater- wMt hinauf und.setzte sich im Hintergebäude.derselhM
Halte a. S., 12. Jan. Die Unteroffiziere haben l gegen den Beschluß des A. und S.-Ra-ts, die Rang- - ''wichen adzulegen, Protest erhoben. Es heißt, Straße'' .mnpfe seien zu erwarten nnd es machte sich eine Gegen- bewegiiilg gegen den in spartakistisches Fahrwasser geratenen A. und S.-Rat bemerkbar.
Dresden, 11. Jan. Kommunisten wollten geWW das Geschäftshaus der „Bolkszeitung" besetzen. Die Sicherheitswach- schoß, wobei es gegen 80 Tote nnd Verwundete gab. ,e
Förderung gleich Null. o
Benthen, 11. Jan. Ter Grubenbelricb ans der Ferdinands- nnd der Georgsgrube ist w eder vollständig eingestellt. Tie. Ursache soll polnische Agitation sein. Ans allen anderen, Grube» wirb wieder gearbeitet, doch ist die Förbernng gleich Null. *
Kerne guten Aussichten.
München, N. Jan. Eisner hat sich von den Uiiabbängigen Sozialdemokraten in 8H Wahlkreisen als Kantzibat für die LandlagswcGl ausitetl-en lassen, woraus hervorgebt d ß ihn, lein einziger Wa kreis in Ba ein ft'ir' sich n cher genug erscheint.
Nürnberg, lO. Jan. Hcne abend prengle eine größere Menge eine Versammlung der Tenwlratischen Partei. Es kam ?n Tä lichk.ir.ni, in deren Verlaut die Tochter des frühere» Landtagsabgeorneien Häb.rlcin verwniwei wurde.
Regensbnrg, ll. Jan. Hier kam es gestern nachmittag zu schweren Ausschreitungen, in bereu Verlaus Geschäfte und Warenhäuser geplündert nnd ansgeraubt wurden. Durch das Eingreifen Won 500 Eisenbahnern wurde die Ordnung einigermaßen wieder hergestellt. Es kam zu einer Schießerei, bei der es Verletzte gab. Dem Vernehmen nach sollen vorgestern in Regensburg 150 Spartakisten ans Berlin eingetrossen sein. Gestern abend um 8 Uhr wurde das Staudrecht über die Stadt verhängt. ,
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" Neues vom Tage.
Weitere Zerstückelung Deutschlands?
Leipzig, 12. Jan. Die „Leipz. N. Nachr." erfahren ans zuverlässiger diplomatischer Quelle, daß die Enteme an der Schaffung eines Bundes arbeite, dem Schweden, Norwegen und Titanen gngehüren sollen. Litauen solle Tilsit zufallen.
Badisches Bolksheer.
Karlsruhe, ll. Jan. Die vorl. badische Volks- regiernng und die Landesversammlnng der Arbeiter-, i Bauern-, Volks- und Soldalen-Räte haben beschlossen, sofort die Grunvlagen eines badischen Volksheeres zu schassen. Sie verlangen in engster Fübiungnahme mit , dein Reich in Zukunft ein eigenes badisches Kontingent. Es werden zunächst Freiwilligen-VataUlvne in Heidelberg und Bruchsal ausgestellt. Diese Bataillone sollen gleichzeitig Lehrbataillone zur Ausbildung von Gendar-, inen, Schutzleuten und Grenzaussehern» aber auch, von künftigen Unteroffizieren und Offizieren des badischen Volksbeers sein. I I
Er hat gut r<H»e«r. ; "
Madrid, 11.'Fan. (Havas.) In einer längeren Unterredung mit einem Redakteur der „Revue Madri- iaine" erklärte König Alfons: „Tie Könige müssen n»! ihre Länder ohne Furcht vor Drohungen kämpfen. Sie sollen sogar im Kampfe eher ihr Leben verlieren, als ihren Posten preisgeben." .--st.A
Bolschewistisches Geheimspiel.
Wien, 1t. Jan. (Korr.Bnr.) Wie die „Allg. Ztg." .»fährt, hat die Behörde Beweise, das; 18 von 22 Mitgliedern der kürzlich in Wien eingetroffenen russischen ..Kriegsgeftingeiien-Fürsorgekommission" bolschewisti ch' Hetzer sind. Sie wurden sofort ansgewicsen. Tie 4 der Mission angehörigen Offiziere, die mit den bolschewisti- chen Sendl'ingen nichts gemc.n haben, dürfen in Wien .wrbleiben.
Die Tschechen in Ungarn. I" ' '
Budapest, 12. Jan. Dem „Neuen Pester Journal" zasvtge sind in Preßburg von den tschechischen Be- satzimgslt'nppen 140 Perso<>cn, Eisenbahnbeamte und Soldaten, verhaftet nnd erschossen worden. ' l.
Siebenbürgen rumänisch. DMW
Bukarest, 1t. Jan. (Havas.) Der rumänische Staatsrat veröffentlicht ein Dekret, wodurch das sieben- bürgische Gebiet cndgiltig in Rumänien einverleibt wird.'
London, 12. Jan. Die „Times" meldet, das bolschewistische -.Heer stehe wieder fast ganz unter dem Befehl von Offizieren der Zarenarmee. Unter ihrer Führung sei bas Rote Heer eine Truppe geworden, mit der man ernst lich rechnen müsse. . GIG. 8
Die Bolschewisten in Holland.
Haag, 11. Jan. Tic „Post" berichtet, daß in Holland, vor allem in Haag, die Agenten der russischen Bolschewisten sehr tätig seien. Seite Ende, vorigen Jahres seien mehrere Miuionen Rubel für Umtriebe nach Holland geschickt worden. Ein großer Teil des Geldes, sowie Schriften,gehen nach Belgien weiter. Für den 20. Januar soll ein neuer Ansitandsversuch geplant sein. .'
Staatsstreich in Lnpemburg. -
Brüssel, 1t. Jan. Reuter nnd Havas melden vom 0. Januar: Der Führer der liberalen Partei, Brasseur, brachte in der Kammer eine Tagesordnung ein, worin die Absetzung der Dynastie beantragt wurde. Der Führer der sozialdemokratischen Partei, Marck, schloß sich dem Antrag an. Die Rechte protestierte und verließ den Saal. Die Linke schritt darauf zur Abstimmung und erklärte, einstimmig mit 80 Stimmen die Dynastie für 'gesetzt. Für die Errichtung einer Republik stimmten Ich dagegen 14 Abgeordnete. (Die Kammer zählt 52 Abgeordnete.) Daraus wurde ein Wohlfahrtsausschuß, bestehend aus 4 Sozialisten nnd 4 Lilwralen, gewählt. Zwei Kompagnien französischer Soldaten sind zue. Ansrechtcrhaltnng der Ordnung -.ungezogen.
Ein Zug vo r.'vOO Personen verlangte vor dem Palast der Großherzvgin von Luxemburg ihre Abbankung. Tie freiwillige Miliz hat ihre Offiziere abgesetzt.
Im Stich gelassenes Cisenbahnmatcrial.
Berlin, tl. Jan. Nach Bekanntmach'.ng der belgischen Eisenbahnverwallnng befinden sich an? den belgischen Eisenbahnen noch 23 000 deutsche Eisenbahnwagen mit Munition, Kriegsmaterial und Lebensmitteln, die von den Deutschen ziirückgelasseil worden sind.
Berteilung dev französischen Kriegsschulden.
Bern, ll. Jan. Im „Petit Parisien" sagt der Deputierte Landry, es sei unmöglich, daß Deutschland alle Schulden Frankceichs bezahle. Die von der Entente geforderte Entschädigung könnte Deutschland nur in jährlichen Abzahlungen leisten. Ein derartiger Modus könne aber nicht ans unendlich lange Zeit ausgedehnt werden. Die Schulden sollten vielmehr auf alle Alliierten verteilt werden. Frankreich, wo der Krieg staltgefundcn habe nnd das wehr als alle anderen Länder habe bluten müssen, winde sonst eine niedcrdrückende Last zu tragen haben. Frankreich habe an die Alliierten im Namen der Gerechtigkeit Anforderungen zn stellen.
Belgrad, 12. Jan. Das Oberkommando der Entente-Qstarmee wurde nach Konstantinopel verlegt. i
Warschau» 12. Jan. Der „Kuryer Warszawski" meldet anS Paris, daß die Entente den obersten polnischen Vollzugsrat in Posen zur Einstellung der polnischen Offensive gegen die Deutschen anfgesordert habe, mit der gleichzeitigen Zusage, daß die polnischen Truppen in der nächsten Zeit Ausrüstung, Munition und Waffen erhalten würden.
Ausstand in Argentinien. I
Nenpark, 12. Jan. In Buenos Aires (Argentinien) sind 150000 Arbeiter in einen Sympathienstreik für die Straßenarbeiter emgetreten. Die Ausständigen haben Brandstiftungen begangen, fM Arsenale erstürmt und sich
meder; aber er Hörle wenig von der Szene. Seine Gedanken waren bei dem Mädchen, das das Ungeeignete ihrer Stellung so tief empfand nnd dennoch sich an dem eigenen MiKe und dem Vertrauen auf die innere Kraft immer wieder ansrichtete. Die Szene war zn Ende und als er kurze Zeit naclcher sich an ihrer Garderobe meldete, fand er sie bereits zu seiner Begleitung fertig. An seinem Arm hängend, schritt sie, ohne die fragenden Blicke der übrigen Sänger zn beachten, nach dem Ausgang-
An der Ecke des Theatergebändes stand ein Man,, mit weißem Sommerhnte, der, langsam ans ihrem Wege trat, als sie die Stelle Passierten. Fast war es Reichardt, als hänge sich das Mädchen beim Anblick des Wartenden fester an seinen Arm. „Ich glaube, er folgt uns," sagte sie nach einer Weile halblaut, „laß uns rascher gehen!"
„Und was liegt daian, wenn er uns folgt?" fragte ei mit einem neuen Anfluge von Besremdnng.
„Daß xi iw Stande ist, »ns anzureden und an un seier Seile zn bleiben," erwiderte sie, ihren Begleiter drängend; „ich möchte aber jetzt weder eine Silbe vvn ihm hören, noch Dich in einem Wortwechsel mit ichn sehen!"
Reichardt gab schweigend ihrem Drängen nach: als er aber beim Umbiegcn der nächsten Ecke zurückblickte, sah er wirklich in geringer Entfernung den Agenten folgen.
Eine Viertelstunde später saßen beide in Mathildens Zimmer im Hotel. Das Mädchen hatte sich erschöpft in die Polster des Diwans fallen lassen und die Hand vor die Augen gedrückt, während Reichardt einen Stuhl heran- gezogen und sich mit stiller Spannung ihr gegenüber niedergelassen hatte.
„Swh, Max, begann sie endlich, ihre Hand sinken lassend und das Auge zn ihm aufschlagend, „Tu bist der Einzige ans meinem ganzen Lebenswege, der mir eine Teilnahme gezeigt hat, die nicht nur der eigenen Selbst- nchl diente, und darum will ich gegen Dich so wahr sein.
! am m> es nur gegen mich selbst sein könnte. Was mich j h.-inoer nach Amerika gebracht," fuhr sie nach einem kurzen Älemzuge fort, „ist eine einfache Geschichte. Ich war ^ "-ui Mädchen wie andere; ich mochte nicht still sitze' ..ichtflöhen und nicht kochen, wollte nichts als leichtfertige ^inge treiben, Schauspiele lesen, singen und deklamiere», und meine Jugend war durch Zwangsmaßregeln fo trübe, als sie nur sein konnte. Ten einzigen Lichtpunkt darin bildete meiner Mutter Bruder, ein Junggeselle und leidenschaftlicher Musiker, der Einzige, der mit mir in meinen Neigungen eins war. Er brachte mir die Anfaiigsgründe der Musik bei, begann trotz meiner Ju- gend mit mir einen regelrechten Kurs im Singen nnd ließ mich zwischen seinen vier Wänden meinen Leidenschaften „ach Herzenslust nachhängen. Aber er ging, noch che ich erwachsen war, zur Verbesserung seiner Lage nach Newyork - er war es, dein ich, als ich selbständig ge- wvidcn war, nachgereist bin. Ich hoffte, wenn auch nicht als .Künstlerin, so doch als Lehrerin meinen Unterhalt zn verdienen. Aber ich habe lernen müssen, daß es das größte Verbrechen einer Frau ist, nicht nur Frau, sondern Mensch im Allgemeinen sein zu wollen, zu dessen Be- strafiing sich Jeder, Mann wie Frau, gleich berufen fühlt.
„Als ich in Newyork cinsah, daß unser Beider Weg nicht znsnimnengehen könne," fnh-r sie, einen Moment das Auge senkend, fort, „nahm ich den Vorschlag an, einer ilntieinschen Operiigesellschast, die sich zn einer Tour nach dem Süden rüstete, bcizutreten. Derselbe Agent, den Tn Haft kennen lernen, war es, der mich in unserm Boar- dinghanse hatte singen hören und mich -zu dem Direkte leitete. Ich sang vor diesem und ward angenommen; ins erste Konzert fand statt, ich erlangte mit einigen gut einstudierten Stücken einen größeren Erfolg, als ihn wahrscheinlich die Gesellschaft bis dahin gehabt, und von. da an beginnen meine Erfahrungen.