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parteiamtliche nationalsozialistische Tageszeitung

Amtsblatt -es Kreises Calw für Neuenbürg unö Umgebung Sirkenselöer-, Calmbacher- unö Herrenalber Tagblatt

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Di« dleinipoliig« nim-petle < Rp> Jamtltenanzeigen s Npsg ,«t» liche Anjtigru S,S Rpsg, Text,eite 24 Rpsg. Schluß der Anj«ig«n. onnahme Uhr vormittag». (SewShi wird «nr jit- ichristlich erteilt» Austräge lldernomme». 3m ädrigen gelten die oom Werberat der dentschen WIrtschasi ansgestellten Bestimmungen. Vordrucke stehe» z»r Dersägung. Zurzeit Ist Preialiste Nr. S gültig. Berla, und Roiatlo»«» druck: L. Meeh'iche Buchdruckeret, 3nh. Ir. Bitsinger, Neuenbürg.

Neuenbürg, Donnerstag den 3V. Januar 1941

99. Jahrgang

9er Führer spricht heute!

Berlin» 80 . Jan. (Eig. Funkmeldung.) Heute am Tage der nationalen Erhebung spricht der Führer zum deutschen Volke. Die Rede wird um 16.8V Uhr über alle deutschen Sender übertragen.

Im Anschluß an den Abendnachrichtendieyst wird die Sen­dung »im 20.20 Uhr wiederholt.

Der Stabschef spricht zur SA.

Berlin, 29. Jan. (Eig. Funkmeldung.) Am 30. Januar ge­denkt die SA in einer Sendung des Großdeutschen Rundfunks von 12.10 Uhr bis 14.00 Uhr mit^Märschen und Kampfliedern des 8. Jahrestages der Machtübernahme. In dieser Sendung spricht gegen 13 Uhr der Stabschef zur SA.

Reichssendung des Grotzdeutschen Rundfunks

Berlin, 29. an. (Eig. Funkmeldung.) Der Großdeutsche Rundfunk bringt am 30. Januar von 19 bis 20 Uhr die Reichs­sendung30. Januar Markstein am Wege zum Großdeut­schen Reich", die den Hörer unmittelbar an die Stätten stellt, an denen sich die Geschichte der Bewegung und die Geschichte des nationalsozialistischen Staates vollzogen hat. So werden wir u. a. im Lazarettzimmer in Pasewalk, in München in der Kaserne, im Sternecker-Bräu, im ersten Geschäftszimmer der Partei, vor der Feldherrnhalle, auf der Festung Lands­berg, in Coburg, auf dem Wehrgang der Festung Wilseneck, imKaiserhof" in Berlin und vor jenem historischen Fenster

der Reichskanzlei stehen, unter welchem der Fackelzug des 80. Januar 1933 vorbeizog. Weiter zeichnet die Sendung den Weg von 1933 bis zum 8. Erinnerungstag des 30. Januar. Den Abschluß bildet der Gruß der kämpfenden Front zum 30. Ja­nuar 1941.

Der Reichsantzenminister in der Sowjet- dotschaft

Berlin, 29. Jan. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop nahm am Mittwoch nachmittag an dem erstell Empfang teil, den der neuernannte Botschafter der UdSWÜ. in Berlin. Dekanosow, in den Räumen der sowjetrussischen Botschaft gab.

Der ungarische Honvedminister beim Reichsautzenminister

Berlin, 29. Jan. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop empfing heute nachmittag den zurzeit in Ber­lin weileirden königl. ungarischen 'Honvedminister Vitez Karl von Bartha.

General Rollet gestorben

Vichy, 29. Jan. In Royat starb General Rollet im Alter von 76 Jahren. Rollet war seinerzeit Vorsitzender der berüch­tigten internationalen Kontrollkommission in Deutschland.

ie deutsche Sonderabordmmg in Budapest

Botschafter von M-ltke legt den Kranz des Führers an der Bahre des Ankenministers Graf Lsakq nieder Kranzspende« des Sieichmarschalls «nd des Reichsaußenministers

sandte ebenso wie die Vertreter der deutschen Presse in Budr» Pest Kranzspenden.

Reichsjustizminister Dr. Gürtner 1*

DRB. Berlin, 2g. Jan. Reichsminister der Justiz Sr. Gürtner ist in der Rächt zum 29. Januar 1911 nach kurzer Krankheit infolge eines Herzschlages verschieden.

Budapest, 30. Jan. (Eig. Funkmeldung.) Die Sonder­delegation der Reichsregierung ist unter Führung des Bot­schafters von Moltke zur Teilnahme an dem Staatsbegräbnis des verstorbenen ungarischen Außenministers Gras Csaky am Mittwoch abend in Budapest eingetroffen. Als der Zug in die mit den Farben des Reiches und Ungarns geschmückte Bahn­hofshalle einfuhr, erklangen, von einem Musikzug der unga­rischen Wehrmacht gespielt, die Lieder der deutschen Nation sowie die ungarische Nationalhymne.

Zur Begrüßung der deutschen Sonderabordnnng hatten sich eingesunden: Der ständige Stellvertreter des Außenministers, Gesandter Voernle, sowie der Chef des Protokolls, Gesandter Vegh, mit einer starken Abordnung von höheren Beamten des Außenministeriums. Deutscherseits war Gesandter von Erd- mam.sdorff mit den Mitgliedern der Gesandtschaft anwesend. Nach der Begrüßung schritten die Mitglieder der deutschen Abordnung die Front der auf dem Bahnhofsvorplatz ange­tretenen Ehrenkompagnie der ungarischen Honved ab. Bei der Abfahrt wurde die deutsche Abordnung von einer großen Zuschauermenge lebhaft begrüßt.

Noch am Abend ihrer Ankunft legte die deutsche Sond'er- abordnung im Kuppelsaal des Parlamentsgebäudes, wo der verstorbene Außenminister Graf Csaky aufgebahrt ist, Kränze nieder. Im Aufträge des Führers legte Botschafter v. Moltke an der Bahre Graf Csakys einen Kranz nieder. Ferner wur­den Kränze des Neichsmarschalls Hermann Göring und des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop an der Bahre uiedergelegt.

Außerdem legten Reichsminister Dr. Frick und Gauleiter Bohle Kränze nieder.

Im Laufe des Mittwoch-Nachmittag war auch ein Kranz Mussolinis niedergclegt worden.

Im Namen des diplomatischen Korps bekränzte der päpst­liche Nuntius als Doyen die Bahre Graf Csakys.

Auch die Landcsgrnppe der AO. der NSDAP in Ungarn

Franz Gürtner wurde am 26. August 1881 in Regens- bürg als Sohn eines Eisenbahnbeamten aeboren. Nach Ab-^ soloierung des Gymnasiums seiner Vaterstadt besuchte er das Maximilianeum in München, von wo aus er seine ju­ristischen Studien machte. Gürtner diente in Neaensburg und bestand dann mit hervorragender Note das juristische Staatsexamen. 1909 wurde er in das Jrsfizministerium berufen, wo er bis zum Kriegsausbruch als Personaleefr- rent tätig war. Im Weltkrieg stand Gürtner als Haupt­mann der Reserve an der Front und nahm zuletzt an der Expedition in Palästina teil, wo er als Bataillonskomman­deur den Rückzug der ihm anvertrauten Truppen durch das Ostjordanland leitete. Im Jahre 1920 wurde Gürtner wieder in das bayerische Justizministerium berufen, besten Leitung er 1922 übernahm. Mit der Bildung des Kabinetts von Papen wurde Gürtner zum Reichsiustizminiiter er- nannt Im Zuge der Durchführung der Reichsreform über­nahm dann Gürtner am 16. Juni 1934 neben dem Reichs­justizministerium auch noch das preußische Justizministe­rium. nachdem Iustizminister Kerrl zum Reichsministcl ohn-> G-^u-östtzb-^ei-'d ernannt inord-n nio-'

Der Führer hat für den verstorbenen Rcichsjustizininister Tr. Gürtner Staatsbegräbnis angeordnct.

Ferner hat der Führer Frau Gürtner in einem Hand­schreiben seine herzlichste Anteilnahme zum Ausdruck gebracht Nach dem Ableben des Reichsministers der Justiz Dr. Gürtner hat der Führer zunächst den Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. Franz Schlegelberger mit der Führung der Geschäfte des Rcichsministers der Justiz beauf­tragt.

Rr. 2S

Soldaten -er Idee

Gedanken zum Tage der Machtergreifung.

Von Leutnant Herbert Staake.

RS6. Wenige Tage nach dem Waffenstillstand mit Frankreich sind wir ihnen in einem kleinen Dorf bei Nancy begegnet. In einer leeren Baracke vor wenigen Wochen haben hier noch die Poilus gehaust sitzen zehn, zwölf deutsche Soldaten, sprechen lebhaft durcheinander, ver­suchen sich gegenseitig mit Gründen und Gegengründen zu überzeugen. Thema: Wir und die französische Bevölkerung! Das Ganze ist die politische Arbeitsgemeinschaft einer In­fanteriekompanie, zwei Tage nach dem Waffenstillstand ins Leben gerufen und geleitet von einem Gefreiten der Kom­panie, der im zivilen Rock Ortsgruppenleiter der Partei und Träger des Goldenen Ehrenzeichens ist. Wir sind ihnen überall begegnet, in Polen wie am Westwall und wiederum auf den Schlachtfeldern Frankreichs, den Männern der Partei, nicht allein jenen mit irgendeinem hohen Partei­rang. einer führenden Stellung der politischen Leitung oder in den Gliederungen der Bewegung, sondern genau so den einfachen Parteigenossen und SA-Männern, den' Blocklei­tern und Scharführern, dis ebenso still und selbstverständ­lich. wie sie im politischen Leben und Kamps unseres Vol­kes ihre Pflicht erfüllten, nun als Soldaten im Felds stan­den. Im Feuer der Weltanschauung in jahrelanger Arbeit gehärtet, wurden sie nun in der Glut des Krieges gestählt. Es ist uns in den verflossenen Monaten dieses Krieges deutlich geworden, wie sehr die weltanschauliche Erziehung des deutschen Menschen durch die,Partei dem deutschen Volk einen neuen Soldaten geformt hat, einen Soldaten, der neben der Waffe eine Weltanschauung hat, die ihn be­fähigt. Anstrengungen und Entbehrungen. Strapazen und die Härte des Kampfes leichter zu ertragen. Waren schon im Frieden Truppenübungsplatz und Kasernenhof nicht die einzigen Ausbildungsstätten des deutschen Soldaten geblie­ben, sondern war die geistige Erziehung während des Dien­stes zur Tatsache in unserer Wehrmacht geworden, so hat dies km Krieae mannigfache Frucht getragen-

So wie die Partei das Volk mit ihrem Geist durchdrun­gen hat, so hat sie damit auch die Wehrmacht, deren Men­schen ja aus dem Volk kommen, geistig neugeformt. Waffe und Weltanschauung sind die beiden Pole des nationalsozialistischen Soldatentums. Aus dem Nur- Soldaten der Zeit vor dem Weltkriege, der nichts von Po­litik wissen wollte ist der entschlossene Vertreter der Rechte seines Volkes geworden. Politik ist für ihn nicht kleinlicher Kamps von Interessengruppen, sondern sie ist allein die Er­füllung der . völkischen Ausgaben, die unserer Generation gestellt worden sind. Wann war jemals in der Jnstruk- tionsstunde der kaiserlichen deutschen Wehrmacht die Frage nach der Größe des Reiches und nach der Ewigkeit seines Bestandes gestellt worden, wann war jemals dem zersetzen­den Gift pazifistischer Einflüsse wirklich Einhalt geboten? In einer Zeit, in der der Reichstag die Bewilligung neuer Heeresausgaben zu einem parlamentarischen Kuhhandel machte, konnte der Soldat keinen wahren Rückhalt in sei­nem Volke haben. Wenn 1914 singende junge Regimenter unter der ParoleFür Kaiser und Reich" auf den Koppel­schlössern Hinang in den Kampf zogen, so wurden sie doch schon bald innerlich ausgehöhlt und zermürbt im Grauen des Schlachtfeldes, und sie mußten die Frage stellen: Warum?" Die Antwort auf diese Frage aber versuchte ihnen damals die Propaganda des Gegners und das pazi­fistische Gewäsch der Defaitisten in der Heimat zu geben.

Der Feldgraue des Weltkrieges hat trotz vieler gelingen Zermürbung, die ihn unablässig durch die vier Jahre des Kampfes geleitete, als Soldat standgehalten. Er hat die Frage nach dem Warum öfter gestellt, aber ist schließlich doch immer den Befehlen gefolgt, die ihm gegeben wurden, weil er eben Soldat war und nichts als Soldat. In den Tagen dieses Krieges aber erleben wir den Angriffs­schwung und das Wesen des nationalsozialistischen Solda­tentums in dem um seinen politischen Auftrag wissenden und sür die Größe und Ewigkeit seines Volkes kämpfenden Soldaten, der sich im Sturm der Ereignisse an einer Idee stärken kann, den der Gedanke des Reiches in seinem Aus­harren stärkt und der den Gedanken des Reiches vorwärts­trug über die Schlachtfelder im Osten und Westen Man muß den deutschen Soldaten in den besetzten Gebieten ge- . sehen und beobachtet baden, man muß seine Zurückhaltung und wiederum sein bestimmtes Auftreten gegenüber der Bevölkerung in diesen Gebieten erlebt haben, um zu wis­sen. daß der Soldat der nationalsozialistischen Wehrmacht, von seinem eigenen Wert und seiner eigenen Kraft über­zeugt, von sich aus bereits die nötige Zurückhaltung und den richtigen Ton für den Verkehr mit der Zivilbevölkerung findet. Er weiß, daß er hier draußen als Vertreter des Nationalsozialismus angesehen wird, daß sorgfältig jede seiner Handlungen beobachtet wird, und er verhält sich ent­sprechend Aus der Seite des Gegners aber ist dieAngst vor dem preußischen Kommißstiefel" die von der Propa­ganda des Feindes angefacht, ihren Ausdruck in, dem Flüchüipgseiend in Frankreich fand, im Schwinden begris- . sen, nachdem gerade der Franzose in den kleinen Städten und Dörfern das korrekte und einwandfreie Auftreten des nationalsozialistischen Soldatentums erlebt hat.

Dieser Wandel vom Nur-Soldaten zum poli­tischen Soldaten ist eines der Geheimnisse unserer Erfolge in diesem Kriege. Wir nationalsozia- Intisckcn Deufickien sind nicht nur in der Nolitik reafistiilber

geworden, wi^ haben auch als Soldaten gelernt, dem deut­schen Lebenswillen und der deutschen Kraft zu dienen, ohne nach rechts und links zu schauen. Mit stiller, aber um so eiserner Entschlossenheit hat die Partei in langen Jahren des Kampfes das neue politische Antlitz des deutschen Volkes ge­formt und damit zugleich das politische Antlitz des Solda­ten und die neue Idee vom nationalsozialistischen Soldaten­tum emporwachsen lasten. Wie sehr unsere Wehrmacht von dem Wissen um die Notwendigkeit dieses Kampfes erfüllt ist. wie sehr sie ihren geistigen Rückhalt im Volke und in unserer Weltanschauung findet, das haben Ihre Taten be­wiesen. Taten, die sie allein vollbringen konnte, weil sie neben der Waffe eine Weltanschauung besaß, während ihr. gegenüber ein Gegner stand, der zwar bis an die Zähne ge­rüstet war. aber nicht die einigende und vorwärtsdrängende Kraft einer Idee kannte. Ueberall in den Einheiten des Heeres, der Luftwaffe und der Marine stehen heute die

Männer der Partei, die Nationalsozialisten des Alltags, und sind Träger des Kampfwillens und des Glaubens an die deutsche Sendung, Waffenaewobnt und waffenfroh, »veil unsere Weltanschauung der Kampf ist, ist der deutsche Soldat in diesen Krieg gegangen, allerdings ohne jenes Stroh­feuer der Begeisterung, das so schnell erfischt, dafür aber wissend um die Notwendigkeit des aufqezwungenen Kamp­fes. Wenn wir am 30. Januar der Machtergreifung durch die Partei gedenken, dann misten wir daß ohne diese Macht­ergreifung und obne die Neiiformuna der deutschen Wehr­macht durch das Weien und den Geist der nationalsoziali­stischen Idee der Sieg in unterem völkischen Lebenskampf unmöglich war. Der politische Kämvfer. der neue deutsche Soldat aber steht heute in einem Schützengraben, besten Brustwehr die Weltanschauung de» nationalsozialistischen Reiches ist.