seines Lebens nicht vergehe. Wer am treue- ten. am leidenschaftlichsten dieser Gemein- chaft. dem Volke dient, der ist ein Großer, »essen Dasein erhebt sich zu höherem Wert.

Wessen Leben beweist diese Tatsache mehr als der Weg des Führers? Er kennt nun seit Jahrzehnten keinen anderen Gedanken als den, für sein Volk zu wirken und alle seine Kräfte zu mobilisieren. So selbstlos oder so leidenschaftlich auch wie er, ist keiner. Die Große seines Wesens ist es. die den hun­derttausend Nürnbergfahrern diese Tage zu unauslöschlichem Erlebnis macht. Wohl sind des Führers Reden, seine programmatischen Erklärungen, seine Richtlinien für die große Politik, die er in Nürnberg zu geben Pflegt, von suggestiver Kraft, die alle Anwesenden überwältigt, so daß ein kühler Rechner dar­aus allein die Anerkennung seiner Führer­persönlichkeit erklären konnte. Was aber in Wirklichkeit die ungeheure Verehrung aus­macht, die jeder einzelne dem Führer gegen­über empfindet, das ist un erklärbar, das läßt sich nur andcuten, indem man immer wieder feststellt, daß den Zauber und die Macht ferner Persönlichkeit, sein bloßes Dasein, sein Wesen ausmachen. Er verkörpert für seine Bewegung, für das ganze deutsche Volk den Nationalsozialisten. Was ihn über alle hinaushebt, das ist die Tatsache, daß er in Wort und Tat ohne Widerspruch ist. Das empfinden die Hun­derttausende in den Nürnberger Tagen so stark, daß es Ungezählten das Erlebnis von Nürnberg ist. Das Untergehen der Einzel- Persönlichkeit in der Masse und die unbe­dingte und unbestrittene Erhöhung des Füh­rers zeugen die politischen Kräfte, die jeweils in Nürnberg neu lebendig werden. Tenn es ist ja gar kein Zweifel, daß dadurch die vielen Einzelplanungen, die vielen Vorsätze ihren Ursprung nehmen, die später im All­tag durch die mühsame Kleinarbeit des ein­zelnen Wirklichkeit werden.

Wenn von Nord und Süd, von Ost und West in diesen Lagen Hunderte von Sonder­zügen nach der Stadt der Neichsparteitage rollen, so lebt in all den Männern und Frauen, die sie hintragen, der Hunger nach diesem Erlebnis, das als das Geheimnis aller politischen Neuwerdung. aller Aufbauarbeit und Neugestaltung des Reiches anzusehen ist. In diesem Sinne be­gleiten auch die Zurückbleibenden die Nürn­bergfahrer. So wollen auch sie sich, abseits Vom großen Geschehen, befruchten lasten für ihre Arbeit an der Bewegung und am deut­schen Volke

MMr 5W0 SüWnsr frei!

Wien, 5. September

Wie die ..Amtliche Politische Korrespon­denz" mitteilt, wird die infolge der Ereig­nisse des 29. Juli nicht zur Durchführung gekommene Verwaltnngsamnestie in Anbe­tracht des Umstandes, daß im Monat August die innere Befriedung weitere Fortschritte gemacht hat, vom 1. September d. I. an schrittweise durchgesührt werden.

Die Verwaltungsamnestie betrifft alle jene politischen Häftlinge, die hon den Poli­zeistellen oder Bezirkshauptmannschasten zu sogenannten Verwaltungsstrafen bis zu einem Jahr verurteilt und in ein Konzen­trationslager überwiesen worden waren. Die Verwaltungsstrafen konnten auch zusätzlich zur gerichtlichen Strafe verhängt werden. Auch diese zusätzlichen Strafen werden von der nunmehr zur Durchführung kommenden Strasamnestie getilgt. Im ganzen dürsten etwaüOOOPersonen von der Verwal­tungsamnestie ersaßt werden, so daß mit ver­schon seinerzeit durchaeführten Amnestierung der gerichtlichen Häftlinge im ganzen 1VOOO politische Häftlinge in Freiheit geseyt werden dürsten.

ragMimschM durchSRei»

Leine Eingaben

Während deS Reichsparteitages ruht der Parteienverkehr in der Kanzlei des Führers vom 7. bis 17. September. Es wird daher gebeten, von Schreiben und Eingaben jeder Art an die Kanzlei des Führers während die- fer Zeit nach Möglichkeit Abstand zu nehmen, da eine Bearbeitung und umgehende Er­ledigung keinesfalls gewährleistet werden kann.

IV» sliUve SolUsteu LMglieä »ela Sinken

Wie das Reichskriegsministerium mitteilt, ist gegen die Zugehörigkeit aktiver Soldaten zu den im Nahmen des Reichskriegerbundes Kysshäuser genehmigten Freikorpskamerad, schäften nichts einzuwenden, soweit die be- treffenden Soldaten dem Freikorps angehört haben. Es wird jedoch daraus hingewiesen, oaß aktive Soldaten aller Dienstgrade in erster Linie Anschluß an den Soldatenbund, den NS.-Marinebund und den Deutschen Luftsportverband zu suchen haben.

Holdatenleven - Manöverleben

Die Uebuuge« de« Zufarrterie-Negkmeuts SS bet Calw

Ligsodsrlekt Ser t! 8 - Presse

cks. Stuttgart, 5. September.

Schon in den frühen Morgenstunden ist man auf den Beinen und ist gespannt, was der neue Kriegstag bringt. Die Jugend vor allem ist mit einem Eifer dabei, als würde der Ausgang der Schlacht von ihren strategischen Kenntnis­sen abhängen. Wir waren heute bei den Uebungen des Jnf.-Regts. 35, dem noch wei­tere Truppenteile unterstanden. Frühmorgens ging es in Bad Liebenzell aus derFalle" und unter strammer Marschsührung wurde die Straße nach Deckenpfronn entlang ge­rast. Einige Kilometer vor Deckenpfronn mach­ten wir bei einer neutralen Kommandostelle halt. Nicht weit entfernt von uns war das

Kommando des Schredsrichterstabes

anfgebaut. Diese Offiziere und Mannschaften tragen Weiße Mützenbänder und beurteilen die Kampfhandlnng der roten und blauen Trup­pen. Die Schiedsrichter machen Lebende zu Toten und zu Verletzten. Wer ausscheidet, hat ein gelbes Band zu tragen oder den Stahlhelm abzunehmen. Nach zwei Stunden ist normaler­weise der Mann wieder kampffähig und darf wieder eingesetzt werden. Links von unserem Standpunkt ist der Lerchenberg, der noch von den Roten gehalten wird. Der Feind ist gegen­über seinem blauen Angreifer stärkemäßig unterlegen, weshalb er die Kampfweise des hinhaltenden Widerstandes hat. So versucht Rot, die Blauen in ihrem Vormarsch hinzu­halten und kämpft, jede kleinste Bodenbeschaf­fenheit nützend, gut getarnt aus der Defensive. Ueberhaupt darf man von einem heutigen Ma­növer nicht sehr große Truppenmasscn erwar­te denn es ist tatsächlich

ein-unsichtbarer Krieg.

Man muß schon aut aufpassen, um die ein- zelnen Kampfhandlungen zu erkennen, oder man ist gerade inmitten des Kampfseldes, dann sieht man eine Kampstaktik, die das Staunen wohl berechtigt. Spähtruppen klä­ren das Vorgelände auf. Schützentruppen folgen, und dann erst kommen andere Ein­heiten zum Einsatz, jedoch unmer so, daß die Soldaten dabei ausgeschwärmt sind und, voll­ständig auf sich selbst angewiesen, ihre Ent- schlüsse zu fassen haben.

Tie vorliegend gedachte Handlung unter der obersten Leitung des Kommandeurs des Jnf.-Regts. 35 Oberst Hilpert, war so gut gehalten, daß die einzelnen Truppenführer ihre Entschlüsse und Kampfhandlungen vorzuneh­men hatten. So zeigt die jeweilige Entwick­lung des Kampfes dem Betreffenden sofort, ob er richtig gehandelt hat oder nicht. Immer mehr gewinnt die Blaue Partei an Boden. Not will angreisend von Höhe Lerchenberg die Blauen täuschen mit Scheinangriff und schiebt sich im rechten Tal an den Gegner heran. Blau überquert einige hundert Meter freies Gelände. Durch starken Einsatz gelingt der Angriff. In den Wäldern kämpfen nun blaue Mannschaften gegen die sich hartnäckig wehrenden Noten. Major Merker, der Führer der blauen Truppen, setzt leichte Ar­tillerie ein, und so gelingt es. den Gegner immer mehr zurückzuwersen.

Ein Vorstoß roter Schützen hüll einige Zeii die stürmende blaue Infanterie i» schach. Doch dieser Vorstoß kann nicht gehalten wer- den. Blau hat das Glück größerer Einsatz­möglichkeiten und zwingt Rot auch auf der Straße nach Deckenpfronn zum Abzug.

Aeilende Spähtrupps

durchstreifen die Wälder, Panzerwagen rasen die Straße entlang, Telephone schrillen. Be­fehle über Befehle werden an die Front und von der Front ausgegeben. Hier muß ge­zögert werden, um die Absichten des Gegners zu erkennen. Dort ist rasches Handeln not­wendig. da eine Umgehung vom Gegner ver­sucht wird. So folgt eine Handlung aus die andere und von allem kann der Laie kaum etwas sehen, denn das ist es: oftmals ent­scheidende Kampfhandlungen im Gelände durchzusühren. die dann kaum wahrzuneh- men sind.

Unter vorzüglicher Führung von Major Bietra sind wir bummelnde Schlachtstra- tcgen dauernd unterrichtet und bekommen ein Gesamtbild, das es uns ermöglicht, die Hand­lung zu übersehen. So findet man uns ein­mal in der Front der Roten oder der Blauen. Gerade der Schwarzwald ist für die Kamp- senden sehr schwierig und manchmal recht hart. Sogar als Zuschauer bekommt man Alpdrücken, wenn man kriegsmäßig ausge- rüstete Infanterie stürmen sieht. Da ist der schwere Äffen, das Gewehr, die Patronen­tasche. Schanzzeug, Gasmaske. Kartentasche und Seitengewehr. Alles Dinge, die nicht nach Grammen gewogen werden. So keucht der Soldat an. Ganze Schweißbäche strömen über das. GeLcht, aber, das Auge blickt kampses-

tusttg. Lrotz auer Strapazen hätten sie durch. Hier gibt es kein Nachgeben. Es wird alles daran gesetzt, das Ziel zu erreichen. Beim Haselstall dringen die blauen Truppen sieg- reich vor.

Bei Abbruch des Kampfes

ergibt sich die Lage, daß Blau stellenweise die zu nehmende feindliche Linie erreicht hat, wenn auch verzögert. Die roten Gegner haben auch Widerstand geleistet und waren auch teilweise noch schwach im Besitze der Höhe des Lerchenbergs. Kurz nach Deckenpfronn wird zum Halt geblasen. Da kommt der Stahlhelm vom Kopf. Der Kämpfer haut sich lang hin und ruht, ruht. ruht. Die Pferde, die allerhand geleimt haben, stehen schön ausgerichtet und schnaufen ebenfalls aus. Kraft- und Panzerwagen sind scharf ausger.ichtet. Im Stoppelfeld stehen die Offi­ziere um ihren Kommandeur: Kritik! Das ist es ja. was die Betreffenden immer ner­vös macht. Man ist entweder stolz auf den Vorgang oder na, Anpfiffe soll es ja auch geben.

Ein Manöverbegeisterter

Unter den Massen der Zuschauer ragte ein ganz manöverbegeisterter Pfarrer hervor. Es war wirklich originell, wie dieser Mann un­ermüdlich seine Fragen stellte. Einige hun­dert werden es wohl gewesen sein. Er wünschte sogar dem Oberst vorgestellt zu wer­den. Aber eine wahre Lachsalve brauste über das Stoppelfeld, als unser mit Feldherrn­gefühlen ausgerüsteter Pfarrer, zu einem Major gewandt, die MG.-Kompanie kriti­sierte und sich den humorvollen Scherz er­laubte. zu sagen:Dia hent sich schlecht be- nomma. Dia hent ihr Erfahrung jo net mit- enander ausdauscht. Do schwätzt m'r doch mitenand'r vor so me A'griff: Gange m'r oder gange m'r net?". So ging diese ulkige Fragerei eine ganze Zeit, und jeder kann sich denken, daß die Antworten auch manchmal knallig saßen.

Vor dem Vergnügen kommt dann noch­mals Avvell. Tann siebt der Soldat wieder, fein gefunden, die Klamotten ganz staub- und schmutzfrei, auf dem

Manöverball.

Sie haben auch bei den Mü1..s ihre Chan­cen. Klar. Ber zweifarbigem Tuch kommen wir Zivilisten nicht mehr mit. Da darf man sich den Trubel nur einmal ansehen. So ein Manöverball ist denn auch ganz sidel. Da gehen der Vati, die Tochter und die Mutti mit ihrem Soldaten zum Tanz. Man ist so­gar stolz auf seinen Soldaten, den man in Luartier hat. und so soll es ja auch sein.

Der zwecke Kampftag des Jnf.-Reg. 35 spielte sich im Gelände Deckenpfronn Dachtel Aidlingen ab. Wie am Vortage, hatte die rote Partei der Gegner die Ausgabe, die angreifenden blauen Truppen aufzuhalten. Not erledigte diese Ausgabe vorzüglich. Durch weit vorge­schobene LMG.-Nester an der Straße Decken­pfronnGültlingen konnte Not das flache, einsehbare Gelände bestreichen. Blau ent­wickelte sich vom Oberer Wald aus und mußte als erste Aufgabe die Höhe 575 stür­men. Ackerfurchen, Maisfelder und kleinere Feldwege ermöglichten ein verhältnismäßig rasches Fortkommen. Allerdings war Punkt 575 nur mit schwachen roten Truppen besetzt, die sich sofort zurückzogen und hier, aller­dings durch eine größere Einheit, hartnäcki­gen Widerstand leisteten. Blau sah sich ge­zwungen. zuerst mit SMG. ein indirektes Feuer zu eröffnen, das jedoch nicht ausreichte, den Gegner zu vertreiben. Interessant war, wie deshalb die

Artillerie in schneidigem Galopp

in Stellung ging. Dieses wirkungsvolle Feuer ermöglichte der blauen Infanterie, den unter­brochenen Angriff weiter vorzutragen. Not zog sich langsam in Richtung Weil der Stadt zurück. Auf der Höhe Eckberg erwarteten nun die Noten den Angriff der Blauen. Durch eine Umgehung, begünstigt durch lang ausge­dehnte Wälder, gelang es, den Gegner in der Flanke zu fassen. Rot sah sich gezwungen, im­mer mehr abzubauen und mußte sich auf die Ortschaft Aidlingen zurückziehen. Auch an diesem Tage war Not weniger feuerkrästig, denn die blaue Partei war in ihren Einheiten sehr stark und konnte was Not fehlte Artillerie zum Einsatz bringen. Führer der roten Truppenteile war Oberstleutnant Oppenländer, der Kommandeur des MG. - Bataillons IV (Horb), während die Blauen durch Major Merker geführt wur­den. Die oberste Leitung hatte wiederum der Kommandeur des Infanterie-Regiments 35 (Tübingen). Oberst Hilpert. Auf Seiten der Roten führte Major Nieschke die Pan­zerabwehr, während die Artillerie-Abteilung

des Bataillons V durch Major Kamps. Henkel geführt wurde.

Major Weiß Halts die Leitung der Schiedsrichterstabes. Sein Adjutant, der schneidige Leutnant Gerber, war überall zu sehen. Die Karte, die beim Schiedsrichter, stab immer laufend nach dem Gefecht mit verschiedenen Farbstiften gezeichnet wird, ist sehr interessant. Mit einem Blick ersieht man die Lage, und durch die Eintragung der lau­fenden Uhrzeiten ist man über sämtliche Vor- gärige stets genauestens im Bild.

Am zweiten Tag dieses Negimentsmanö- vers kamen auch die Zuschauer auf ihre Rechnung. Nachdem sich die Kampfhandlun- gen größtenteils im freien Gelände abspiel, ten. konnte man sehr viele Einzelheiten beob- achten, die für den Schlachtenbummler sehr interessant waren. So war man manchmal

mitten im Kampfgelände

zwischen beiden Fronten und konnte feststellen, daß ein derartiger Bewegungskrieg sehr rasch und flott vor sich geht. Es wäre übrigens falsch zu glauben, daß der Soldat, der von einem Schiedsrichter als gefallen oder verwun­det erklärt wird und somit das gelbe Band um den Stahlhelm zu tragen hat, darüber froh Wäre, jetzt einige Zeit verschnaufen zu können. So konnte man sehen, daß zwei rote Krad­schützen sich in die Front der Blauen verirrten. Es war klar, daß sie in einem Ernstfall ent­weder gefangen oder abgeschossen wären. Als sie fürerledigt" erklärt wurden, wollten sie das gar nicht einsehen und mit sichtlichem Widerwillen nahmen sie den Stahlhelm ab. Das zeigt, mit welchem Kampfeifer und inne­rer Anteilnahme unsere Soldaten von ihren Aufgaben erfüllt sind.

Dieser Tag war der letzte im Regiments­manöver. Jetzt folgt ein Ruhetag und am Montag begannen bereits die Divisionsmanö­ver, denen sich das Korpsmanöver anschließt. Aber wenn die Gefechte beendet sind und dis Truppen in ihre Quartiere abziehen, dann fällr auch die Müdigkeit fort. Denn abends ist Aus- gai >2 und der Manöverball lockt. Da wird stundenlang getanzt und die Madels sind von ihren Soldaten begeistert. Es gibt ja nicht jeden Tag Einanartierung . ..

Neietiski-Iegsuiiiilslcr Usnki

N>chskriegsminister Generalseldmarschall von Blomberg hat zu seinem Geburtstage so viele Glückwünsche erhalten, daß er nicht alle Schreiben persönlich beantworten kann. Er bittet, seinen Dank auf diesem Wege ent­gegenzunehmen.

Versorgung Ukr vnlerokkisiere

Ein Erlaß des Neichskriegsministers regelt die Versorgung der ausscheidenden Unter­offizier:. Danach bleiben die Unterossiziere nach Ablauf ihrer 12jährigen Dienstverpslich- tung in einem Treueverhältnis zum Staat und erhalten bis zur planmäßigen Anstellung als Beamte gleichbleibende nicht wie bis­her abklingcnde Uebergangsbezüge. Vor­aussetzung hierfür ist, daß die Versorgungs- anwärter bei mindestens fünf Verwaltungen des öffentlichen Dienstes (darunter drei großen) für Beamtenstellen und außerdem für Angestelltenstellen vorgemerkt sind. Selbstverständlich bleibt aber auch in Zu­kunft der Uebergang in einen bürgerlichen Beruf oder die Ansiedlung als Bauer mit einer festen Abfindungssumme möglich.

Enttäuschter französischer Marxist erzählt

Paris, 6. September.

Die Feigheit der spanischen Anarchisten vor dem Feind und ihre Roheit gegenüber Wehr­losen schildert ein französischer Freiwilliger, der nach der Einnahme von Jrun durch die Nationalisten nach Frankreich zurückgekehrt ist, imFigaro". Er erklärte, von diesen Zustän­den angeekelt zu sein und nicht daran zu den­ken, daß er noch einmal nach Spanien zurück­kehre. Neun Franzosen und ein Belgier haben das Fort San Marcial bei Jrun trotz des schwersten Artilleriefeuers und der Flugzeug­angriffe gehalten. Die Stellung war unein­nehmbar; als sie nach vier Tagen von dreißig spanischen Marxisten abgelöst wurden, hätten oiese oie Stellung nach zwei Stunden aufgege­ben.

Ueberall fehlt es an der Kommandogewalt. Die Behauptung, alles wäre unterminiert, ist ein Märchen. Das Oberkommando bat sich fte.s in respektvoller Entfernung gehalten, ob­wohl dessen Angehörige mit den modernsten Schnellfeuerwaffen ausgerüstet sind, während die Kämpfenden oft nicht einmal die richtige Munition erhalten. Als Handgranaten haben sie dynamitgefüllte Zentralheizungsröhren benützt.

Action Francaise" behauptet, daß die fran­zösischen, nach Spanien gelieferten Flugzeuge alle Konstruktionsfehler aufweisen und ver­sagt haben.

SclsimiclfxLi-OLslMpf

iicli.