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87. Jahrgang.
M 238.
DeMcdlanb
Eckener über die Polarfahrt. ,
Dr. Eckener äußerste sich gegenüber einem Mitarbeiter des Berliner Tagebl." über die Polarfahrt, die bekanntlich im Aufträge der Aero-Arkttk im kommenden Frühjahr unternommen wird. Er erklärte, der Chartervertrag sei bereits Unterzeichnet. Ueber die Besprechungen mit Professor Flausen Und anderen Vertretern der Gesellschaft und über die Voraussetzungen der Fahrt erklärte Dr. Eckener, in einiger Zeit werde man mit den verschiedenen Umbauten und Einbauten von Apparaten in das Luftschiff beginnen. Die Kosten würden ziemlich erheblich sein. Er habe bisher wegen der Versicherungen mit den Versicherern persönlich unter der Voraussetzung abgeschlossen, daß er selber das Luftschiff führe. Die Polarfahrt jedoch werde er nicht führen, sondern Kapitän Lehmann, der den Vrsicherern als zuverlässiger Führer bekannt sei. Niemand von der Besatzung könne zur Ausführung der Polar- sichrt gezwungen werden. Man brauche also freiwillige Meldungen und mau ist dabei, diese Liste zusammenzustelleu. Ob die Aero-Arkttk in der Lage sein werde, alle voraussichtlich sehr schweren Bedingungen zu erfüllen, wisse er nicht. Ihm sei bekannt, daß die Nero-Arktik reichliche Zuwendungen erhalte «nd ihre Presse- und Publikationsrechte gut untergebracht habe. Sobald die neue Werfthalle beendet sei, werde eine weitere Halle aus dem Flugplatz Löwenthal errichtet werden. Diese Halle werde voraussichtlich dieselben Ausmaße haben wie die jetzige neue Halle. Sie solle dazu dienen, die neue Werfthalle für Neubauten zu entlasten und leichtere Aufstiege und Landungen für den „Graf Zeppelin" zu ermöglichen.
Barme» i» Geldverlegenheit.
Die „Könische Zeitung meldet aus Barmen: Der kommissarische Oberbürgermeister der Wupperstadt, Dr. Hartmanu, hat in einer Verfügung in sämtlichen Dienststellen der neuen Wupperstadt angeordnet, daß bis auf weiteres alle begonnenen Bauteil stillgelegt werden müssen und neue nicht begonnen werden dürfen. Auch alle Grundstückskäufe müssen vorläufig unterbleiben. Begründet werden diese Maßnahmen mit dem übergroßen Geldmangel, der sich bei der Ueberprüfuug der von den verschiedenen Dienststellen der neuen Stadt angefor- derten- Beträge für die nächsten drei bis sechs Monate ergeben hat. Alle Versuche, das Geld darlehensweise oder auf dem Anleiheweg zu bekommen, sind bis jetzt vergeblich gewesen. Zu der Knappheit auf dem Anleihemarkt gesellt sich die schlechte Wirtschaftslage, die sich in den hinter den Erwartungen stark zurückgebliebenen Stcuererträgeu widerspiegelt, doch werden die Bemühungen fortgesetzt, um die Wege für eine neue Anleihe zu ebneil, um aus deren Ertrag wenigstens die Bauten für die lebensnotwendigen Betriebe, wie für das Wasserwerk in Elberfeld und Elektrizitätswerk in Barmen fortführen zu können Der kommissarische Oberbürgermeister Dr. Hartmanu und der Finanz dezernent der vereinigten Stadt haben sich deshalb nach Berlin begeben.
Der Fall Sklarek.
Berlin, 10. Okt. Zwischen der Staatsanwaltschaft und dem Bürgermeister Scholtz ist gestern abend vereinbart worden, daß alle Ermittlungen und Vernehmungen von städtischen Beamten in der Betrugsaffäre Sklarek von jetzt ab allein von der Staatsanwaltschaft geführt werden sollen. Infolgedessen hat der Bürgermeister die von ihm eingeleitete Untersuchung eingestellt. Ebenso ruht bis auf weiteres die disziplinarische Verfolgung der belasteten städtischen Persönlichkeiten. Die „Rote Fahne" fährt fort, „auszupacken". Sie teilt mit, daß der Oberbürgermeister Bötz von den Sklareks erhebliche Summen erhalten habe, um ein Defizit des Gastspiels der Mailänder Scala zu verhindern und die Turn- und Sportwoche zu finanzieren. Weiter wird behauptet, daß der Oberbürgermeister Böß bereits vor zwei Jahren durch einen Einschreibebrief an seine Privatadresse auf die Korruptionsaffäre aufmerksam gemacht worden sei, entgegen den Angaben des Bürgermeisters Scholtz diesen Brief aber unterdrückt und nicht den aktenmäßigen Weg habe gehen lassen.
Grzefinski über das Volksbegehren.
Berlin, 9. Okt. Heute begann- im preußischen Ministerium öes Innern unter dem Vorsitz des preußischen Ministers des assnern, Grzefinski, eine Konferenz der Ober- und Regierungs- p^ßdenten Preußens, an der außer den Chefs der Provinz- «nd Bezirksbehörden Preußens die leitenden Beamten des preußischen Ministeriums des Innern und Vertreter sämtlicher anderer preußischer Ressorts teilnahmen. Der Minister führte m ferner einleitenden Ansprache aus, daß die politische Lage Mar ernst sei, aber durchaus nicht bedrohlich. Die ungeheure Elastung der Allgemeinheit ist dem verlorenen Krieg zuzu- Ichrewen. In dieser Situation bedeutet das Volksbegehren gegen den Fjoung-Plan weniger eine außenpolitische Gefahr als eine innerpolitische Belastung, denn es ist Las Mittel, um AE», was dem Heutigen Staat ablehnend oder feindlich gegcn- uversteht, zu sammeln-, um so in der Zusammenfassung die r"ElaindIichen Kräfte bedrohlicher zu gestalten. Es ist deshalb Pflicht sowohl der Reichs- wie auch der Staatsregieruug, gegen dieses Beginnen Stellung zu nehmen, da die Kreise,
Nw zu dem Volksbegehren zusammengefunden haben, im Etzten Ziel an den politischen Fundamenten des heutigen AsEks z-u rütteln beabsichtigen. Reichs- und Staaisreg-ierung Mlinen sich daher nicht nur mit der Abwehr begnügen, sondern « Eib alles tun, um Aufklärung über die Ziel« des ^mrsbegehrens zu verbreiten. Der Reichsinnenminister Seve- nIt gestern abend im Rundfunk eine Rede über das ^mksbegehren, das er als aussichtslos bezeichnet«. Im einzelnen zerpflückte der Redner die vier Paragraphen des Gesetz
entwurfs, indem er vor allem betonte, daß keine deutsche Regierung bisher die Kriegsschuldlüge anerkannt habe und daß auch seine Ablehnung des Volksbegehrens durch das deutsche Volk niemals als Anerkennung dieser Versailler Lüge zu betrachten sei. Der Poring-Plan sei zwar immer noch furchtbar hart für das deutsche Volk, und sicher bald revisionsbedürftig, aber doch wesentlich besser als der Dawes-Plan.
Ausland.
Innsbruck, 10. Okt. Seit dem 1. Oktober sind bekanntlich sämtliche deutschen Aufschriften in Bozen verboten. Wie sich nunmehr herausstellt, müssen selbst die Inschriften der Schleifen von Kranzspenden bei Beerdigungen in italienischer Sprache abgestrßt sein. Schleifen mit deutschen Inschriften werden beschlagnahmt. Auch die abgesandten Trauerkarten dürfen lediglich in italienischer Sprache abgesaßt sein.
Otto Bauer über Schutzwehrpn und Hermchchren.
Wien, 10. Okt. In der gestriges Sitzung des Sozialdemokratischen Parteitags erklärte Dr. Otto Bauer, indem er auf das Wachstum der österreichischen-Partei verwies, daß mau zur Abrüstung auch des republikanischen Schutzbundes entschlossen sei, wenn auf der bürgerlichen Seite das gleiche Bestreben vorliege. Die Bersassungssorderungeu der Heimwehren seien unannehmbar. Weder die Heraussetzung des Wahlalters auf 24 Jahre noch eine lange Seßhaftigkeit für das Wahlrecht wäre zu ertragen. Vor allem lchnt man die Entrechtung Wiens gegenüber den Ländern ab., Dagegen könne man nach reichsdeutschem Beispiel einen Winschastsrat und auch einen Reichsrat einführen. Der Redner schilderte die verheerende Wirkung, welche die Heimwehrdrohungen für die österreichische Wirtschaft hatten, und daß man zum ersten Mal wieder seit der Inflation die Flucht vor der Währung sieht. Schon hätten Banken mittels Flugzeug Dollarnoten nach Oesterreich kommen lassen müssen. Die Abhebungen hätten einen beunruhigenden Grad erreicht. Die Arbeiterschaft sei zum Frieden gewillt, aber auch dank ihrer Kraft entschlossen, sich bis zum äußersten zu verteidigen, falls man sic ihrer Rechte berauben sollte.
Ge>en Woldemaras.
Kowno, 10. Okt. Die Polizei verhaftete die Kownoer Schauspielerin Kumite. Die Verhaftung erregte in Kowno großes Aufsehen, weil die Schauspielerin die Ratgeberin und intime Haussreuudin Woldemaras' war. Nkrch dem Sturze Woldemaras' war ihr Haus der Sammelpunkt der aufrührerischen Elemente gegen die neue Regierung. Bei einer Haussuchung wurde sehr belastendes Material. ausgeftrnden und darnach die Verhaftung vorgeuommen. Die Schauspielerin ist wegen Gefährdung der Ordnung nach dem Kreis Rokiki verbannt worden. Das Erscheinen der faschistischen Zeitung „Fautos Kelias" ist von der Pressezensur wegen ihres gehässigen Tones gegen die neue Regierung unterbunden worden.
Kein Rnumunssbegin« in öer dritten Zone.
Pnris, 10. Ott. Das Kriegsministerium teilt folgendes mit: „Gewisse Truppenverschiebungen, die mit dem Rückzug des freiwerdeuden Teiles der Besatzungstruppen im Rheinland und mit der Ausbildung eines großen Teiles der zu den Einheiten der Besatzungsaumee gehörenden Rekruten in Frankreich zusammenhäugen, werden von einigen Personen als der Beginn der Räumung der dritten Zone verzeichnet. Diese Auslegung ist falsch. Die Räumung der dritten Zone wird nur unter den von der Regierung ausgestellten Bedingungen statt- fiuden. Die von der zweiten in die dritte Zone herübergenom- menden Bestände sind dazu bestim-ntt, die Lücken aufzusüllen, die hier durch die Rückkehr der in diesem Monat frei-werdenden Truppen entstanden sind." In gleicher Weise wie der Kriegsminister Paiulevb hat auch der Lustfahrtminister Laurent- Eynae vor der Finanzkommiffion der Kammer bei der Prüfung des Etats für. 1930 einen Zusatzkredit im Betrag von fünf Millionen -Franken für die Unterbringung und den Unterhalt der aus dem Rheinland zurückzuziehenden Fliegertruppen verlangt. Laurent-Ehnac teilte bei dieser Gelegenheit mit, der Generalstab habe beschlossen, das in Mainz liegende französische Flieg-erregiment im April nächsten Jahres abzurusen.
Die Aussichten der Saarkonferenz.
Paris, 10. Ott. Die Vorbesprechungen der französischen Saardelegation schreiten nur sehr langsam vorwärts. Ikach einer von maßgebender französischer Seite gemachten Mitteilung ist es sehr zweifelhaft, ob die Saarkonserenz zu Beginn der nächsten Woche zusammentreten könnte. Man zeigt sich im allgemeinen skeptisch über den Verlauf der Konferenz und läßt durchblicken, „daß die Verhandlungen langwierig sein könnten."
Schwedische Kommunisten unter sich.
Stockholm, 10. Ott. Die Spannung, die seit längerer Zeit im Lager der schwedischen Kommunisten bemerkbar ist, machte sich gestern durch einen Gewaltstreich Luft. Etwa fünfzig radikale Kommunisten drangen in das Parteilokal ein, wo sie schwere Verwüstungen anrichteten. Den inzwischen herbeigeeilten Mitgliedern der Mehrheitspartei, die sich nicht dem Diktat Moskaus beugen wollen, gelang es jedoch, die feindlichen Brüder hinauszuwerfen. Darauf versuchten die Linkskommu nisten, die Redaktion des Parteiorgans „Fallet Dag-blad Poli tiken" zu stürmen, wurden- jedoch von dem Personal und der inzwischen herbeigerusenen Polizei zurückgeschlagen. Der gemäßigt« Flügel der Kommunisten- bat somit vorläufig nach wie vor di« Leitung der Partei in der Hand.
Venizelos über Dtresemnn«.
Athen, 10. Ott. Ministerpräsident Venizelos stattete gestern dem internationalen Friedenskongreß einen Besuch ab und hielt dabei eine Ansprache znm Gedächtnis Stresemanns. Der
oerstorbene große deutsche Staatsmann sei auch ein großer Europäer gewesen. „Ich bewundere seinen Mut," sagte Venizelos, „daß er von 1923 an die Versöhnung mit den früheren Feinden im Weltkrieg verlangte. Mögen alle Politiker den gleichen Mut ausbringen. Wie viele Katastrophen könnten der Wett durch dieses Beispiel erspart werden. Ich glaube, daß Stresemanns Politik Gefolgschaft finden wird, vielleicht sogar bei jenen in- seinem Lande, die bis dahin die Politik Stresemanns bekämpft haben."
Aus Stadt und Bezirk,
Neuenbürg, 11. Okt. Gestern traf die Trauernachricht hier ein, daß Frau Dekan Anna UhI in Gaildorf nach längerem Leiden verschieden und ihrem im April v. I. verstorbenen Gatten, Herrn Dekan Uhl, der lange Fahre hier segensreich wirkte, im Tode nachgesolgt ist.
(Wetterbericht.) Ueber Skandinavien liegt ein größeres Tiefdruckgebiet, Lessen Ausläufer nach Mitteleuropa Vordringen. Für Samstag und Sonntag ist kühles, wechselnd bewölktes und zu einzelnen Niederschlägen geneigtes Wetter zu erwarten.
Birkeufelb, 8. Ott Die Sozialdemokratische Partei verband am Sonntag eine Herbstfeier mit der Ehrung der 25- bezw. 30jährigen- Parteijubilare. Als Festredner wurde Laudtagsabgeordueter Schuler-Stuttgart gewonnen. Mitwirkende waren die Feuerwehrkapelle, der Sängerbund und die Sängerabteilung des 1. Fußballklubs. Der Vorstand, Genosse Brenner, leitete die Feier ein mit einer sinnreich gehaltenen Begrüßungsansprache, in der er insbesondere der Jübilare gedachte. Stach einem Musikstück und dem Chor des Sängerbundes «Märzlust" übernahm der Redner, Genosse Schüler, die Festrede. Draußen in Wald und Feld hat der Herbst seinen Einzug gehalten, Herbstzeit ist Erntezeit und so ist auch bei zwölf Birkenselder Männern der Herbst angebrochen. Schulter cm Schulter haben sie 25 ja 30 Jahre für die erhebendste aller Menschheitsideen, den Sozialismus, gekämpft und sich die Aufgabe gestellt, die Menschheit aus den Fesseln des Kapitalismus herauszuziehen und sie einem höheren Menschentum entgegenzuführen. Wer weiß, wieviel Opfer und Arbeit ein solcher Kampf erfordert, weiß diese Männer zu schätzen; aber es war für sie ein köstlich Ding zu wirken und zu schaffen an der Befreiung der Menschheit. Red,rer zeichnete ein Bild von der Entwicklung des Sozialismus seit dem Bismarck'schen Sozialistengesetz; Krieg und Inflation hat der Partei so manchen Schlag- versetzt, die Verfassung in Weimar hat nur einen Teil unseres Programms zur Erfüllung gebracht, wir stehen aber mitten drin im Uebergcmg vom Kapitalismus zum Sozialismus. Es geht darum, welche Grundelemente der Verfassung den Stempel ausdrücken. Nach ÄNapoleon ist Politik Schicksal und wenn wir uns nicht darum kümmern, kümmert sich die Politik um uns, das hat der Weltkrieg mit seinen abscheulichen Wirkungen gezeigt. In der S.P.D. lebt etwas vom Geiste Fausts, daß nur der Freiheit verdient, der sich bemüht, sie zu erobern. Unser Tag ist nicht nur ein Freudentag, sondern ein Tag des Gelöbnisses, unsere Alten zu ehren, deren Wahlspruch war: Dir leb ich, dir leid ich, dir sterb ich, dein bin ich tot und lebendig! ALach einem feierlichen Musikstück ging sodann Vorstand Brenner aus die Vorgeschichte des hiesigen Ortsvereins der S.P.D. über. Am 4. April 1897 fand sich eine kleine Schar Gleichgesinnter zusammen, leider hat der Tod so manche Lücke gerissen, aber auch derer, die von uns geschieden sind, wollen wir gedenken. Unter schwierigen Verhältnissen, von denen sich die heutige Jugend gar keine Vorstellung machen kann, haben sie für Ideale gekämpft, bei Wind und Wetter unter finanziellen Opfern, ja selbst auf die Gefahr hin, verprügelt oder verhaftet zu werden, haben sie mitgewirkt am politischen Geschehen. Ihre illamen sind folgende: Johann Vollmer, Heinrich Feiler, Karl Wessinger, Karl Vollmer, August Vollmer, Emil Aym-ar, Robert Eisele, Fritz Beckh, Karl Roth, Wilhelm Wildprett, Leonhard Dangelmayer und Josef Bayer. Nack- Ueberreichung eines Gesckienkes in Form eines Früchtekorbes und herzlichen Glückwünschen, die Genosse Schüler den Jubilaren vom Landesvorstand und der Landtagsfraktion- überbracht hat. ergriff Genosse Becky in seiner bekannt geistig hochstehenden und würzigen Art das Wort, um vor allem den Dank im Namen aller Jübilare für die Ehrung aller Mitwirkenden auszudrücken, insbesondere dem Sängerbund, der all die Jahre hier alle Veranstaltungen unserer Partei verschönert hat. Er zeichnete einen Abriß aus der damaligen, der Anfangszeit, wo Birkenseld noch im ganzen Bezirk der Sauerteig war. von hier aus mußte die Idee unter den schwierigsten Umständen in die entlegensten Orte des Schwarzwaldcs getragen werden; daß die Jugend sich nicht mehr um Politik kümmert, rührt davon her, daß sie so viele Errungenschaften der Partei angetreten hat. Er, der selbst Anhänger des Sportes ist, müsse leider bemängeln, daß neben dem Sport keine Politik getrieben werde, denn der Menschen Schicksal werde in der Politik bestimmt. Nachdem Photograph Stadelmann in Tätigkeit getreten war, um unsere verdienten Akten aus der Platte festzuhalten, wurde die Feier mit Musikstücken, Gesangscinlagen des Sängerbundes und Quartetts, letzteres mit seinem originellen „Schneiderlied" und komitischen Vorträgen eines hiesigen „Originals" fortgesetzt und fand mit Tanz ihren Abschluß. Allen, die zum Gelingen dieser denkwürdigen Feier beigetragen haben, sei hier nochmals herzlicher Dank gesagt. 8.
WSrttemltzers-
Herltzr«»», 10. Okt. (Eine Ifichtigstellnng.) Der Syndikus