zu einem waffenlosen Volk geworden durch die Schuld der Linksparteien. Diese haben seinerzeit dafür gewirkt, daß die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft wurde. Dadurch haben wir uns in der ganzen Welt verächtlich gemacht. Die Deutschnatio­nalen wollen aufhören mit der Erfüllungspolitik und wollen dem Feind die Zähne zeigen und ihm sagen, bis hierher und nicht weiter. Auch die Inflation und das mit ihr zusammen­hängende Elend haben die Deutschnatioualen nicht verschuldet. Seit 1917 standen sie in Opposition mit der Regierung. Die Inflation sei vielmehr eine Folge des verlorenen Krieges Das Ausland habe ebenfalls ein Interesse daran, daß die Deutich- nationalen nicht in die Regierung eintreten, weil man dort weiß, daß die Linke dem früheren Feind heute noch in allen Dingen willfährig und unterwürfig sei. Ein Hauptanliegen der deutschnationalen Partei sei die Aufrollung der Kricgs- schuldfrage. Am 29. August war in den Zeitungen zu leien, daß die Regierung den Widerruf der Kriegsschuldlüge ausgesprochen habe und diesen Widerruf den alliierten und assoziierten Re­gierungen amtlich zur Kenntnis bringen werde. Die Regie­rung schreckte zurück und so wurde die Angelegenheit wieder auf die lange Bank geschoben. Ter Redner rühmt die deutsch- nationale Opposition und meint, daß auch aus ihr dis Regie­rung hätte ihren Nutzen ziehen können. Für die Wahl lauten die Forderungen der Deutschnationalen links oder rechts. Bloß der nationale Gedanke könne uns Besserung bringen. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Debatte an, an der sich die beiden sozialdemokratischen Anwesenden Veh ugd Aymar betei­ligten und bei der es sich hauptsächlich um den Kapitalismus und um die Frage ob Schwarz-Weiß-Rot oder ^chwarz-Rot- Gold handelte. Der Vorsitzende schloß die Versammlung mit dem Appell an die Wähler, sich am Wahltag im deutichnatio- nalen Sinne zu betätigen.

Neusatz, 2. Dez. Heute morgen um zwei Uhr brach in dem Gebäude des Friedrich Schaible, welches non dem Fabrik­arbeiter Gustav Müller bewohnt wird, ruf bis jetzt unge­klärte Weise Feuer aus, das so rasch um sich griff, daß trotz an­gestrengtester Tätigkeit der Feuerwehr von Neujatz das Ge­bäude vollständig ein Raub der Flammen wurde. Leider konnte an Mobiliar so gut wie nichts gerettet werden, doch ist der Ge­schädigte versichert.

Würuemöerg»

Stuttgart, I. Dezbr. (Gründung einer württ. Berkehrswacht.) Unter Beteiligung zahlreicher Verkehrs-Vereine wurde hier eine Württ. Verkehrswacht gegründet, deren Zweck ist, durch die Mittel der Selbstzucht und des Selbstschutzes in jeder geeigneten Weise an der Regelung des Verkehrs miizuwirken und dadurch die Berkehrs­sicherbeit zu heben unter gleichzeitiger Förderung des Berkehrsfort­schrittes. In Bälde sollen sich örtliche Verkehrswachten über das ganze Land erstrecken.

Stuttgart, 1. Dsg. (Erlaubnis zum Handel mit Vieh und Fleisch.) Von zuständiger Seite wird mitgeteilt: Da mit der Möglichkeit zu rechnen ist, daß die reichsgesetzlichen Vorschriften über die besondere Erlaubnis zum Handel mit Vieh und Fleisch m Bälde in Wegfall kommen, so hat die Zentralstelle für die Landwirtschaft, Abwicklungsstelle der Landesversorgungsstclle, die Gültigkeitsdauer der bis 31. Dezember 1924 lausenden Mehhandels- und Metzgeraufkaufsscheine vorbehaltlich jederzci- tigen Widerrufs bis auf weiteres verlängert. Zugleich wurde die örtliche Gültigkeit der bereits ausgestellten Viehhandels­scheine auf ganz Württemberg erstreckt. Es bedarf hienach weder eines Antrages der Inhaber der bisher erteilten Scheine noch der Anbringung eines Vermerks auf diesen.

Stuttgart, 1. Dez. (Ein Ueberfall.) DieSchwäbische Tag­wacht" berichtet über eine Wählerversammlung m Gablenberg, die, wie schon vorher bekannt geworden war, von Kommu­nisten gesprengt werden sollte. Der Referent Roßmann wurde eine Viertelstunde lang am Sprechen gehindert. Darauf wurde der Saal durch Leute vom ReichsbannerSchwarz-Rot-Gold"

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der Saal durch Leute vom ReichsbannerSchwarz-Rot-Gold

von den Störefriedern gesäubert. Infolge des Widerstandes der Kommun.sten ging es nicht ohne eine Tracht Prügel für die Rädelsführer ab. Ein Versammlungsteilnehmer ist von einem Kommunisten in den Rücken gestochen worden und mußte auf der Polizeiwache verbunden werden. Ein allemgehender Reichsbannermann wurde am Lstendplatz von etwa 50 Kom­munisten Werfällen, niedergeschlagen, seiner Mütze und 'eines Leibriemens beraubt. Die Kommunisten waren mit Schlag­ringen und Gummiknüppeln bewaffnet. Als nach der Verramm­lung eine etwa 30 Mann starke Truppe der Reichsbannerleute an der Bergkaserne vorbeimarschierte, wurde sie von Kommu­nisten, die mit Zaunlatten, Holzprügeln, Gummiknüppeln und Messern bewaffnet waren, aus dem Dunkel hervor überiallen. Der Reichsbannergruppe gelang es, die Kommunisten abzuweh- ren. Wer bald kani eine verstärkte Bande, die die Reichsbanuer- leute im Rücken bedrohte. Nun wurde die Hilfe der Polizei angerufen, die in der Verfolgung mehrere Verhaltungen vor­nahm.

Stuttgart, 1. Dez. (Trichinenfund in ausländischem Schweinefleisch.) Mit Rücksicht auf das Vorkommen von Tri­chinen bei ausländischen Schweinen und in Schwemerlench, das aus dem Ausland eingeführt wird, ist sowohl die Untersuchung aller lebend aus dem Ausland eingeführten Schweitw als auch von geschlachtet eingeführten Tieren und von eingefübrten ein­zelnen Schweinefleischstücken vorgeschrieben. Wie notwendig diese Maßnahme ist, zeigt die heute erfolgte Feststellung von Trichinen in einer zu einer Sendung gepökelter Schm inezun- gen gehörigen Zunge auf dem städt. Schlachthof zu Stuttgart.

Asperg, 1. Dez. (Auch ein Kamerad.) Ein irecher Raub­überfall wurde auf der Landstraße AspergMarkgröningen verübt. Der 30 Jahre alte Wilhelm Zibold von Markgrönin­gen zechte in einer Markgröninger Wirtschaft mit einem frühe­ren Kriegskameraden, wobei Zibold bemerkte, daß dieser einen größeren Geldbetrag bei sich führte. Dies veranlaßie Zibold, etwas früher aus der Wirtschaft zu gehen und stellte sich dann seinem Freund auf der Landstraße in den Weg, wo er dann dem bald nachkommenden Freund einen Prügel über den Kopf schlug. Einige des Weges kommende Passanten vereitelten die weitere Ausführung des Ziboldschen Plaues. Er wurde in der Frühe des anderen Tages aus dem Bett heraus verhaftet.

Heilbronn, 30. Nov. (Vergehen gegen das Weiugesetz.) Das hiesige Schöffengericht hat gegen einige Wirte, sowie- einen Weinhändler wegen Vergehen gegen das Werngesetz, haupt­sächlich wegen Ueberzuckerung, Geldstrafen von 40 bis MO' Mark ausgesprochen. Teilweise wurde die überstreckte Wein menge auch eingezogen.

Neckarsulm, 1. Dez. (Ehrlicher Finder.) Ein hiesiger Ge­schäftsmann verlor auf der Straße Heilbronn - Neckar ^ulm einen Scheck mit größerem Geldbetrag. Ein ehrlicher Finder, ein Fuhrmann von Kochendorf, überbrachte diesen alsbald wie­der seinem Eigentümer.

Ulm, 1. Dez. (Festgensmmener Betrüger). Vor einem Monat wurde in Augsburg ein angeblicher .Hans Knall wegen Betrugs in Haft genommen. Er war in Augsburg und Um­gebung als Sekretär Sieber aufgetreten und harte unter Vor­zeigen gefälschter Kostenaufstellungen, dir den Stempel'Amts­gericht Registergericht" trugen, bei Firmen, die in letzter Zeit in das Handelsregister eingetragen wurden oder dort Um­schreibungen beantragt haben, Beträge von 20io Mark kas­siert. Durch das Fingerabdruckverfahren wurde festgrstellt-. daß der angebliche Knoll ein Reisender namens Walter Wild aus Ulm ist. Wild erhielt seinerzeit Strafunterbrechung 1 er hak sich unmittelbar darauf vom Gburtsort des wirklichen Knoll eine auf dessen Namen lautende Geburtsurkunde ausstellen lassen.

Kappel OA. Ravensburg, 1 Dez. (Schwere Bluttat.) In Rußmatner, Gde. Kappel, wurde am Samstag abend ein Licht­fest abgehalten. Nach dem Fest begleitete der Vorarbeiter Am­rain eine Frau und deren zwei Töchtbr nach Hause. Die- vier Personen kamen zusammen unbehelligt bis zum Wohnhaus der drei Frauen. Die Mutter begab sich sofort inS Haus- die beiden Mädchen sprachen noch eine kurze Weile mit ihrem Be­gleiter Amrain, als plötzlich der als Rohling bekanmc Schund aus der Dunkelheit auftauchte und, in unflätiger Weise den Amrain und die beiden Mädchen beschimpfte Der Grund mag wohl darin Kegen, daß eines der beiden Mädchen dem Schund vor einigen Jahren auf einen Heiratsantrag wegen seines üb­len Leumunds einen Korb gegeben hat. Als die Mädchen- lohen, daß der Schmid Händel anfangen wollte, begaben auch sie sich ins Haus hinein und schloffen die- Haustüre W, während ihr Begleiter Amrain den Heimweg antrat. Sofort -chlng der Schmid mit einem Stock aus Amrain ein, der ein Musikinstru­ment bei sich hatte, das ganz neu war und das er hauptsächlich auch vor den Stockschlägen zu schützen versuchte. Schmid warf

Amrain schließlich zu Boden, wobei dieser immer noch da« Stock hielt, nun stach der Schmid zu und traf den bedauernswerten > Amrain hauptsächlich in Len Hals, dann flüchtete er. Amrain konnte sich erheben, schleppte sich noch eine kurze Streiks und brach dann infolge Blutverlustes ohnmächtig zusammen. Ter Schwerverletzte wurde in das Dr. Haldersche Sanatorium ver­bracht, wo er mit dem Tode ringt. Der Täter Schmid wurde festgenommen.

Friedrichshofen, I. Dez (Dornler-Flugzeiige für Deutschland.-- Bei der lOO-Iahrfeier der Bodenseedampsschissahrt teilte Generaft direktor Eolsmann vom Appelm-Luftschiffbau mit, daß die in Pisa erbauten Dornier-Flugboote nunmehr auch in Deutschland verwendet werden dürfen. Ein solches Flugboot geht auch nach Columbien unw s i für den Amazonenstrom vorgesehen. Im neuen Jahre werde das- Zeppelinwerk bei der ihm angefchlossenen Dsrnier-Gesellschaft elm Flugboot bestellen, das In der Loge sein dürste, 2000 Km. zu über­fliegen und 2200 Kg. Nutzlast an Bord zu nebmen

Aalen;, I. Dez. (Schweres SittlichLitsverbrechen.) Außer­halb der Stadt wurde von einem vielfach vorbestraften Men­schen ein schweres Sittlichkeitsverbrechen an einem Mädchen begangen. Der Täter ist verhaftet. Besonders tragisch in diesem Falle ist aber; daß das Mädchen vor der Tat drei Männer um Hilfeleistung angiug, die aber weder Lew Mut batten, dem Mädchen beizustehen, noch die Polizei zu benachrichtigen. So mußte das Mädchen, das der Verbrecher in eine außerhalb der Stadt gelegene Hütte schleppte, die ganze Nacht hindurch sich die schamlosesten Vergewaltigungen und WißhanoLungsn gc'al­len lassen, da der Wüstling sein Opfer mit dem Messer bedrohte, j falls es sich Wider setze oder um Hilfe rufe.. ,

Jagstfeld, 1. Dez. (Gräßliches Unglück) Heme früh ereig­nete sich auf dem hiesigen Bahnhof ein gräßliches Unglück. Ein Schaffner vom Zugbegleitdienst, wohnhaft im Bezirk Heilbronn, ist beim Einstellen von Güterwagen assgerutscht und dabei tödlich verunglückt. Der Tod trat sofort ein. Ein Verschulden von irgend einer Seite liegt nicht vor.

Champignhfeier.

Stuttgart, 1 Dez. In dem mit Fahnen reich.' geschmückten Festsaal der Lüderhalle fand gestern zur Erinnerung an die um die Schaffung und Erhaltung des Reiches geführten Kämpfe eine von den Vereinigungen ehemaliger OlzagrenaLicre und Siebener, sowie den Bezirksverbänden Stuttgart und Cannstatt des Württ. Kriegerbunöes veranstaltete, vaterländische Feier statt, zu der sich als Ehrengäste nahezu hundert Altvereranen, zahlreiche Offiziere der alten Armee, das Präsidium- des Württ. Kriegerbundes, Vertreter der Reichswehr mit Generalleutnant Reinhardt an 8er. Spitze, sowie Abordnungen den in, Stuttgart !c sich befindlichen Regimentsvereine und des Fremkämpssrbun-es ! eingefunden hatten. Die Feier wurde wirkungsvoll mit dem von den Klängen des Friöericus Rex-Mar sch.'s begleiteten Ein­zug von 21 Kriegervereinsfahnen eingeleitet. Im Laufe der Feier, die durch einen Vorspruch über die SchwWenkamPfe vor Paris (SeipeL), einem Orgelvortrag (MusikdirektörKümmerte); sowie durch ein auserlesenes militärisches Programm der Ka­pelle Benning und vaterländische Vorträge des, verein. Sing­chors der Olgagrenadiere und der beiden KrisAervsrdLndc ans­geführt war, übermittelte Oberstleutnant von Haldenwang als Leiter der Veranstaltung Grüße des Gsneralfeldmaricholls Her­zog Albrecht von Württemberg und betonte die Notwendigkeit,. die Erinnerung an Deutschbands große Vergangenheit wachzu­halten und die Kameradschaft nicht nur unter den Vereinen der alten Armee, sondern auch mit der Reichswehr zw pflegen und dabei allen Bestrebungen, auf Verdunkelung, der ruhmreichen Geschichte entgegenzutretem In der Erinnerung an die Helden­taten der Truppen sei dis Hoffnmrg auf eine, bessere Zukunft begründet. Der Vorsitzende der Vereinigung ehemaliger Siebe­ner, Hartmann, begrüßte die Ehrengäste und gedachte der Toten des Weltkrieges. Oberregierungsrat Köstlin übermittelte Grüße und Wünsche des Staatspräsidenten! und hoL hervor, daß man im Gedächtnis der. ruhmreichen Vergangenheit einig und stand­haft werden müsse, um> sich ans der Erniedrigung empMzu- raffen und als einiges, in sich gefestigtes, sittlich gehobenes Volk die Sklavenketten zu zerbrechen. Ein Volk- das selbst iür Zu­stand tiefster Erniedrigung zu Taten wie der Luftfahrt über den Ozean gelangte, brauche nicht zu verzagen- Der neue Präsident des Württ. Kriegerbundes, Generalleutnant! von Maur.. führte sich mit einem besonders beachtenswertem Sammlungsvuf zur Einigkeit ein. Er knüpfte an die Lehren der Freiheitskriege an und betonte, daß auch Deutschland wieder auf ferne alte- stolze Höhe gelangen könne, wenn es Schluß mache mit Un­einigkeit, innerer Gerissenheit und dem Hang, sich gegenseitig mißznverstehen. Vor allem müßten die vaterländisch gesinnten Soldaten mit gutem Beispiel der Einigkeit oorangehen, denn nur die Einheitsfront sei imstande, ein. WüederausNühen des-

« Ich Hab dich lieb.

Roman von Erich Eben st ein.

Urheberschutz durch Stuttgarter Romanzentrale E. Acker- mann» Stuttgart.

Ja ich bin ein anderer geworden, Maja! Du zuerst hast diesen andern in mir geweckt, und die Ereig. nisse haben nur mitgeholfen, es mir zum Bewußtsein zu bringen. Aber daß mein Weg falsch war siehst du, das untergräbt alles'Selbstvertrauen in mir und muß auch in andern das Vertrauen unterdrücken."

Sie lächelte sorglos. ^ ,

Wie bist du kleinmütig geworden, Bernd, wo du stolz sein solltest! Bist du der erste Mensch» der auf falschem Wege das Gute anstrebte? Der erste, der am eigenen Leib Erfahrungen machte? Ist nicht unser ganzes Leben ein rastloses Lerne«? Schämen muß sich nur der, der eigen­sinnig kleben klSkbt in den Niederungen seiner Vorurteile. Für andere ist jede Erfahrung ein Schritt empor zu reine- ren Höhen der Erkenntnis. Du, der du ehrlich eingestehen kannst: ich bin ein anderer geworden, du bist nur größer geworden durch das, was geschah, und das werden die Leute sehr bald einsehen!"

Wie hold du trösten kannst!"

Und dann", fuhr sie fort, ihrn Kopf schmeichelnd an seine Schulter lehnend,bedenke nur: schon das wird emi- gen Eindruck machen, daß wir nun doch ein Paar werden. Gerade jetzt, wo sie dich zugrunde gerichtet glauben. Man wird sagen: So schlimm kann es doch nicht um ihn stehen, wenn Herr Rehmen ihm seine Tochter zur Frau gibt! So herzlos und unliebeuswürdig, wie wir dachten, kann er doch nicht sein, da Maja Rehmen ihn so namenlos

Aber wird denn dein Vater wirklich jetzt noch einwil- ligcn . . unterbrach sie Bernd ernst.

Ja! Denn er will nichts als mein Glück!"

Trotzdem mein Vater"

Er wußte dies schon vor deiner Werbung. Flor, die es irgendwie herausgebracht hat, verriet es ihm. Er aber

nahm ihr das Wort ab, zir schweigen, damit nichts unser Glück trübe. Wie wenig er Unschuldige, durch jene alte traurige Erinnerung kränken wollte, bewies er durch seine Einladung an deine Mutter. Daß sie anders unver­söhnlicher dachte als er, hat Papa tief, geschmerzt. Aber nun ist ja auch das gut! Und weißt du, was ich mir aus­gedacht habe?"

Sie drückte ihren Kopf f.ster an seine Schulter und blickte mit bangem Lächeln zu ihm auf.

Nun?"

Wir wollen bald heiraten und Frieden machen mit allen, die uns nahe stehen! Aber so, wie deine Mutter sich überwand und mir versprach, heute mit uns zu Papa zu kommen, damit wir Verlobung feiern, so mußt auch du ein Versprechen einlosen, das ich ihr gab und das dir vielleicht Ueberwindung kostet l"

Du ein Versprechen?" ^

Ja, Bernd. Da- Versprechen, daß sie gleich nach unserer Hochzeit nicht nur mit deiner vollen Zustimmung, sondern auch im Besitz deiner ungeminderten Liebe nach Amerika übersiedeln kann."

Ich gab es ihr bereits."

Aber mit Groll im Herzen! Du sollst «S ihr noch einmal geben in Liebe!"

Auch das soll geschehen!" sagte Bernd versöhnlich, denn sein Herz, das er tot geglaubt hatte für die Mutter, schlug ihr wieder warm und dankbar entgegen, seit er wußte: sie hat Maja als Tochter in ihre Arme genommen.

Aber Maja war noch nicht fertig.

Nun bitte ich dich noch um etwas für mich", sagte sie leise.Laß uns auf der Hochzeitreise die beiden drüben besuchen deine Mutter und deinem Vater l Mache Frie­den auch mit ihm!"

Maja!" Er sprang auf. Sie aber zog ihn wieder nieder an ihre Seite und nahm seine Hände in die ihren. Weich und zärtlich flössen die Worte von ihren Lippen.

Tu es mir zuliebe! Sieh, mir ist, als hätte unser Glück erst dann den vollen Glanz, wenn kein Schatten von Unfrieden mehr um uns wäre. Und auch, als müßte

jenes um deiner Strenge willen vergossene Blut gesühnt werden durch, eine Tat hochherziger Liebe!"-

Bernd atmete schwer..

Maja, Maja was verlangst du von mir!" Dann schüttelte er heftig den Kopf.Nein! Es ist unmögliche Denke an die einzige Bedingung,, die dein Vater stelltet' keinen Verkehr mit mit meinem Vater!"

Ach, mit Papa laß nur mich reden! Der hat mich immer begriffen. Und Verkehr wird es ja doch wicht wo wir soweit von einander getrennt leben! Nur Frieden soll sein. Aussöhne» sollst du dich mit ihm ..."

Er schwieg und starrte düster vor sich hin. Da tauchte ihr Blick innig in den seinen, und sie flehte schüchtern.

Bernd es ist meine erste Bitte an dich! Willst du sie mir wirklich abschlagen?"

Und er konnte nicht anders, er mußte sie Plötzlich stür­misch an sich reißen.

Nein", stammelte er.nein, alles soll geschehen, wie du es willst, mein guter Geist!"

Dabei überkam es ihn seltsam. Als wäre das, was- ihm noch vor einer Stunde unmöglich gedünkt hatte, im Grunde gar nicht so schwer. Als fiäe mit diesem Ent­schluß auch von seiner Seele eine Last, die ihn lange Jahre hindurch gequält und sein Leben verdüstert hatte. Als sei das wirklich Sühne für vergossenes Blut, das er unge­wollt verschuldet hatte ... < ,

Maja stand auf. ' ^

»Ich danke dir, Bernd! Und nun laß uns zu Mama Sehen, damit wir alle drei heimfahren können. Sie wissen ja daheim nicht einmal, wo ich bin, und werden vielleicht schon in Sorge sein."

An der Tür blieb sie noch einen Augenblick stehen und sagte schelmisch lächelnd:Du aber von der Fahrt nach Amerika sagen wir deiner Mutter kein Wort! Das soll eine Ueberraschung für sie sein! Wir kommen ihnen in's Haus geschneit, unverhofft so recht wie das Glück zu den Menschen kommt!"

- Ende.

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