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Ebnath, OA. Neresheim, 6. Sept. (Brandstiftung.) Die Ursache des letzten Brandfalls hier hat eine rasche und aufsehenerregende Aufklärung gefunden. Nachdem schon durch den Landjäger Winter am Abend des Brandunglücks als Täterin eine hiesige ältere Frau vermutet worden war, wurden weitere Nachforschungen gestern morgen mit Hilfe eines Polizeihundes oorgenommen, die gleichfalls auf die Spur der vermutlichen Täterin führten. Die Frau ist daraufhin in Haft genommen und ans Landgericht Ellwangen eingeliefert worden. Die vermutliche Täterin soll durch den Verkauf ihres Anwesens wäh­rend des Krieges und des damit verbundenen Perlustes ihres Ver­mögens geistig gestört sein. Sie war bis zum Kriege Besitzerin der gleichfalls abgebrannten Wirtschaft zurKrone" hier.

Baden

Wolfach, 6. Sept. Der berüchtigte Dieb und Räuber Silvester Armbruster, der der Aburteilung seiner Taten im Amtsgefängnis ent­gegensieht, mußte zur Operation eines Geschwürs ins Krankenhaus verbracht werden. Er benützte die günstige Gelegenheit, um sich aus dem Staub zu machen. Da man annahm, daß er das Feld seiner früheren Tätigkeit wieder aufsuchen würde, begab sich eine Gendar- meriestreise in das Gelände um den Hohenlochen und es gelang ihr bald, den Ausreißer in einer Viehhlltte aufzugreifen und in sicheren Gewahrsam zu bringen.

Sinsheim, 5. Sept. In Hoffenheim wurde der Arbeiter Dietsch vom Treibriemen der Dreschmaschine erfaßt und mehrfach herum­geschleudert. Seine Verletzungen waren derart, daß der Verunglückte nach Heidelberg gebracht werden mußte und dort im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

Kronau, 6. Septbr. Während der Hl. Messe raste plötzlich ein geistesgestörter Bursche, nur mit einem Hemd bekleidet, durch die Kirche. Mit lautem Geschrei drang er zum Altar vor. Der Pfarrer vermochte den Unglücklichen in die Sakristei zu drängen und dann die Hl. Messe zu vollenden. Der Andächtigten bemächtigte sich eine Panik. ___

Bermthchres.

Ludwigshafen, 6. Sept. In der vergangenen Nacht ge­rieten betrunkene Zivilisten mit marokkanischen Soldaten in einen Wortwechsel, der mit Tätlichkeiten endete. Einer der Sol­daten wurde durch einen Rückenstich getötet. Ein anderer schwer verletzt. Die Zivilisten begaben sich dann in eine Wirtschaft, wo sie wiederum in Streit gerieten und den Schlächtermeister Karl Fels durch einen Bruststich töteten. Die Täter wurden er­mittelt und festgenommen. Es handelt sich um 3 Personen, die bereits mit Zuchthaus vorbestraft sind.

DenTeufel" ausgetrieben. Scheinbar schon seit längerer Zeit trug sich der ledige 23 Jahre alte Stallschweizer Franz Eger von Langenargen OA. Tettnang, Ledienstet im ehemals Preisinger'schen Hause in Mindelau, mit dem Gedanken, sich bei passender Gelegenheit als wahrhaftigerTeufel" zu verklei­den, um sich der Einwohnerschaft von Mindelau gegenüber als Leibhaftiger" aufspielen zu können und den friedliebenden Bürgern und Frauen Angst und Schrecken einzuflößen. Sein Vorhaben, obwohl es ihm sehr schlecht bekam, setzte er Sonntag abends durch. Der Zeitpunkt und die Witterung schienen ihm günstig. Er fertigte untertags aus seiner schwarzen Stall­schweizermütze eine Teuselsmaske an, die er Wer das Gesicht zog und aus welcher zwei aus Holz geschnittene, mit schwar­zem Tuch überzogene Teufelshörner hervorragten. Den Ober­körper und die Arme ließ er nackt, schwärzte sich aber mit Ruß und Schuhkreme derart gründlich ein, daß keine Hells Stelle mehr am Oberkörper zu erkennen war. Als Kleidung trug, er lediglich eine schwarze Trachtenhose' In der Hand fuchtelte er mit einer zweispitzigen Getreidegabel. Um den Hals hängte er sich ein Pferdegeschell. In diesem Aufzug spukte er etwa um halb 10 Uhr abends brausend und fauchend durch die Ortschaft in Richtung Altenstaig, überall, wo er sich gefpensterisih im Fen­ster sehen ließ, begreifliche Furcht erregend. In raschem Tepipo zog er durch den Wald nach Jägersruh, von dort die Ortsstraße entlang zurück nach Mindelau dre Straße gegen Mindelheim zu. Etwa 400 Meter außerhalb Mindelau machte er wieder kehrt, um seinen Spuk in der Ortschaft fortzusetzen. Da begegnete derTeufel" dem aus der Wirtschaft in Mindelau kommenden, nichtsahnenden Jäger Schafflhuber, der im Begriffe war, heim nach Mindelheim zu gehen. Als der verkappte Teufel den Schafflhuber kommen sah, begann er zu schellen und zu surren, zu fauchen und zu brummen und schrie den wohl erschrockenen aber rasch gefaßten Jäger an:Ich bin der Teufel! Du mußt mit mir gehen. Hier führt der Weg in die Hölle. Willst im mein Teufelsfreund sein?" Als der Jäger ein entschlossener, echter Niederbayer in der Dunkelheit den unheimlichen, zähne­fletschenden Gesellen zu Gesicht bekam, war er momentan sprach­los, brachte aber doch den Schneid auf, seinen eichenen Stock gegen denLeibhaftigen" zu führen. Dies war sein Glück. Denn sofort merkte derTeufel", daß er hier an den Unrechten gekommen war, zog seinen Schwanz ein und nahm querfeldein so rasch als möglich Reißaus. Darauf bekam der Jäger erst recht Schneid und wollte wissen, wer auf solch niedere Art ihn erschrocken und überfallen habe. Er eilte demTeufel" nach, holte ihn ein und ließ so lange heftige Schläge auf ihn nieder­sausen, bis er seinen Namen angab und mit dem Jäger in die Ortschaft zurückkehrte. So wurde der verkleidete Teufel rasch als Stallschweizer entlarvt. Die zum Teil erregte Einwohnerschaft von Mindelau atmete beruhigt auf und das sonst so stille Dörf­chen träumte, wenn auch von Gespenstern, so doch ungestört in den nächsten Morgen hinein. In der Frühe kam ein Beamter der Gendarmerie Mindelheim und stellte den ganzen Sachver­halt feist. Dem Eger wird Wohl für sein Leben lang diese Nacht in Erinnerung bleiben. Die erhaltenen, ausgiebigen, aber wohlverdienten Prügel werden in ihm wohl nie wieder die Ver­suchung anfkommen lassen, irgendwo einen Teufel zu markieren.

Gut Schwäbisch. Ein schwäbischer Gesangverein brachte im Bräustübl von Berchtesgaden schwäbische Schnadahüpfl zum Vortrag, z. B.:Auf de Rasa grasat d' Hasa, in de Wässerla gumpat d' Fisch". Empört erhob sich ein Berliner und erklärte, es sei eine Schande für deutsche Sänger, hier französische Lieder zu singen.Du Rindvieh, lern erst Deutsch", war die Erwide­rung eines biederen Schwaben.

Ein falscher Franzose. In einer Massenversammlung der kommunistischen Jugend im Solingen sprach ein angeblicher De­legierter der kommunistischen Jugend Frankreichs, dessen Rede von einem Dolmetscher ins Deutsche übersetzt wurde. Da der junge Franzose sich sehr auffällig benahm und seine Absprache des französischen sehr fremdartig war, nahm sich die deutsche und die englische Polizei seiner an. Es wurde festgestellt, daß es sich um einen in München geborenen Redakteur dersozia­listischen Republik" in Köln handelte.

Die Vorgänge im Lützowschcn Pädagogium. Auf die Pres­severöffentlichungen haben sich jetzt auch viele Schüler, die teils in Bukow, teils in Zossen die Anstalt besuchten, gemeldet. Auch Lehrer, die meist nur kurze Zeit angestellt waren, haben sich als Zeugen zur Verfügung gestellt. Sie alle erheben gegen die Erziehungsmethode Einspruch und belasten Dr. von Lützow stark. Im Schöneberger Rathaus fand eine Elternverianimlung statt.

Keffelexplofion in Pirna. In der Kunstseidespinnsrei von Friedrich Küttner in Pirna ereignete sich ein schweres Explosi- onsnnglück, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Die Toten sind der Meister Roscher und der Arbeiter Kießlich. Einige andere Arbeiter erlitten leichte Verletzungen.

Schreckliches Automovilunglück. Ein furchtbares Automo­bilunglück hat sich am Dienstag abend auf lder Eisenbahnstrecke Leipzig-Berlin ereignet. In der Nähe von Gräfenheinichen kurz vor Wittenberg, Lurchführ ein aus Leipzig kommendes Automobil die Bahnschranke in dem Augenblick, als der Leipzig- Berliner Eilzug die Straßenkreuzung passierte. Das Automobil wurde von der Maschine ersaßt, eine große Strecke mitgeschleift und schließlich vollständig zertrümmert. In dem Wagen be­fanden sich mehrere Geschäftsleute, von denen zwei getötet wur­den. Der Führer des Automobils, ebenfalls ein Geschäfts­mann, wurde bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt neben dem Bahngleis aufgefunden. Ein anderer Insasse wurde durch die Trümmer des Automobils zu Tode gequetscht. Ein dritter In­sasse erlitt so schwere Verletzungen, daß an seinem Auskommen gezweifelt wird; er ist in das Wittenberger Krankenhaus «in­geliefert worden. Der Zugführer, der das Unglück bemerkte, brachte den Eilzug zum Stehen. Das Zugpersonal beteiligte sich an den Rettungs- und Aufränmungsarlbeiten. Durch das Unglück erlitt der Zug eine Stunde Verspätung. Die Perso­nalien der Verunglückten konnten noch nicht genau festgestellt werden. Anscheinend Haiwelt es sich um auf der Leipziger Miesse befindliche Kaufleute.

Schwere Hagelschäden. 25 bis 30 Prozent der Ernte sind auf dem Eichsfelde verhagelt. Die Eichsselder Landwirte halben in einer großen Versammlung sich mit dem Ernst der Stunde beschäftigt. Oekonomierat Lorenz hat besonders die staatlichen Maßnahmen erörtert, die ergriffen werden müssen, um den Ruin der Bauern zu verhüten.

Beim Sturm ertrunken. Im sogenannten Bremer-Tief bei Geestemünde hat ein Unglücksfall drei Menschenopfer gefor­dert. Der Fischer Wilhelm Jantzen befand sich mit seinen 7 und 9 Jahre alten Söhnen in einem Boot, welches vom Sturm zum Kentern gebracht wurde. Der Vater versuchte, seine Kinder im Arm haltend, schwimmend das Land zu gewinnen. Wenige Meter vom Ufer entfernt ging er jedoch unter und ertrank mit seinen Söhnen vor den Augen der zur Rettung herbeigeeilten Leute.

Wenn die Leiter rutscht. Ein heiteres Stückchen hat sich in einem Dorfschulhaus in Ostpreußen zugetragen. Da klopft die Frau Lehrer des Morgens an der Klassentür.Mann, nimm mir doch einen Schinken aus dem Rauch!" Gut, der Herr Leh­rer donnert seiner Klasse zu, daß sie sich ruhig Verhalten soll, dann geht er hinaus, begibt sich in die Räucherkammer und steigt auf einer Leiter in den Kamin hinauf. Aber das Unglück schläft nicht. Mit einem Mal fährt ein Wagen vor, und der Herr Schulrat steigt aus, gerade als die Frau auf den Hof gehen will, um die Hühner zu besorgen. Voll Schreck läßt sie alles fallen, was sie in Händen hat. Der Herr Schulrat über als höflicher Mann Hilst ihr die Scherben auflesen. Dabei fällt ihm auf, daß ein furchtbarer Lärm aus dem Klassenzimmer zu ihm herüberdringt.Ist der Herr Lehrer nicht zu Hause?" fragt er argwöhnisch.Natürlich, natürlich," beeilt sich die Frau zu antworten.Ich weiß gar nicht, wie es kommt, daß da so gelärmt wird." Na jedenfalls, der Herr Schulrat geht Nach­sehen, die Frau bleibt ängstlich hinter ihm. Richtig, der Lehrer ist nicht drin. Fragend sieht der Schulrat die Frau Lehrer an. Die weiß sich keinen Rat.Herr des Himmels, wo steckt bloß der Mann?"Mann! Mann!" ruft sie und läuft im Hans um­her. Endlich kommt ihr eine Erleuchtung.Herr des Himmels, der Mann steckt womöglich noch im Rauch!" Sie reißt die Tür der Räucherkammer auf, und richtig, da oben schwebt der Leh­rer an der Kaminstange zwischen Würsten und Schinken und bemüht sich vergebens, die heruntergeglittene Leiter zu erreichen und schreit aus Leibeskräften.Mann, der Herr schulrat ist da!" schreit die Frau zu ihm herauf. Und er war auch wirklich schon da und stand unten an der Räucherkammer und nahm den verräucherten und geschwärzten Lehrer, der eher einem Schorn­steinfeger glich, in Empfang. Aber er wurde schnell versöhnt. Denn der Lehrer, der in der Räucherkammer so gut Bescheid wußte, erwies sich auch als ausgezeichneter Erzieher.

Automobilunfall Degouttes. General Degoutte erlitt auf der Rückreise van Paris bei Charnay einen Antomobflunsall. Der Chauffeur wurde auf der Stelle getötet und die ihn beglei­tenden zwei Soldaten verletzt. Degoutte selbst kam mit dem Schrecken davon.

Der französische FischschonerRaymond" ging im Archipel von St. Pierre und Miquelon im Sturm am 4. September, abends, unter. 24 Mann der Besatzung ertranken, 11 wurden gerettet.

Eine Höllenmaschine im Mausoleum Lenins. Im Mauso­leum Lenins wurde eine Höllenmaschine versteckt aufgcfunden, die fraglos dazu bestimmt gewesen ist, das Mausoleum in die Lust zu sprengen. Die Untersuchung ist eingeleitet.

Die Uhr als Sparbüchse. Um neue Kunden zu gewinnen, hat eine amerikanische Depositenbank die Neuerung, eingesührt, jedem Kunden bei Eröffnung seines Kontos eine Wanduhr zu schenken, die gleichzeitig eine Sparbüchse darstellt. Die nur 24 Stunden gehende Uhr kann nur aufgezogen werden, wenn man ein Geldstück einwirft, das durch sein Gewicht einen Sperrhebel löst. Durch diese sinnreiche Einrichtung ist der Uhrenbesitzer genötigt, jeden Tag eine bestimmte Summe zu sparen. Die Bank soll ihrer Neuerung viele Kunden verdanken.

Handel und Verkehr-

Stuttgart, 7. Sept. (Obst- und Gemüsemarkt.) Der Obstgroß­markt hat eine weit über die Vorkriegszeit hinausgehende Ausdeh­nung angenommen. Bon dem reichlich zugeführten einheimischen Obst ist nur das beste und schönste verkäuflich, große Mengen müssen un­verkauft wieder abgefllhrt werden. Die ausländischen Weintrauben beherrschen den Markt in einer Weise, daß den heimischen Züchtern die Lust am Obstbau gründlich genommen wird. Vieles fand selbst weit unter Preis keine Abnehmer. Bedauerlicherweise finden auch die reichlich zugeführten Zwetschgen keine Abnehmer, obwohl mit Sicherheit darauf gerechnet werden darf, daß später große Knappheit in dieser Obstart eintreten wird. Baumanns Renette, Boskoop und andere späte Wintersorten müßten dem ohnehin überlasteten Markt unbedingt ferngehalten werden. Der Mostobstmarkt entwickelt sich noch recht zaghaft. Auf dem Gemllsewarkt war die Zufuhr reich­lich, sie fand aber fast restlos Abnahme.

Stuttgart, 6. Sept. (Mostobst- und Kartoffel-Großmarkt). Dem Mostobstmarkt auf dem Wilhelmsplatz waren 3000 Ztr. zugefllhrt. Der Preis für 1 Ztr. stellte sich auf 2,80 bis 3 Mark. Auf dem Kartoffelgroßmarkt auf dem Leonhardsplatz waren SSO Ztr. zugeführt. Preis pro Ztr. 4,50 bis 5 Mark.

Rottenburg, 6. Sept. (Hopfen.) Die Hopfenernte schlägt, wie man hört, zurück. Es wird jeder Produzent von dem Quantum ob­streichen müssen, das er erhoffte. In Oberndorf, OA. Herren­berg wurden die ersten vier Ballen Hopfen verkauft, der Zentner nm 200 Mark.

Biehpreise. In Maulbronn kosteten Ochsen bis zu 500, Kühe von 350 bis 450, Rinder 200380 und Kleinvieh 120180 Mark das Stück, in Sulz a.N. 1jährige Rinder 110I70M.,

1 2 jährige 170340 Mark. Kalbinnen 380600, sog. Wurstkühe 120 200, Milchkühe 200520 M> >/, bis 1jährige Stiere 70150 Mark, 12jährige 150 - 340 M., Zugstiere und Ochsen 6801200 Mark das Paar. Auf dem Pferdemarkt wurde ein Fohlen um 175 Mark verkauft. Auf dem Schweinemarkt kostete 1 Paar Läufer 60 bis 80, Milchschweine 25 bis 50 Mk.

Schweinepreise. Es kosteten: In Biberach Läufer 4060, Milchschweine 1824M., in B ö n n i g h e i m erstere 12-2l, letztere 3585 Mark, in Ereglingen Milchschweine 17 27 Mark, in

Ehingen Ferkel 2030, Läufer 50 -60, Mutterschweine 150 bis 190 Mark, in Gerabr»nn Milchschweine 1827 Mk., in Laup- heim Saugschweine 2330, Läufer 5055 M.. in Schömberg, Milchschweine 1522 Mk., in Tuttlingen Milchschweine 1426 Läufer 30-35MK., in Wei lder stad t für Milchschweine 1. Sorte 2730 Mk., 2. Sorte 1922 Mk., je das Stück. In Balingen kostete ein Milchschwein 2028 M-, in Crailsheim Läufer 35 bis 70, Milchschweine 1932 Mark, in Ellwangen Saugschweine 2028 Mk., in Gaildorf Milchschweine 1727 Mk., in Güg­lingen Milchschweine 1421, Läufer 3050 M., in Kllnzelsau Milchschweine 2032, Läufer 44 Mk., in Mergentheim Milch­schweine 2030 Mark, in Nürtingen Läufer 4688 Mk., Milch­schweine 2335 Mk., in Rottweil Läufer 64, Milchschweine 14 bis 25 Mk., in Ulm Milchschweine 2030, Läufer 40-60 Mark, in Winnenden Milchschweine 2430 Mark, Läufer 40 bis 60 Mk., je das Stück.

Stand der Früchte in Württemberg. Die fortgesetzt regne­rische Witterung des Monats August, der als einer der schlech­testen, ja vielleicht als der schlechteste Erntemonat seit vielen Jahren zu gelten haben wird, war von außerordentlich ungün­stigem Einfluß ans sämtliche Feldfrüchte. Die Einerntung des Getreides ist sehr erschwert und gestört worden. Nur ein klei­ner Teil des Getreides konnte gut eingeheimst werden; vielfach wurde die Frucht nicht in wünschenswertem Trockenheitszustand eingelbracht und allenthalben ist noch heute Anfang Septem­ber das Getreide überhaupt noch nicht völlig unter Dach, vielmehr steht es oder liegt es noch draußen auf dem Felde und in den rauheren Gegenden ist das Getreide, 'Namentlich Hader, Sommerweizen, Sommerroggen, noch nicht einmal ausgereift. Das bereits gelchnitten auf dem Boden liegende Getreide ist bereits zu einem Teil ausgewachsen und auch die noch aus dem Boden stehende Frucht leidet Not und beginnt aus dem Halme ausznwachsen. Auch die Qualität läßt infolge des schlechten Einbringens zu wünschen übrig. Die Druschergebnisse, so wett sie bis jetzt vorliegen, sind nicht befriedigend. Der zu erwarten gewesene Ertrag, der sich nach einer durch die Saatenstands­berichterstatter zu Anfang August vorgenommenen Borschätzung im Landesdurchschnitt (in Ztr. von 1 Hektar) wie folgt stellte (die Zahlen in der Klammer betreffen das 10jährige Mittel 1914 auf 1923): Winterweizen 27,7 (29,2), Sommerweizen 25 (26), Winterdinkel 22,7 (23,2), Winterroggen 23,3 (27,0), Sommerrog­gen 18,7 (19), Wintergerste 22,4 (26,2), Sommergerste 22 (28,2), Haber 23,5 (27) wird hinter dieser Vorschützung wohl erheblich zurückbleilben. Die Kartoffeln, die Heuer einen guten Ertrag erhoffen ließen, leiden nachgerade unter der Nässenot; bereits ist das Auftreten der Blattrollkrankheit zu bemerken und nament­lich zeigen sich auch schon, insbesondere in schweren Böden, starke Spuren der Erkrankung der Knollen. Weiterhin treten in den Kartoffelfeldern häufig auch Engerlinge in sehr schädigendem Grade auf. Runkel, Kohlraben und Kraut leiden ebenfalls un­ter der anhaltenden Nässe, sowie unter dem Engerlingsraß, son­stige Feldgemüse (Bohnen, Frühkrant) durch die massenhaft auf- tvetenden Schnecken. Dem Hopfen, der bis jetzt, abgesehen von der Tettnanger Gegend, wo der Sonkknerbrand sehr stark ausge­treten ist, noch einen recht befriedigenden Stand gezeigt hatte, war die nasse Witterung ebenfalls nicht günstig; manche Dol­den sind infolge der naßkalten Nächte erfroren und werden vor­zeitig scheckig. Oe-Hmd ist reichlich vorhanden, aber es kann nicht gedörrt werden und «in nicht kleiner Test verdirbt, da das ge­schnittene Gras mitunter bereits 23 Wochen aus dem Boden liegt. Unheilvoll haben die Nächte und der Mangel an Sonnen­schein dem Weinstock zugesetzt. Wie in der Saatenstandsnote, die von 3,7 ans 4ch (untergering") zurückgegangen ist, zum Aus­druck kommt. Einen Lichtblick in dem Grau der Ernteaussichten bietet nur das Obst, das sich bis jetzt noch am besten schallen und dessen Landesdurchschnittsnote gegen den Vormonat sich sogar verbessert hat. Doch wird verschiedentlich berichtet, Laß auch das Obst durch die regnerische Witterung beeinträchtigt werde; es werde rissig, schorfig und es sei zu befürchten, daß es nur unvollkommen ausreife. Auch ist durch die häufigen Gewitterstürme mancherorts viel noch unreifes Orst herabgeris­sen worden. Das Bild, das der diesmalige Saatenstandsbericht von den Ernteaussichten gibt, ist leider wenig günstig. Doch wäre zu hoffen, daß manche Schäden ausgeglichen oder Loch ge­mildert werden, wenn nunmehr trockene, warme Witterung eintreten würde.

Neueste Nachrichten

Greiz, 6. Sept. Die vom Verbände der sächsischen und thü­ringischen Webereien ausgesprochene Gesamtkündigung aller Stuhl­meister im Derbandsgebiet als Antwort auf die Kündigung der Stuhlmeister in der Ortsgruppe Gera hat noch keine Aenderung er­fahren. Die Verhandlungen in Weimar sind gescheitert und die Gefahr einer Stillegung aller Betriebe rückt infolgedessen immer näher. Es soll nun am Dienstag vor einem besonderen Ausschuß verhandelt werden, und zwar gemeinschaftlich mit dem thüringischen und sächsischen Schlichter, sowie einem Unparteiischen.

Berlin, 8. Sept. Unter Führung des Präsidenten Ringueß der norwegischen Hilfsaktion für Deutschland und Oesterreich trafen gestern früh 500 deutsche Kinder nach viermonatigem Aufenthalt in Norwegen in Berlin ein. Trotz der langen Eisenbahnfahrt machten, wie derMontag" berichtet, alle einen fortschrittlichen Eindruck und das geradezu blühende Aussehen der Kinder legte Zeugnis davon ab wie gut ihnen der Aufenthalt in Norwegen bekommen ist.

Berlin, 8. Sept. Im Reichstag fand gestern eine von über hundert Vertrauensmännern aus allen Teilen des Reiches besuchte Hauptversammlung der nationalliberalen Reichspartei statt. Die zu­stimmende Haltung des Reichstagsabgeordneten Dr. Maretzky zum Londoner Abkommen und sein Eintreten für die Bildung eines Bürgerblocks fanden einmütige Billigung. Der Chefredakteur der Roten Fahne". Fritz Apoll, ist gestern abend auf Grund eines Haftbefehls des Etaatsgerichtshofes zum Schutze der Republik wegen seit April wiederholter Aufforderungen zum Hochverrat und zum Sturze der Republik verhaftet worden. Bei den gestrigen Schau- Flügen in Liegnitz schlug das Flugzeug des Piloten Gnädig auf den Erdboden auf, wodurch der Benzinbehälter explodierte. Das Flug­zeug verbrannte und Gnädig konnte nur noch als verkohlte Leiche unter den Trümmern heroorgezogen werden. Wie dasBerliner Tageblatt" erfährt, wurden zusammenhängend mit größeren Schrott­schiebungen auf der Friedrich-Alfred-HUtte A.-G. Friedrich Krupp der Direktor eines größeren Hüttenwerks sowie mehrere Schrott­händler und Krupp'sche Beamte verhaftet.

Hannover, 6. Sept. Laut Hannoverschem Kurier erfolgt am Montag der Magistratsbeschluß, wonach Oberbürgermeister Leinert zum l. Oktober pensioniert wird.

Stettin, 8. Sept. Gestern hat eine Mitgliederversammlung der deutschnationalen Polkspartei eine Entschließung angenommen, in der die Absplitterung eines Teils der Reichstagsfraktion zu Gunsten der Dawesgesetze aufs schärfste verurteilt und die Ueberzeugung aus­gesprochen wird, daß die Fraktionsleitung die Spaltung der Fraktion unter allen Umständen hätte vermeiden müssen. Die Versammlung beauftragte ihre Vertreter, auf der demnächst stattfindenden Tagung der Vertreter der Gesamtpartei unbeugsam auf dem pommerschen Willen zu bestehen. Die pommerschen Vertreter hätten auf eine ziel­klare Führung zu dringen, die den Deutschnationalen Anspruch aus einen maßgebenden Einfluß im Reiche und in Preußen als einer der tärksten deutschen Parteien in kürzester Frist durchsetze.

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