ist der Römhildschacht bei Birkenhain. Man befürchtet, daß die Katastrophe zahlreiche Opfer gefordert hat.

Beuthen, 1. Februar. Bis gestern Abend um 11 Uhr betrug die Zahl der zu Tage geförderten toten Bergleute 60. Man rechnet damit, daß sich noch mindestens 300 Bergleute unter Tage befinden.

Keine Autoreparaturen für Franzosen und Belgier.

Berlin, 31. Januar. DemVorwärts" wird gemeldet, die Arbeiterschaft der Werkzeug- und Autofabrik Lumey in Bochum hat am Dienstag den Beschluß gefaßt, die Wieder­herstellung reparaturbedürftiger französischer und belgischer Automobile abzulehnen. Auf Grund dessen erschien heute morgen in der Stadt Bochum ein Bataillon französischer Soldaten in Begleitung von Maschinengewehren und mehreren Tankautomobilen. Die Hauptstraße wurde vollständig ab­gesperrt, sowie Maschinengewehre in Schußbereitschaft aufge­stellt. Nach diesem Sicherungsakt besetzten ungefähr 30 französische Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett die Fabrik. Der Betriebsrat lehnte, dessen ungeachtet, abermals die Ausführung der Arbeiten ab und protestierte gegen die Be­triebsstörung. Nunmehr versuchen die Franzosen den Wa­genpark selbst wieder betriebsfähig zu machen.

Kranzöfifche Notenfabrik.

Berlin, 1. Februar. In fünf Noten hat die französische Regierung der deutschen Regierung Vertragsverletzungen vor­geworfen. Dagegen erhebt diese in einer vom deutschen Ge­schäftsträger in Paris übergebenen Note Einspruch, da das von der französischen Regierung beanstandete Vorgehen der deutschen Behörden die unvermeidliche Folge des von Frank­reich durch die Ruhrbesetzung begangenen Rechtsbruches ist.

1. Wenn die deutschen Mitglieder des deutsch-französischen Schiedsgerichts erklären, daß sie angesichts der gegenwärtigen politischen Lage bis auf weiteres an keinen Sitzungen mehr tcilnehmen können. Die Reichsregierung steht auf dem Standpunkt, daß nach dem Einmarsch ins Ruhrgebiet eine dem Sinn und Zweck des Schiedsgerichtsvertrages entspre­chende Zusammenarbeit nicht erzielt werden kann.

2. Rügen die Franzosen, daß die Hotelbesitzer Berlins Boykottmaßnahmen gegen die französischen Staatsangehörigen trafen, und behaupten, daß die Polizei die Hotelbesitzer zu diesen Maßnahmen verpflichtete. Tatsächlich nehmen viele Gasthausbesitzer Berlins französische Gäste vorläufig nicht auf. Aber die Behörden haben dies nicht angeregt, sondern viel­mehr davon abgeraten. 8 277 des Friedensvertrags ge­währt den alliierten Angehörigen gesetzlichen und Rechtsschutz. Das Verhalten deutscher Privatpersonen in ihrem Privat­verkehr mit Ausländern wird aber durch diese Bestimmungen nicht betroffen.

3. Beklagen dis Franzosen, daß in Verletzung des Ar­tikels 276 und 277 des Friedensvertrags der Postdirektor in Essen zwischen dem französischen Kohlenkommifsar in Essen und dem in Rotterdam keine telephonische Verbindung Her­stellen wollte. Die genannten Kommissare sind nun aber Teile der Organisationen, die zur reibungslosen Belieferung Frankreichs mit Reparationen geschaffen wurden. Durch den

Ruhreinmarsch sind die Abmachungen, die zu diesen Organi­sationen geführt haben, gebrochen worden.

4) wird ohne nähere Begründung Klage geführt darüber, daß in Verletzung des Artikels 225 des Friedens­vertrags der französische Ausschuß für Nachforschungen nach Vermißten wegen feindseliger Haltung der Bevölkerung seine Arbeiten habe unterbrechen müssen. Tatsächlich begeht nirgends die Bevölkerung feindselige Handlungen. Einige Mitglieder des Ausschusses fanden wohl Schwierigkeiten, in Hotels unterzukommen. Ferner hat die bayerische Regierung angesichts der gegenwärtigen Lage wegen zu befürchtender Zwischenfälle gebeten, die Exhumierung in Bayern vorläufig noch hinauszuschieben. Das sind aber alles keine Verletzun­gen des Vertrags.

5) wird erklärt, daß die deutsche Regierung den deut­schen Gesellschaften verboten habe, französische und belgische Interessen wahrnehmen. Tatsache ist, daß die deutsche Re­gierung den Gesellschaften keine solche Anweisung gegeben hat.

Französisches Sntrignenfpiel in Lausanne.

Vorbereitung des türkische« Angriffs auf Mossul.

London, 31. Jan. DieTimes" melden aus Konstan­tinopel, die Türkei treffe alle Vorbereitungen für die Wieder­aufnahme des Kampfes. In politischen Kreisen Angora? werde offen erklärt, daß die Türkei nicht vor einem Kries zurückschrecke, wenn Großbritannien in der Moffulfrage seine Haltung nicht ändere. Die Verstärkung der britischen Gar­nison in Mossul durch Truppen aus Basra und Bagdad dauert fort. Die Türken ziehen ungefähr 150 Kilometer nördlich des Bilajez von Mossul Truppen zusammen.

Die amerikanische Regierung gegen Lebensmittelkredite für Deutschland.

Lausanne, 31. Januar. Die gestern nacht eingetroffene Havasdepesche, wonach die französische Regierung der Regie­rung von Angora offiziell mitteilt, daß der der türkischen Abordnung in Lausanne überreichte Friedensvertragsentwurf kein endgültiges Programm bedeute und daß, falls die tür­kische Abordnung hier bleibe, auch die französische Abordnung hier bleiben würde, hat in Konferenzkreisen großes Aufsehen hervorgerufen. Kurz nachdem das Pariser Telegramm hier bekanntgegeben worden war, hat die englische Abordnung folgende offiziöse Mitteilung an die Presse herausgegeben:

Die Meldung von einer Mitteilung der französischen Regierung an die Regierung von Angora, wonach der Ver­trag, der morgen der türkischen Abordnung überreicht werden soll, nur eine Reihe von Besprechungen darstelle, die zu neuen Verhandlungen führen können und wonach die franz. Abordnung bereit ist, zu diesem Zwecke in Lausanne zu bleiben, findet bei der englischen Abordnung keinen Glauben, da die Mitteilung eine flagrante Verletzung des vor einigen Tagen zwischen den Alliierten getroffenen Einvernehmens bedeutet und weil die Veröffentlichung stattfindet, ohne daß sie vorher der englischen Regierung oder der englischen Ab­ordnung mitgeteilt wurde. Die englische Abordnung beab­sichtigt nicht, irgend etwas an den festgesetzten Plänen zu ändern.

Dieser Gegensatz, der sich zwischen den französischen und englischen Kundgebungen in der Nacht vor der Vollversamm­lung äußerte, in der der Friedensvertragsentwurf den Türken überreicht werden soll, übt hier die tiefste Wirkung aus.

DemEcho de Paris" wird aus Lausanne berichtet, Lord Curzon habe gestern eine Unterredung mit dem fran­zösischen Delegierten Bombard gehabt. Man habe über die Mitteilung gesprochen, die die französische Regierung nach Angora gerichtet habe. Curzon habe dem französischen De­legierten mitgeteilt, daß die französische Regierung nicht mehr die Freiheit besitze, sich von der von beiden Regierun­gemeinsam festgesetzten Prozedur zu entfernen. Bombard habe abgeleugnet, daß eine derartige Verpflichtung übernommen worden sei.

Washington, 31. Jan. Schatzsekretär Mellon richtete an den Vorsitzenden des Finanzausschusses des Senats ein Schreiben, worin er Widerspruch gegen den Gesetzesantrag erhebt, der einen Kredit von einer Milliarde Dollar gewäh­ren soll, um es Deutschland zu ermöglichen, in den Ver­einigten Staaten Lebensmittel zu kaufen. Mellon erklärte die Politik der Regierung gehe dahin, daß auswärtige Re­gierungen, die finanziellen Beistand in den Vereinigten Staa­ten zu erlangen wünschten, sich an das kapitalanlegende Pub­likum und nicht an die Regierung wenden sollen.

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München, 1. Febr. I

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Berlin, 1. Febr. Im wurde der Gesetzentwurf des Lesung weiter beraten. Ang Bestimmung, daß beim Uebei stücken zur Feststellung des dem Erwerbs- und Verkaufs: Mark an den beiden Zeitpur bemessung bilden muß. Dam steusr eine obligatorische Ber in die Steuergesetzgebung ein inung über die Erhöhung de Berlin, 1. Febr. Die im neubesetzten Gebiet in M kommando droht durch Maue fern Zuchthausstrafen bis zu es nicht den Käufern? Aut w>» warum fördern die den Werse den deutschen Ausverk Berlin, 1. Febr. Der s an, wonach die Verstcherungs bruar auf 4,2 Millionen erh sand im Auswärtigen Aussch Ratifikationsurkunden zu dem minister v. Rosenberg und d cinski statt. Der schwedisi v. Essen, ist vorletzte Nacht r von 50 Jahren gestorben.

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München, 1. Febr. A richten eingetroffen, daß die einstimmig abgelehnt haben, M fügen. Infolgedessen sin Mstverwaltung der Pfalz Die Franzosen wollen es je suchen. Sie werden aber d

Wie wir aus 28 Fülle von Fahnei worden. Am 27. Jo i'gen auf 37.

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Düffeldorf, 1. Fe

an den französisch gerichtet, in dem er ge >4. Jnfanterie-Divistoi Einspruch erhebt, wom Pressevergehen nur in Der Befehl stehe im 5 wWngsmächte, daß di ^ lediglich den Zw Wtzen, aber keinen m folge. Es bedeute ein sei ein Völkerrecht °°m Schutz der Kontr,

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