huß nach eingehender «er hiesigen Perhältniffe

nis vorhanden, daß die die Rentner treffen, dar Hesitzerrentner. Wie könne»

> notwendigsten Reparatnre» bei den niederen Mietzinse» aber für folgerichtige Fe­rge bieten.

das Verhalten der Ha^, denselben klar war, daß anch rderat lange nicht ausreiche» Wenn sie parteiisch gewesen den vorgeschlagenen SSHe» m sie auch schließlich bei ^

weins möchten wir im H. i ganze Agitation des Mieten res Vorsitzenden richtet. I», ses wäre es doch Wohl MU-. unter allen Umstände« m,- t bis heute, und wir ßj, ediglich nur die Beschlüsse rversammlung bei den Ni­eten, nie hat er aber von sei­en ausgestellt und ohne jede ie Sätze in der Eingabe »»

> aus der Mitte der Mitglie-'- d gefordert, ohne daß auch ichtzahlen angegeben Word?»

r Berechnungen die Prozcnt- ig wären, um ein Haus st­ehen, wenn man auf einer n wollte. Die persönlich«, aße ungerecht und wir a- oohl als auch der Ausschuß alle Hausbesitzer ohne Aus- d es aber gewohnt, nicht mit «zusetzen, sondern diese ledig- aufgebauten Begründung«,

'eite behauptet wird, daß st» so empfehlen wir dem Mic- isbestimmungen nachzulese», irfen der Genehmigung ft- zte Irreführung der Osi- ns.

hat die Mstgliederversmmi- Oberamt eingereichten SW bestrebt, die Hand zu ein« lf der anderen Seite der

> Rechnung getragen wird, s« reichen Verhandlung der Bo-

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^ SIL. Durch die Poii ^ Orts- und verkehr, sowie im sonstigen ständischen Verkehr ^ 815 mit Poflbestellgeld.

^ Fällen von höherer Ge- Mit besteht kein Anspruch Nik Lieferung der Zeitung vier auf Rückerstattung des Bezugspreises.

Bestellungen nehmen alle Poststellen, in Reuenbürg außerdem die Austräger «jederzeit entgegen.

Girokonto Nr. 24 bei der js,A.-Sparkasse Neuenbürg.

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L VIS S SE! I M'« »WM I »

255

Neuenbürg, Dienstag, den 31. Oktober 1922.

80. Jahrgang.

Deutschland.

Berlin, 30. Okt. Der Reichsausschuß für Handel, Indu­strie und Gewerbe beim Hauptvorstand der Deutschen demokra­tischen Partei beruft zum 6. und 7. November 1922 nach Berlin eine Vorstandssitzung ein, die sich besonders der Besprechung des in diesen Tagen zur Ausarbeitung gelangenden neuen Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung widmen soll. Die Aufgabe dieser Vorstandssitzung besteht weiterhin darin, die auf der Eisenacher Tagung des Reichsausschusses eingeleitete Besprechung des Problems der Goldmarkbilanzierung fortzu- fiihren und zu dem Entwurf des Reichsausgleichsgesetzes Stel­lung zu nehmen.

Neue Forderungen der Beamten.

Stuttgart, 30. Okt. Der Landesausschuß des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes, Bezirk Württemberg, befaßte sich in einer am 27. Oktober abgehaltenen Sitzung mit Besoldungsfra- gen. Die vom Reichstag kürzlich verabschiedete Besoldungs­ordnung wurde angesichts der sprunghast fortschreitenden Teu­erung als überholt bezeichnet. Die Voransschutzauszahlungen an Beamte im Betrag von 1500 und 2000 Mark sei durchaus ungenügend, weil damit die dringendsten Bedürfnisse, insbeson­dere zur Beschaffung des Winterbedarfs nicht befriedigt werden können. Deshalb wurde in einer Entschließung von der Bun- desleitung verlangt, für die weitere Erhöhung der Grundgehäl­ter der unteren Besoldungsgruppen und für dir ungesäumte Einleitung und kraftvolle Durchführung einer neuen Teue­rungsaktion sowie für die sofortige Anweisung von Barmitteln an die Beamten in einem genügend hohen Betrag, damit bis zur endgültigen Verabschiedung der Teuerungsaktion die drin­gendsten Ausgaben bestritten werden können, zu sorgen. Brot-Versorgung, Wohnungsabgabe und bieUnbemittelten".

Hierzu wird dem Stuttg. Tagbl. aus Leserkreisen geschrie­ben:

Ein Villenbesitzer mit Fron und zwei Kindern bleibt broi- versorgungsberechtigt, wenn sein Grundbesitz im Werte von verschiedenen Millionen von ihm selbst benützt wird und keine Miete abtvirst, und wenn er außerdem noch zwei Millionen Ka­pital-Vermögen besitzt, das chm 1921 nach Abzug der Kapital- rrtragssteuer noch 75 000 Mark Zinsen einbrachte; er zählt zu denUnbemittelten". Von der Wohnungsabgabe wird derselbe Besitzer befreit, wenn er nur 20 000 Mart Einkommen hatte. Dagegen bleibt eine Familie mit zwei Personen, die keinen Grundbesitz hat und auf den Verdienst des Mannes an gewusen ist, vom Brotkartenbezug ausgeschlossen, ist aber wohnungsab- gabepflichtig, weil der Mann 1921 ein Einkommen über 15 000 Mark hatte; dieser zählt zu denBemittelten".

Dazu bemerkt das Blatt: Es ist ein Unrecht, daß die nin ihre Existenz kämpfende Bevölkerung gegenüber den Besitzern von Geldwerten benachteiligt wird, und es ist nicht zu verstehen, daß die Brotversorgnng und die Wohnungsabgabs allein nach dem Einkommen und nicht nach dem Besitze bemessen wird.

Englands Haltung.

Berlin, 30. Ott. Die Reuter-Depesche über die Haltung Englands bei den Reparationsbesprechungen in Berlin betont, daß keine akuten Meinungsgegensätze zwischen England und Frankeich bestünden und daß die Ansichten nur in der Frage der anzuwendenden Methode und der Schätzung der deutschen Zahlungsfähigkeit auseinandergingen. Die Vorstellung, daß die Kommission in Berlin einen Zwang auf die deutsche Re­gierung ausüben werde, sei absolut falsch.

Neuenbürg.

ust jedes Quantum

W. Simo«,

Mühlstraße 123.

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Ausland.

London, 29. Ott. In einer Rede, die Lloyd George in Glasgow hielt, sagte er unter anderem, der eingetretene Bruch dürft nicht unheilbar sein. Tie Zeit sei nicht dazu angetan, daß maßvolle Männer sich gegenseitig angriffen. Wenn bei der Wahl ein Parteisieg käme, so Würde der Kampf noch nicht zu Ende sein. Die sozialdemokratische Partei stelle das Volk vor eine gewaltige Alternative, das Programm der Arbeiterpartei sei eine furchtbare Herausforderung.

Tokio, 29. Okt. Die japanische Zivilverwaltung in Tsing­tau wird am 30. Oktober aufhören. Alle Vorbereitungen zur Räumung sind getroffen. Die Räumung wird gleich in den ersten Tagen des Monats November durchgeführt.

Sozialistische Massenkundgebungen in Wien.

Wien, 30. Ott. Die Sozialisten veranstalteten gestern vor­mittag vor dem Rathaus in Wien eine Massenkundgebung ge­gen die Genfer Beschlüsse und die Finanzpolitik Seipels. Aus allen Bezirken zogen die Sozialisten, denen sich die Kommuni­sten anschlossen, unter Vorantragung roter Fahnen zum Rat­hausplatz, wo etwa 20 Redner zu einer etwa 100150 000- köpfigen Menge sprachen. Die Redner wandten sich gegen die Versklavung Deutsch-Oesterreichs und die arbeiterfeindliche Fi­nanzpolitik Seipels. Die Genfer Beschlüsse seien ein Hochver­rat an der Republik. Die Demonstration verlief im übrigen iu aller Ruhe und ging gegen 12 Uhr zu Ende. Die kommu­nistischen Redner bezeichneten den Kampf der Sozialdemokraten als einen Scheinkampf. Sie verlangten, man solle nicht nur gegen die Genfer Beschlüsse protestieren, sondern sie mit allen Mitteln zu Fall zu bringen versuchen.

Der Staatsstreich der Faszisten.

Rom, 30. Okt. Mussolini erklärte, daß er in Kürze seine Ministerliste übergeben werde. Es verlautet, daß Mussolini ftr die Faszisten sieben Ministersitze beanspruchen werde. Alle Verhandlungen mit Giolitti sind abgebrochen. Die Sozialisten­

führer hielten gemeinsam mit den Kommunisten eine Be­ratung ab, in der jedoch keine Einigung zustande kam. Die Sozialisten wollen sich bei einer Parlamentswahl der Abstim­mung enthalten. Die Faszisten haben eine Kundgebung ver­öffentlicht, in der cs heißt:Vor vier Jahren haben die natio­nalen Armeen über die auswärtigen Feinde gesiegt. Heute ha­ben die Schwarzhemden erneut gesiegt und sind nach Rom ge­zogen." Weiter wird mitgeteilt, daß alle faszistischen Batail­lone mobilisiert sind und daß die faszistischen Kriegsgesetze gel­ten. Die militärische und politische Macht wird einem Ausschuß aus vier Mitgliedern mit diktatorischer Gewalt übertragen Alle Arbeiter wurden aufgefordert, zu den Faszisten überzutre­ten. Sie hätten nichts zu befürchten, vielmehr würden ihre Rechte vertreten. Die Faszisten wollen nur die Wohlfahrt und Größe Italiens!

Rom, 30. Okt. Die Faszisten haben von den Verlags- und Redaktionsräumen derEpoca" und der kommunistischen Blät­ter Besitz ergriffen.

Basel, 30. Ott. Der Papst hat einen Aufruf erlassen, worin er zur Ruhe und zum Frieden anfruft. Die Freimaurerlogen dagegen haben sich den Faszisten angeschlossen. Die Lage in Italien ist vollständig verworren.

Aus Stadt. Bezirk und Umgebung.

Neuenbürg, 31. Ott. Der fahrende Postbote von Grim­bach trifft ab 1. November wieder um 11.15 in Neuenbürg ein und geht wieder um 1.15 ab.

Neuenbürg, 30. Okt. Zum Erntedankfest erläßt die evan­gelische Oberkirchenbehörde eine Kundgebung an die Gemein­den, worin sie darauf hinweist, daß durch die vielfach mangel­hafte Ernte sich die Not vieler Tausender Familien wesentlich verschärft hat. Diejenigen, die bisher von Sorgen nicht heim­gesucht sind, sollen sich das Gewissen schärfen lassen zur Hilfs­bereitschaft für die Bedrängten, zur Abkehr von Genuß- und Vergnügungssucht, von der unverantwortlichen Raffgier und Spekulationswut. Auf die göttliche Stimme, die durch den Gang der Dinge eine so erschütternde Sprache redet, solle end­lich einmal gehört werden, und der Ruf der Wächter dürfe nicht verstummen, wenn er auch oft auf taube Ohren stoße.

x Birkenfeld, 30. Okt. Eine andachtsvolle Stimmung lag auf der Gemeindeversammlung, die sich anläßlich der 20- jährigen Jubiläumsfeier am gestrigen Sonntag nachmittag in der hiesigen Kirche eingefunden hatte. Im Mit­telpunkt der Feier stand ein Gesangsgottesdienst, an welchem außer dem hiesigen Kirchenchor mitwirtten die Herren Studienrat Kunz-Nürtingen (Orgel), Hauptlehrer Wid- m a n n-Nürtingen (Baß) und Oberbahnsekretär Kleiß- Cannstatt (Violine). Aus dem Bezirk Neuenbürg waren auch die Kirchenchöre Calmbach und Gräfenhausen erschie­nen und haben durch ihre Chöre das Programm bereichert und verschönt. Dasselbe war den Zeitverhältnissen angepaßt. Herr Widmann ist ein alter Bekannter, der uns schon früher des öf­teren mit seinen schönen Vorträgen erfreut hat. Reizend waren auch diesmal wieder seine Lieder: Liebster Jesu, wo bleibst du so lange? von Bach, dannWenn der Herr ein Kreuz schickt, so laßt es uns geduldig tragen" von Radecke undKein Hälmlein wächst auf Erden, der Himmel hats betaut". Das seelenvolle Violinspftl machte auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck. Herr Kleiß ist ein Künstler auf seinem Instrument. Herr Kunz setzte mit seinen Orgelvorträgen die Krone dem Konzert aufs Haupt. Schon das Präludium für Orgel von Fink war eine Leistung, wie man es selten hört. Dann vollends das Nach­spiel Toccata von Bach, das ganz gewaltige Ansprüche an die technischen Fertigkeiten eines Organisten setzte, überwand Herr Kunz mit Leichtigkeit. Es ist eine Lust, seinen Vorträgen zu lauschen. Auch die Kirchenchöre gaben ihr Bestes und sei auch ihnen und den Herren Dirigenten, namentlich Herrn Martin, an dieser Stelle bestens gedankt. Eine Nachfeier im Gemeinde­haus bildete den Schluß des Festes.

Württemberg.

Nagold, 30. Ott. (Holzerlös.) Der kürzlich« Stammholz- Verkauf von 351 Festmeter brachte einen Erlös von 1734 Pro­zent der Forsttaxe 1922. Der Erlös entspricht der gegenwärti­gen Marktlage des Landes.

Frenbenstadt, 30. Okt. (Zopfabschneider.) Vor einigen Tagen kam eine Frau mit ihrer Tochter auf die Polizeiwache und meldete, daß dem Mädchen auf der Straße der Zopf abge­schnitten wurde. Die Täter waren ein Herr und eine Frau.

Stuttgart, 29. Ott. (Das Geständnis des Mörders.) Der Schlosser Mathias Schleicher hat nach hartnäckigem Leugnen die Mordtat an der Gelegenheitsarbeiterin Karoline Pfeffer­korn eingestanden. Er kommt als alleiniger Täter in Betracht.

Stuttgart, 30. Ott. (Beschlagnahme desWahren Jakob".) Durch Beschluß des Amtsgerichts Stuttgart-Stadt vom 28. Oktober dieses Jahres wurde die Nr. 946 vom 3. Novembcr des WitzblattesDer wahre Jakob" wegen eines Gedichtsdenk an den 9. November" beschlagnahmt.

Stuttgart, 30. Olt. (Erhöhung der Straßenbahntarife.) Ab 1. November kosten die Fahrscheine für zwei Teilstrecken 15 Mark, für 4 Teilstrecken 20 Mark, für 8 Teilstrecken 25 Mil. Fahrscheinhefte mit 6 Fahrscheinen 80 Mark und der Nachtzu­schlag beträgt 6 Mark. Diese Tarife waren bereits bei der letz­ten Tariferhöhung vorgesehen und genehmigt.

Stuttgart, 30. Ott. (Kassenarzthonorare nach dem Reichs­index.) Zur Regelung des Teuerungszuschlags zu den zwi­schen dem Württ. Aerzteverband und der Arbeitsgemeinschaft Württ. Krankenkassenverbände vereinbarten Arztgebühren für

die Zeit vom 1. Juli ab ist, da die Parteien sich nicht einige« konnten, ein Schiedsspruch ergangen, wonach in Ermangelung eines anderen ebenso zuverlässigen Maßstabes zur Feststellung des jeweiligen Standes der Teuerung vom 1. Juli ab für die Folgezeit bei der vierteljährlichen Festsetzung des Teuerungs­zuschlags für die Arztgebühren/ die Reichsteurungsindexziffer für die Lebenshaltungskosten die Grundlage bilden soll, wie dies auch sonst bei ähnlichen Veranlassungen immer zur Regel wird.

Degerloch, 30. Ott. (Unglück.) Am Montag früh wurde auf der Straße nach Tübingen ein Mann in einer großen Blut­lache liegend anfgefunden. Es handelt sich um den 41 Jahre alten Schuhmachermeister Johannes Sauer von Belsen OA. Rottenburg. Er gab an, heute früh 2 Uhr von einem Auto das von Stuttgart herkam, überfahren worden zu sein. Der linke Fuß ist total abgefahren. Der Verunglückte wurde ins Katharinenhospital nach Stuttgart verbracht.

Heilbronn, 30. Okt. (Schleichhandel mit Branntwein.) Der 40jährige Kaufmann Karl Kübele aus Langenargen hatte von der Nährmittelfabrik Neuenstadt OU. Neckarsulm 4000 Liter Obstbranntwein gekauft und ins badische Oberland verschoben. Der wegen Schleichhandels schon Vorbesttaste Händler hat auch sonst Branntweinhandel betrieben ohne Erlaubnisschein. Er gab an, mit seinem Großhandels-Erlaubnisschein für Lebens­und Futtermittel auch die Berechtigung zum Branntweinhandel zu besitzen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 50 000 Mark beantragt, das Wuchergericht erkannte auf eine solche von 25 000 Mark.

Tübingen, 30. Ott. (Von der Universität.) Schon jetzt kann gesagt werden, daß der Besuch der Universität im laufen­den Wintersemester hinter dem des letzten Wintersemesters Zu­rückbleiben wird. Vom Sommersemester werden etwa 2000 Studenten übernommen, 320 haben sich bis jetzt neu gemeldet. Es fehlen also noch mehr als 400, um den Stand von 2756 im Wintersemester von 192122 zu erreichen. Seit April des Jahres haben rund 1300 Studenten ein Abgangszeugnis er­halten und die Zähl der Kriegsteilnehmer hat sich sehr ver­ringert.

Göppingen, 30. Ott. (Teures Laub.) Bei der Versteige­rung des Laubs aus städtischen Waldwegen wurde das Laub sehr teuer. Der höchste Preis war für ein Los 4500 Mark. Während der Gesamterlös im Jahre 1913 nur 262 Mark war, betrug er Heuer 84 888 Mark. Das ist das 334fache.

Ülm, 29. Ott. (250jähriges Regimentsjubiläum.) Das ehemalige 2. Infanterieregiment wird im Mai des kommenden Jahres in seiner alten Garnisonstadt Ulm den Tag seines 250- jährigen Bestehens feiern können. Der Verein ehemaliger 120er ruft zur Bildung von Ortsgruppen und zur Sammlung für das Gedächtnismal auf. Das Regiment ist mit den Olgagrena­dieren zusammen das älteste Regiment des württ. Heeres. Es ist alsHerzogliches Regiment zu Fuß" am 1. Juni 1673 er­richtet worden. Am 3. März 1871 wurde Kaiser Wilhelm l. zum Chef des Regiments ernannt, das von da ab den Namen Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm, König von Preußen (2. Württ.) Nr. 120 führte.

- Dürna« OA. Riedlingen, 30. Ott. (Die Kuh als Selbst­mörder.) Eine Kuh streckte den Kopf durch das offenstehende Futterloch und kam dabei mit den Hörnern in die Falle, worauf diese herunterklappte und der Kuh hinter den Kopf zu liegen kam. Dadurch war dem Tier der Rückweg abgeschnitten. Es zog solange rückwärts, bis es die Kräfte verließen. Der 'Besitzer fand am anderen Morgen die wertvolle Kuh verendet vor.

Heidenheim, 30. Okt. (Pech.) Ein älterer Mann aus Schnaitheim hat seinen diesjährigen Ertrag an Mohn in der Oelmühle schlagen lassen. Er hatte noch im Finanzamt etwas zu erledigen, wobei er sein Wägelchen mit der Oelkanne stehen ließ; bis er zurückkam, war das Wägelchen von einem 16jähri- gen Maurerlehrling umgeworfen und der ganze Inhalt, zirka 17 Liter, im Wert von 15 00017 000 Mark, lief ans.

Baden.

Pforzheim, 30. Ott. Die hiesigen Elettromonteure sind in eine Lohnbewegung eingetreten. Am 24. Oktober hat der Schlichtungsausschuß für den Monat Oktober eine Lohner­höhung von 40 Prozent ausgesprochen. Die Monteure haben jedoch diesen Spruch abgelehnt und verlangen 50 Prozent. Am Donnerstag haben sie die Arbeit niedergelegt. Es handelt sich im Ganzen um etwa 30 Firmen mit rund 200 Monteuren.

Pforzheim, 30. Ott. Zu den bevorstehenden Gemeinde­wahlen haben die bürgerlichen Parteien, Deutschnationalc Volkspartei, Deutsche liberale Volkspartci, Deutsche demokrati­sche Partei, Zentrumspartei, unter Hintansetzung alles Tren­nenden beschlossen, eine gemeinsame Vorschlagsliste auszugeben in der Erkenntnis, daß nur Einigkeit aller schaffenden Stände Rettung aus der trostlosen Lage bringen kann.

Rastatt, 28. Okt. In einer Wirtschaft kam es zwischen dem verheirateten Taglöhner Hermann Meyer und dem 42jährigen Steinhauer Friedrich Franz zu einem Streit. Hierbei versetzte Meyer dem Franz zwei Messerstiche und die Frau Meyer, die für ihren Mann Partei ergriff, schlug mit einem Bierglas auf den Franz ein. Das Bierglas ging dabei in Stücke. Franz ist lebensgefährlich verletzt. Das Ehepaar Meyer wurde ver­haftet.

Karlsruhe, 30. Ott. Die Badische Lokal-Eisenbahnen N- G. wird vom 1. November 1922 ab im Binnenverkehr ihrer Nebenbahnen Albtalbahn, BruchsalHilsbachMenzingen, Bühlertalbahn, NeckarbischofsheimHüffenhardt und Wiesloch MeckesheimWaldangelloch die Güterfrachten ermäßigen, um