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vieNordd. Meldung der lwonach tiven Wahl»

deputation gegenüber die Situation als sehr ernst erklärte, mit der Er­mächtigung, dies bekannt werden zu lassen.

Graf Moltke hat folgendes Schreiben nach Memel gerichtet: Ew. Hochwohlgeb. erwicdere ich auf die gef. Zuschrift ganz ergebenst, daß ich eine Wahl zum Reichs­tag nur in dem Bezirk Memel-Heydekrug annehmen werde, dankbar für den Beweis des Vertrauens, welches meine geehrten Wähler dort mir durch 20 Jahre geschenkt haben.

München, 7. Februar. Nach dem offiziellen Polizeibericht beschränkte sich eine gestern nachmittag auf dem Marien­platze beabsichtigte und vorher verbotene sozialistische Kundgebung auf verkehrs­störende Ansammlungen des Publikums und zeitweiliges muiwilliges Schreien. Die Polizei und das Militär der Hauptwache zerstreute öfters die Menge und verhaftete sechszehn Personen, welche indes bald wieder entlassen wurden.

Kempten, 5. Februar. Die ersten Staaren sind gestern gesehen worden. Gleiches wird aus Memmingen berichtet. So frühzeitig waren die Frühlingsboten seit vielen Jahren nicht daran. Es ist auch sehr zweifelhaft, ob sie schon Auf­enthalt nehmen werden.

Württemberg.

Eine Verfügung des Ministeriums des Innern, betreffend die bevorstehenden Reichstagswahlen, vom 28. Januar bestimmt nach dem Amtsbl. des Min. des

I. mit Rücksicht darauf, daß die Einbe­rufung des Reichstags thunlichst beschleunigt werden soll, daß etwa erforderliche engere Wahlen wenn irgend möglich schon auf den 5. Tag nach Ermittlung des ersten Wahlergebnisses und Nachwahlen auf den

II. Tag nach Feststellung der Notwendig­keit einer solchen Wahl anzuberaumen sind.

Staatsanzeiger und Merkur v. 6. und 8. Febr. bringen die Bekanntmachung des akademischen Senats, betr. das Verzeichnis der Vorlesungen, welche auf der K. Universität Tübingen im Sommer­halbjahr 1887 gehalten werden.

» Stuttgart, 8. Febr. Seit Sonn­tag werden die beiden Konditorlehrlinge Widmann von hier und Dierlamm von Calw vermißt; sie sind von einem Ausgang, zu dem sie Erlaubnis erhalten hatten, nicht mehr zurückgekehrt. Man vermutet einen Unglücksfall.

lSt.-Anz.)

Stuttgart, 8. Febr. Gestern nach­mittag wurde der erst vor wenigen Monaten mit dem Range eines Präsidenten in den Ruhestand getretene frühere Reg.-Dir v. Jäger beerdigt, ein Mann, der sich in den weitesten Kreisen, bis in die höch­sten Hoskreise hinauf der größten Beliebt­heit erfreute. Davon gaben die zahlreichen Blumen, Kränze und Palmen, die den Sarg schmückten und demselben nachge­tragen wurden, die vielen Wagen und her­vorragenden Persönlichkeiten, welche die Leichenbegleitung bildeten, den besten Be­weis.

Stuttgart. (NeuesimLandes- Gewerbemuseum.) Von Gewebe- Mustern für die Frühjahrs-Saison 1887 find angekommen und zur Ansicht und Benützung aufegelegt: Buckskin- und Ueber-

zieherstoffe; seidene Bänder; seidene Kleider­und Möbelstoffe; leinene Hosenstoffe; be­druckte Stoffe; baumwollene Kleiderstoffe.

Von Mode-Zeitungen sind auf­gelegt: Die Modenwelt; Berlin. Der Bazar; Berlin. Vierteljahresschrift für moderne Kinder - Garderobe; Dresden. Musterzeitung für Herren- und Damen­wäsche-Fabrikation; Dresden. Europäische Modenzeitung für Herren - Garderobe; Dresden. Llonitsur ckes vamos et ä68 vewoiselles; ?ari8. Lloniteur cke la Oorckonverie; ?ari8.

Hohenheim, 7. Febr. Der prak­tische Brennerkurs hat heute in der dies­seitigen Brennerei seinen Anfang genom­men; zu demselben hatten sich Brenner aus allen Teilen des Landes in solcher Anzahl angemeldet, daß einzelne zurückge­wiesen werden mußten, ein Beweis dafür, daß der Kurs in seiner Bedeutung von den Interessenten gewürdigt wird.

Tübingen, 5. Febr. Zur Vorbe­reitung einer festlichen Begehung des 100- jährigen Geburtstages Ludwig Uhlands hat sich vor längerer Zeit ein Komite ge­bildet. Der Chronik zufolge soll die Feier am 26. April stattfinden in folgender Weise: 1) Feier am Grab Uhlands, bei welcher die einzelnen Korporationen durch Deputationen vertreten sind; 2) akade­mische Feier im Saale der Aula; 3) Fest­zug zum Uhlandsdenkmal; 4) Bankett im Saale des Museums.

Tübingen, 6. Febr. Am 21. d. M. wird die akademische Liedertafel den 100jährigen Geburtstag Uhlands festlich begehen, wobei nur Lieder des gefeierten Dichters zur Aufführung kommen. Zur akademischen Feier, welche am 26. April stattfinden wird, sind bereits Einladungen au die bürgerlichen und studentischen Kor­porationen ergangen. Die Festordnung ist folgende: 1) Eine Feier am Grab­denkmal Uhlands, bei welcher die einzelnen Korporationen vertreten sind; 2) eine akademische Feier im Festsale der Aula; 3) ein Festzug zum Uhlandsdenkmal und t) ein Bankett im neuen Museumssaale.

Im Verlag der Laupp'schen Buchhand­lung in Tübingen ist eine kleine Schrift: In Sachen der vierten Landes-Jrren- anstalt in Württemberg" erschienen, welche dafür eintritt, daß eine neue Irren­anstalt, bezw. eine psychiatrische Klinik in der Universitätsstadt Tübingen errichtet, dagegen das Regierungsprojekt, die bis­herige Bleich- und Appretur - Anstalt Weißenau zu einer Irrenanstalt umzubauen, fallen gelassen werde.

Alts Hausen, 4. Febr. Bei dem am 1. d. Mts. stattgehabten Nadelstamm­holzverkauf waren ziemlich viele Käufer, worunter auch ein Schweizer, erschienen. Erlöst wurden im Durchschnitt 87"/» des Revierpreises. Besonders gesucht waren starke Forchen und Lärchen, von welchen die ersteren mit 88 bis 94'/-, die letzteren mit 115 bis 130'/-"/o des Ausbots bezahlt wurden.

Hemmingen, 2. Februar. Beim großen Manöver 1885, als unser Kaiser Wilhelm im Strohgäu war, nahm er im Schloßhofe des Frhrn. v. Varndüler ein Stehvesper zu sich. Der Platz, auf dem der greise Held stand, ist nun durch einen großen Sandsteinblock aus dem Schwarz­

wald bezeichnet; in demselben ist der Name des Kaisers und die seines Gefolges mit Goldbuchstaben zum ewigen Gedächtnis eingegraben.

Vorigen Mittwoch kam in Conweiler in einem von zwei Familien bewohnten Hause Feuer aus, welches das Gebäude größer» Teils zerstörte. Nur mit Mühe gelang es der Feuerwehr, die bedrohte Nachbarschaft zu retten. Die Abgebrannten verloren den größten Teil ihres Mobiliars.

Neuenbürg, 9. Febr. (Biehmarkt.) Wegen Ungunst der Witterung und des Straßenverkehrs der Zutrieb nicht lebhaft, 32 Kühe, 1 Kauf bekannt zu 220 M. 5 St. Schmalvieh, 1 Milchkalb. Um so lebhafter war der Zutrieb und Handel in Schweinen. Es kamen zu Markt 200 St. Läufer, Käufe von 30 bis 70 M. pr. Pr. Milchschweine 100 St., Käufe von 15 bis 20 M. pr. Pr.

Ausland.

Paris, 6. Febr. DieFrance" er­hält eine Berliner Mitteilung, wonach Fürst Bismarck mehrere Personen seiner Umgebung versicherte, er mache alle An­strengungen, den Frieden zu erhalten. Er mißbillige die in pessimistischen Arkikeln der englischen Presse hervorgetretenen Manöver. (F. I.)

Avricourt, 5. Febr. Heute Abend 8 Uhr wurde das Wohnhaus des Maires in Französisch-Avricourt ein Raub der Flammen. Die Feuerwehr der Kolonie Deutsch-Avricourt zögerte keinen Augenblick, sondern brachte dem bedrängten Nachbar schleunige Hilfe.

Miszellen.

Lin aufgefangener Brief.

Ein Erlebnis aus 1870 .

I.

Es klingt wie ein Roman und doch ist es die lautere Wahrheit, die ich hier er­zähle. Nur die Namen sind verändert. Bor einigen Wochen erhielt ich von einem meiner Freunde aus Versailles einen un­gewöhnlich dicken Feldpostbrief. Ein hoff- nungsvollerPrcmierlieutenantausEisenach, der sich in diesem Feldzuge schon das Eiserne Kreuz verdient hat, hatte eine Ballonpost aufgefangen und schickte mir einen ganzen Haufen von Privatbriefen, die allerdings strategisch gar keine Bedeutung hatten und auch sonst ziemlich gleichgültig waren. Und doch, welche Ueberraschung wurde mir durch einen derselben bereitet! Dieser Brief lautet:

Paris, 30. September 1870.

Meine liebe Hortense!

Gott gebe, daß dieser Brief in Deine Hände gelangt. Wir sind jetzt ganz und gar von der übrigen Welt abgeschlossen und ich bin zu alt, um an die Zuver­lässigkeit der neuen Postverbindung zu glauben. Ich richte diesen Brief daher so ein, daß er von Jedem gelesen werden kann. Fällt der Ballon, welchem ich ihn anver­traue, auf dem noch unter französischer Gewalt stehenden oder auf neutralem Ge­biet zu Boden, so wird er Dir ohne Zweifel zugesandt werden. Ich hege aber sogar die Hoffnung, daß Du diesen Brief erhalten wirst, wenn auch der Ballon von den Preußen aufgegriffen werden sollte.