Nagold.
llie äugen aui!
Nachdem der Wahlkampf durch den ersten Schritt des „Bezirks-Bolksoereins" eine politische Parteifarbe bekommen, hätte Herr Amtmann Mayer in der letzten Turnhalle-Versammlung um so mehr das persönliche Eingreifen in diesen Wahlkamps unterlassen sollen. Wenn er dort öffentlich unsem ehrenwerten Herrn Kandidaten Heyd als einen den Aufgaben eines Siadtoorstands nicht gewachsenen Mann hinstellte, so hat er damit nicht unr diesen Man«, sondern auch seine Wahl-Anhänger als rückständige Leute herabgesetzt. Wenn er in dieser Versammlung sich selber wegen seiner Entgleisung im Wahldisput anklazen und entschuldigen mußte, so hat er offenbar dmch^die öffentliche Herabsetzung des Herrn Heyd einer neue« um so schwereren Entgleisung sich schuldig gemacht. Wir können sie nicht entschuldigen, aber uns aus seinem Aerger darüber erklären, daß seine eigene nach allgemeiner Ansicht beabsichtigte Kandidatur dukch die Heyd'fche Kandidatur dnrchkreuzt wurde.
Mitbürger! Die auch von uns anerkannten städtischen Fortschritte in den letzten Jahrzehnten haben uns den Verlust des Bürgernutzen mit 1 Klaster-Holz und etwa 10 Gulden Geld geraubt und dafür neue schwere Steuerlast gebracht. Darum die Augen ans! und wählt den Mann der auf ein langsameres Fortfchrittstempo bedacht ist,
Biele Wähler.
Ivrr LK.8ekretLr llevä
Mszirkskrankenkasse Wagokd.
Zur Vorberatung
des Satzungsentwurfs für die mit 1. Jan. 1914 voraussichtlich ins Leben tretende allgemeine Ortskrankenkasse des ganzen Oberamtsbezirks werden die beteiligten
Hem« WeiWer md mllj. Meiwehmer,
insbesondere die gewählten Vertreter der Generalversammlung, aus
nächsten Sonntag, den I. 3 uni. nachm. 2V2 W.
in Saal des Gasthofs zum „Rößle" hier eingeladen.
Nagold, den 28. Mai 1913.
' .Der Kassenvorstand: Vors. Wilh. Benz.
Mitbürger! Wähler!
Heute haben wir darüber zu entscheiden, ob unsere Stadt einen Mann an die Spitze bekommt, der das allgemeine Wohl der Bürgerschaft und einen gesunden Fortschritt«!«» Auge hat oder der nur von einseitigen Ideen geleitet wird, die der Gesamtheit nicht dienlich sind.
Mitbürger! laßt Euch durch alle möglichen Wahlmanöver nicht irre führen, sondern wählt den charakterfesten und ehrenwerten Kandidaten der von keiner Seite abhängig ist und von dem wir vermöge seiner bisherigen Tätigkeit allein die Ueberzeugung haben, daß er sich nicht ins Schlepptau gewisser Gruppen oder einzelner Beamten des Rathauses nehmen läßt, das ist
Kerr Stadtpsi'egebuchHalter Maier
Von Tübingen.
. Gebt ihm daher Mann für Mann feine Stimme!
Viele Wähler.
Auf zur
Versäume kein Wähler seine Wahlpflicht!
Gebt einmütig dem Kandidaten seine Stimme, der nach menschlichem Ermessen verspricht was er auch halten kann.
Sparsamkeit am Unrechten Fleck ist eine verfehlte Gemeindepolitik.
Die Väter der Stadt in den letzten 25 Jahren, haben den schweren Borwurf des Kandidaten Heyd nicht verdient, daß sie die Steuerzähler über ihre Kräfte durch Schaffung der dringendsten, notwendigsten und unaufhaltsamen Neuerungen anspannen mußten, wenn man den leidigen Umstand bedenkt, daß in einer vorausgegangenen 40jährigen verfehlten Gemeindepolitik zuwenig oder nichts geschehen ist.
Urteile jeder Wähler frei und unbefangen und suche die
ungeheuchelte Wahrheit
in der Wahl des
Herrn Stadtpflegebuchhalter
Will W WM
zu unserem künftigen Stadtvorstand.
Biele Wähler!
Mitbürger!
In welch verhetzender Form die Wahlagitation seitens der Heydschen Partei getrieben wird, zeigt die gestrige Annonce im Gesellschafter mit der Anzüglichkeit auf die Herrenpartei, als ob die Herrenpartei allein auf der Maier'schen Kandidatur wäre. Dieses Schlagwort ist den hiesigen Wählern längst bekannt und das stetige Mittel urteilslosen Wählern Glauben zu machen, daß auf der Heyd'schen Partei keine „Herren" seien.
Es wird auf beiden Seiten Herren geben, wozu dann eine solche abgedroschene Wahlhetzerei!
W.r Arbeiter, Handwerker und den übrigen Ständen angehörigen Wähler lassen uns von solchen Wahlmitteln nicht betören und geben unbeirrt d em Kandidaten unsere Stimme, den- wir für den tüchtigsten halten, nümllch dem Herrn
StMjislegkbliWlttt Mer
—in 2ül»mgen. viel« Wähler!
ÄMlWn!
Am heutigen Tage entscheiden wir über die wichtige Wahl eines neuen Stadtvorstandes!
Laßt Euch nicht durch Vorspiegelung falscher Tatsachen betören, laßt Euch auch nicht vormalen Eure Steuerkräfte werden durch die Wahl des gegnerischen Kandidaten berücksichtigt, denn Stillstand bedeutet Rückschritt.
Wählet nicht den Kanditaten, der seit langen Jahren hinter Gerichtsakten sitzt und dem es nnter seiner Würde ist, auch dem freien, kleinen Manne sich zu nähern, sondern wählet den Mann, der in der Universitäts- und Industriestadt Tübingen reiche und wertvolle Erfahrungen gesammelt hat, sich daselbst durch seine angenehmen, Persönlichen Eigenschaften großer Beliebtheit i» allen Schichten der Bürgerschaft erfreut und der ein durchaus offener, ehrenhafter und fester Charakter ohne ausgesprochene Parteirichtung ist.
Darum alle Mann an Bord mit dem Wahlzettel:
Hkk«n Uli». MlMkNWlln
aus Wöingen.
_ Viele Wähler.
Nagold.
Unterzeichneter verkauft am Markt- tag 5. Iaai ein 15 Wochen x Mächtiges
^Mutter-
Schwei«.
Friedrich Kläger, Bäcker.
Nagold.
Ein zum erstenmal 9 Wochen trächtiges
MnnerWei«
hat zu verkaufen
I. Brezing, Schmied.
Nagold
Morgen Sonntag
Vani!e- um! keödese-
6 tzkMM 8
bei
_ H. Xv näitoi'.
Nagold.
Ein tüchtiger zuverlässiger
KilndenMer
Kann eiuttkten bei
Müller Raufer.
Bösingen.
Unterzeichneter sucht kräftigen
Taglöhner.
(Sommer- und Wmterarbeit zugesichert.)
Kübler, Sägewerksbesitzer.
Nagold.
Ein tüchtiger
Arbeiter
Kann einireien bei
Jpsermcister Bauer.