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' Die Fähigkeit, Wesentliches vom Unwichtigen zu Unterscheiden, streng zu sichten zwischen belanglosen und gewichtigen Dingen und dann alle Kräfte an- zusehe» aus das Entscheidende, ist eine der wert» vollsten und zugleich seltensten Eigenschaften der Menschen. Nicht, ob wir Kraft und Eignung haben, sondern ob wir diese Werte auch zu hoch, stem Nutzeffekt bringen, ob wir sie einem hohen Ziel dienstbar zu machen verstehen entscheidet letz- k« Endes über Erfolg und Mißerfolg. Der So^ dat an der Front hat gelernt, das Wes ent- kt che anzupacken und das Nichtige dahinten zu kaffen. Auch er hat seine Wünsche und Sehn­süchte, aber er weiß, daß unnötiger Ballast unter Umstanden das Leben kosten kann. Und darum flm» im Augenblick der letzten Bewährung seine Gedan­ken und Sinne nur auf den Gegner gerichtet, auf die Handhabung der Waffe und des Spatens, aus Angriff und Abwehr. Wer einmal gelernt hat, daß «S m» nichts als ums Leben geht, wie sehr bereits eine Lagerstatt, ein Dach überm Kopf oder An paar Züge ungefährdeten Schlafens ein hinim- VscheS Geschenk sein können, dem bereitet der Zu­stand einer Tapete keinen Kummer, dem sind di« Mannigfaltigkeit de» Speisezettels, die Zahl der verfügbaren Strümpfe, die Schwierigkeit beim

. jeaterkartenkaus reWv SelanAofe Dinge gewor» ^«uch wir stehen in einer Front; auch für un»

geht eS ums Leben. Wenn wir überhaupt Mülls wieder Gelegenheit haben wollen, unser Leben wunschgemitz zu ordim^ zu schmücken, zu genießen, so müssen wir zuerstdenKrtegg^w innen. Darum gilt eS, den Blick cchzuwenden von dem zwar unabweisbaren, aber im Grunde unwichtigem Kleinkram des Alltags. Die Widerwärtigkeiten des Krieges müssen gemeistert werden; aber sie sind meist nicht gewichtig' genug, um an ihnen hängen zu bleiben auf dem Wege zum Neg. All unsere materiellen Kräfte, all unsere seelischen Werte, un­ser ganzes geistiger Können gehören nur dem gro­ßen Mel. Unserer Hände Arbeit dient der Front, unsere Liebe muß auf unser Volk und unser Haß auf den Feind, unsere Wünsche auf drn Sieg ge­richtet sei». Jeder Handgriff, jeder Gedanke, jeder . mühsam bezwungene Tag gewinnt seinen Wert erst dädürch, daß sie im Dienst de» Krieges standen.

Stünde am Anfang jeder Lat, jede» Plans die Frage, ob solches Handeln auch wirMch kriegsge- mSß sei, ob eS uns dem Sieg näherbring«: wie ander» würden wir uns oft verhalten, wieviel Un­nützes würde unterbleiben und wieviel Energien würde» frei ftir das große und einzige Zielt Urber unerhört materielle, geistige und seelische Kräfte verfügt unser Boik. Erst ihre letzte Konzentration auf de» Krieg aber zwingt mit Sicherheit den Sieg herbei. Darum heißt der letzte der zwölf Merksätze der NSDAP, für den Parteigenossen im Kriege: Immer und überall diene dem Siegl

raten können. Im vergangenen Jahr z. B. überwinterten vielfach Spätsaaten gesünder und brachten z. T. höhere Samenerträge als Frühsaaten. Wichtig ist allerdings immer, daß das Saatbett genügend feingemacht und man­gels Regen mit der Walze gefestigt wird. Zu trockenes Pflügen ist freilich immer ein Feh­ler, der sich in der Regel mit geringen Ernten rächt. Sollte es, was wir hoffen, im Lauf der nächsten 810 Tage einigermaßen ausreichend regnen, so ist also mindestens in den wärme­ren und geschützteren Lagen immer noch Zeit zur Rapssaat. Das sonst richtige Schälen der Getreidestoppeln muß allerdings zugunsten der gleich nach Regen in Angriff zu nehmenden Saatfurche unterbleiben.

In rauheren Lagen und wenn die Saat vor­aussichtlich erst nach Mitte September möglich Werden wird, ist die Saat von Winterraps (80 bis 100 Gramm je Ar) zu sehr gefährdet, da sie dann selten kräftig genug in den Winter kommt. Für diesen Fall bestellt man sich ge­meinsam über den Ortsbauernführer jetzt gleich das nötige Saatgut an Winterrübsen (100 bis 160 Gramm je Ar). Er erträgt auch spätere Saat in der zweiten Septemberhälfte, ist win­terhärter und anspruchsloser. Bei etwas gerin­geren Erträgen ist er dafür früher reif als Winterraps und im Ertrag immer noch besser als Sommerraps. Nähere Auskunft erteilen die Landwirtschaftsschuten und Wirtschaftsbera- tungsstellen.

Der -aushaltspaß ist da

In diesen Tagen haben die Haushalte in den Städten unseres Kreises einen Haus­halts) erhalten. Ans diesen hellblauen Ausweis werden ausschließlich solche Haus- haltwaren verkauft, die nicht anderweitig, z.B. über die Reichskleiderkarte oder Bezugscheine, bewirtschaftet sind. Auf diese Weise wird die Versorgung der Bevölkerung mit gewerblichen Erzeug», ssen selbstverständlich entsprechend der jeweiligen Versorgungslage in geregelte Bahnen gelenkt.

Auf dreierlei Arten können auf den neuen Haushaltpaß Waren bezogen werden: 1. ent­hält der in drei Teile gefaltete Karton eine Abteilung für eintragspflichtige Wa­lk e n, in die der Einzelhändler Datum, Menge, Art und Preis der Ware mit Tinte, Tinten­stift oder Kopierstift eintragen muß; 2. ist auf dem Paß ein Nummernfeld und ein Buch­stabenfeld eingetragen. Im Bezirk eines Wirtschaftsamts können je nach der Versor­gungslage auf Anordnung des Landwirt­schaftsamts einzelne Warenarten zur Abgabe aus das Nummernfeld bzw. das Buchstaven- feld aufgerufen werden. Der Einzelhändler hat bei Aushändigung dieser Waren die auk- gerufene Nummer zu entwerten bzw. den aus­gerufenen Buchstabenabschnitt abzutrennen. Die Abteilung für eintrag-pflichtige Waren im Haushaltpaß gilt im gesamten Reichsgebiet. Dagegen gelten das Nummernfeld und daS Buchstabenfel- nur im Bezirk desjenigen Wirt­schaftsamts, das den Haushaltpaß ausgestellt hat.

Der Haushalthaß ist eine Urkunde, und ei­genmächtige Veränderungen, insbesondere Aus- radierungen durch den Patzinhaber oder son­stige Unbefugte, würden daher «ine strafbar« Urkundenfälschung bedeuten.

Für den Einzelhandel bedeutet die Einführung des Haushaltpasses eine zusätzliche Aufgabe, die mit hohen Anforderungen an das Pflichtbewußtsein der Verteiler verbunden ist, oenn die Eintragung der abgegebenen Waren in den Gaushaltpaß soll ja die Kontrolle der angemessenen Versorgung jedes Haushalts mit Rücksicht auf die Versorgungslage gewährlei­sten. Pflicht des Einzelhändlers ist es aber, unangemessen hohe und in unangemessen kur­zen Zeitabständen erfolgende Anforderungen abzutehnen. Es liegt im eigenen Interesse der Verbraucherschaft, dem Einzelhandel diese Aufgabe durch Disziplin, insbesondere durch Zurückstellung übersteigerter Bedarfsansprüche und Rücksichtnahme auf die kriegsbedittgte Ber- sorgungslage, zu erleichtern.

Wie man Baumscheiben pflegen soll

So wenig über dem Exnten die Kronen- Pflege der Obstbäume vernachlässigt werden darf, ebensowenig die pflegliche Behandlung der Baumscheiben. Folgt der Ernte nicht un­mittelbar das Umgraoen und Düngen der Baumscheiben, so werden diese vorläufig noch einmal oberflächlich gelockert. In keinem Fall dürfen sic längere Zeit in festgetretenem Zu­stand liegen bleiben. Bei der herbstlichen Bear­beitung werden die Scheiben umgegraben und gedüngt. Sie erhalten eine Vorratsdüngung mit Kalimagnrsia, Thomasphosphat und Kalk. Danach wird die Baumscheibe möglichst dick mit verrottetem Mist oder einem ähnlich wir­kenden Mittel abgedeckt.

In Grasgärten spllte mit dem Graswuchs auf der Baumscheibe aufgeräumt werden. Dies namentlich im Blick aus den Wasser­haushalt des Bodens. Ist der Boden unter dem Baum mit Gras bewachsen und ist die ^"snarbe etwa schon Jahrzehnte alt, dann mutz der Baum in einem troaeneu Sommer versagen. Denn ein Sommerregen kann bei erhitztem Boden nicht bis zu den Wurzeln Vordringen; es leidet der Baum unter Trok- kenheit. Die Folgen der Trockenheit aber sind geringe Ernten, für welche man sonst gern den ^"Mind oder den übermäßig kalten Winter macht. Wahrend des Sommers Baumscheiben mit einer Leck- schicht belegt werden, um di« Bodenfeuchtig- kcit zu erhalten und dem Sommerregen das

Eindringen zum Wurzelballen zu ermöglichen.

Die richtige Bearbeitung der Baumscheiben stellt gleichzeitig auch eine wirksame Schäd­lingsbekämpfung dar. Es werden nämlich da­bei eine Menge Schädlinge vernichtet, andere in tiefere Schichten gebracht, in denen sic uiu- lommen müssen.

Ein ertragreicher Obstbau ist nur möglich, wenn die Baumscheiben von jeder Unterkultur freigehalten werden. Zur Pflege der Baum­scheiben gehört auch, beim Spalierobst an Mauern mit vorgelagertem Plattengang Vor­sorge für eine ausreichende Bewässerungsmög­lichkeit zu treffen. - B.

Kann Winterraps noch gefllt werden?

Seit Mitte Juli fiel im vorderen Bezirk und im Vorland des Schwarzwalds kein ergiebiger Regen. Zwar konnte eine nach Menge und Güte hochwertige Getreideernte geborgen wer­den, aber viele Bauern und Landwirte kamen nicht mehr dazu, die wenigen Tage, während welcher die Beschattungsgare oder ein leichter Gewitterregen das Pflügen zur Rapssaat er­laubte, auszunützen. Und üun ist die Austrock­nung namentlich der Rüdigeren Lehm- und Tonoöden so stark vorangeschritten, daß ihre Bearbeitung im Augenblick unmöglich erscheint.

Und doch darf der Anbau von Winterölsrüch- ten Heuer in dein vorgesehenen Umfang nicht unterbleiben, da sonst die Versorgung unserer Bevölkerung mjt Oel und Fett ernstlich ge- ährdet würde. Wenn auch an dem auf angjährigen Erfahrungen fußenden Grundsatz estgehalten werden soll, daß die Winterraps- äat in der Zeit vom 25. August bis 1. Sep­tember in den Boden gehört, so ist damit kei­neswegs gesagt, daß nicht auch spätere Saa­ten, also vis etwa Mitte September, noch ge-

in KürTS

Der Generalbevollmächtigte für technische Nach­richtenmittel erläßt eine Anordnung über die ^ TYpcnverminderung in der Fertigung von Fern- ! sprechapparaten. Nb 1. Januar 191 t dürfen n»r noch drei herzcstrilt werden. Zusätzlich sind bis zum 31. Dezember 1913 noch zwei weitere Typen zuge- iassen.

Aus den Nachbargememden

Ehningen. Beim Abbefördern von Stamm­holz kamen einige Stämme ins Rutschen, wo­durch dem die Bremse bedienenden Landwirt Wilhelm Hoffmann die Weichteile am rechten Handgelenk zerquetscht wurden.

Pforzheim. Gartenbesitzer klagen in letzter Zeit vielfach über umfangreiche Diebstähle in ihren Gärten. So haben Diebe in einem Gar­ten im Vorort Brötzingen ein ganzes Zwie­belfeld abgeräumt.

Mötzingen. Auch in Mötzingen traten die neu schulpflichtigen Kinder zum ersten Mal den Weg zur Schul« an. Unter dem Schutz der Mutter wagte man sich erwartungsvoll in eine neue Gemeinschaft, die dem bisher unbeschwer­ten Leben eine ernste Wendung gibt. Eine kurze Flaggeuweihe nahm die kleinen Kame­raden in den Kreis der älteren auf. In einem mit recht festlichem Blumenschmuck versehenen Schulraum waren Mütter und Kinder mit den Lehrern zu einer frohen Stunde vereint, die mit Liedern, Gedichten und einem lustigen Film die Herzen der kleinen ABC-Schiitzen er­freute, so daß sie befriedigt über diesen Anfang eines wichtigen Abschnittes in ihrem jungen Leben heimwanderten.

Herrenberg. In diesen Tagen feierte Frau Rosa Brait maier, geb. Buhler, Schuh­macherswitwe, Stuttgarterstraße 45, ihren 85. Geburtstag.

S Wochen Erholung für überarbeitete Frauen

k^ZV.-Nütterei'lioIunßsskelm ^ViläberL, eines cier schönsten im Oau"

über deni freundlichen Städtchen Wildberg, das sich ins Tal schmiegt und an den Hängen hinaufzieht, thront mit breiter Front das hellfarbene Schloß, das einst von der NS.- Volkswohlfahrt zu «inein idealen Erholungs­heim umgebaut und eingerichtet worden ist. Schon allein die wunderschöne Aussicht von seinen Fenstern auf die bewaldeten Berge und auf die gemütlichen Bauernhäuser scheint den Frauen, die sich hier, endlich einmal losgelöst von der Last ihres Haushaltes und den Sorgen um das tägliche Wohl ihrer Familie, erholen können, Freude und Entspannung. Gedacht war dieses Erholungsheim vor allem für kin­derreiche Mütter, die aus gesundheitlichen Gründen dringend einen Ferienaufenthalt nö­tig hatten und denen während ihrer Abwe­senheit von zuhause nach Möglichkeit eine NSV.-Haushalthilf« gestellt wurde. Jetzt im Kriege können von den einzelnen Ortsgrup­pen auch Kriegerwitwen und Mütter gefalle­ner Soldaten zu einem dreiwöchig«» Aufent­halt vorgeschlagen Werden. Und wie gut es ge­rade diesen Frauen tut, einmal mit andere» Menschen zusammen zu sein, loszukommen von dem häuslichen Alltag und Ruhe zur Selbst­besinnung zu haben, das erzählt uns die Heim­leiterin aus ihrer reichen Erfahrung, und wir können uns selbst davon überzeugen, daß auch die schwarzgekleideten Frauen, und sie beson­ders, Ferien, Luft, Sonne und Ablenkung ge­nießen.

Wohl ist der Tag unter eine gewisse Ord­nung gestellt, wohl hat die Heimleiterin in den drei Wochen mit ihre» Schützlingen verschie­denes vor, doch wird die Zeit nicht ängstlich nach einem genau festgelegien Stundenplan aufgeteilt. Bei schönem Wetter werden viel­leicht einmal die Sehenswürdigkeiten der Um­gebung ausgesucht. Ein andermal wird die Liegewiese zwischen den niederen Tannen be­völkert, oder die Frauen verteilen sich auf die vielen reizenden Plätzchen im Garten mit be­quemen Bänken. Vielleicht haben auch ein baar zu irgendeinem Spiel, beispielsweise mit oem Medizinball, Lust. An Regentagen bietet das Bastelzimmer mit vielen Anregungen Un­

terhaltung; ein inhaltsreicher Bücherschrank steht für solche Fälle zur Verfügung, und die kleinen Tische im Schreibzimmer sind bei trü­bem Wetter immer sehr besetzt. Spiele aller Art, angefangen vomMensch ärgere dich nicht" übersHalma" bis zurDame" wer­den dann hervorgeholt, und der Nachmittags­schlaf in den sehr liebevoll und hübsch einge­richteten Schlafzimmern es gibt solche mit einem, mit zwei und drei Betten wird an bewölkten Tagen, etwas ausgedehnt.

Die Wohnkultur, die die Partei in all ihren Heimen betreibt, kommt in diesen schönen Räumen sehr wohltuend zur Geltung. Die Treppenhäuser und Dielen zum Beispiel, mit den gemütlichen Ecken zum Sitzen, mit all den Pflanzen und Blumen, atmen Behaglichkeit und Sinn für das Schöne, und besonders der heimelige Speiseraum und der festliche Saal für Feierstunden mit schmiedeeisernen Leuch­tern und gediegenen Korbsesseln und einem lügel, überzeugen davon, daß die NSV. ihre rholungsstätten mit sehr viel Geschmack und Großzügigkeit eingerichtet hat und dabei die Zweckmäßigkeit nicht vergaß.

Auch wird hier, und das ist für die Erho­lung der Frauen ebenfalls sehr wichtig, unter der Leitung einer erfahrenen und bewährten Wirtschafterin hervorragend gekocht. Vorschü­lerinnen der verschiedensten Sozialberufe lei­sten im Heim ihre Praktische Zeit ab und ver­sorgen unter der Aufsicht einer Wirtschafterin Zimmer und Garten, Küche und Vorrats­räume. Nach dem gesundheitlichen Wohl der Frauen schaut der Ortsarzt. Vor. allem ist es die Heimleiterin, Frau Helfferich, die in der Sorge um ihre Schutzbefohlenen aufgeht, ihnen in allen Fragen, die sie bewegen, zur Seite steht, sie seelisch betreut und ihnen auch manche, praktische Anregung zu geben vermag. Ihre Morgenfeiern, die stets etwas Persön­liches an sich haben, sind bei den Frauen sehr beliebt, und von all diesem fällt den Müttern der Abschied sehr schwer. Dies aber ist, so darf man amiehmen, der schönste Dank, den sich die NS.-Volkswohlfahrt für ihre Arbeit wünschen kann.

vor? c.ll S LL

Genau wie ich dich sehe. Uevrigens schaust du prachtvoll aus. Guck mal dort hinüber. Da drüben aus dem Schießhaus äugen sie neugierig herüber, sicher zerbrechen sie sich den Kopf, wer es wohl sein mag, mit dem der Leinenweber zu schwatzen hat."

Laß doch die Leute, Karras. Ich wollte eigent­lich Tantes Grab aufsuchen, aber nun geht es nicht, ich muh hinter dem Panzer her. sonst ver­lier ich ihn aus den Augen."

Weshalb ist er denn erst mitgekommen? Ihr seid doch an Cossenblatt vorbeigegangen."

Er hat hier noch einiges zu erledigen, das kei­nen Aufschub duldxt- Ich wollte ihn mit zu meiner Muiter nehmen."

Das ist sicher aus und vorbei", entgegnete Kar­ras,der alte Panzer läßt doch seinen Enkel nicht aus den Händen, bilde dir das nur nicht ein."

,Zch werde ja sehen."

Und zu der Neuigkeit, die Ich dir berichtet habe, sagst du gar nichts?"

Doch, Karras, doch, ich kann es noch gar nicht fassen, aber erst muh ich den Panzer sprechen, sonst habe ich keine Ruhe."

So geh schon, ich kann leider setzt nicht mit­kommen, habe noch einiges hier draußen zu er­ledigen."

Jörg war froh, als er endlich allein weiter- gehen konnte. Aufatmend schritt er durch das Luckauer Tor. freundlich von 1>em Wächter be­grubt, der cyn ebenfalls erkannte und neugierig nach dem woher und wohin fragte.

iinter den Menschen, die on ihm ooriibereilten, rueren oeZchiedei-r, d e zuerst stutzten, ihn dann och.arrien, doch bevor sie den Mund auftun konn­ten. war Jörg schon vorüber.

Er ist stolz geworden, dachten sie. und ahnten nicht, daß seine Gedanken den davongelaufenen Freund umkreisten. Da hing er auch schon aus dem Fenster desGrünen Baum" und schwenkte ihm lachend einen Krug entgegen.

Beeil dich, Jörg!" rief ihm Friedrich Panzer vergnügt entgegen.Grohoater hat den Beutel weit aufgetan, dein Krug steht auch schon hier."

Als Jörg unter dem Fenster stand und prote­stieren wollte, tauchte neben dem Freund ein altes, glückseliges Gesicht auf, der Nachtwächter Panzer. Er nickte Jörg mit strahlenden Augen zu:

.Komm nur und zier dich nicht, ein kühler Trunk nach langem Marsch wird auch dir guttun. Schau, wie es meinem Bengel schmeckt."

Da mochte Jörg nicht nein sagen. Aus eine kurze Rast kam es nicht mehr an. Herzlich wurde er von dem Wirt begrüßt. Während der alte Panzer Jörg Sabin die Hand schüttelt«, drückte ihksi der Freund den Krug in die andere.

Diese Freude diese Freude wie gut, daß ich alle Wege erledigt habe, so können wir gleich heimwärts wandern."

.Heimwärts?" Jörg sah Friedrich Panzer weh­mütig an, der zuckte die Schultern:Es soll halt nicht sein, Jorg, aber ich komme einen Tag nach Beeskow und dann besuche ich dich.und die dei­nen." Damit mußte sich Jörg zufriedengeben.

Als Friedrich Panzer seinem Großvater sagte» daß er noch nach dem Amt müsse, um dem Kam- missariur ein Schreiben zu überbringen, ließ es sich der alte Mann nicht nehmen, den Enkel zu begleiten. Um keinen Preis der Welt wollte ec jmGrünen Baum" warten.

So wanderien sie gemeinsam über den Markt, vorbei an Sankt Marien, und strebten dem Frank­furter Tor zu.

Vas Wiedersehen im Fischerhause

In dem kleinen Stübchen des Fischerhauses saß Mutter Sabin in ihrem Lehnstuhl. Sie hatte da» Fenster geöffnet und schaute nach der Spree hin­über.

lieber dem Wasser begannen feine Nebelsch««- den aufzusteigen. Von den Bäumen, die da» Spreeufer säumten, fiel ein Blatt nach dem an­deren langsam zur Erde. Es ging in der Natur ans Sterben. Ein eigenes Lächeln legte sich um die welken Lippen der Sinnenden.

In den letzten Tagen hatte sie viel in ihrem Such! gesessen. Die Füße kündigten ihr so oft den Dienst, und einmal war es geschehen, daß es ihr plötzlich schwarz vor den Augen wurde und ihr« tastenden Hände nach einem Halt suchen mußten, dann wußte sie nichts mehr. Als sie die Augen wieder öffnete, erhaschte sie einen jammervollen Blick Hugs, in dessen kraftvollen Armen sie sich wioderfand. Sie hatte nicht sagen können, was Mit ihr geschehen, konnte auch auf Hugs besorgtes Fragen keine Antwort geben, wie lange sie in dieser Ohnmacht gelegen. Seit dieser Stunde durfte sie keine schwere Arbeit mehr tun, durfte keinen längeren Gang mehr unternehmen.

Am Nachmittag war Elisabeth einige Stunden bei ihr gewesen, aus deren Munde sie die letzten Ereignisse um das Leben des Torschreibers ver­nommen hatte.

In der Zelle hatte er sich erhängt. Nun waren ,die beiden ruhelosen Seelen vereinigt.

Mutter Sabin hatte zuerst um Hug gebangt, wie er das Sterben dieses Mannes, der sich sein Vater genannt, ausnehmen würde.

Ich Hab ja dich, Mutter, und meine Elisabeth, hatte er gesagt, und wenn Jörg mir verzeiht, dann bin ici» der glücklichste Mensch auf Gottes Erd­boden.

Nun saß sie hier eingesponnen in dem stillen Abendfrieden. Nur ihren Jörg wollte sie noch einmal sehen und sprechen, dann durfte sie Feier­abend hcklten, durfte sich vorbereiten für die letzte Reise. Sie fühlte, daß sie diese bald antreten würde.

Plötzlich zuckte sie zusammen. Ein Schritt klang ihr in die Ohren, den sie kannte, den sie aus tau­send anderen Herauschören würde. Das konnte doch aber nicht sein und doch ihr Herz be­gann heftig zu pochen. Ihre erwartungsvoll auf­gerissenen Augen wichen nicht vom Fenster. Und dann erhaschten ihre Augen eine geliebte Gestalt.

,Hörg!" schrie sie in grenzenlosem Jubel.Mein Jörgl" Sie wollte ihm entgegeneilen, vermocht» es aber nicht, nur beide Arme konnte sie ihm ent»' gegenstrecken.

(Fortsetzung iolat.»