519

freite er um izige Tochter

>e Carinte wir manchen ch er fortan ein ruhiger, !bte herrlich c, rinKnab- ndcr, welche drei Jahren

cid bestehen sich in eben Orlamünde rr todt nach ^ vergebens, e Herr eines

stlich und so und Ritter en, so schlu- berests ein he gescgner, n schwarzen ^Werbungen Ritter wa- ckerrn durch den, und sie ) sie nach elangte. der Wittwe sie Verwal- sollten. Um n, ward auf d so ström- n in vollem Tages Frau ehme, kam als alle au- ihrcr Spitze , schön wie sie und das der jungen e sie in ra­ch er zeigte rin des Fe- flegt, konnte ötolz etwas uc auch nur sic vermaß n" sahn auf inst vor ble­ib und Gut Liesen vier

ich ein Rit­

ter nach dem andern verlor, da trat auch der Burggraf Albert, mit dem Beinamen der Schöne Oldere xuidie,-), zu der jungen Wittwe, ihr den Scheidegruß zu sagen, und wenig hätte gefehlt, so wäre das zarte Geheimniß verra- then worden; denn eben Herr Albert war es, der ihr Herz geraubt. Mil bitteren, innerlichen-Schmerzen, im Aeußern aber kalt, entließ sie den Liebling ihrer Seele; kaum war aber der letzte Hufschlag seines Rosses ver­klungen , so rief sie ihren Edelknecht Hugo, der ihr mit Leib und Seele zu eigen war, und sprach also zu ihm: Verschließe Deine Ohren von Stund an, mein Knabe, und sep stumm gegen Jedermann; denn ich will Dir ein Geheimniß zu tragen geben, das Dein Glück begründen soll, so lang es in Deinem Innern allein verschlossen ist!" Und als der Knabe versprochen und gelobet, was sie be­gehrt, da sandte sie ihn fort gen Nürnberg, daß er Dienste nehme beim Grasen Albert, und band es ihm auf die Seele, er möge jedes Wort aufzeichnen in seinem Innern, was der Graf im Tag spräche und möge ihr Alles be­richten, wenn acht Tage ins Land gekommen seyen. Zur selben Stunde noch ritt der Edelknecht aus Plassenburg.

Der Wittwe aber wurden auf ihrem weiten Schloß untcrdeß die Stunden zu Tage und die Tage zu Wochen, rastlos irrte sic von Gemach zu Gemach, nichts, selbst die freundlichen Blicke ihrer holden Kinder, konnten Trost in ihr liebewundcs Herz gießen. Erst jetzt mußte sie fühlen, wie unendlich sie liebte, in diesen Momenten übte der Gott der Liebe furchtbare Vergeltung.

(Schluß folgt.)

Anekdoten von Friedrich dem Zweiten.

Unter denen, die als Soldaten der Garde ein ge­wisses Reckt zu haben glaubten, den Monarchen münd­lich anzugehcn und von ihm Geschenke zu fordern, war besonders ein Italiener, Namens Bulion. Bei jeder Ge­legenheit verlangte er vom Könige ein Geschenk, und wußte auch immer Gründe anzugcben, die diese Zudringlichkeit entschuldigen sollten. Einst kam er zu dem Monarchen mit der Aeußerung, daß er morgen Gevatter stehen müsse, und daß er auch nicht einen Groschen zu den damit ver­bundenen Ausgaben habe. Friedrich schlug ihm die Bitte ab und Bulion ging, kam aber nach einigen Tagen mit eben der Bitte unter einem andern Grunde wieder.Geh !" sagte Friedrich;ich habe kein Geld!"Ich muß aber Geld haben. Jhro Majestät, leihen Sie mir auf meine Kapitulation zwei Dukaten."Hast du sie bei dir?"Ja. Hier ist sie." Der König nahm die Kapitulation und der Soldat erhielt die zwei Dukaten.

Nach längerer Zeit, als die Kapitulation der Aus­länder verflossen war, und von neuem kapitulirt werden mußten, ließ sich der König die Kapitulationsliste der Ausländer reichen, und fand den Namen Bulion darauf. Hat denn der Bulion Kapitulation?" fragte Fried­rich den Feldwebel. Dieser bejahete die Frage, die der König immer verneinte, und nun wurde, um hinter die Sache zu kommen, Bulion selbst gerufen. Er kam. In seiner Gegenwart fragte der König den Feldwebel:Wie lauge hat Er gedient?"Vier und zwanzig Jahr!"

Nun, dann weiß Er, was zum Dienst gehört. Sage Er einmal, waS verdient der Soldat, der seine Kapitu­lation verseht?"Nach den Kriegsartikcln vier und zwanzig Mal Gassen laufen, und die Kapitulation ver­fällt."So?" sagte Bulion, indem er sich an den Feldwebel wandte;und was verdient der, der auf dir Kapitulation Geld verleihet?" Der Monarch lachre laut auf; gestand aber doch, daß Er auch gefehlt habe.

Ueber den Schaden, den die Schermaus an den Bäumen verursacht.

Junge Bäume, welche zur Freude heranwuchsen und ein kräftiges Gedeihen hoffen ließen, treiben bei sonst äußern günstigen Verhältnissen nicht mehr, sondern tragen Trag­knospen, die im darauf folgenden Jahre zwar blühen, aber keine Früchte Hervorbringen. Solchen Bäumen, am ehesten den Aepfel-, seltener den Birnbäumen, am selten­sten den Steinobstarten, wurde im verflossenen Herbste oder Winter die Rinde aller starken Wurzeln von einer Seite, und zwar gewöhnlick der ober«, meistens mit allen Haarwurzeln abgefrcssen und sie haben im besten Grunde genug zu thun, daß sie nicht absterben. Der Stamm und die Krone sind ganz gesund, man kann sich die Ur- sacke des Ltillestehens nicht denken, das Räthsel wird aber gelöst, wenn man die Weiden, welche den jungen Baum an die Stange befestigen, löst und leicht am Stamme zieht, worauf er ohne Widerstand ans dem Boden geho­ben werden kann. Je länger man die Untersuchung ver­schiebt, desto eher findet man wieder einige neue Haar­wurzeln, gewöhnlich unmittelbar unter der Oberfläche des Bodens an der Stelle des Stamms, wo früher keine wa­ren; die Wunden der stärkeren Wurzeln sind mehr oder weniger vernarbt, man kann sich aber nach 3 bis 4 Jahren noch überzeugen, daß sie nur durch eine pon außen wirkende Ursache und zwar durch den Zahn eines Thieres berbeigeführt wurden. Läßt man solche kranke Stämme stehen, so brauchen sie 4 6 Jahre, bis sie sich wieder erholt haben und wieder wachsen; nach vielen Jah­ren aber kann man ihnen noch das früher erlittene Uebel ansehen, es ist daher immer besser, wenn sie durch neue ersetzt werden.

Das Thier, das diese Zerstörungen verursacht und in der Gegend des Einsenders (im Oberlande) sehr häu­fig getroffen wird, hauptsächlich in solchen Baumpflanzun- gen, deren Boden seit mehreren Jahren nicht umgebrochen wurde, ist die Stoßmaus, Schermaus, Erdwolf tL>- resti-is) *). In den meisten Fällen hält man den Maul-

*) Die Schermaus iN/pullse,,« terie^tris, auch Erd­ratte, Erdmaus genannt) bat einen behaarten Schwanz, nur halb so lang, als der Körper ist, und kleine, fast in Pelz versteckte Ohren; ihr Ansehen ist plumper, als das der gemeinen Mäuse, der Kopf stumpfer; sie ist etwas kleiner als die Wasserratte und der schwarzbraune Balg hie und La mit gelb untermischt. Sic wühlt unter der Erde und wirft sie auf, wie ein Maulwurf, auch trägt sie in ihren Vorrathskammcrn viel Wurzelwerk zusammen. (Voigt's Lehrb. der Zoologie.) R.