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Aus drm Führer-Hauptquartier, 9. Dezem­ber Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Neue Versuche der Sowjets, die deutschen Stellungen im Osikaukaius und im Wolga -Don gebiet zu durchbrechen scheiterten auch gestern unter hohen feindlichen Verlusten Feindliche Masienangrifre von In­fanterie- und Pauzerkrasten führten zwischen Wolga und Don zu kehr harten, für unsere Truppen erfolgreichen Kämpfen. Gefangene und Beute wurden eingebracht 54 Panzer­kampfwagen vernichtet Jin groben Dvnvngen warfen deutsche Panzer-Grenadiere im Gegen­angriff den Feind aus seinen Stellungen und schossen 16 Soivietpanzer ohne eigene Panzer- verlnfte ab Deutsche italienische und unga­rische Lnftstreitkrafte bekämpften an der Don- Front feindliche Aunnarschbewegnngen und Trupveiiunlerkünfte Im m i t t l e l e n Frontabschnitt schreitet dsr deutsche Gegenangriff kraftvoll fort während die grob- angelegten feindlichen Operationen fühlbar an Schlagkraft verloren haben Bei dieser Operation wurden im Zusammenwirken mit Kamps- und Sturzkampfsliegern zahlreiche Ortschaften genommen feindliche Stellungen aufgerollt und der Gegner von seinen rück­wärtigen Verbindungen abgeschnitten In heftigen Luftkämpfen verlor der Feind hier 16 Flugzeuge Südlich des Ilmeniees führte der Feind nur schwächere Angriffe. Panzerbereitstellungen wurden durch Artil- leriekeuer zerschlagen.

An der gesamten afrikanischen Front war gestern nur örtliche Kampstätigkeit zu verzeichnen. Ein grosses britisches Frachtschiff wurde nordwestlich Bengasi durch Bomben­treffer schwer beschädigt. Deutsche Jäger schossen vier britische Jagdflugzeuge ab. Ein eigenes Jagdflugzeug wird vermiht.

Bei Storangrissen einzelner britischer Bom­ber gegen N o r d w e st d e u t s ch l a n d und bei nächtlichen Einflüge» in das deutsche Küstengebiet wurden fünf, über West- srank re ich und vor der Südostküste Englands zwei weitere feindliche Flug­zeuge abgefchossen.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, verienkten deutsche Unterseeboote im Nord- und M > t t e l a t l a n t i k in unablässigem Kamvi gegen die feindliche Schiffahrt wieder fünfzehn Schiffe mit 108««« BRT. Zwei wei­tere Schifte sowie ein Zerstörer des Geleit­dienstes wurden torpediert. Bei diesen Ope­rationen wurde der feindliche Nachschub für Nordafrika besonders schwer getrosfen. Unter den versenkten Schiffe» befand sich das bri­tische Fahrgastschiff .Ceramic" von 18 713 BRT.. das als Truppentransporter nach Nordafrika bestimmt war. Das Schiff ging nach den Torpedotreffern sofort unter, so daß bei dem herrschenden Sturm und schweren Seegang mit hohen Menichenverlusten zu rech-

Schulter an Schulter bis zum Envfieg

ckapnos kAioisterpräsickeot Doja vor ckeutscbeo unci itnlienisettsn Pressevertretern

Km Kanäle d«m«ekt

Tokio, 10. Dezember. Unerschütterliche Siegeszuversicht und der Wille zu dauernder enger Zusammenarbeit unter den Achsenmäch- tcn waren die Hauptzüge der Erklärungen, die Ministerpräsident Tojo gestern vor zwölf deutschen und italienischen Pressevertretern abgab.

Ministerpräsident Tojo erklärte einleitend u. a.: ..Im ersten Kriegsjahr sind sämtliche anglo-amerikanischen Stützpunkte in Ostasien in japanische Hände gefallen. Großvstasien hat damit im großen und ganzen seine eigent­liche Gestalt zurückgewonnen. Japan hat eine Lage geschaffen, die den vollen Sieg sicher­stem. Vou dieser Stellung aus kann es den Krieg auch wenn er lange dauert, bis zum Endsieg durchkämpsen. Wir führen einen hei­ligen Krieg, dessen Ziel nicht die Gewinnung vou Rohstoffen ist. sondern die Sicher­stellung eines dauernden Frie­dens. Wir streben eine neue Ordnung auf moralischer und ethischer Grundlage an die allen Völkern den ihnen gebührenden Raum gewährt. Japan. Deutschland und Italien sind durch diese Idee aufs engste miteinander ver­bunden. Jede der drei Nationen ist sich der ern­sten Verantwortung bewußt, die dieses Streben mit sich bringt und unendlich stolz daraus, bei der historischen Aufgabe, der Weltgeschichte eine neue Wendung zu geben. Mitwirken zu können. In diesen Tagen, wo wir in das zweite Jahr deS Groszostasienkrieges eintraten, möchte ich mei­ner Hochachtung und Bewunderung über die glänzenden Waffen­erfolge und großen Beiträge der Völker Deutschlands und Italiens bei der Erringung des Endsieges Ausdruck geben und für ihre Zusammenarbeit mit Japan herzlich danken Ich hoffe, daß diese Zusammenarbeit aus gei­stigem und materiellem Gebiet noch länger währen wird und gelobe erneut. Schulter an

Schulter mit unseren Bundesgenossen auch weiterhin eng zusammenznarbeiten aus dem Wege zum gemeinsamen Sieg."

Vollstes Vertrauen sprach auch aus Tojos Aeußerungen zur wirtschaftlichen Lage. ..Der Rohstoffreichtum. der'uns als Ergeb­nis der Kriegserfolge zufiel, wird schon heute weitestgehend in der japanischen Kriegsindu­strie eingesetzt. Dem Mut unserer Soldaten verdanken wir daß der Feind sein Zer­störungsprogramm vor seiner Kapitulation nur teilweise durchführen konnte und daß beispielsweise aus dem Gebiete des Erdöls unsere Produktion heute beträchtlich höher ist als wir zuerst erwartet hatten. Die Erfolge der Aufbauarbeit in den Südgebieten hat die Ölversorgung Japans in diesem Kriege auf jeden Fall sichergestellt. Ich habe es immer als Ehrenpflicht betrachtet, daß ein Teil der Rohstoffe auch einen Beitrag zur Kriegführung Deutschlands und Italiens leistet.

Ueber unsere strategischen Pläne für die Zukunst kann ich mich selbstverständlich nicht äußern", schloß Tojo. ..Sie dürfen aber ge­wiß sein, daß auch sie sich unserem uner­schütterlichen Grundsatz unterord- ncn: Japan wird kämpfen, bis der Endsieg gewonnen ist."

Ritterkreuz für gefallenen Major

änd. Berlin, 9. Dezember. Der Führer ver­lieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Franz Kusatz, Staffelkapitän einer Aufklärungsstaffel, dessen Vater 1914 im Feld- ug gegen Serbien gefallen ist und der Ende Mover den Fliegertod starb, sowie an Leut­nant d. R. Karl Friedrich Wittholz, Zug­führer in einem Panzer-Regiment.

General Montgomery sieht schwarz

Oer Oderbeledlssisksr cker 8. ^.rmee üker äie LelivieriKlreitei» in «1er O^rensilra

neu ist. Aus demselben Geleitzug verlor der Feind drei weitere mit Kriegsgerät beladene Schisse

gnädiger zu werden Sein Vorbote, die Herbst­schlammzeit die im vergangenen Jahr Fahr­zeugen und Menschen sehr stark zusetzte, blieb diesmal aus Kältegrade und Schneehöhe blei­ben im Gegensatz zum anormalen Vorjahr bis setzt in erträglichen Grenzen.

Aber nicht die Widerwärtigkeiten des Wet­ters und des Geländes sind ausschlaggebend sondern ausschlaggebend ist der Geist und die Haltung des Soldaten Ich habe mit meinen braven Pauzerjägern die Abwehrschlachten von Richew im Winter und im Sommer erlebt 25« Sowjetpanzer. meist schwere und schwerste Ungetüme, haben sie allein abge- fchossen von den 3«««. die ausgebrannt und zerschnnden um Rschew herumliegen. Oft waren die Geschützbedienungen mit den Ka­meraden der Infanterie eingeschlossen vom Feind. Oft blieb der Nachschub aus und die Verpflegung mußte gestreckt werden. Muni­tion und Betriebsstoff waren wichtiger

Und doch waren neben der immer vorhan­denen soldatischen Haltung auch immer gleich die gute Laune und der Humor wieder da, wenn nur ein Tag Ruhe war! Gewiß wurde geflucht und gewettert nach guter alter Sol­datenart aus den verdammten Dreck und aus das Pech, das uns ausgerechnet in diese Ecke verschlagen hatte. Ehrenbürger von Rschew nannten wir uns in grimmiger Selbstironie. Jeden der kärglichen Bäume kannten wir. jede Biegung der dreckigen Wege, jede der elenden Wanzenhütten in der näheren und weiteren Umgebung, den» wir trieben uns ja fast §u> Jahr lang in dieser Gegend her­um. Nur wenn die feindliche Artillerie oder die Nachtbomber, die .lahmen Heinriche" ge­nannt. die Häuser in Brand schossen, hatten wir eine Veränderung im Landschaftsbild. Wunschtraum jedes Abwehrkämpfers war es. an eine Angrifssfront zu kommen da ging es vorwärts da hätte man neue Eindrücke gesammelt und das Hochgefühl, in Feindes­land vorzudringen. Hier mutzte man sich in die Erde krallen und lange Monate durch­halten. Dann fuhren die Soldaten doch ein­mal aus Urlaub und die ersten Urlauber kamen wieder zurück aus der Heimat. Und wenn man sie kragte, wie es denn aus Urlaub war. zum erstenmal seit 16. l8 Monaten wie­der im weißen Bett, zum erstenmal wieder Brötchen und Bier, dann sagten sie fast alle dasselbe: Es war herrlich in der Heimat, aber Gott sei Dank daß ich wieder bei meinem Hausen bin! Ich gehöre hier zu meinem Kameraden.

Das ist die Antwort des deutschen Sol­daten wohlgemerkt nach monatelangen Atz- wehrkämpsen von unerhörter Schwere! Die­ser Geist und diese Haltung ent­scheiden allein, nicht die stumpfe Masse. Mag sie auch örtliche Erfolge erzielen, die im Rahmen des Gesamtgeschehens wenig be­deuten.

Wo Männer mit solcher Haltung stehen, können uns auch kleinere Rückschläge nicht er­schüttern. Denn" unerschütterlich ist die Zu­versicht des deutschen Ostkämpfers, und un­erschütterlich ist das Vertrauen der Heimat.

«. Genf, 1». Dezember. Zur militärischen Lage in der westlichen Chrenaika äußerte sich Ser Oberbefehlshaber der britischen 8. Armee Armeegencral Montgomery gegenüber einer englischen Nachrichtenagentur in einer Art und Weise, die von überoptimistischen Kom­mentaren dieses Herrn vor zwei Wochen außerordentlich absticht.

Nichts wäre irrtümlicher, so erklärte Mont- gomery, als die Annahme, daß sich die 8. Ar­mee im Raume zwischen Bengasi und El Ageila gewissermaßen zur Ruhe gesetzt hätte. Sie uehe vielmehr, in einer außerordentlich harten Arbeit, deren Charakter naturgemäß nicht zur Veröffentlichung geeignet sei. Denn vor der 8. Mrmce stehe heute nicht nur das reorganisierte Afrikakorps und eine befestigte Zone, die mit Artillerie, MG -Nestcru und Minen gespickt sei, sondern auch ein äußerst s ch w e r p a s s l e r b a r e s Gelände, das durch seinen weichen Sand den britischen Truppen, die zum größten Teil motorisiert seien, viele Probleme auserlege. Auf alle Fälle müssen wir aus sehr schwere Kämpfe vorbereitet sein", so schloß Montgo- mcry seine Warnung an die britische Oeffent- lichkeit.

Deutsche Kampfflugzeuge vom Muster He tN bombardierten nach ergänzen­den Mitteilungen des Oberkommandos der Wehrmacht nachts britische Flugplätze in der Eyrcuaika. Volltreffer riesen Brände zwischen dicht nebeneinander abgestellten Flugzeugen hervor. Nördlich Ägedabia wur­den Lastkraftwagenkolonnen und Flakstellun­gen bekämpft. In einem Zeltlager entstand nach den Detonationen der Bomben ein grö­

ßerer Brand. Im Seegebiet vor der Cyre- naikaküste griff eine Ju 68 feindliche Trans­portschiffe. die von Kriegsschiffen und Begleitflugzeugen des Musters Äeaufighter gesichert wurden, an. Ohne Rücksicht auf die starke Abwehr stürzte sich die Ju 88 auf einen Transporter von etwa 10 000 BRT. und wart ihre Bomben genau ins Ziel. Auf dem Schiff entstand ein sich schnell ausbreitender Brand. Weitere Bomben schlugen hart neben der Bordwand des Schiffes ein. Das deutsche Flugzeug wehrte die hartnäckigen Angriffe der Bcaufighter ab und landete wohlbehalten auf seinem Platz. Ueber dem Wüstengebiet der westliche» Cyrenaika kam es zu Luft­kämpfen zwischen deutschen und feindlichen Jagdflugzeugen; vier Curtiß-Jäger wurden abgeschossen.

Angelsächsische Nöte in Nordafrika

Erschwerte Oelversorgung der Luftstreitkräfte

Vvv uvserew k o r > e s o o v ü e a t e o

KU. Madrid 10. Dezember. In einem mili­tärischen Ueberblick über den nordafrika- iiischeu Kriegsschauplatz stellt die politische WochenschriftMundo" fest, das Mittelmeer zerfalle infolge der Beherrschung des Luft­raumes durch die Achse in zwei klar abge­grenzte, voneinander unabhängige Teile, von denen der westliche einer Rattenfalle gleiche, aus der die Angelsachsen nur unter großen Schwierigkeiten entschlüpfen könnten. In sei­ner Betrachtung über die Oelversorgung der anglo-amerikanischen Luftstreitkräfte kommt der Verfasser zu dem Schluß, datz minde- stens hundert Tanker allein zur Ver- jorguiig des nordamerikanischen Kriegs- abschnittes erforderlich seien; sie bildeten aber eine bevorzugte Beute der Luftwaffe der Achse.

London will sich wieder einfchalten

Der Streit um Französisch-Nordafrika Vigo, 9. Dezember. Nach hier vorliegenden Meldungen hat Churchill die USA.-Regie- rung offiziell darum ersucht, eine englisch- amerikanische U il te r s u ch u n gs kom­mt s s i o n zu ernennen,. die die politische Lage in Nordafrika untersuchen und dieals notwendig erachteten Maßnahmen" ergreifen soll. Die Kommission soll auseinflußreichen, englischen und amerikanischen politischen Per­sönlichkeiten" gebildet werden. Washington hat sich bisher daraus beschränkt, den britische» Botschafter wissen zu lassen, daßdie Frage einer Prüfung unterzogen worden sei".

Nach einer Reutermeldung aus Washington hat Außenminister Hüll zur Beruhigung der Londoner Kreise und der de Gaulle-Leute unter anderem erklärt, die USA. würden es nicht zulassen, daß Admiral Darlan dem fran­zösischen Volk nach dem Kriege ein Regime aufzwlngen" würde. Es fragt sich allerdings ob dieses Pflästerchen genügt, um die erreg­ten Gemüter in London zu beruhigen. Dort hat übrigens auch die Weigerung Dar­in ns. die Nundsunkstation von Rabat der Britischen Broadcasting Corporation für ihre Agitation zur Verfügung zu stellen, lebhaften Unwillen hervorgernsen; man droht sogar damit,strenge Maßnahmen" gegen Darlan zu ergreifen.

Stukas gegen Panzer

Luftwaffe trotz Regens in Tunesien sehr aktiv

Berlin, 9. Dezember. Trotz Regenwetrers blieb die deutsche Luftwaffe an der tunesischen Front auch gestern am Feind. In den Mor­genstunden griffen deutsche Kampfflugzeuge einen Verband von etwa 25 Panzern im Ge­biet des östlichen Atlas-Gebirges an. Im Gleitflug abgeworsene Bomben deto­nierten zwischen den Kampfwagen und be­schädigten mehrere von ihnen. Begleitende Fahrzeugkolonnen wurden unter Bort waffen- seuer genommen.

62 Sowjelflugzeuge abgeschossen

Stuka-Angriffe an der Eismeerfront

Berlin, 9. Dezember. Die im Süden der Ost­front eingesetzten deutschen Fliegerverbände bewiesen in den gestrigen Kämpfen erneut, daß sie jedem Versuch der Sowjets, mit star­ken Luftstreitkräften in die Erdkämpse eiuzu- greifen, sofort schlagkräftig begegnen können. Im Kaukasus sowie an der Front zwischen Don und Wolga wurden insgesamt 45 So- wjctflugzeuge abgeschossen. Einschließlich der im OkW -Bericht gemeldeteick 16 Abschüsse im mittleren Frontabschnitt und eines weiteren a» der Eismeerfront, an der deutsche Sturz­kampsslugzeuge sowjetische Bereitstellungen überraschend und erfolgreich angegriffen Hatzen, verloren die Sowjets im Verlaus des 8. Dezember damit 62 Flugzeuge. Neun deut­sche Flugzeuge sind von ihren Angriffsflügen nicht zurückgekehrt. In der Nähe der Rusen- stratze vernichteten Stukas acht Fahrzeuge. Eine große Unterkunft stürzte nach Bomben­volltreffern zusammen und ging in Flammen auf.

Oer italienische Wehrmachtsbericht

Rom, 9. Dezember. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt tzekannt:An der Cy re na i k a - Front wurden Artillerie- bestellungen und feindliche Truppenkonzcn- trationen wirkungsvoll mit Feuer belegt. Deutsche Jäger zerstörten im Luftkampf vier Flugzeuge. In Tunis verhinderte das schlechte Wetter Operationen zu Lande und in der Lust. Feindliche Flugzeuge unternah­men in der vergangenen Nacht einen heftigen Angriff auf Turin. Sie verursachten be­trächtliche Schäden, vor allem an Gebäuden im Stadtzentrum, darunter an der Univer­sität und einem Krankenhaus. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Ein Flugzeug, das vom Feuer der Verteidigung getroffen wurde, zerschellte am Boden aus dem Corso Vinzaglio im Innern der Stadt. Die sieben Mann der Besatzung fanden den Tod."

0i»rok-bs.o.t«»«»' I Die Aufführung

- --> eines aroßen

... -eines großen

englischen Films über die britische Flotte im Kriege wird in Nordamerika noch eine Zeit aut sich warten lassen, da die Zensur einige oon den von Seeleuten ge- biauchte Fluchwörterunmoralisch" findet. Die Staarszensur in Neuyork zwar hat den Text des Films autgeheißen das Hape-Büro, das die moralische Haltung alle, amerikani­schen Filme kontrolliert stellte jedoch fest daß die Seeleute zahlreiche Worte anwenden die aus der Liste der .verbotenen Worte" sieben. Man fürchtet offenbar daß die alten Jung- rern in USA. tze> der Ausführung des Ma­rinen! ms in Ohnmacht fallen. Be, antideut- >cheu Hetzfilmen ist man freilich nicht so zim­perlich - da geht es sa auch nur auf Kosten d--r .böse» Nazis"

kisanot jiol ,n Unqnoa» I In den Vereinig- - - - I ten

.... -- ten Staaten von

Nordamerika nimmt man nicht nur über "ne schönsten Beine von Mannequins ab man -nteressiert sich Nicht allein für Rekorde ,n Ehescheidungen, man sucht nicht nur nach Leuten, die irgendeinen Gipfelpunkt Her Sinnlosigkeit erklimmen wollen, sondern man erforscht" auch nach .wissenschaftlichen" Methoden die öffentliche Meinung - oder was man in den USA dafür hält Neuer­dings haben einige betriebsame Gschaftlhutzer nicht geruht bis ne aus diese Weise die Tätig­keit E>eanor Roosevelts und ihre Wirkung aus Sie Amerikaner festgestellt hat­ten. Das Ergevnis ist für Eleanor aber recht peinlich. Gewiß es kam eine ganze Reihe oon Zuschriften an. die ihrer Tätigkeit größtes Lob spenden, aber die Zahl dieser Meinungs­äußerungen ist doch recht gering. Viel groger ist die Zahl derer, die harte Kritik üben, und 40 v. H. aller eingegangenen Briefe mißbilli­gen Frau Roosevelts Tätigkeit überhaupt und lehnen sie gänzlich ab. Trotzdem glauben wir nicht, daß sich Eleanor in Zukunft größerer Zurückhaltung befleißigen wird. Und das ist gut so. Die Witzecke in den Zeitungen würde sonst bald an Stoskmangel leiden.

p§ Dr Rodert Ley

zehn Jahre Reichsorganisationsleiter

Berlin. 9. Dezember. Heute iährte sich zum zehntenmal der Tag, an dem Pg. Dr. Robert Ley vom Führer beauftragt wurde, den Auf­bau der gesamten Organisation der NSDAP. , durchzuführen. Dr. Lev hat im Verlauf dieser Jahre sich dieser Aufgabe mit größter Grund, lichkeit entledigt und hat daneben eine statt­liche Reihe weiterer Ausgaben aus der Hand des Führers übernommen. Als Schöpfer der Deutschen Arbeitsfront hat er insbeson­dere für das Wohl aller Schaffenden groß­zügige und weitblickende Maßnahmen ergrif­fen, von denen vor allem die jüngsten Auf­gaben besonders genannt werden mögen: die Altersversorgung, die kommende Neichslohn- ordnnna und der soziale Wohnungsbau; Aus­gaben, die vor allen Dingen nach dem Kriege erhöhte Bedeutung gewinnen werden. Datz daneben Dr. Ley auch in der Schulungsarbeit- der Partei, im Hauptpersonalamt und in der Betreuung der Ordensburgen, die er ja selbst gründete, eine Summe von Arbeit und Or­ganisation in seiner Person vereinigt, ist be­kannt.

Britenbomber über ver Schweiz

Neutralitätsbrüche am laufenden Band

»eb. Bern, 10. Dezember. Wie es ihnen schon zur selbstverständlichen Gewohnheit ge­worden ist. verletzten die Engländer beim,- Flug gegen Turin in der Nacht zum Mittwoch abermals die schweizerische Neutra­lität. Darüber heißt es in einer amtlichen schweizerischen Mitteilung:Fliegeralarm wurde in der West- und Zentralschweiz sowie im Tessin und i» Granbünden gegeben. Die Fliegerabwehr trat in Aktion." Es ist bezeich­nend. daß das bekannte Schweizer Witzblatt Der Nebeispalter" schon vor einigen Wochen vorgeschlagen hat. man solle für die Schwei­zer Proteste in London und für diebedauern­den" Antworten des britischen Außenamtes doch der Einfachheit halber vorgedruckte Formulare einführen.

Wieder Bomben auf die Inder

Britischer Terror in Bihar und Bengalen

Rom, 9. Dezember. Die Unruhen in Indien nehmen ununterbrochen weiter zu. Britische Kampfflugzeuge unternahmen zahlreiche Bom­benangriffe auf Ortschaften in Bihar und Nordwest-Bengalen, um dort die Bevölkerung zu terrorisieren. Die Zahl der Opser dürfte, außerordentlich hoch sein, wird jedoch »reng geheim gehalten, um nicht neuen Grund zu / antienglischen Kundgebungen zu geben. Trotz ^ strenger Ueberwachung finden immer wieder Sabotageakte statt. An der Straße von Benares nach Ehanderbagor wurden meh­rere Brücken in die Luft gesprengt.

in Kürre

Reichsministcr Dr Goebbels empfing gestern den italienischen Minister für nationale Erziehung. Giuseppe Botta >. der sich aus Einladung des Neichserziebungsministers in Berlin anfbSlt. ,n einer freundschaftlichen Aussprache.

Reichsorganisationslcitcr Dr. L e s sprach zum Abschlutz seiner Reise durch Westdeutschland gestern in Gelsenkirchen zu den Bergleuten des Nuhrgcbietes.

Gcneralfeldmarschall von M a ek e n i e n labt tttr die zahlreichen Glückwünsche zu seinem S8. Geburt^ tag wärmstens danken und mitteil-n. dab er n» gesundheitlich wohl befindet.

Ritterkreuzträger Hauvtmann Alfred M ü s . Komvanicches in einem Panzer-Grenadier-Regiment, ist seiner schweren im Olten erlittenen Verwundung

E*T^r Grobmutti von Jeruiat e m ist. von Rom kommend, in Begleitung einiger Herren set. tz-r näheren Umge.ung in Berlin eingetrofie».

Ueber 200 finnische V er wn n d ele weil- »irr Erholung anl Burg Waldstein bei Glab.