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steinlegung der Neuen Aula in Tübingen am 1. Mai 1928 verlieh ihm die Universität Tübingen die Würde eines Ehrendoktors der Staatswissenschaften. Seit Mai 1928 ist er auch Ehrenbürger der Techn. Hochschule Stuttgart.

Der Silberne Sonntag brachte bei trübem und naß­kaltem Wetter in die inneren Stadtteile einen außerordent­lich regen Verkehr. Die von den Vororten kommenden Straßenbahnwagen waren in den Nachmittagsstunden über­füllt. Auch die Eisenbahnzüge waren außergewöhnlich be­setzt. Die Geschäfte haben an Schaufenster-Auslagen und Beleuchtung Außerordentliches geleistet. Die Warenhäuser vermochten die Zahl der Besucher kaum zu fassen. Oie Kauf­lust stand aber vielfach nickt im richtigen Verhältnis zur Schaulust

100 Iahre israelitischer Oberrak. Die Juden Württem­bergs begingen gestern durch einen besonderen Festakt ini Oberen Museum den 100. Gedenktag der Errichtung des Württ. Israelitischen Oberrats (Ehemalige Israelitische Ober­kirchenbehörde). Neben den jüdischen Glaubensgenossen aus Stadt und Land waren zu der Feier zahlreiche Ehrengäste erschienen, darunter Staatspräsident Dr. Bolz, Kultminister Dr. Bazille, Oberbürgermeister Dr. Lautenschlager, Land- tagsvizepräsident Dr. Göz, Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche und Vertreter sonstiger Behörden, vor allem der Oberschulbehörden, ferner des Polizeipräsidiums und der Reichswehr.

Zeikungsbeschiagnahme. Von zuständiger Seite wird mitgeteilt: Die Nr. 291 der Südd. Arbeiterzeitung vom Montag, den 14. Dezember ist wegen eines Aufrufs zur Massendiskussion auf Grund des 8 12 Abs. 1 in Verbindung mit 8 1 Abs. 1 Ziffer 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 1931 und auf Grund des 8 2 der 2. Verordnung vom 10. 8. 31 beschlagnahmt und eingezogen worden.

Äus dem Lande

Zell OA. Eßlingen, 14. Dez. Kindstötung. Hier starb plötzlich das 7 Monate alte uneheliche Kind der 19 I. a. Maria Hemminger von hier. Es konnte festgestellt werden. Laß die Hemminger ihr Kind selbst Lurch Ersticken ums Leben gebracht hatte. In den letzten Wochen schon hatte sie zwei­mal den Versuch gemacht, ihr Kind aus der Welt zu schaffen, und zwar das erste Mal durch Baden im heißen Wasser, wobei das Kind verbrüht wurde, und das andere Mal durch längeres Baden in frisch vom Brunnen geholtem kalten Wasser. Durch das heftige Schreien des Kindes mußte in beiden Fällen die Mutter von ihrem Vorhaben ablassen. Sie wurde festgenommen.

Vaihingen a. E., 14. Dez. In Streit erschossen. Der im Haus Stuttgarter Straße 57 wohnende Schuhmacher Ernst M e s s e r s ch m i e d hat den Mitbesitzer des Hauses, den

Gipser Karl Müller, erschossen. Unter den Parteien be­standen seit Jahr und Tag Streirigkeiren. Gestern abend kam ein bei Müller wohnender Untermieter nach Haus und schlug die Haustür etwas kräftig zu. Das war der Auftakt zu neuen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf Messerschmied plötzlich sein Jagdgewehr holte und die Treppe hinauf dem Müller die ganze Schrotladung in die Brust schoß. Messer­schmied wurde ins Amtsgerichtsgefängnis eingeliefeit.

Heilbronn, 14. Dez. Tragischer Tod von zwei Personen. Am Samstag vormittag hantierte ein 28 I. a. lediger Sattler in der Wohnung seines Freunds in der Dammftraße mit einem Kleinkalibergewehr. Durch un­vorsichtiges Handhaben löste sich ein Schuß und traf die Wohnungsinhaberin, eine 29 I. a. Schlossersehefrau, in den Hinterkopf, wodurch diese sofort getötet wurde. Bis ein wei­terer in der Wohnung anwesender Mann vom Arzt zurück­kam, hatte sich der Sattler mit derselben Waffe einen Schuß in die rechte Schläfe beigebracht, wodurch er schwer verletzt wurde. Er ist auf dem Transport zum Krankenhaus ge­storben.

Ellwangen. 14. Dez. Vor der Aufhebung des Versorgungsamts Ellwangen. Don den vorhan­denen 97 'Versorgungsämtern sollen 28 aufgehoben werden, darunter in Württemberg zwei, nämlich Ellwangen und Rott­weil, so daß in Württemberg noch zwei Versorgungsämter übrig bleiben. Man darf hoffen, so schreibt dieJpf- und Jagstzeitung", daß der Herr Wirtschaftsminister diese Be­handlung Württembergs und seiner Kriegsopfer nicht still­schweigend hinnehmen wird.

Reuklingen, 14. Dez. Tot ausgefunden. Gestern vormittag wurde der Gemüsehändler Staib von hier im Führerhaus seines Kraftwagens tot aufgefunden. Die Todes­ursache ist noch nicht einwandfrei festgestellt. Allem Anschein nach handelt es sich um eine Vergiftung durch Kohlenoxyd­gase, die sich in dem Führeihaus des Lastwagens angesam­melt haben.

Kleinengftingen OA. Reutlingen, 14 Dez. Falscher Finanzbeamter. Am Samstag mittag kam ein bes­ser gekleideter Herr, der eine Hornbrille trug, zu zwei Ge­schäftsleuten hierher, stellte sich als Beamter vom Finanz­amt Stuttgart vor mit dem Bemerken, er sei beauftragt, die Geschäftsbücher zu revidieren. Bei einem Geschäftsmann iah er etwa zwei Stunden lang die Rechnungen durch. Her­nach gab er dem Inhaber der Verkaufsstelle eine Rechnung über einen ziemlich hohen Betrag, den dieser sofort zu be­zahlen hatte. Dieses kam dem Geschäftsmann verdächtig vor, weshalb er sagte, er müsse den Betrag beim Schultheiß holen. Jetzt verließ der Schwindler eiligst den Ort. Der Landjägerbeamts in Honau konnte ihn in einem Gasthaus auf der Alb ermitteln. Er iw"-b- an das Amtsgericht Reut­lingen eingeliefert.

Sulz a. N.. 14. Dez. JmDien st verunglückt. An Samstag vormittag verunglückte Oberweichenwärter Maier. Er war im Begriff, einen Güterwagen anzuhängen ui > wurde von den anrollenden Wagen umgestoßen. Beim Fall kam Maier mit dem linken Arm auf das Gleis zu liegen, der ihm überfahren und gräßlich verstümmelt wurde. Der Unglückliche wurde sofort ins Vezirkskrankenkaus über- gesühri.

Mühlacker, 14. Dez. Von den eigenen Kindern überfallenundberaubt. Am Sonntag abend wurde i« der Schillerstraße ein Vater von seinen vier erwachsenen Kindern im Alter von 23 bis 31 Jahren überfallen und dis Wohnung teilweise ausgeraubt. Anzeige ist erstatten

Dettingen OA. Heidenheim, 14. Dez. Derehrliche D i e b". Molkeretkassier M. hat die ihm gestohlenen 2000 -lll wieder erhalten. Der Dieb hat dem hoch erfreuten Manne das Geld selbst wieder zugestellt, indem er die Summe, säu­berlich in einer Zigarrenkiste verpackt, in der Nacht zum Freitag durch das Katzenloch in der Haustüre in den Haus- gang geschoben hat. Der Dieb ist ermittelt.

Nagolder TagblattDer Gesellschafter"

Klein-Eislingen. 14. Dez. Gemeinderatswahl. Sozialdenwkraten 2895 Stimmen, 1 Sitz ( 1): Kommuni'' n 5205 Stimmen, 2 Sitze: Freie Wähleroereinigung 9145 Schir­men, 5 Sitze. Die Wahl ist ruhig verlaufen. Gewann-,, haben die Freie Wühlervereinigung, in der die nat.-soz. Stimmen enthalten sind, und die Kommunisten.

Fleinheim OA. Heidenheim, 14. Dez. Bürg e r m e i st e r- wahl. Bei der gestrigen Bürgermeistevwahl wurde Martin Lanzinger mit 173 Stimmen wiedevgewählt.

Stetten OA. Tuttlingen, 14. Dez. Bürgermeister- wähl. Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl wurde Offo Bahl» von Ulm mit 160 Stimmen gewählt.

Ulm, 14. Dez. Mordversuch. Bedrohung. Am Samstag abend wurde in der Krapfengasse ein verheirateter Steinhauer festgenommen, der einen Mordversuch an seiner Frau machte. Schon seit Wochen hat er die Unterstützung für sich verbraucht. Er kam am fraglichen Abend betrunken nach Haus und verlangte von der Frau, daß sie ihm ein Essen gebe. Die Frau wurde durch Messerstiche erheblich verletzt und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Täter wurde in Hast genommen. Am Sonntag abend um 11 Uhr gab auf dem hiesigen Bahnhof ein fremder Mann durch den Bahnhoffchalter dem Beamten einen Zettel, auf dem geschrieben stand, daß etwas passiere, wenn er ihm nicht in kürzester Zeit die Kasse übergebe. Der Mann wurde in Haft genommen.

Waldsee, 14. Dez. 41. Geflügelausstellung des Württ. Landesverbands. Am Samstag und Sonn­tag veranstaltete der Landesverband Württemberg unter dem Protektorat des Fürsten Maximilian von Waldburg zu Wolfegg und Wal-dfee in der Städt. Festhalle in Waldsee seine 41. Landesgeflügelschau. Die Ausstellung bot ein präch­tiges Bild züchterischer Erfolge. 1154 Ausftellungsnumrmrn mit etwa 1700 Tieren zählte der Katalog auf. Auffallend stark war die Beschickung der Schau durch die oberschwäbi- fchen Züchter, und zwar in allen Gattungen und Rassen. Reichlich war die Zahl der Ehrenpreise, die von den ver­schiedenen Zuchtoereinen, den landwirtschaftlichen Bezirks­vereinen des Oberlands, dem Gauverband, der Amtskörper­schaft WalÄsee, der Stadtgemeinde Waldsee, dem Wirtschafts­ministerium, der Landwirtschaftskammer und^ von privater Seite, namentlich von Herzog Albrechi, Fürst Maximilian und seitens der Wal-dseer Geschäftswelt gestiftet wurden. Hin­zu kamen Leistungspreiss, Zusatzpreife und Zuschlagsehren­preise. Mit der Schau verbunden waren Versammlungen des Landesverbands unter Vorsitz des ersten Vorsitzenden desselben, K. Kail, weiterhin Versammlungen der Ge- flügelpreisrichter von Württemberg und Hohenzollern, des Klubs der Rassegeslügelzüchter von Württemberg und Hohenzollern. der schwäbischen Taubenzüchter und des Rho-deländeroerbandes, Gau Württemberg und Hohenzollern.

Aus Stadt und Land

Nagold, den 15. Dezember 1931.

Ach Gott, das Philistertum ist eine harre Nuß, nicht leicht aufzubeißen, und mancher Kern vertrocknet unter dieser harten Schale! Der Mensch hat ein Ge­wissen, es mahnt ihn, er soll nichts fürchten, und soll nicht versäumen, was das Herz von ihm fordert!

Arnim

Weihnachtsbüume

Im Sommer schon ist der Mann im grünen Rock prü­fend durch den Wald gewandert, hat mit dein Haumeister Uber den Wintereinschlag verhandelt, die der Axt verfalle­nen Bäume zeichnen lassen und kritisch gemustert, wie er das Tannendickicht lichten müßte. Ein paar Wochen später klang Heller Holzschlag durch den entlaubten Forst. Kra­chend brachen die Baumriesen durch das Geäst ihrer Nach­barn zu Boden. Nur nebenan an der Tannenschonung blieb es noch still. Aber bald kamen die Händler, prüften und feilschten und nicht lange danach trennte die scharfe Eisen­schneide die dünnen Stämmchen. Räder knarrten auf den holperigen Wegen, Eisenbahnwagen rollten hochbeladen mit ihrer grünen Last davon, dann konnten die Heimat­entwurzelten endlich wieder ihre nadelbewehrten Arme recken und sie bittend zu den Menschen erheben, die alle so seltsam eilig durch die dunstigen Straßen wanderten.

Verängstigt stehen sie nun in der ihnen so wesens­fremden Stadt und lauschten auf das lärmende Tosen ringsum. Wenn aber der Kinderjubel sie begrüßt: Da sind sie Weihnachtsbäume, fühlen sie, daß sie von der Wurzel getrennt wurden, um den Menschenkindern den schönsten Abend des Jahres zu verherrlichen und daß sie noch einmal erleben werden, wie glückliches Liebesbezeugen sich unter ihren Zweigen vereint. Die rauhe Hand des Händlers, der sie hier und da zurechtstutzt, schmerzt sie nicht mehr. Sie suchen nur noch in den Augen der Menge nach prüfendem Begehren und zagen darum, ob sie auch schön genug sein werden. Und jeder kommt aus seinen Platz. Die ragende Edeltanne in den hohen Saal, das kleine, unscheinbare Bäumchen in die stille Kammer. Wer von ihnen mag wohl das reichste Glück erleben?

Preissenkung im Buchhandel

Der Borstand des Börsenvereins der deutschen Buchhänd­ler gibt bekannt, daß im Zusammenhang mit der neuen Noi- verordnung die Preise der vor dem 1. Juli in Deutsch­land erschienenen Bücher bis zum 1. Januar 1932 um mindestens 10 v. H. gesenkt werden, soweit nicht jetzt schon von dem Berlag eine Preisherabsetzung vorgenommen wird oder bereits vorgenommen worden ist. Die Bücher der neuesten Erzeugung, das heißt alle Werke, die nach dem 30. Juni erschienen sind, werden von der Preissenkung nicht betroffen. Die Ladenpreise dieser Werke, zu denen ein we­sentlicher Teil der Weihnachtserzeugung gehört, bleiben un­verändert' sie sind ohnedies schon wesentlich billiger als die Weihnachtsneuerscheinungen des Vorjahrs. In manchen Fällen wird selbst bei größeren Werken und bei ganzen Gruppen die Preissenkung weder möglich noch nötig sein, da die Preise hier vielfach noch den Borkriegspreisen ent- sprechen.

Lieber Sportverein!

O, wie habe ich mich gefreut, als ich gehört habe, daß du auch dieses Jahr das schöne Jugendweihnachten ab­hältst. Ich habe schon gemeint, daß auch unser alljährliches Ver­einsweihnachtsfest unter den Abbau fällt. Aber weißt Du, das hättest Du nicht machen dürfen, denn wir Jungens wollen doch

_ Dienstag, den 15 . Dezember 1931.

nicht abbauen, sondern anfbaucn, immer weiter voranstreben in geistiger wie in körperlicher Beziehung. Und gerade in Letz­terem hilfst Du so kräftig mit, daß wir einmal tüchtige Män­ner werden, welche heute mehr denn je notwendig sind.

Eigentlich, das ganze Jahr freuten wir uns auf das Fest am letzten Sonntag. Da war es wieder sehr schön und schon mit demStille Nacht" kam Weihnachtsstimmung in den übervollen Traubensaal. Herr Ehnis sprach dann so herzliche Vegrüßung--- worte an uns Jungens, an unsere Eltern und Freunde de°i Sportvereins. Weiter hat er noch betont, daß dieses Weih­nachtsfest mit der Vereinsfamilie den fröhlichen Kindersinn erhalten und den Kindern von jedem inneren Zwang befreite Herzensfreude geben soll. Zum Schluß dankte er den Spenoern für die Bereitstellung des köstlichen Weihnachtsgebäcks. Daß Du auch Herrn Stadtpfarrer WetzeI und Herrn Vikar Kling eingeladen hast, ist der Beweis dafür, daß auch die Religion zum gesunden Menschen gehört. Herr Stadtpfarrer Wetzet hat eine Ansprache gehalten, die mir sehr gut gefallen hat. In seinen vorzüglich gewählten Worten an die gesamte Sportju­gend sagte er unter anderem, daß der Sport äußer der verpön­ten Seite auch Ablenkung von manchem Schlechten verschafft und den frisch-fröhlich tummelnden Jungen auf dem Svortplatz das gibt, was die Stubenhocker plagt und vernünftig betrie­bener Sport ganze Menschen macht. Reichen Beifall zollten wir Herrn Stadtpfarrer für seine dem Sport so wohlgesinnten Ausführungen.

Bei den folgenden Freiübungen mußte ich auch mitmachen. Ich weiß nicht, ob wirs recht gemacht haben, aber soviel die andern sagten, haben sie scheints tadellos geklappt. Jetzt kam das Theaterstück, von unserem Otto Kehle und Herrn Kuhn eingepaukt:Seekönigs Rache". Ach, war das wieder wunder­bar. Da hat der Karl ausgerechnet am Heiligen Abend gefischt und mit einem Zauberspruch, von einem Tunichtgut um den Inhalt seiner Sparbüchse erkauft, den Seekönig, der sich in einen goldenen Fisch verwandelt hatte, fangen wollen. Seine Schwester Marie hat ihn gewarnt, aber gefolgt hat er nicht. Beim dritten Zauberspruch beißt der Goldfisch an, hat chn und bums . . . haben die Seeteufel Karl mit zum Eeekönig ge­nommen. Jetzt hat ihn seine Scbwester gesucht, sie hat mir ganz leid getan, als sie ihren Bruder nicht mehr fand. Sie wellte ihn unter jedem Preis retten und es gelang ihr mit Hilfe von vielen Elfen und Zwergen zum Seekönig zu kommen. Wie wars doch da schön, aber als sie so einsam bei den Seenixen war, habe ich beinahe wöinen müssen, weil die Nixen kein Erdenleid kannten. Um Marie herum machten die Nixen sehr schöne Rei­gen und wollten sie auch zur Seenixe machen, Maria aber trauerte um den Bruder und wollte ihn retten. Dann ist der Seekünig gekommen und hat Karl zuerst den Tod versprochen. Weil er aber Mitleid mit Marie hatte und gerade Weihnach­ten war, hat er ihn doch freigegeüen. Da habe ich ausgeschnauft und war froh, daß die beiden Halbwaisen zu ihrem Vater, heim­kehren dursten.

Mit der Bescherung zum Schluß war ich ganz zufrieden. Ich habe kaum geglaubt, daß es für jeden soviel reicht, was wir bekommen haben. Ich danke dir vielmals dafür, daß Du uns durch die lieben Mitglieder so reichlich beschenkt und uns so große Freude bereitet hast. Jetzt will ich aber Schluß machen mit dem Versprechen, immer recht fleißig in die Turnhalle zu kommen. In der Hoffnung, auch das nächste Jahr wieder mit Dir so schöne Weihnachten zu feiern, grüßt Dich Dein immer treubleiüendes

Fritzle.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen

Haiterbach, 14. Dez. Die Gemeinderatswahl verlies vollkommen ruhig. Auch in den vorausgehenden Tagen war von einem besonderen Wahlkampf nichts zu verspüren. Bon 1018 Wahlberechtigten haben 535 abgestimmt. Die Wahlbeteiligung betrug also rund 50 Prozent. Wieder­gewählt wurden die Stadträte Ziegler Georg, Geschäfts­führer Schmelzte Eottlieb, Landwirt, Gutekunst Johannes, Buchbindermeister, Schüler, Gottlieb, Stadt- pflegsr Kau pp Gottlob. Kübler: neu gewählt wurden die Herren Helber Jakob, Vaumpflanzer und Klenk Christian, Schreiner am Schömberg.

Wart, 14. Dez. Es wurden gewählt: 1. Georg Eroß­mann, seitheriger Gemeinderat; 2. Jakob Vürkle, seit­heriger Gemeinderat; 3. Wilhelm Kübler, Zimmermann; 4. Fritz Feuerbacher. Schmied; 5. Georg Köhler, Oberholzbauer. Die Wahlbeteiligung war, wie überall, sehr rege. Es haben 75 Prozent der Wahlberechtigten ab­gestimmt.

Berneck, 14. Dez. Von 252 Stimmberechtigten haben 172 abgestimmt. 16 Stimmen waren ungültig. Gültige Stimmenzahl 669. Diese verteilen sich auf 31 (!) Kandida­ten. Als gewählt gingen hervor: Martin Kemps (seith. Gemeinderat) 141 St., Joh. Großhanns (seith. Ee- meinderat) 121 St.. Karl Weil, Vaumwart 112 St., Fritz Flaig, Zimmermeister, Zimmermeister 77 St.

Garrweiler, 14. Dez. Gewählt wurden Friedr. K a l m- bach (seith. Eemeinderat) mit 68 St., Gottlob Schleeh zumHirsch" (seith. Eemeinderat) mit 59 St.; Schreiner Waidelich (seith. Eemeinderat) mit 54 St. und Schuh­macher Schleeh mit 39 Stimmen.

Ettmannsweiler, 14. Dez. Von 162 Wahlberechtigten haben 107 abgestimmt. Die seitherigen Eemeinderäte wur­den wiedergewählt. Es erhielten: Andreas Roller 98 Stimmen, Jakob L u tz 76 Stimmen, Friedrich Waide- l i ch 58 Stimmen, Adam Kern 48 Stimmen.

Spiclberg, 13. Dez. Es wurden gewählt: Michael Burghardt, Steinhauer (seith. Gemeinderat) 138 St., Matth. K a l m b a ch, Schindelfabrikant 124 St., Job. Gg Stickel, Gemeindepsleger und seith. Eemeinderar 116 Stimmen, sowie Schmiedmeister Schneider (seith. Gc- meinderat) 97 St.

Ebershardt, 14. Dez. Bei der stattgefnndenen Wahl beteiligten sich zwei Drittel der Wahlberechtigten. Die mei­sten Stimmen erhielten wieder die drei in der Wahl stehen­den bisherigen Eemeinderäte: Friedrich B ll r k l e, Hein­rich Weit und Gemeindepsleger Erhardt H a s e l m a i e r.

Obertalhcim, 14. Dez. Bei der am Sonntag stattgesun- denen Gemeinderatswahl haben von 325 Wahlberechtigten 252 abgestimmt. Es entfielen auf die bisherigen Eemein­deräte Konrad Schlotter. Gemeindepsleger 178, Johan­nes A d e, Schmied 148 St. u. Aug. Lutz Bauer 145 St. Für das zurückgetretene Mitglied Johannes Schlotter zum Kaiser wurde Ambros. K l'i n k, Bauer mit 151 Stimmen gewählt. Weitere Stimmen haben erhalten Robert Ade 117, Peter Apperger 89 und Albert Straub 77 Stimmen. Die Wahlbeteiligung war rege.

Untertalhcim, 14. Dez. Die gestrige Eemeinderats- wahl ist ruhig verlausen. Wahlberechtigt 431, abgestimnit haben 221, also 49 Prozent. Ungültige Stimmzettel waren es 11. Die bisherigen Mitglieder wurden wieder gewählt. Eugen D e t t l i n g, Bauer mit 166 St., Johannes Kläger, Kirchenpfleger 150 St., Johannes Müller, Schäfer 13t