daß sie von den Karlisten als Sprungbrett für die Aufrich­tung der Habsburger Herrschaft sowohl nach Westen wie nach Osten hin benutzt weiden soll.

Englische Warnung an Rußland.

London. 2l. Sept. Das Reute: sche Bureau verbreitet folgende Mitteilung: Seit Abschluß des englisch-russischen HandelSabk mmenS enthielt sich die britische Regierung loyal jeder feindseligen Haltung gegen die russische Regierung. Da­gegen hat die Sowsetregierung ihren Feldzug der Unwahr- hafligkett und Feindseligkeit gegen die britische Regierung in ganz Mittelasien und Afghanistan verschärft. Die britische Regierung ist entschlossen, ein solches Vorgehen nicht zu dulden. Sie hat demgemäß noch Moskau eine in scharfen Worten abgefaßte Note gerichtet.

Erwerbslosenansschreitungen in Schottland.

London. 20. Sept. Bei ErwerbslosenauSschreitungen in Aberdeen, während denen eS zu einem Angriff auf die Woh­nung des städtischen Unterstützungsausschusses kam, ging die Polizei gegen die Menge vor und zerstreute sie.

Die nächsten deutschen Zahlungen.

Berlin, 2l. Sept. Die nächsten Zahlungen, die Deutsch­land auf die Reparation zu leisten hat, sollen am 15. Noo. dieses Jahres und am 15 Januar 1922 in Gold und in natura erfolgen. Am 15. November sind 26 Prozent vom Werte der deutschen Ausfuhr in den Monaten Mai bis Juli fällig. Wie in Frankreich ausgerechnet wird, dürfte diese Summe etwa 300 Millionen Goldmark betragen. Am 15. Januar müssen 500 Millionen Goldmark, nämlich ein Viertel der festen JahreSzahlungen von je 2 Milliarden Goldmark bezahlt werden. Bis zu dieser Zeit wird jedoch, wie man annehmen kann, das Uebereinkommen. das zwischen Loucheur und Rathenau in Wiesbaden besprochen wurde, bereits in Gültigkeit sein. Ein bedeutender Teil der Zahlungen wird dann in Sachwerten, also Erzeugnissen der deutscyen Industrie, für den Wiederaufbau in Frankreich geleistet werden.

Die Aufgaben der Entente-Finanzkontrollkommission in Berlin.

Berlin, 21. Sept. Das bereits angekündigte Eintreffen der Ententefinanzkontrollkommission in Berlin wird für kom­menden Samstag erwartet. Nach einer PariserTempS"- Meldung oom letzten Montag wird die Kommission sich außer mit der Frage des deutschen Goldschatzes auch mit der neuen Steuergesetzgebung und ihrer Inanspruchnahme für'die Zah­lungen an die Entente befassen.

Die Umbildung des preußischen Kabinetts.

Berlin, 21. Sept. Ministerpräsident Stegerwald hat für kommenden SamStag die Führer der Sozialdemokratie und der deutschen Volkspartei zu neuen Besprechungen zu sich ge­laden. In Besprechungen mit den Zentrumsabgeordneten äußerte Ministerpräsident Stegerwald seine feste Hoffnung, daß ihm diesmal die Verbreiterung der preußischen Regie- rungsbasis gelingen werde, umsomehr, als der Görlitzer Partei­tag die Hemmnisse für den Eintritt der Sozialdemokraten beseitigt habe.

Ein kindliches Verbot.

Frankfurt. 21. Sept. Da in letzter Zeit Gesangvereine und Musikkapellen aus dem unbesetzten Gebiet auf dem Main­zer Hauptbahnhof deutsche Weisen zu Gehör gebracht haben, hat der französische Bahnhofskommandant in Mainz auf hö­heren Befehl ein allgemeines Verbot des StngenS und Mu- fizierens auf dem Mainzer Hauptbahnhof erlassen.

Das neue sozialdemokratische Parteiprogramm.

Berlin, 22.9. Wie eine mehrheitssozialisttsche Korrespondenz hört, steht es nunmehr fest, daß der Görlitzer sozialdemokra­tische Parteitag das neue Parteiprogramm noch verabschieden wird.

Aach Litauen in den Völkerbund ausgenommen.

Genf, 20. Sept. Die 6. Kommission für politische An­gelegenheiten beschloß die Aufnahme Litauens in den Völker-

Atme auf!

Atme ans. Wir wollen leise gehn,

Durch die Stille dieses Abends gehn,

Durch das Licht.

Was am bunten Tage dich verwirrt Von der Fülle aller Welt,

Ist geordnet, hingestellt,

Wenn am Abend deine Seele einfach wird.

Ist nicht alles sonderbar und klar?

Ist nicht alles märchenhaft und wahr?

Steh, du staunst.

Da stehn Dinge traumumhüllt im Licht.

Das ist alles und mehr weiß ich nicht.

Mehr zu wissen ist ja auch nicht not.

Diese Nacht durch bis zum Morgenrot Deckt der Schlaf und Traum uns beide zu,

Löst sich aller Welt Sein auf in unsre Ruh.

Karl Röttger.

An«: »Wenn deine Seele einfach wird." Charonverlag.

Liebe erweckt Liebe.

Original-Roman von H. TourthS-Mahler S5 (Nachdruck verboten.)

16. Kapitel.

Harry Forst hatte noch eine Weile regungslos auf sei­nem Platz gestanden und u it glanzlosen Augen dem Ehe­paar nachgestarrt.

Ein Chaos von Gefühlen tobte in seiner Brust. Fee verachtete ihn liebte wohl ihren Gatten der wußte um das, wie es zwischen Fee und ihm gewesen war also hatte sie eS ihm gebeichtet. Und nun schritten sie beide da­hin. Arm in Arm und er stand hier, wie ein Ge­ächteter, wie ein Verurteilter. Nur aus Rücksicht auf seine kranke Frau hatte eS Ritter nicht zu einem Eklat kommen lassen um EllenS Leben nicht zu gefährden.

bund gegen die Stimmen Polens und Rumäniens. Der süd­slawische Delegierte enthielt sich der Stimme.

Aus Stadt und Bezirk.

Nagold, 22. September 1921.

* Gemeinderat. In längeren Verhandlungen werden zunächst einige Wohnungssachen erledigt und über den der­zeitigen Stand des WohnungSmaikls Auskunft gegeben. Es muß anerkannt werden, daß die Stadt auf diesem Gebiet bedeutende Leistungen aufzuweisen hat; leider deckt trotz einer leichten Besserung das Angebot noch lange nicht die Nach­frage. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, wird das städt. Obst in den nächsten Tagen zum Verkauf gebracht werden. Die Frage der Feldmäuseoertilgung soll dahin geregelt werden, daß gemeinsam oorgegangen wird. Die Stadt über­nimmt die Beschaffung des Vertilgungsmittels (in Betracht kommt stlychninvergtfteter Wetzen). Für die Kosten sollen die einzelnen Grundstücksbesitzer nach Maßgabe ihrer Boden- flächen und ihres dadurch bedingten Bedarfs auskommen. Die Auslegung erfolgt gewandweise unter Führung der drei Feldschützen. Andere Kosten als die für die Giftbeschaffung dürsten nicht entstehen. Das LandeSbrenntorfamt empfiehlt angelegentlich den Bezug von Brenntorf zum Zweck der Kohlenersparnis. Infolge der Bedenken, die gegen den Torf­brand aufgeworfen werden, wird davon Abstand genommen, ihn, etwa in den Schulen, einzuführen. Gesuche der Witwe Wagner und des Schutzmann Ratsch um Abtretung städt. Bauplatzes an der Calwerstraße zum Zweck der Erstellung von je einem Wohnhaus werden samt Baukostenzuschüssen ,ge­nehmigt; ein gleiches Gesuch Müller Haslach wird abgeschla­gen, da er nicht hier wohnt Zu einem Meisterkurs, den die Herren Sandler und Beutelspacher auch diesen Minier abhalten wollen, wird das Lokal von der Stadt /zur Ver­fügung gestellt, die auch für Heizung und Beleuchtung auf- kommen wird. Versihiedene von der Oswaldhaldequelle versorgte Wasserbezieher auf der Insel bitten um Abhilfe des i. etreienen Wasser-mangelS. Die Quelle ist ganz plötz­lich zurückgegangen, sodaß auch der angeschlossene laufende Brunnen in der Freudenstädterstraße den Dienst versagt. Eine Kommission wird die Sache noch an Ort und Stelle zu prüfen haben.

Die Genehmigung der Lernmittel für die Sem.- Ueb.- Schule soll nach dem Vorbild anderer Seminarstädte in stets widerruf­licher Weise erfolgen. Dem Simon Renz, ehemaligem Metzgermeister in Straßburg i. E., der die Wirtschaft z. Rose" jüngst käuflich erworben hat, wird die nachgesuchte Aus­schankerlaubnis ans Oberamt weitergegeben. Die Ver­gebung der Arbeiten für den Neubau Haiß wird auf das nächste Mal zurückgestellt; ebenso wegen der vorgerückten Stunde eine Eingabe betr. die Voksbiidungskurse.

* Herbsttagung der Deutsch-demokr. Jugend Würt­tembergs. Die diesjährige Herbsttagung des württ. Landes­verbands findet am 9. Oktober in LudwigSburg statt. Der Tagung selbst geht der Landesvertretertag voran. Zur Teil­nahme an der Tagung ist jedes Mitglied der D.d.J. berech­tigt. Anmeldungen wegen Unterbringung usw. sind an Dip­lomhandelslehrer Pflüger LudwigSburg, Abelstraße 2, zu richten. Sonstige Auskunft gibt die Geschäftsstelle deS Lan­desverbands (Tübingen Kelternstr. 6.)

* Eine Warnung au die Landbevölkerung. Die Land­bevölkerung wird seit langem von Hausierern aufgesucht, die den Hausierhandel in gewissem Sinn als Großbetrieb betrei­ben, in Kraftwagen und sonstigen Fuhrwerken Stoffe mit sich führen und diese in abgepaßten Paketen, (Losen) zu bestimm­ten Preisen (15002000 ^l) absetzen. Die Stoffe sind häu­fig minderwertig und stehen nicht im Verhältnis zu den ge­forderten Preisen. Käufer, die sich täuschen lassen, merken den Schaden in der Regel zu spät. Gegen derartige lieber- forderungen und Betrügereien kann sich die Bevölkerung nur

KeckMel äerllot äerübeiMkIemr.

dadurch selbst schützen, daß sie schwindelhafte Angebote immer wieder entschieden zurückweist und genau prüft, ob ihr Be- darf nicht vom heimischen, seßhaften Gewerbe ebenso gut unk zuverlässig gedeckt werden kann.

* Kursstand der Mark. Der Kursstand der deutschen

Mark an den ausländischen Börsen hat sich seit gestern nicht wesentlich verändert. ^

* Werkbuudausstellung württ. Erzeugnisse. Als Vor­schau derDeutschen Gewerbeschau München 1922" veran­staltet die württ. Arbeitsgemeinschaft des deutschen Werkbunds in enger Zusammenarbeit mit dem württ. Landesgewerbeamt im Februar und März 1922 eine Ausstellung kunsthandwerk- licher und kunfttndustrieller Erzeugnisse. Die Ausstellung findet i n LandeSgewerbemuseum und im gegenüberliegenden Ausstellungsgebäude (Kanzletstraße 28) in Stuttgart statt. Für die Zulassung ist die Mitgliedschaft zum deutschen Werk­bund nicht erforderlich, dagegen werden nur württem- ber gische Arbeiten angenommen. Auskunft erteilt die Geschäftsstelle Stuttgart, Militärstraße 44/1.

* Biehseuchenstand. Nach den Berichten des Etat. Lan­desamts Hut die Maul- u. Klauenseuche in der ersten Hälfte des September etwas abqenommen. In 14 Oberämtern gibt es noch 28 verseuchte Gemeinden mit 118 Gehöften. Am schwächsten betroffen ist der Neckar- und Donaukreis. Die Pferderäude herrscht in II. die Schafräude in28 Gemeinden. Die Tollwut ist in einer Gemeinde des Oberamts Tettnang aufgetreten.

* Eine hübsche Steuerblüte entsproßte unlängst der Eit- linger Steuerbehörde. Schrieb da ein biederer Landwirt, der auch einen Garten sein eigen nennt, in der Zeitung eine so­genannteAnna Spät" eine Spätbirne zum Verkaufe aus. DieseAnna Spät" hatte es nun der Steuerbehörde angetan, sie erblickte in ihr ein steuerbares Mädchen, nahm sich ihrer liebreich an und beehrte sie, da Anna Spät bis jetzt im Steuer­register noch nicht eingetragen war, du ch den Boten mit einem der bekanntenLiebesbriefe". Derselbe konnte aber nicht bestellt werden, k» der Hausherr, bei dem die sehnsuchts­voll gesuchte Anna wohnen sollte, feierlichst erklärte, das

i Mädchen stehe in fünf Exemplaren in seinem Garten. Der Bote schritt unter allgemeiner Heiterkeit der Anwesenden für­baß seines WsgsS; welcher von den fünf Anna Spät er nun den Liebesbrief bestellt hat, ist nicht bekannt geworden.

Fernsprechwesen. Fabrikanten und Händler bieten den Fern- sprechteilnehmern in letzter Zeit vielfach Kassierautomaten (Verschluß­apparate) an, die derart gebaut sind, daß sie einen Teil des Fern­sprechapparates sperren und nur nach Einwurf einss Geldstückes srei- geden. Sicherungsvorrichtungeu dieser Art sind der Rekchstelegraphen- verwaltung bekannt und auch von ihr im Betriebe erprobt worden. Diese Versuche haben sich jedoch nicht bewährt, weil solche Kassier- automaien den Fernsprechbetricb zum Nachteile des Publikums emp­findlich beeinträchtigen. Der Vorteil, den sie als Apparat für sich augenscheinlich bieten, wird daher nicht nur aufgehoben, sondern u. a. sogar in das Gegenteil verwandelt, sobald sie worüber den Erbauern die Erfahrung abgeht als Zusatzapparat dem öffentlichen Fernsprechnetze eingefügt werden. Die Telegraphenvrrwaltung ist des­halb nicht in der Lage, die Verwendung von Kassierautomaten bei den Teilnehmerstellen zu gestatten.

Dienstnachrichten. Altensteig, 21. Sept. Durch Ent­schließung des Herrn Staatspräsidenten ist dis erledigte Forst­amtmannstelle beim Forstamt Rottenmünster dem städt. Forst­meister Diem in Altensteig, früher beim Forstamt Schüssen- rted, übertragen worden.

Beerdigung. Altensteig, 21. Sept. Die Beerdigung des im 43. Lebensjahre durch Unglücksfall aus dem Leben ge­schiedenen Betriebsleiters des htes. Elektrizitätswerkes, Gg. Fa ißt, fand gestern nachmittag auf dem hiesigen Friedhof unter sehr zahlreicher Beteiligung von hier und auswärts statt. Vertreter zahlreicher Vereine waren erschienen und brachten Nachrufe auf den Verstorbenen, aus. Besonders zahlreich waren die Radfahrvereine der Gegend vertreten. Unter den Nachrufen ist ein solcher von Gemeinderat Jlg- Nagold zu nennen, der namens des Vorstands der Allgem. Ortskrankenkaffe für den Bezirk Nagold sprach. Den Gesang hatte der Lted-rkranz übernommen.

EllenS Leben? War eS gefährdet? Janur keine Aufregung" hatte der Arzt gesagt. Ach, was galt ihm jetzt Ellen. In seiner Brust tobte ein Sturm, der alles durch­einanderjagte.

Fee verachtete ihn er war ihr zu gering, um ihn zu Haffen. Dies Gefühl erschien ihr zu groß für ihn. Und doch liebte er sie treuer als sie ihn, denn er hatte nur seine Hand einer anderen gereicht sie aber hatte dem andern Herz und Hand geschenkt und ihm pretsgegeben, was zwischen ihm und ihr gewesen war. Er hatte wie ein gematzregelter Schuljunge vor Ritter gestanden und hatte sich solche Worte sagen lassen müssen.

Er mußte gar noch froh sein, daß Ritter einen Skandal vermieden hatte EllenS wegen. Er knirschte mit den Zähnen und ging langsam mit schweren Schritten heim.

Aber er war jetzt nicht imstande, Ellen aufzusuchen und mit ihr zu sprechen. In fürchterlicher Stimmung zog er sich in sein Zimmer zurück und warf sich in einen Sessel. Den Kopf aufgestützt, starrte er mit düsteren Augen vor sich hin.

Ellen hatte ihn hsimkommen hören und wartete unge­duldig. daß er zu ihr kommen würde. Erst glaubte sie, er kleide sich um. Als aber eine halbe Stunde verstrich, ohne daß er zu ihr kam, hielt sie es vor Unruhe und Ungeduld nicht mehr aus.

Ohne an ihren Zustand zu denken, sprang sie von dem Diwan auf. Dabei verwickelte sie sich in ihr langes, faltiges Spitzenkleid und fiel zu Boden.

Eine Weile blieb sie so liegen, unfähig, sich zu erheben. Sie war durch den Fall erschrocken, ihr Herz klopfte hastig und unregelmäßig. Auch war ihr plötzlich sehr Übel. Aber dann erhob sie sich mühsam und suchte ihr Erschrecken fortzulachen.

Ach, das darf ich Harry gar nicht sagen, daß ich gefal­len bin; er würde schelten über meine Ungeduld," dachte sie.

Nachdem sie noch eine Weile gestanden und die Hände beruhigend auf das heftig schlagende Herz gedrückt hatte, ver­ließ sie das Zimmer, um sich nach dem ihres Mannes zu begeben. Sie mußte aber unterwegs ein paarmal stehen bleiben, eS überkam sie ein so seltsames Schwindelgefühl, als würde ihr der Boden unter den Füßen sortgezogen.

Sie bekämpfte aber ihr Unbehagen tapfer und trat lächelnd in ihres Mannes Zimmer. Sie fand ihn noch in

erselben Stellung in dem Sessel fitzend, das Gesicht in den

Ȋnden vergraben.

Harry, um Gotteswillen, was ist dir? Warum ommst du nicht zu mir?" fragte sie erschrocken.

Er zuckte zusammen und hob den Kopf, sie mit starren lugen anblickend. Wie Widerwillen stieg es in ihm auf, ls er in ihr krankes, eingefallener Gesicht sah.

Herrgott, kann man denn nicht einmal eine Stunde für ich allein haben I" stieß er wild hervor in einem Ton, wie ie ihn noch nie von ihm gehört hatte.

Sie sah ihn entsetzt und zitternd an.

Harry!" jammerteste fassungslos.

Er sprang auf und machte eine verzweifelte Gebärde.

Ja doch ja ich komme gleich ich komme gleich - geh auf dein Zimmer du sollst nicht aufstehen ich omme gleich ich habe Kopfweh," hastete es über seine Lippen.

Ellen sah ihn mit einem jammervollen Blick an und chlich mit zitternden Knien aus dem Zimmer, draußen mußte ie sich an die Wand lehnen. Ihr war so Übel, so elend, fn ihren Augen lag ein hilfloser, banger Ausdruck. Ihr ,ar, als habe eine kalte Hand nach ihrem Herzen gegriffen nd drücke eS nun fest fest und erbarmungslos zusammen.

So taumelte sie in ihr Zimmer zurück und fiel wie leb- aS auf den Diwan. Sie wollte schreien, als könne ihr das Erleichterung bringen, aber nur ein kraftloses Wimmern kam uS ihrer Brust. Fröstelnd schauerte sie zusammen, dann iürzten endlich Tränen aus ihren Augen und brachten ihr intge Erleichterung. Sie weinte und weinte und schauerte mmer wieder schluchzend zusammen. So fand sie Harry, der ich mühsam bezwungen hatte und, an EllenS Zustand den- md, endlich zu ihr herüberkam. (Forts, folgt.)

Der Kandidat. In einer der oberen Klassen einer höheren Töchterschule hatten sich die Schülerinnen den Scherz rlaubt, vor Beginn des Unterrichts den Stuhl deS Herrn kandidaten mit dem Schwamm naßzumachen. Ahnungslos teß sich der junge Herr auf seinen Sitz nieder, um jedoch ogleich, von dem feuchten Element berührt, wieder aufzu- pringen. Und mit aller Ruhe richtete er an das verblüffte luditorium die Frage:Welche von den Damen hat vol­ler auf diesem Stuhle gesessen?"