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Erwiderun<i§rede an die deutsche Delegation, daß er mit ari­dem Giunde nicht einem 5jähligen Provisorium sich einver­standen erklären könne, weil nach Ablauf dieser Frist die Geschichte über den angeblichen Kriegsurheber vielleicht ein anderes lehre und damit den Friedensvertrag mitsamt dem Londoner Ausführungvertrage zu einer Remston führen würde. Also mit anderen Worten: Lloyd George fürchtet die Wahr­heit, die einmal das Scheinrecht der Entente wie eine Seifen­blase zerplatzen lassen wird. Deutschland hat abgelehnt, dieses Scheinrecht anzuelkennen. Man führt die Sanktionen gegen unS durch und wir müssen uns, wehrlos wie wir sind, ent­schließen, dieselbe» zu tragen.

Soviel aber ist gewiß: den Gedanken an einen Wieder­aufbau Europas in möglichst kurzer Zeit hat man in London mit den gescheiterten Versuchen endgültig begraben, denn nur ein Zusammenwirken und eine Nutzbarmachung aller Klüfte zu diesem großen Ziele kann einen Erfolg bringen. Bis jetzt hat man diese Klüfte nicht zusammenzusübren verstanden, sondern hat im Gegenteil aus nationalem Egoismus gegen ein Volk und seine Wirtschaft mit den verwerflichsten Mitteln gekämft. Und man gedenkt weiter diesen Weg zu gehen. Daß er niemals zum Ziele führen wird, ist in den vergange­nen Jahren oft genug von allen einsichtsvollen Männern je­der Nationalität hinreichend bewiesen worden. Und bester noch beweist eS der heutige Zustand der Wirtschaften Europas, ja selbst derjenige aller anderen Staaten der Welt. Die wirt­schaftliche Blutstockung hat bereits überall die bedrohlichsten Krankheitserscheinungen hervorgebracht. Fast jede der euro­päischen, wie auch der Ueberseewirtschaften klagt über Absatz­mangel, über Beschäftigungslosigkeit in Industrie und Agrar­wirtschaft. In den Ver. Staaten, in England und in Frank­reich sind die Häsen verstopft, weil es an Abnehmern für die Stapelgüter fehlt. Die Valutendifferenzen haben einen derart erschreckenden Unterschied erreicht, daß schlechterdings kein Geschäft mehr möglich ist, oder aber die industriellen Be­triebe der valutastarken Länder unter der Konkurrenz der oalutaschwachen Länder leiden. Glaubt man diesem Uebel mit einer Expmtstener, mit einem erzwungenen Warenaufschlag auf die Produkte des valutaschwachen Landes bester» zu können? Weder der Antidumpinq Prozentsatz noch die Zollgrenze am Rhein werden den brüderlich vereinten Gegnern einen derart lohnenden Abnehmer bringen, daß ihrer Wirtschaft damit gedient ist. Und neue Besatzungen kosten wieder riesige Geldmengen,-riesige Wirtschaftskräfte, die dem Wiederaufbau entzogen werden. Anstatt diese in den Dienst des Wiederaufbaus zu stellen, verschleudert man sie. Durch das Ve,halten der Entente dürfte die Weltwirt- schaftSkiise bis zu ihrem Höhepunkte getrieben werden. Dann aber wird die Natur der Wirtschaft ihr Recht verlangen. DaS Schwerste, was die Welt durchzumachen haben wird, steht ihr nun unabweislich bevor, da man in London ver­säumt hat, auf die Vernunft zu hören.

derheilSbericht dagegen, der von einem Richter abgefaßt sei, für Nationalisierung. Der Mehrheitsbericht verlange auch die Ausweisung der deutschen Missionare.

Aus Stadt und Bezirk.

Deutscher Reichstag.

Kleine politische Nachrichten.

Die finnisch-rufsischen Verhandlungen.

Berlin, 7. März. Im Reichstag wurde heute zunächst die erste Beratung des Reeder Abfindungsgesetzes vorgenom men, durch das den Reedern 4'/r Milliarden! Abfindung ge­geben wird. Staatssekretär Müller begründete die Vorlage, die vor allem der Arbeitslosigkeit abhelfen soll, und betonte die Notwendigkeit der Entschädigung an die Reeder für die Sch ffSverluste. In der Debatte erklärten sich nur Unabhän­gige und Kommunisten gegen dis unveränderte Annahme der Vorlage, die schließlich an den Hanptaus'chnß überwiesen wurde. Der Ergänzungsetat zum ReichSwehrministerium, ReicbSjnstizministerium und der Haushalt für die Ausführung des Fciedensvertrags wurden in 2. Lesung debattelos geneh­migt, worauf die Etatsberatunq beim Kapitel Reichsschatzmi- nisterium fortgesetzt wurde. Morgen Fortsetzung, außerdem Anfragen und Gerichtsentlastungsgesetz.

Die Kosten für die Rheinlandkommisston.

Die Kosten für die interalliierte Rheinlandkommisston für 1920 hoben neuerdings von 40 auf 1l5 Millionen erhöht werden müssen. Rechnet mam so bemerkt dazu dasB. T.", zu dieser Summe noch die auf etwa 13 Millionen geschätzten Ausgaben für die amerikanische Vertretung bei der Rhein­landkommission und mindestens weitere 12 Millionen für die Unterbringung der Delegierten der Rheinlandkommission, so ergibt sich, daß diese Kommission im Rechnungsjahr 1920 das deutsche Reich 140 Millionen Mark kosten wird. Da es sich dem Vernehmen nach bei der Rheinlandkommission um einen Beamtenapparat.von etwa 1350 Beamten und Hilfskräften handelt, so kommen auf den Kops im Durchschnitt rund 103 700 Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß von den 1350 Köpfen etwa 1000 zum Unierperlonal gehören. Diese Zahlen zeigen, wo die Besatzungsmächte ohne Schwierigkeit Geld für die Reparationen freimachen können.

Die Verhandlungen über die Aufnahme der Handels­beziehungen zwischen Finnland und Rußland waren vorläu­fig nur vorbereitender Art, weil die finnische Regierung die Behandlung der Handelsfragen von gewissen politischen Fra­gen abhängig macht. Die endgültigen Beschlüste hängen ganz und gar davon ab, inwieweit die schwebenden Unter­handlungen zwischen dem Auswärtigen Amt in He stngforS und der Sowjetregierung hinsichtlich der Verwirklichung des FriedenSoertrages in gewissen Punkten zu einer Einigung führen. In dieser Beziehung stellt die finnische Regierung einige wichtige Fragen allen anderen voran, wie u. a. den Rücktransport der in Rußland bcfiadlichen Finnländer. In Bezug auf den Handelsaustausch teilte die russische Handels­delegation mit, daß die finniscberseits vorgeschlagenen An­ordnungen mit den russischen Plänen übereinstimmen.

Ein französischer Mordbube.

Hamburg, 7. März Am Eieldeich hat heute Nacht der farbige Franzose Babakara, Heizer an Bord des französischen Sch stssSoret", den Zimmerer Karl Brandt auf offener Straße angerempelt und durch Bauchschuß getötet. Als er kestgenommen werden sollte, schoß er auf die Passanten und Polizeibeamtcn. Schließlich wurde er durch drei Schüsse schwer verletzt und ins Hafenkrankenhaus gebracht.

Australien und Deutsch-Neugrrinea.

Die Australische Regierung hat einEnteignungSamt" gebildet, um die Beschlagnahme und Liquidierung des deut- scben E gentums auf Neuguinea vornehmen zu können. Ein Melbourne! Korrespondent desManchester Guardian", der diese Tatsache berichtet, eikäct, die australische R g'erung setze sich damit ins Unrecht, da ihr das Mandat über Neuguinea noch nicht übertragen sei. Die Maßnahme stehe auch im Widerspruch zu der von General Holmes dem deutschen Gou­verneur bei der Uebergabe im Jahre 1914 gegebenen Ver­sicherung, daß das Privateigentum respektiert werden würde. Die Handlungsweise der australischen Regierung sei umso unverständlicher, als sie gerade in dem Augenblick erfolge, wo die englische Regierung auf ihr Beschlagnahmerecht aus­drücklich verzichte. Dazu komme, daß die Kommissare, die über die Angelegenheit Bericht zu erstatten hätten, an der Enteignung interessiert seien. Der Mehiheitsberlcht sei für den Verkauf an Einzelpersonen und Gesellschafter,, der Mtn-

Die Getreidebewirtfchaflrmg.

Ausschüsse des Reichswirtschastsrats.

Berlin 5. März. Der wirtschaftSpolittschs Ausschuß des Reichswirtschaftsrales trat mit dem Unterausschuß für Land­wirtschaft und Ernährung zu einer gemeinschaftlichen Sitzung zusammen, um über die von diesem ausgestellten Vorschläge für eine Neuregelung der Getreidebewirtschaflung zu beraten. Die Vorlage zielt auf eine Zentralisation der Einfuhr und die Erfassung des Jnlandsgetreides im Umlageverfahren ab. Die Arbeitgeberoertreter der Landwirtschaft gaben dazu die Eiklärung ab, daß sie zwar den Gedanken des Umlageoer­fahrens unterstützten, aber die daran geknüpften Bedingungen ablehnen müßten. Ein Rückgriff für die Umlage auf eine andere als die tatsächliche Anbaufläche des Erntrjahres und die Absicht, einen Zwangsanbau etnzuführen, wie sie in den Vorschlägen des Unterausschusses vorgesehen seien, machten diese für die Arbeitgeber der Landwirischaft unannehmbar. Diese Erklärung wurde von der Arbeitnehmerseite mit dem Hinweis beantwortet, daß nur die Bestimmungen der Vorschläge, die durch Vorschriften für einen Pflichtanbau im Wirtschaftsjahre 1921/22 der Neigung zur weiteren Extensi- visterung der Wirtschaft entgentrsten wollten, den Arbeitneh­mern eine Milderung der Zwangswirtschaft annehmbar mach­ten. Man wolle für die größere Bewegungsfreiheit, die man der Landwirtschaft gebe, auch die Sicherheit einer erhöh­ten Produktion haben, Diesem Standpunkt schloß sich auch der größere Teil der Verbraucher an, sodaß sich nach einer längeren Erörterung über Einzelheiten für die Gesamtvorlage keine Mehrheit ergab.

Die NeßerWchieu im Bergbau.

Die Kündigung des Usberschichtenabkommens durch die Bergarbeiter hat den Reichsarbeitsminister Brauns veranlaßt, Veitreter aller beteiligten Arbeiteroerbänds zu einer Ver­handlung einzuladen, die nach derKöln. Volkszeitg " vor einigen Tagen in Berlin stcNtgcfunden hat. Die Vertreterder Arbeiter verlangten in der Besprechung die Verbindung der Frage des Ueberschichtenabkommens mit der Forderung eines Reichstarisvertrages, den die Arbeiter ablehnen. Im Laufe der Verhandlung erklärte ein Vertreter des Reichswirtschafts­ministeriums, daß die Regierung einer Erhöhung des Koh­lenpreises unter keinen Umständen zustimmen werde. Man kam überein, daß eine vorläufige Regelung der Ueberschich- tenfrage versucht werden soll, über die in den nächsten Ta­gen in Essen verhandelt werden wird. Bei den Verhand­lungen in Essen handelt es sich vor allem darum, einen Ausgleich zu finden zwischen dem Verlangen der Arbeiter nach Abschaffung der seit einem Jahre eingeführten Ueber- schichten und. der Notwendigkeit, die Kohlenproduktion so hoch wie irgend möglich zu halten. Vielleicht wird man da­zu gelangen, an die Sielle der zwei halben Ueberschichten, die bisher wöchentlich verfahren wurden, eine täglich gleich­mäßig zu leistende Mehrarbeit zu setzen, wobei, wie man an­nimmt, eine kürzere Gesamtarbeitsdauer genügen würde, »m die bisherige Produktion aufrecht zu erhalten.

Die Steuerangelegenheit Erzbergers.

Die Steuercmgeleaenheit des Abgeordneten Erzberger be­schäftigte, den Geschäfisordnungsausschuß des Reichstages. Erzberger hatte in einem sehr energisch gehaltenen Schreiben an den Ausschuß die Behandlung seiner Steuerangelegenheit als einen politischen Skandal bezeichnet und die Aufhebung seiner Immunität verlangt, damit endlich Klarheit geschaffen werde. Nach verschiedenen Fragen einzelner Abgeordneter verlas Finanzminister Dr. Wirth die in der Sache vorliegen­den Ak en. Danach hat der Präsident des Sleueramtes Char­lottenburg Häling, in einem eingehend gehaltenen Bericht schon im November 1920 festgestellt, daß sich keinerlei An­haltspunkte ergeben hätten,, wonach eine Steuerhinterziehung Erzbergers beabsichtigt gewesen sei oder ooraelegen habe. Anderer Ansicht war dagegen der Äbteilungspr8st'>ent FaIken- hoin im Landesfinanzamt, der eine weitere Untersuchung der Steuerangelegenheit Erzbergcrs forderte. Dieser Auffassung widersprach der Präsident dis Landerfinanzamtes Heinke. Es entspann sich nunmehr ein Kampf zwischen Falkenhain und Heinke, der damit abschloß, daß das preußische Finanzmini­sterium die Akten der Staatsanwaltschaft übeiwies. Während also die Präsidenlen^härinq und Heinke zu dem Ergebnis kamen, daß der Vorwurf wissentlicher oder tatsächlicher Steuer­hinterziehung Erzberger nicht gemacht werden könne und da­mit das Verfahren gegen Erzberger normalerweise erledigt sein müsse, setzte Präsident Falkenhain die Uebergabe der Akten an den Staatsanwalt durch. Faikenhatn sagte auch in seinem Bericht, daß die ganze Angelegenheit Erzberger seiner­zeit seiner Bearbeitung von höherer Stelle aus entzogen wor­den sei. Diese Behauptung ist, wie Dr. Wirih nachwies, un­wahr. In der Diebstahlsangeleqenhett (Wegnahme der Erz- bergerschen Steuerakten und Photographien) sind sämtliche Steuer beamte unvereidigt vernommen worden. Die ganze Angelegenheit soll dem Reichstag in einem schriftlichen Bericht unterbreitet werden. Die Aufhebung der Immunität wurde, wie bereits gemeldet, entsprechend dem Antrag Eczbergs mit allen gegen 4 Stimmen (Unabhängige und Kommunisten) beschlossen.

Nagold, 9. März lSLl.

* Kirchenkonzert. Sonntag den 13. März nachm. 4»/, Uhr in der Siadiklrche in Nagold Zum Programm wenige Worte: 1. Ooncerto sro880 von Händel: 6Sätze: in den Haup sätzen die zarte Musik dreier Solisten der Masse der Streicher gegenübergestell!; Gesamtwnkung die der bekannten Pracht, Fülle und Wucht Händcls. 2. 6<rnticu8 08tiarius (Gesang der Türhüter) ans der Zaub«-,flöte von Mozcnt: Eine Figuration im Stil Bachs zu dem Choral:Ach Gott vom Himmel", der vom Chor einstimmig.und mit einem lateini­schen Text oorgeiragen wird; der Hanptemdluck ist berliner ungebrochenen, im Keime begriffenen Kraft; es ist, MS wären wir in die Urzeiten der Kirche zurückversetzt. 3. Gelleri- Licder von Beethoven für Tenore und Orgel: Es ist, als ob der Musiker in den b>kannten Gesängen die Dimen­sionen im Psychologischen und Logischen, im'Physischen und Metaphysischen erst herstellle, die der Verfasser der Verse mehr nur beabsichtigt zu haben scheint. 4 Deutsche Messe nach Schubert für Tenor-Solo. Männerchor. Sireich- orchester und Orgel: Nach einer kurzen, aus dem Dunkel auf- steigenden Einleitung des Orchesters setzt der einsame Gesang des Pnesters ein. der die Bmschaft von Gott Vater oerkün- dtgt (Gott unser Heil). Ihm antwortet die Gemeinde in einer Reibe von Chören. Zum zweileumal setzen Solist und Orchester bet derVerwandlung" ein. Vorverkauf von Mitt­woch an bei G. W. Zaiser. Preise 4, 3, 2 Kürten für Mitglieder bei Hausverwalter Wreden (1 Ermäß., neue Mitgliedskarte nötig). Kirche geheizt.

Für nichtverstcherte bedürftige Kriegshinterbliebene, die lungenkrank sind oder denen eine Kur im Wildbad vom Arzt verordnet ist, kann das Heilverfahren unentgeltlich durch- geführt werden. Anträge hierauf, welche sofort zu stellen sind, nimmt die BezirkSsürsorgeftelle entgegen.

»st E.B.B. Frl Heidi Denzel, Stuttgart, wird in ihrem morgen nachm. V»4 Uhr im Zellerstift staufindenden Vortrag die Jung Mädchenwelt Nagold und der Umgegend auf! ären über die Aufgaben, welche die neue Zeit den Mädchen stellt. In praktischer Weise soll gezeigt werden, wie das Mädchen feine Weiterbildung betreiben muß, welche Berufe cs ergrei­fen kann, damit es eine glückliche, befriedigende und dem Wohl des Ganzen dienende Existenz findet. Zu zahlreichem Besuch werden alle beteiligten Kreise aufgefordr-rt.

Landcszusammenkunft des Inf.-Regts. Kaiser Fried­rich (7. Württ.) Nr. 128. Anfang Mai d. Js. wird in Stutt­gart eine Zusammenkunft der ehemal. Angehörigen dcSJnf.- Regts. Nr. 125 statifinden. Alle alten Siebener ans allen Teilen des Landes werden sich hier zusammenfiuden. ES wird ein schöner Tag frohen Wiedersehens vieler alter und lieber Kameraden werden. Diesbezügl. Anfragen usw. sind an die Vertrauensmänner des Bezirks oder an Friedrich Fasse, Stuttgart. Gutenbergstr. 75 H zu richten.

* Die Sparkasse. Ueber das Ergebnis der Spartätig­keit im Januar schieibt dieSparkasse", das Amtsblatt des Deutschen Sparkasfenoerbandes: Die Entwicklung des Spar­einlagenverkehrs in den letztvergangenen Monaten ließ be­reits voraussehen, daß der Januar einen ganz aematiigen Zuwachs bringen werde. Nunmehr liegen die Unterlagen vor. Danach ist dis Zunahme der Spareinlagen auf minde­stens 1600 Millionen zu schätzen. Im Vorjahr halte der Januar als Folge der damajigen günstigen wirtschaftlichen Lage Abfluß von Spareinlagen aus den Sparkassen gebracht, wenn auch nur in Höhe von 110 Millionen Der dies­malige ungeheure Zuwachs ist eine Folge des vollständigen Darniedertiegens von Handel und Gewerbe. In den letzten Jahren vor dem Krieg brachte der Januar ebenfalls Zu­nahmen, so von 150200 Millionen Damals bedeute­ten solche Zahlen aber dem Wert nach mehr, als heute 1600 Millionen

* Zur Sozialisierung und Kommunalisierung. In

Frankfurt a. M., wo die Sozialdemokraten einen überragen­den Einfluß in der Sladiverwaltung besitzen, befaßt man sich jetzt mit dem Plan, die Wasser- und Elektrizitätswerke zu entkommunalisieeen und in die Leitung einer gemischt- wirtfchaftlichen G. m. b. H. überzuführen. Die Werke sind unter der neuzeitlichen Arbeitsoerfasiung notleidend ^gewor­den und erfordern erhebliche Zuschüsse, welche die einst so reiche Stadt Frankfurt nickt aufbringen kann, nachdem sie auch bei der öffentlichen Bewirtschaftung der Lebensmittel ungeheure Verluste erlitten hat. Die Stadtverwaltung traut sich selbst die Kraft zu, die Wasser- und Elektrizitätswerke wieder einigermaßen rentabel zu machen, erwartet dies viel­mehr nur noch von der privaten Bewirtschaftung ein ty­pisches Beispiel für die Unterlegenheit kommunaler Wirtschaft. Daß gerade Frankfurt a. M. mit der Entkommunalisterung den Anfang machen will, verdient weitestgehende Beachtung und dürfte dem herrschenden SoziaiisteruugsfanatismuS einen Heilfamen Dämpfer auffttzen.

* Die neue Kuchenverordnung. Der Volkswirtschaft­liche Ausschuß des Reichstags erledigte den Entwurf einer Verordnung über die Bereitung von Kuchen. Der angenom­mene § 1. spricht aus, daß bet Bereitung von Kuchenteig und Tortenmasse in gewerblichen Betrieben, Bäckereien, Kon­ditoreien, für Backware zum Absatz gegen Entgelt nur bis zu 30proz. Mehl verwendet werden dürfen. In 8 2 wird be­stimmt, daß in den genannten Betrieben bet Bereitung von Kuchenteig, Torten, Eisspsisen, Butter, Butterschmalz und frische Milch nicht verwendet werden dürfen. Die Verord­nung tritt am 15. März in Kraft.

r Eierpreis. Nach den amtlichen Feststellungen der Lan- deSversorgungsstelle betrug in der Woche vom 20.-26. Febr. in den ländlichen Bezirken der Erzeugerpreis für ein Ei 80 Pfennig bis zu 1 30 Mark.

« Hunde fürs Heer. Hundebesitzer, denkt ans Vater- land, ehe der Sieuertermin heranrückl! Die Heeresverwal­tung braucht noch dringend eine große Anzahl deutsche Scha- ferhunde, Dobermannpinscher, Rottweiler. Airedale Terrrer und Boxer im Alter von 10 Monaten bis zu zwei Jahren. Man wende sich an die Diensthundmeldestelle Stuttgart, Auaustenstr. 109. 2.

^«Verzicht auf di« vierteljährlichen Viehzählungen. Der Rrichslandtmnv baue bet der Reiasregürung den Antrag gestillt, die vierteljäh'lichen Viehzählungen in Wegfall kommen zu lasten und sich wie in Friedensräten aus die ZSH'ung jeweils am 1. Dezember zu beschränken. Dl« Aushebung der Zwangswirtschaft sllr Vieh »UV Fleisch läßt ja di« Notwendigkeit f» häufiger Viehzählungen, die de»

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DerKomm munistischen wegen der s geoistersgierr Die vei 8. März. T Demonstrati, Mark platz h pelockt. Der Demonstrati« bezirken einc gefunden ha r Dom rat beschloß, die Erschließ aufstellen zu festgesetzt. 6 schätznnaen e r Vom verein hielt s Müller zum zu 140000 Die Kurmusi Aufwand vo bis 15 Sept- rAuflösi Stuttgart. 7. Wie wir hör« abwicklungSk« Auflcisung d. Die Uebergc der Stuttgm mögensstelle stellen sämiliö temberg ihre r Anfrc Stuttgart, 7. und Landwir ihres Liefern« heblich verbil bereit, beim Vergünstiaun Verhältnissen die teilweise find, ihr Lief neten Farny. den, begnüae Ein der Hochzeit j Dold in Esel sagte, sah er los. und die bas ganze G Tübingen vs kann, ist zwei ^ r Reutlii Komm. Rat

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