Dienstag, den 18. Juli 1939
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kilometer groß nnd hat rund 225 600 Einwohner, davon sind etwa -10 v. H. Türken. Dieses Gebiet wurde unter ein gcw's'.'S Sonderrecht gestellt, aber Syrien wachte eifersüchtig gerade über das Schicksal dieses so wichtigen und letzten Hafengebiets.
Lange Jahre blieb es verhältnismäßig still darum — die gesamtsyrische Frage war zu brennend. 1925 brannte das ganze Land und seine Hauptstadt in des Wortes wahrster Bedeutung im Kampf gegen die Willkürherrschaft des „Erziehers". Aber das schwache Syrien konnte sich gegen Frankreichs Militärmacht nicht durchsetzen. Immerhin war ein General Weygand und etwa 100 000 Mann Militär nötig, um die Ruhe wiederherzustellen.
Im Jahr 1936 schien es so, als ob Paris seine Haltung ändern wollte. Es kam ein „F re u n d s ch a f t s v e r t r a g" zustande, der nach drei Jahren in Kraft treten und dann ,die syrische Unabhängigkeit endlich Herstellen sollte. Schwer war das Opfer, das Syrien zu- memutet wurde. Es war die Anerkennung der Hoslösung des Libanon, aber derSandschak isollte ausdrücklich bei dem Lande verbleiben.
Dann aber kam Frankreichs neuer Kurs. Die Einkreisungspolitik lebte wieder auf. Die Türkei wurde ein begehrter Bündnis- ^Partner, der Preis sollte Alexandrette sein. 'Syrien mußte zusehen, wie um einen Teil iseines Gebietes gehandelt wurde, ohne daß es -mitzureden hatte. Die Türken erhielten aber große Zugeständnisse. Die syrische Regierung iund das syrische Parlament verweigerten ihre Zustimmung.
Es kam zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Arabern und Türken. Aber die Einkreisung verlangte neue „Opfer". Frankreich >war bereit, sie auf Kosten Syriens zu bringen. Im Sommer 1937 wurde ein französisch- ürkischer Freundschafts vertrag abgeschlossen. Dabei wurde die wahrhaft demokratische Vereinbarung ausgehandelt, daß bei .den bevorstehenden Wahlen im Sandschak ^von den vorgesehenen 10 Sitzen 22 an die lTürken fallen sollten, ganz gleich, wie auch das 'Wahlergebnis ist. Französische und türkische Truppen besetzten gemeinsam den Sandschak. jDie „Wahlen" ergaben denn auch genau die Zahl von 22 Sitzen für die Türken. Als dieses .Ergebnis bekannt wurde, trat di- syrische IRegierung in Damaskus zum Zeichen des Protestes zurück. Die demokratischen Franzosen ließ ein derartiger Schritt natürlich vollkommen ungerührt. Jetzt wurde der Schluß, strich unter diese Entwicklung gezogen.
Oder ist es doch noch nicht der Schlußstrich? Eine so gewaltige Mittelmeermacht wie Italien erkennt die Regelung nicht an. Und die syrische Stellungnahme ist wahrlich eindeutig 1 ablehnend. Diese syrische Frage aber gehört in den Gesamtkomplex der allarabischen Frage. Wie der Kampf um das Schicksal Palästinas ist auch der um die Zukunft der syrischen Unabhängigkeit heute eine Angelegenheit, die von Staatsgrenzen nicht abhän- a g ist. Der arabische Nationalismus umfaßt schon ganz Kleinasien und große Teile Nord- afrikas. Der derzeitige „Hohe Kommissar" in Syrien ist der frühere französische Gesandte in Schuschnigg-Oesterreich, Monsieur Gabriel Puaux. Er hat schon einmal erlebt, wie hoff- nungslos es ist, ein Volk in Staaten auseinanderzuhalten. Ein souveränes Syrien wird die Sandschakfrage sehr Wohl wieder auf- rollen, vor allem, da es oen türkischen Appetit unter den Sultanen kennengelernt hat und keine Neuauflage erleben möchte. 11.—
Sie GegenttOniing für den Sandschak
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6er 1l8-Presse Die Einkreisungs-
LiZenberickt
20 . Ankara, 18. Juli, strategen der westlichen Demokratien entfalten in diesen Wochen eine fieberhafte Tätigkeit, um das politische Geschäft mit dem militärischen und beide zusammen mit dem finanziellen zu verknüpfen. Schon wenige Tage nach der Bewilligung der sogenannten Außenhandelsgarantien, mit denen England sich die erwünschten Festlandsdegen gegen Deutschland zu erkaufen gedenkt, wurde der gemeinsame englisch-französische Oberbefehl unter General Gamelin vereinbart. Diesem Schritt folgt jetzt die Entsendung des britischen Generals Jronside nach Warschau und des französischen Generals Huntzin- ger nach Ankara. Während Jronsides Aufgabe ist, den militärischen Einsatz Polens gegen dag Reich vorzubereiten, wird Huntzin- ger, der frühere französische Oberkommandierende in der Levante, den Türken die Gegenrechnung für den Sandschakschacher Präsentieren.
Diese besteht einmal in General st ab s- besprechungen und zum anderen in der Unterstellung der türkischen Wehrmacht unter die französische Kontrolle. Dazu gehört,
wie man in Paris erklärt, im Rahmen der engen militärischen Zusammenarbeit die Befestigung der Dardanellen und der türkischen Balkangrenze, wozu nicht nur französische Festungstruppen eingesetzt, sondern auch die entsprechenden Materialien von französischen Arsenalen und Fabriken geliefert werden sollen. Das ganze Unternehmen bedeutet also nicht nur eine weitere Unterstellung der Türkei unter die politische und militärische Kontrolle der Einkreisermächte, sondern auch ein großes finanzielles Geschäft. Verblüffend ist dabei nur die Skrupellosigkeit, mit der man sich in Paris über die Rechts- Widrigkeit und Unmoral der französischen Politik im Nahen Osten hinwegsetzt.
Alexandrette bleibt aber nach den Feststellungen des Mussolini-Blattes „Popolo d'Jta- lia" dennoch eine „offene Rechnung" ztyische Italien und den Demokratien, die dadurch nur noch verschärft wird, daß man in Paris die von Rom gegenüber dem französisch-türkischen Pakt erhobenen Vorbehalte amtlich mit Stillschweigen und offiziös mit der herausfordernden Erklärung beantwortet, daß Frankreich in Syrien das tun werde, was ihm beliebe.
Die Armenier flicken
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86. Rom, 18. Juli. In Syrien ist es zu mehreren schweren Zwischenfällen gekommen, die durch den Boykott gegen französische Waren ausgelöst wurden. Die abziehenden französischen Truppen werden von der Bevölkerung mit feindseligen Kundgebungen begrüßt, während die nicht türkischen Volksteile des abgetretenen Sand- schak-Gebietes in das Innere Syriens fluten.
Vor allen Dingen sind die Straßen nach Damaskus mit Flüchtlingen, meist Armeniern, überfüllt, die ihre wenige Habe auf kleinen Karren oder Tragtieren in Sicherheit bringen.
Die führenden Männer der syrischen Parteien haben auf einer gemeinsamen Sitzung beschlossen, militärische Organisationen der Bevölkerung aufzubauen, um den Maßnahmen der französischen Behörden notfalls entgegenzutreten zu können. Am unruhigsten ist der Teil des syrischen Mandats, der an der neuen Grenze nach der Türkei liegt, vor allem das Gebiet um A l e p p o, . . M .
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richte über die gestrige Massenveranstaltung. Dadurch macht man es dem englischen Leser unmöglich, auch nur annähernd ein Bild von dem zu bekommen, was Mosley gesagt hat. Selbst die „Times", die von allen Blättern den längsten Auszug aus der Rede Mosleys veröffentlicht, wird dem Inhalt der Rede in keiner Weise gerecht. Es ist die gleiche Methode, die man gegenüber den Forderungen der autoritären Mächte anwen- det, um unabhängig von den Tatsachen eine üble Verleumdungshetze entfachen zu können.
ehamberlam muß zuve-en:
England hat Schwierigkeiten in Ostasien
London, 17. Juli. Auf verschiedene Anfragen gab Chamberlain am Montag im Unterhaus eine außerordentlich gewundene Erklärung zu den englisch-japanischen Verhandlungen ab. Er sagte u. a., daß der britische Botschafter in Tokio am 15. Juli
getreten werden könnten.
Auch Moste- wir- totgeschwiegen
Die übliche demokratische Taktik London, 17. Juli. Zur „freiheitlich-demokratischen" Taktik der Heuchler jenseits des Kanals, gehört es, den unangenehmen Gegner totzuschweigen. Auf diese Weise versucht man auch, die riesige Massenkundgebung der englischen Faschisten und die Anprangerung^des Kriegskurses der britischen Imperialisten durch Sir Oswald Mo s- I ey zu vertuschen. Nur wenige Blätter bringen ganz kurze und nichtssagende Be-
Btutba- in einem Sterbezimmer
OrLiU82M6r VerSoIlunZZllkt Kngiünäor geZsn ein ^inberäork
Haifa, 17. Juli. Im Dorfe Lubya in Nordpalästina trug sich, wie infolge Unterdrückung der Nachrichten durch die britischen Behörden erst jetzt bekannt wird, folgender Vorfall zu, der die unerhörte Grausamkeit 'der Engländer in Palästina kennzeichnet:
Nachdem eine arabische Fr ei schar an der Straße von Liberias nach Lubya am 13. Juni und am 16. Juni jeweils einen bewaffneten jüdischen Lastwagen angrisf und dabei jedesmal einen jüdischen Begleitpolizisten tötete, traf am 20. Juni eine Abteilung britischer Truppen in Lubya ein und besetzte sämtliche Straßen des Dorfes. Vor einem Haus am Südausganq des Dorfes, das voller Menschen war, weil ein Dorfältester dort in seinen letzten Zügen lag, und alle Familienangehörigen und Freunde dem Sterbenden in seiner letzten Stunde beistanden, marschierte eine AbteilungSoldaten auf und schoß ohne weiteres, d. h. ohne irgendeine Feststellung, Ankündigung oder Untersuchung d u r ch d i e F e n st e r in die in den Räumen versammelten Männer. Frauen und Kinder.
Das Ergebnis war fürchterlich. Während Mahmus es Saleh in dem unbeschreiblichen Wirrwarr seinen letzten Atemzug tat und starb, wurde sein neben ihm stehender Sohn Fadous, der ihm gerade die Augen zudrückte, erschossen, seine Schwiegertochter Fatmeh, die schwanger war, so schwer verwundet, daß sie ebenfalls bald darauf starb, einem zweijährigen Kind durch zwei Kugeln ein Bein zerschmettert und eine zehnjährige Enkelin des Mahmus es Saleh verwundet. Die „heldenhaften" Engländer zogen ab, ohne sich um
das von ihnen angerichtete Blutbad zu kümmern und ohne den Verwundeten zu helfen.
Die amtliche Verlautbarung der Palästina-Negierung, deren Wahrheitsliebe zur Genüge bekannt ist, hatte die ebenso brutale wie zynische Unverfrorenheit, am nächsten Tage schriftlich und durch Rundfunk zu verkünden, daß „man eineBombe in ein Haus im Dorfe Lubya geworfen habe, wodurch folgende Unfälle (casnalties) hervorgerufen wurden . . . (folgt Auszählung obiger Verlustliste)".
Englischer Schmuggel unterbunden
Schanghai, 17. Juli. Die japanischen Militärbehörden in Nordchina erwägen die völlige Sperrung des Schiffsverkehrs auf dem Haiho-Fluß, da auf ihm die alleinige Versorgung der im Gebiet von Tientsin und Peking kämpfenden chinesischen Banden erfolge. Nach Angaben amtlicher japanischer Stellen haben englische Fahrzeuge an der Versorgung der Banden hervorragenden Anteil, ' es ' sei daher Englands Schuld, wenn Japan gezwungen sei, die Hauptverkehrsader Tientsins lahmzulegen. Während die englandfeindlich« Propaganda bereits alle größeren Städte im besetzten Gebiet erfaßt hat, mehren sich jetzt auch die Fälle von freiwilligerKündigungchrne- sischer Angestellter, die in englischen Firmen beschäftigt sind. So hat das gesamte chinesische Personal im englischen Konsulat in Tsingtau am Montag den Dienst eingestellt, weil es nicht mehr länger für die alten Bedrücker Chinas arbeiten wollte.
meinen Fragen gehabt habe, die den Hintergrund zu der Lage in Tientsin bildete. Sowohl in der japanischen wie in der englischen Presse seien Meldungen aufgetaucht, daß Japan als Voraussetzung für die Eröffnung der Verhandlungen einen grundsätzlichen Wechsel der fernöstlichen Politik Englands fordere.
Chamberlain meinte dazu, die britische Negierung habe keine derartigen Forderungen erhalten. Nach Ansicht des britischen Botschafters in Tokio könne man die offizielle Haltung Japans „richtiger dahin umschreiben", Japan wünsche, daß Großbritannien sich bemühe, den chinesisch-japanischen Feindseligkeiten mit größerem Verständnis für Japans Schwierigkeiten zu begegnen und größeres Verstehen für den japanischen Standpunkt zeige. Zur Lage in Tientsin meinte Chamberlain, daß sie sich „im ganzen gebessert" habe. Hingegen sei es in verschiedenen Städten Nordchinas zu antienglischen Demonstrationen gekommen. Auch sei englisches Gut in Schansi beschädigt worden. Chamberlain teilte darauf mit, daß inan mit der japanischen Regierung wegen des Anlaufverbotes für englische Schiffe nach Swa- tau verhandle. Aus Fudschau seien britische Staatsangehörige ausgewiesen worden.
Britische Zeikungslügen richtiggestellk!
Auf Anfrage des Labour-Abgeordneten Henderson im Unterhaus mußte Unterstaatssekretär Butler zugeben, daß die Berichte des englischen Außenamtes nicht darauf hindeuteten, daß irgendwelche deutsche Truppen in Italien oder Libyen wären. — Auf eine weitere Anfrage bezüglich der Slowakei erklärte Butler, er habe keine weitere Erklärung abzugeben.
Mlii-ierung -er tschechischen Armee
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bm. Prag. 18. Juli. Für die Liquidierung der ehemaligm tschechoslowakischen Armee sind jetzt die genauen Termine festgesetzt worden. Die einzelnen Formationen der Waffengattungen, die Landesmilitärkom- mandos und die Kommandos der Divisionen lösen sich bis 31. Juli, die Korpskommandos bis 30. September und das Nationalverteidigungsministerium mit den Rechnungsämtern bis zum Jahresende auf. Mit dem 1. August erlischt die Erlaubnis, tschechische Militäruniformen zu tragen.
VstzesruvSKIiek anderer verliner 8ekrlktlellu»g L. 6r. Berlin. 18. Juli.
Im Pariser „Petit Journal" lesen wir heute: „Wenn jemals eine Mission einen völlig klaren Sinn hatte, dann ist es die des Generals Jronside. Sie hat die praktische Verwirklichung der Polen von Großbritannien versprochenen militärischen Unterstützung zum Ziel." Damit ist Zweck und Umfang der Reise des englischen Generalstäblers nach Warschau klar Umrissen. In den fünf Tagen, die für die Besprechungen des Inspekteurs der englischen Ueberseestreitkräfte mit polnischen Militärs vorgesehen sind, wird das englischpolnische Garantieabkommen durch präzise militärische Abmachungen in die Praxis umgesetzt. Ueber die Mission Jronsides besteht somit kein Geheimnis. Ganz offen gibt „Daily Herald" zu, daß es sich um die V o c - bereitung eines Zweifrontenkriegs gegen Deutschland handele und die Pariser Presse fügt frohlockend hinzu, General Jronside werde Gelegenheit nehmen, die Verteidigungslinie Polens an der Grenze gegen das Reich zu inspizieren.
Diese detaillierten Angaben überraschen uns keineswegs, doch sind sie insoweit wertvoll, als sie von neuem die Friedensphrasen der britischen Regierung Lügen strafen. Dieses England, unter der Führung des Regenschirmpolitikers Chamberlain, geht immer entschlossener auf die Provozierung eines Angriffs aus. Polen ist für die Ginkreiser nur das gefügige Werkzeug, um den ersehnten Krieg vom Zann zu brechen. Nach oft bewährtem Rezept hält sich England tunlichst nn Hintergrund und schickt den Vasallen vor, der nach außen die Verantwortung für den provozierten Angriff hat.
Wir durchschauen dieses feine Spiel, das so trefflich in die Propagandaaktion der Mister King-Hall, Vansittart und Halifax paßt. Die militärischen Vorbereitungen Englands wer- den uns in jedem Falle auf der Wacht finden. So gesehen, ist die Reise des Generals Jronside nach Warschau keiner Aufregung wert. Die Frage der Frontenzahl, und der Offensiven wird schließlich in Berlin entschieden, ganz gleichgültig, welche himmelblauen Versprechungen der englische General den polnischen Gernegroßen macht. Die Warschauer Militärbesprechungen ändern im Endeffekt nichts an der Tatsache, daß der Weg von England nach Polen in jedem Falle den Aktionsradius einer der beiden Achsenmächte schneidet. Nur in Polen will man aus sturer Verblendung und blindem Haß nicht einsehen, daß die britische Hilfeleistung im Ernstfall in der Luft hängt und nurauf dem Papier steht, selbst wenn England ausnahmsweise die eingegangenen Verpflichtungen auch wahren sollte.
Man preist in London und Paris, Wohl in leichter Anspielung auf den Namen, General Jronside als den „starken Mann". Er bekleidete bis vor kurzem neben seinem Amt als Generalinspekteur der britischen Ueberseestreir- kräfte den Gouverneurposten auf Gibraltar. Im Zuge der Einkreisungshetze wurde er nach London berufen, um die politischen Manöver seiner Regierung nach der militärischen Seite zu ergänzen. Bekannt ist ferner, daß Jronside als Vertreter Englands in dem ge- meinsamen englisch-französischen Oberkom- mando mit Unterstellung unter General Ganie- lin für den Fall des Krieges ausersehen ist. Das englische Heer ist, wie man weiß, keineswegs über den französischen Oberbefehl entzückt. Als kleine Genugtuung wurde London nun die Entsendung Jronsides nach Warschau zugestanden, der nebenbei noch den Sonderauftrag mitbekommen hat, den gemein- samen Oberbefehl Gamelins über alle englischen, französischen und polnischen Streitkräfte durchzusetzen. Sollte dieses Vorhaben nicht glücken, so wird sich General Gamelin höchst persönlich nach Warschau bemühen, wie man heute in der Pariser Presse liest.
Polen, das die Unterwerfung unter den britischen Willen schon die politische Selbständigkeit gekostet hat, wird sich bald auch seiner militärischen Selbständigkeit beraubt seben. London zwingt Polen ganz eindeutig in die Rolle eines Vasallenstaates, der die undankbare Aufgabe hat, Rammbock der englischen Kriegshetze zu sein.
Die Massen-Bombenflüge englischer Geschwader über Frankreich und die Reise des Generals Jronside mit all ihren Begleiterscheinungen machen es selbst der englischen Propaganda schwer, weiterhin die Fiktion aufrechtzuerhalten. England strebe allein den Aufbau einer „Friedensfront" an. Man darf in der Tat gespannt sein, wie England diesmal der Welt zu beweisen sucht, daß die Einkreisung keine Einkreisung und diese wiederum nur ein „Naziphantom" sei.
3000 Tiroler kommen zum Reichsparteitag
Vom Gau Tirol-Vorarlberg werden in drei Sonderzügen insgesamt 2950 . Parteigenossen mit 210 Fahnen zum Reichsparteitag 1939 nach Nürnberg fahren.
Admiral Carls besichtigt Memel
Der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee, Admiral Carls, kommt für die Zeit vom 22. bis 24. Juli nach Memel, um verschiedene Besichtigungen vorzunehmen.