Seite 4 Schwarzwalb-Wacht

Donnerstag, den 9. Februar 1939

Schule - Leistungsstätte nat.-soz. Lebens

1933 in ^VlirttemberZ 700 l.ekrer ru viel Keule über 300 ru wenig

Don Gauamtsleiter Ernst Huber. M. d. R.

Immer wieder werden unzufriedene Stimmen kaut. Der deutsche Erzieher hört auf sie und schenkt ihnen gerne Beachtung, wenn sie auS ehelicher Besorgnis heraus vorgebracht werden, lehnt sie jedoch ab, wenn sie aus einer Kritiksucht und auS einer Mentalität kommen, die, ohne sich des >vei- teren um die Dinge zu kümmern, eben in der bestehenden Schule die geistige Zwangsanstalt und ^ im Erzieher den geistlosen Driller und Pauker' steht. Wer jedoch m der vergangenen Zeit mit unvoreingenommenem Blick die Schule betrachtet at. muß zugeben, daß gerade in erster Linie d i e rzieher. die ihren Berus ernst neh­men. nicht nur die Anregungen und Vorwürfe, die der Schule von außenher gemacht werden, tr­achtet haben, sondern selbst mit kritischen Augen ihre Arbeit betrachteten und die Beseitigung tat­sächlicher Mängel deS Schuüvesens in Angriff nahmen.

Die Machtumwälzung brachte für das deutsche Schulwesen schulorganisatorisch wichtige Refor­men: Die Vielzahl der Schultypen verschwand, die Schulzeit für die Oberschulen wurde um ein Jahr verkürzt. In Württemberg und anderen Ge­bieten des Reiches setzte sich die Gemein­schaftsschule durch. Wichtiger jedoch als diese äußeren Reformen war die nationalsozialistische Durchdringung der deutschen Erzieherschaft, ihr» Einigung im NS.-Lehrerbynd. ihre einheitliche Ausrichtung, der klare Aufbau der weltanschau­lichen Schulungsarbeit und die vielfältige Mit- arbeit der Erzieher in der Partei und ihren Glie­derungen und Verbänden.

Ueberbelastung des Schülers ausgeglichen

Wenn immer wieder gegen die Haltung der Lehrerkchast Vorwürfe erhoben werden, so ist es wohl an der Zeit, dazu einiges zu sagen. Zunächst wird geklagt, dah die Leistungen der Schule in den letzten Jahren zurückqegangen seien. Das stimmt. Große geschichtliche Ereignisse tresjen immer das Gesüge der Schule, Auch die Machtumwälzung und fast alle einzelnen großen Ereignisse der letzten sechs Jahre haben sich stärker auf die Schularbeit ausgew'rkt, als Außenstehende sehen und begreifen konnten.

Es ist eine Tatsache, daß die Lernfähigkeit und die Lernwilligkeit der Schüler nachgelassen hat. Wenn die Hausaufgaben wegen der anderweitigen Belastung der Jugendlichen und den neuen Auf­gaben die die Arbeit in HI. und BTM. mit sich brachte, eingeschränkt werden mußten, wenn d i e schu l i s ch e n, A u s g a b e n nicht genügend ver­arbeitet und nicht durch Eigenbesinnung vertieft werden konnten, wenn die Uebermüdung der Kin­der manchmal erschreckend groß war. dann muß­ten die Ergebnisse der Unterrichtsarbeit trotz hin- gebendster Arbeit der Lehrer geringer werben. Durch die Zusammenarbeit von NSLB.. Knlt- miniiterium und HI. .wurde manche Ueberbela­stung ausgeglichen, und wenn im Jahre UM in der HI. der Gedanke der Gesundheit an erster Stelle steht, iverden wohl diese Piängel überwun­den werden.

Das Maß der Neugestaltung

Gleichzeitig brachten die Neugestaltung der Lehr- und StoffplSne und die Umgestaltung »es Schulausbaus gewisse Unsicherheiten tür den Schulbetrteb. die sich nachteilig aiiswirtten. Dann bars nicht vergessen werden, daß der Schule eine Fülle neuer Ankord-rnngen gestellt wurden. Der gesamte Geschichtsunterricht b»dnrtte einer neuen S chtnng und Wertnna. die Grund­sätze der Rasselehre, der Sivpenpsleae und Vererb nngskunde mußten ein-e'-ant werden. Der Werkunterricht erfuhr durch deu Segelslünniodellbau eine neue Ausrichtung, der Luftschutz forderte seine Rechte, und für das WHW zu arbeiten, wollte sich die Jugend auch nicht nehmen lassen.

Mit der Einführung der allgemeinen Wehr­pflicht wurden von Jahr zu Jahr in zuneh­mendem Maße auch die Lehrer, die als Kricgsteil- nehmer und Offiziere gedient hatten, zu militäri­schen Uebungen eingezogen. Die jüngeren Lehrer

meldeten sich freiwillig und mußten ebenfalls zu Uebungen beurlaubt werden. Da keine stellver- tretenden Lehrkräfte zur Verfügung standen, muß­ten Klassen zusammengelegt werden oder aber wurde der Unterricht von den anderen Lehrkräfte» der Schule mit übernommen. Auch die unbe­dingt notwendige politisch-weltanschauliche und fachliche Schulung des Lehrers hat Beurlaubun­gen beansprucht, die den normalen Unterrichts­betrieb stören, die aber die Grundvoraussetzungen für die nationalsozialistische Durchdringung unse­re? Erziehungswesens sind.

Dazu kommt, daß ein großer Teil der Erzieher durch den außerberuslichen Einsatz in der Arbeit für das Dritte Reich stark belastet ist, was sich auf seine Spannkraft und Frische zweifellos nachteilig auswirken muß. Gibt es doch vor allem in, den Landgemeinden Lehrer, die eine ganze Reihe arbeitsreicher A-mter zu versehen kaben, da sich für diese sonst niemand findet. Den dabei gelegentlich erhobenen Vorwurf, der Lehrer dränge sich eben überall herein und meine, er müsse vorn dran sein, weilen wir als ehr­verletzend zurück. Die vielen Beispiele des Ein­satzes beweisen, daß er sich in erhöbtem Maße sei- ner Persönlichen und beruflichen Verantwortung dem Bolksganzen gegenüber wohl bewußt ist. Auch feine Teilnahme an den w e l a n s ch a u l i ch e n Schulungskursen, die in den Anfangsjah­ren nur unter großen finanziellen Opfern des einzelnen möglich war. beweist sein Streben, alle Grundsätze nationalsozialistischen Wollen? in sich lebendig werden zu lassen, um seinen Schülern ein qanzes Vorbild zu sein. Trotz aller vieler Umstände ist es die feste Ueberzeugung der Er­zieher. daß der vorübergehende Leistungsrückgang der Schule nicht nur ausgeglichen wird, sondern daß es zum ersten Male in der Geschichte des deutschen Schul» und Bildungswesens gelingen wird, daß die Schule wirklich zu einer großen Leistung? st alte nationalsozialisti­schen Lebens wird.

Sorge um den Erziehernachwuchs

Dies« Ueberzeugung ist allerdings an «in«

sehr

wesentliche Voraussetzung geknüpft: an die Lösung der Frage desbrziehernachwuchses. Ohne sie bleibt nicht nur die Leistung der Schule in Frage gestellt, sondern es ist mit einem solchen Leistungsrückgang zu rechnen, daß weder die Wirtschaft noch der Staat die ihm vom National, sozialismus gestellten Ausgaben erfolgreich ersül- len kann. Wie steht es nun mit dem Erzieher­nachwuchs? In den lebten 6 Jahren haben sich di« Verhältnisse grundlegend geändert. Vor 1933 mußten die Junglehrer zwei bis drei Jahre war­ten. bis sie als Praktikanten mit halbem Gehalt ihre erste außerplanmäßige Verwendung fanden. Noch IS33 gab eS in Württemberg 700 Lehrer zuviel. Heute fehlen schon über 300. in den nach- sten 4 Jahren wird der Abmangel aus 800 bis 1000 steigen, in einigen weiteren Iah- ren werden allein in Württemberg 1500 Lehr­kräfte an den Volks-, Ober-, Fach- und Berufs­schulen fehlen. In den übrigen Gebieten des Nei- ches ist es ähnlich. In Ostpreußen fehlen heute 500. in Bayern 600. in Preußen 3000 Erzieher.

Die Ursachen des Lehrermangels

Welches sind die Ursachen für diesen Er­ziehermangel? 'Die Einführung der Arbeitsdienst, und Wehrpflicht gibt einen Auslall von zweiund- einhalb NnchwuchSlehrgängen. DaS ließe sich in wenigen Jahren ausgleichen. wenn genügend Jugendliche den Lehrerberuf ergreifen würden. Das trifft aber nicht zu. Andere Berufe locken mehr, der militärische und wirtschastliche Auf­schwung gab eine Verlagerung in der Be. rufswahl. Mancher Junglehrer ging in die freie Wirtschaft, weil Ausbildung und Arbe:ts- leistung bessere Anerkennung fanden und die Ent­lohnung bester war. Andere wurden von der HI. und der Partei zu. lzauptamtlicher Dienstleistung angefordert: me.st waren es besonders wertvolle Kräfte. Die Vermutung, daß der Zugang zum Lehrerberuf deswegen so gering geworden ist. weil die Seminare aufgehoben wurden und die Ausbildung der Lehrer nun aus einer eigenen Lehrerhochscbnle erfolgt, trifst meines Erachtens nicht zu. Tie Ausbauschulen ermöglichen nach wie vor den Zugang ans den ländlichen Krei­

sen und die Ausbilbungskosten sind reineswegs höher.

Mit dem unzureichenden Zugang zu den Leh­rerhochschulen ist die Gefahr verbunden, daß di« Qualität deS Nachwuchses nach-

läßt, da die AuSlesemöglichkeit sehr einge­schränkt wird. Soweit sich die Lage heute über- sehen läßt, ist leider nicht damit zu rechnen, daß ohne besondere Maßnahmen ein« Besserung «i»> tritt. Vor allem bann nicht, wenn, wie in den vergangenen Jahren, der Erzieherstand durch un­sachliche Kritik und Angriffe in den Augen der Jugend herabgewürdigt wird.

Die pädagogische Tradition

So erfreulich es ist. daß sich heute so viele Sei­ten den schulischen Fragen zuwenden, und so sehr man von dort her bestrebt ist. das Erziehungs- wesen zu revolutionieren, ist es doch falsch, zu glauben, man könne all die wertvollen päda­gogischen Erfahrungen vergangener Zeiten übergehen. Das führt nach unse- ren Beobachtungen häufig dazu, daß manchmal längst überholte Experimente als Neuerungen an­gepriesen werden. Wie wichtig eine sachliche und gerechte Betrachtung all der Fragen, die mit unserem Schulwesen und seinem Erzieherstand zusammenhängen, heute ist, beweisen die Aeuße- rungcn Alfred RosenbergS, der sich ver­anlaßt sah, Ende Oktober 1838 in Uebereinstim- munz mit der Parteiführung unter anderem zu erklären:

Der Lehrer hat heut« genau so eine revolutio- näre Mission wie der nationalsozialistische Staatsmann und Soldat. Es ist vom deutschen Lehrer abhängig und in entscheidender Weise von ihm allein abhängig. ob nach und nach anstatt trockener Wissensvermittlung eine leben­dige plastische Schau und ein tiefes inneres Er­lebnis sich einstellen wird oder nicht. Er wird also und das ist das erste, was wir von einem nationalsozialistischen Lehrer erwarten einen inneren Stolz auf seinen Beruf mit- bringen wüsten, einen inneren Willen, wirklich Lehrer und Erzieher zu sein, nicht nur ein Ver­mittler des erlernten Wissens. Die nationalsozia­listische Bewegung wird für den Lehrerstand in seiner Selbstachtung und für seine Achtung im Volk genau so eintreten. wie sie es in in fort­schreitendem Maße für alle Stände getan hat.'

ZiK 6W bchMtzN MgrMMSMN

Leiter des Schwäbischen Iugendhcrbcrgwerks tagten

Tübingen. 8. Februar. Auf einer Tagung der Lrtsverbondsleiter und Litsgeschäfts- iührer des Schwäbischen Iugendherberg- werks in der Tübinger Jugendherberge teilte der Leiter des Landesverbandes Schwaben Banninbrer Schairer in seinem Rück­blick mit baß die Zahl der Uebernach- tun gen von 16.'000 im Jahre 1033 an? .'16 000 jm Jahre 1938 gestiegen ser. Tie Benutzung der Juaendberberaen sür Lehr- qänge und Freizeitlager mackx' die Ein- richluna von Küchen mit Beipfle- aunv°ibetrieb wie sie »> einzelnen Herbergen 'chon vorhanden seien, nvlwendig.

A'chrerkilM im l68-MsMrtz*-?Myo

Stuttgart. 8. Februar. Vom Besuch eines Stuttgarter Nachtlokals heimkehrend fuhr der 45sährige Lothar Siegle ans Korn­westheim am Sonntag, den 21. August v. I.. inorgens gegen 3.30 Uhr durch di? König- straße seiner Behausung zu. Beim Ueberholen eines, in der Königstraße parkenden Krait- wagens überiah er daß zwei Männer vor- lchristswidrig auf der Fahrbahnseite neben dem parkenden Wagen standen »nd mit dem Chauffeur sprachen. Er stihr infolgedessen io dicht an dem Wagen vorbei daß er einen von ihnen erfaßte und zu Boden schleuderte, so daß er einen Nippenbriich sowie Prellun- gen und Schürfungen erlitt und bewußtlos liegen blieb. Sein Kamerad wurde auf den Kotflügel des parkenden Wagens gemolken ohne weiteren Schaden zu nehmen. Statt so­fort zu halten fuhr S. nach kurzem Ab- stoppen schleunigst weiter, verfolgt von dem Lenker des parkenden Wagens. S. legte bei der Fahrt durch die Torstraße ein Tempo von 70 und später in der Hauptstötter- und Böheimstraße ein solches von 100 Kilometer vor um sich der Feststellung seiner Person zu entziehen. In Kaltental gab der Verfolger nachdem es ihm gelungen war. die Nummer des flüchtenden Wagens festzustellen, das Nennen auf. Im Ermittlungsverfahren be­stritt S. zunächst in der fraglichen Nacht überhaupt unterwegs gewesen zu sein. eS müsse eine Nummernverwechslung vorliegen. Ter technische Sachverständige hielt es kür ausgeschlossen daß der Angeklagte den Zusammenvrall nicht mindestens an der Erschütterung seines Wagens gespürt habe war doch die starke Türklinke dabei verbogen worden. Staatsanwalt und Gericht waren gleichfalls von der Schuld des Angeklagten über-eugt. Das Urteil lautete auf 1300 NM. Geldstrafe wegen Fahrerflucht und auf wer- tere 100 NM. wegen Uebertretung der Ver­kehrsvorschriften.

Wer kennt den Toten?

Unbekannter auf der Autobahn überfahren

Karlsruhe, 8. Februar. Die Kriminalpoli­zei teilt mit: Am 6 Februar wurde ein Mann.

r die Reichsautobahn DurlachPforzheim bei starkem Nebel überschreiten wollte, von einem schwerbeladenen Lastkraftwagen mit Anhänger üb erfahren und getötet. Di« Persönlichkeit vieles Tote« konnte bis jetzt

noch nicht festgestellt werden. Beschreibung: etwa 50 Jahre alt, 1,70 Meter groß, rötlich- blondes kurzes Haar, große Glatze, rötlich, blonder, kurzgeschnittener, kleiner Schnurr­bart, am rechten unteren Arm Turnerwappen tätowiert. Hinter der rechten Mittelfinger­wurzel eine 5-Pf«nnigstück große Narbe. Die Kriminalpolizei Karlsruhe oder die nächste Gendarmerie- bzw Polizeistelle bittet um jach- dienliche Mitteilungen«

SlraßenungliM fordert Todesopfer

Crailsheim, 8. Februar. In der Dunkel­heit und bei starkem Nebel wurde auf der Neichsstraße zwischen Sauerbronnen und Crailsheim der 33 Jahre alte verheiratete Friedrich Hein lein, der sich mir einem Pferdefuhrwerk aus der Heimfahrt befand von einem Lastzug, der das Fuhrwerk beim Ueberholen st reiste zu Boden gerissen. Ter Verunglückte blieb mit zertrüm- inertem Schädel tot liegen.

Nl-MM Aeurralam

Ulm, 8. Februar. Eine unglaubliche Frech­heit leistete sich hier ein noch niibekannter Zeitgenosse. Am Dienstagabend kurz vor acht Uhr wurde der Feuermelder Ecke Salz- stadelgasse Neuer Grabe« ein geschla­gen. Tie Feueiwehr rückte sofort mit zwei Löschzügen ans. mußte ,edoch feststellen, daß mutwilliger Alarm vorlag. In der Nacht zum Mittwtoch kurz nach zwei Uhr wurde der gleiche Feuermelder wiederum ein-

R6M-KrelösporkNMte in Ludwigsburg

Der Festplan

Dieser Tage hatte Gausportwart RuPp sämt­liche württembergischen Kreissportwarte in die Stadt dxs kommenden Gaufestes. LudwigS- burg, berufen. Den Auftakt der Tagung bildete eine Besichtigung der Horst-Wessel-Kampfbahn. wobei NSRL.-Kreisführer Konrad die Führung übernahm. Bei der eigentlichen Tagung, der auch Gaufrauenwartin.Huber und Gauamtmann Kuhn beiwohnten, gab Gausportwart Nupp bekannt, daß der Reichsfportführer anläßlich der gro­ßen NSNL.-Führertagung sein Erscheinen beim Gaufest zugesagt hat. Bekanntlich sind die Fest- tage der 18. bis 20. August 1939.

Der Grundgedanke sür das Gaufest-Pro­gramm bringt bahnbrechende Neuerungen hin­sichtlich der Festgestaltnng. Jm Vordergrund sieht diesmal die Mannschaitsarbeit, doch wird dadurch der Leistungssport keineswegs zuriickgesetzt. Der Festplan: Freitag, 18. August, nachmittags: Einzelwettkämpfe in allen Fachgebieten, wozu rund 10 000 Wettkämpfer erwartet werden. Samstag. 19. August: Vormittags: Fort­setzung der Einzelwettkämpfe; nachmittags: Leicht­athletische Einzelwettkämpfe. Spiele der verschie­denen Fachgebiete. Große Führertagung, und abends: Fest- und Weihestunde in der Hauvt- kampsbahn: Sonntag, 20. August: Vormit­tags: Ausschließlich Vereinswettkämpfe aus allen Plätzen bei der Teilnahme von weit über 1000 Vereinen aus dem ganzen Gau: nachmittags: Festzug und anschließend in der Hauptkampsbahn Mustervorsührungen der verschiedenen Fachge­biete. Eine 20mal-I00-Meter-KreiSstasfel der Frauen und eine SOmal-lO-Meter-Kreisstaffel der Männer. Den Abschluß deS Feste? bildet ein Futzball-Gauspiel, in dessen Pause die Sieger»

0s8 stleue8te in Küvre

lOvtrto ILreiAniss« aus ativr Welt

Reichsleiter Dr. Ley ist am Mittwoch abend in London vom englischen Ministerpräsidenten Ehamberlain in Privataudienz empfangen wor­den.

Staatssekretär Brinkmann sprach vor den Lei­tern der Bankanstalten des Reiches über den Reuaufbav des ^roßdeutschen Roteninstitutes und die neuen Aufgaben der Reichsbank. Er sagt«, die Reichsbank solle in Zukunft mit ihrem weitverzweigten Apparat vor allem der Reichs­wirtschaftspolitik auf allen nur möglichen Ge­bieten helfen. Besonders werde man aus dem Gebiet der Devisenpolitik sehr aktiv Vorgehen, um erhebliche Erleichterungen für die Expor­teure zu erzielen.

Auf einer Grotztagung des Fremdenverkehrs in Tirol behandelte Staatssekretär Hermann Esser in einer fast zweistündigen Rede in Innsbruck den Fremdenverkehr als politisches Machtmittel der Stäatssiihrung zur Schaffung eines gesun- den, wehrfähigen Volkes und als Mittel zur Er­zielung eines bestmöglichen Lebensstandards und Lebenszieles.

Am Mittwoch fand auf der Sophien-Jnsel in Prag eine Versammlung der nationalen Ju­gendorganisation der tschechischen Einheitspartei statt. Anschließend formierten sich die Teilneh­mer zu einem geschlossenen Zug durch die Stra­ßen Prags. Unter Rufen wieJuden hinaus!", ,Meder mit der Freimaurer-Regierung!"Den Arbeitern Arbeit! Den Juden den Strick!" gaben sie ihrem Protest gegen die immer neue» jüdischen Provokationen Ausdruck.

Die Bolschewisten haben Figueras geräumt, nachdem sie vorher das Pulver- und Munitions­magazin in die Lust gesprengt hatten. Die natio- nalspanischen Trnvpen sind gestern um 19.30 Uhr in Figueras eingedrnngen.

Der diplomatische Korrespondent desEve- ning Standard" will in amtlichen Kreisen Lon­dons erfahren haben, daß die britische und auch die französische Regierung die Regierung von Bnrgos erst anerkennen wollten, wenn Madrid gefallen sei. Havas meldet Gerüchte, die be­sagen, daß bereits durch Mittelspersonen Be- sprechungen zwischen dem Generalstab Francos und demjenigen des Verteidigers von Madrids desGenerals" Mmja, im Gange feien.

geschlagen. In diesem Fall rückleu die Wehrmänner nicht aus sondern fuhren »ur mit einem Personenkraftwagen a den Tat­ort. Sie mußten seststelleu. daß der Feuer­melder zum zweitenmal mutwillig betätigt worden war.

Mün-rlaMor unferWaorn

Ravensburg. 8. Februar. Ein Fall von schwerer Amtsunterschlagung beschäftigte kürzlich die Navensbnrger Große Strafkam­mer. Ter 38jährige L. R. der in den Jah­ren 1934 bis 1937 bei einem Kommunalen Kreisverband des Lberlandes mit der Füh­rung der Geschäfte des Jugendamtes beauf­tragt war. ließ sich Unregelmäßig­keiten zuschulden kommen. In 13 Fäl- len hat der Angeklagte als Veamter Gelder empfangen oder in Gewahrsam behalten, ohne darüber die erforderlichen Rechenschaf­ten abzulegen. Er hat diese Gelder dann für sich selber verwendet. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen zwölf Vergehen der Untreue je in Tateinheit mit einem Vergehen der Amtsunterschlagung »nd wegen eines Verbrechens der gewinnsüchtigen privaten Urkundenfälschung zu einer Gefängnis­strafe von einem Jahr und zwei Monaten.

eyrung eingebaut ist. Meldegelder werden für das diesjährige Gaufest nicht erhoben, wer jedoch erst nach dem aus 1. Juni festgelegten Meideschluß- termin seine Meldung abgibt. muß die Nachgebühr von 2 RM. bezahlen. Die Kosten sür bie Fest­karte betragen mit Uebernachten 3.50 RM obne Nebernachten 2 RM Durch biete niederen Prell« und durch den Wegfall deS Meldegeldes wird die Zahl der Fesiteitnebmer günstig beeinflußt wer­den. Zum Schluß hielt der in der Zwilch-nzeit ebenfalls eingetroffene Gaupresiewart Schöberl einen Dortrag über Werbe- und Presiemaknabmen

Sie kommenden SZ-Svort Termine

Das Sportprogramm der H i t l e r - I » ge » d !m Gebiet Württemberg (20s ist wesentlich ausge- bniit worden. Die neuen Termine sind:

18./I9. Februar 1939: Gebietsvergleick'Skampf gegen das Gebiet Baden im Ringen und Gewicht­heben in Faurndau und Köngen. 19./26. Febrnsir 1939: 4. Neichswinterkcimpfspiele der Hitler-Ju­gend in Garmisch-Partenkirchen. 26. Febr./5. Marz 1939: Boxlchrgang für die Kebietsbestcn in Stutt­gart. 4./5. März 1939: Gebietsmeisterschaitcn im Fechten in Stuttgart: Gebietsvergleichskampf im Geräteturnen gegen die Gebiete Hochland und Ba­den in Göppingen. 6./I0. März 1939: Fechtlchr- gang sür die Gebietsbesien in Stuttgart. 11./12. März 1939: Gebietsmeisterscl'aft im Geräteturnen in Fellbach. 22./26. März 1939: Hallenkampsiviel der Hitler-Jugend in Stuttgart lNeichSveraiisinl- tung). 2. April l939: Endspiele inn die Bann» Meisterschaft im Fußball. Handball und Hockey. 8./I0. April 1939: Neichsoffenes Fußball-Turnier in Ulm (Ostern). 22.Z23. April 1939: Waldlani der Gefolgschaften und Fähnlein. 27./20. Mai l939: Reichsoffenes Handball-Turnier in Ludwigsbiirg (Pfingsten). In allen Bannen des Gebietes werden bonntag für Sonntag mit den Banmeisterschatten im Geräteturnen die Teilnehmer an den Gr» bietsmeisterschaften ermittelt.