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Lcdensverstcherungsbank für Deutschland in Gatha.! Mein mittleres Logis,

^ ^ ^ ! bestehend in 4 Zimmern, wovon 3 heizbar

Bersicherullgöbestand am 1 Juni 1866 52,040,000 Thlr

Effektiver Fonds am I Juni 1866 . 13,550,000

Jahrcseinnahme pro 1865 ... 2,332,944

Dividende der Versicherten im I. 1866 38 Pro;.

Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide hypothekarische Belegung der vorhandenen Fonds ebenso nachhaltige Sicherheit, wie durch die un­verkürzte Vertheilung der Ueberschüsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten.

Antragsformulare und neuester Rechenschaftsbericht sind unentgeltlich zu haben

bei Gmil Georg« in Calw.

ssind, nebst Küche, Speisekammer, Wasch­küche und sonst erforderlichen Platz, ist bis ^ Martini zu vermietben, 'arm auch nach i Umstanden schon im Augu;. bezogen werden. Friedrich Pfrommer am Markt.

C^-ch bitte, die Beiträge für die Strrbe- kaffe, Pfarrwaisen, arme Honora- tiorentöchter mir entweder senden oder am 2. Juli in Calw übergeben zu wollen.

Dachtel. G. Haller, Pfarrer.

TageSneuigkeiten.

Zuverlässiges Privat-Telcgramm.

Großer Sieg der Oeßerrercker über die Italiener bei Verona.

Se Kön. Maj. haben das erledigte Oberamt Calw dem Herrn RegierungsaffessorThyminReutlingenübertragen. (St.A.)

Stuttgart, 23. Juni. Der König besuchte am Montag das Lager von Urach, am Mittwoch Cannstatt, Fellbach und Schmiden, wo starke Reilerkantonnirunqen sich befinden, und ge­stern das Lager bei Aldingen, wo Se. M. in einem Zelte die Nacht zubrachte.

Stuttgart, 22. Juni. In der gestern Abends abgehaltenen Generalversammlung der hiesigen Schützengilde wurde die Frage, ob sie geneigt sei, für Aufrechterhaltnng der Ordnung uud Schutz des Eigenthums mit aller Kraft cinzutreten, wenn sie hiezu von den Stadt­behörden aufgefordert werden sollte, einstimmig bejaht. Eine Debatte erhob sich mm über die Art der Organisation. Mehrere Redner wie­sen mit begeisterten Worten darauf hin, daß es sich in einer Zeit der furchtbarsten Gefahr über das Vaterland nicht mehr allein von Ver- theidignng der socialen Interessen der eigenen Stadt handeln könne, die ja ein Gebot der Naturnoihwendigkeit sei, sondern von einer all­gemeinen Landesvertheidigung. Die hiesige Schützengilde solle daher in diesem weiteren Sinne die Initiative ergreifen und nicht nur die übrigen Schützenvereinc des Landes zu enger Verbindung, sondern auch sämmtliche Bürger zn gleichen Stücken anfznfordern. Dagegen wurde von Seiten des Ausschusses der Schützengilde cingcwendel, daß die Gilde, als solche, nur in ihren Kreisen wirken könne und solche wei­tere Schritte nicht Sache einer Schützenversammlnng, sondern nur Aufgabe einer allgemeinen Bürgerversammlnng sein könne. Schließ­lich vereinigte mau sich zu dem Beschlüsse, innerhalb der Schützengilde ein militärisch geordnetes Korps zn bilden und die Bürger Stutt­garts aufzufordern, die Gilde in diesem Streben durch zahlreichen Bei­tritt zn unterstützen, zugleich wurde der Ausschuß beauftragt, bei dem Landesschützenausschuß im Namen ider hiesigen Schützengilde den An­trag zu stellen, derselbe wolle sofort die sammllia-en Schützenvercine des Landes auffordern, in gleicher Richtung vorzngehcn.

tuttgart, 22. Juni. (Ein preußischer Kriegsgefangener in Stuttgart.) Diesen Moraen wurde ein preußischer Soldat in voller Uniform in der Restauration des Hotel Royal, wo er ge- müthlicb sein Glas Bier trank und die Zeitung I.s, von einer Patrouille festgenommen und auf die Schlcßwache gebracht. Der­selbe ist ohne Zweifel einer jener Neuausgeboberwn aus Hohen zollern, denen die Weisung wurde, sich einzeln kurchzuschleicken. Der Verhaftete schien sich indeß nicht arg zu grämen, daß er vor­erst von der preußischen Pickelhaube befreit ist,

O I". ff^l der Kupserschmiedmeister Masir si.mmt

seinem 22jährigen Sohne v m Dache der Kapellenkirche von ei­ner Höhe von mehr als 100 Fuß herunter; beide wurden als Leichen wcggelragen.

Ans Hohenzoller n, 21. Juni. Das Gensdarme,reko ps m den Hobenzollern jeden Landen hat die Ordre erhallen, sich für den Abmarsch zu jeder beliebigen Stunde bereit zu ballen. Man erwartet die Uebernahme der Regierung durch eine Kom­mission des Bundes. Die Aushebung, welche am 2. Juli statt- sinden sollte, wird unterbleiben, weil sämmtliche Militärs Besicht

um L'bgang erhalten haben.

In Freiburg wurde die Gründung einer bewaffneten Ver­einigung der Bürger zur ungestörten Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in unserer S adt, sowie zum Schutze und Schirme der Personen und des Eigenthumes beschlossen. Der Verein stellt sich der Staats- und Gemeindebehörde für den Vollzug und zur Unterstützung etwaiger Anordnungen zur Verfügung.

Die geschäftsleitende Kommission des 36er Ausschusses war in

Frankfurt zu einer Sitzung vereinigt. Wie wir hören, hat derselbe beschlossen, aus den noch vorhandenen Mitteln die Beamten in Holstein zu unterstützen, die in Folge der neuen Vorgänge oder deßhalb entlassen werden, weil sie den nenen Eid für Preußen nicht leisten wollen." (B. Ldztg)

Frankfurt, 21. Juli. Aus telegraphischem Wege erhalten wir folgende Nachricht: Preußen hat dem Fürstenthum Reuß ä. L den Krieg erklärt wegen Ausharrens der Fürstin beim Bunde.

Frankfurt, 22. Juni Am Bundespalais ist seit beute Morgen die schwarzrothgoldene Fahne ausgestcckt.

Frankfurt, 21. Juni. Gerückt, daß die Oesterreicher nach einem glücklichen Gefecht in Görlitz eingerückt seien.

Kassel, 21. Juni. Der Kurfürst von Hessen ist von den preußischen Truppen auf seinem Schloß Wilhelmshöhe verhaftet worden. Der Kurfürst wird als Kriegsgefangener behandelt; der Verkehr mit den Ministern ist ihm untersagt Die Ställe sind erbrochen, die Pferde genommen.

Nach derKölnischen Zeitung" stehen die hannoverschen Trup­pen noch in ansevniicber Stärke bei Göilingen. Das Kvrpsdes Generals v. Beyer hat nach sehr anstrengendem Marsche Kassel besetzt. In Hannover haben sich die Korps der Generale v Fal­kenstein und von Manteuffel vereinigt. Die hannoverschen Trup­pen sind also umstellt. Laut der Zeidler'schen Korrespondenz wird in Berlin die Nachricht erwartet, daß dieses Korps gefangen ge­nommen sei

Tie hannover'jche Armee, an der sittlichsten Spitze Han­novers vereinigt, erstrebt die Vereinigung mit ver BundeSarmee; sie ist ans Widerstand murhig vorbereitet. Tie Preußen haben in Hannover ein neues Ministerium ans Hannoveranern ge­bildet. -- Die hannoversche Armee marscbin nach Eisenach, um sich mitten durch die Preußen einen Weg zu bahnen.

Goih a. Ist. Juni. TerNordd. Allgem. Ztg." ftvird ge­meldet: Soeben, Mittags 11 Uhr zieht das Koburger Bataillon mit klingendem Spiel hier ein, aesüvik von Herzog Ernst U. in der Uniform des 7. preußischen KürasfierR-cgimenIs.

Göttingen, 18. Juni Wie man hört, haben sich die Preußen aus Kassel und den von ihnen besetzten hessischen Ort­schaften zurückgezogen. Las 7. Armeekorps (Baiern) rückt in star­ken Märschen nach Norden vor und ist bereits über Fulda hin­aus. - Ein Detachement umerer Pionnicre warf heute Morgen bei Kreiensen vreußische Vorposten zurück und erbeutete 3 preu­ßische Zündnadelgewehre. und sonstige Mcnlirungsstücke.

Detmold, '20. Juni. Preußen bat am 14. Juni die deutschen Regierungen, die gegen die Mobi isirung gestimmt ha­ben, daraus aufmerksam gemacht, daß jede weitere Tbeilnabme an den Veraltungen mit den gegen Preußen im Kriege befindlichen Staaten sie mit ih en friedlichen Beziehungen zu Preußen in Crllfficn bringen müßte.

Köln, '23. Juni. Ter Bal-wverlebr aus der Köln-Gsißener Babn ist seit gestern aus die Sir.cke Köln Wetzlar beschränkt,