Seite 3 - Nr. 75
Nagolder Tagblatt „Der Gesellschafter''
Doaaerslag, Sl. Mürz 1V27
Existenz verspricht, ist in der Gegenwart viel schwerer als in sicheren Zeiten. Wir leben in einer Zeit der Wirtschaftskrisen. Alle Berufe sind von Bewerbern und Anwärtern überfüllt, so daß es für zahlreiche junge Leute außerordentlich schwer ist, überhaupt in das Berufsleben hineinzukommen. So bleiben viele denn „zunächst" ohne Beruf — was natürlich große Gefahren mit sich bringt. Es muß unbedingter Grundsatz bleiben, daß jeder normale und gesunde junge Mensch irgendeinem Beruf zugeführt werden muß. Doch hüte man sich, ihn zü einem Beruf zu zwingen, zu dem er von vornherein keine Neigung und Btfähigung hat. Das schafft Existenzen, die meistens „verkrachen". Bei der Beru'swahl müssen sowohl die Eigenart des Berufes selbst wie die körperlich-gesundheitliche und die geistige Geeignetheit ausschlaggebend sein. Ferner kommt sehr — wenn auch nicht in allen Fällen entscheidend — in Frage, ob die Er- ziehungsverpflichtcten in der Lage sind, die geldlichen Mittel äufzubringen, die für die Lehr- und Ausbildungszeit nötig sind. Mancher junge Mensch muß einen andern Beruf ergreifen, als nach seiner ganzen körperlichen und geistigen Veranlagung für ihn geeignet sein würde, weil die Mittel zur Ausbildung nicht zur Verfügung stehen. Es kommt bei der Berufswahl in allen Fällen darauf an, daß die jungen Berufsanwärter so geleitet werden, daß sie mit starkem Wollen und allen Kräften ihre Ziele verfolgen, daß sie nicht lediglich eine Art „Mitmacher" und „Berufsschuster" werden, sondern zur Meisterschaft gelangen, d. h. so vollkommen in ihrem Beruf werden, wie es nur irgend möglich ist!
Schlutzfeier der Mittelschule
Den Auftakt zu den diesjährigen Schutentlaßfeiern machte gestern abend die hiesige Mittelschule mir einer kleinen, doch sehr schönen Veranstaltung. Ueberhaupt niuß dieser Schulschluß etwas ganz besonderes an sich baden, muß anders wie anderes zusammengestellt sein, denn es soll doch den jungen Menschen, die den ersten Schritt ins Leben hinaus tun, etwas mit auf den Weg gegeben werden. Das Programm der Mittelschule war durchsetzt mit Frühling — Pestalozzi — Beethoven.
Frühling ist draußen in der Natur, Frühling wird nun aüch bei den jungen Menschenkindern, die von der Schulbank fliehen und bei denen das bisherige Leben fast durchweg ein einziger sorgloser Vorfrühling war. Die beiden großen Namen auf dem Programm sind eigentlich Heuer eine Selbstverständlichkeit. Neben in diesem Sinne gut vorgetragenen Gesängen, reizenden schwäbischen Gedichten und Belehrungen aus Pestalozzis Leben, hielt Herr Oberlehrer Sandler seinen Jahresbericht, zu dessen Eingang er in humorgewürzter und doch erfassender Ansprache gute Parallelen zwischen dem Garten, den Blumen und dem Gärtner in O. Löfflers Gedicht „Grüaß Gott" und der Schule zu ziehen verstand. Die Mittelschule verlaßen Heuer 10 Fortbildungsschülerinnen und 1.2 Werk- tagsschülerinnen; ausgenommen werden jedoch keine, sodaß Fräulein G ul, der Herr Sandler im übrigen für ihre Mitarbeit seinen Dank aussoricht, zur Grundschule übertreten muß. Herr Sandler wird die 3 verbleibenden Klassen weiterführen.
Inwieweit nun durch evtl. Wiederholung einer Nichtaufnahme von Schülerinnen die Schicksalsstunde der Mittelschule geschlagen hat, kann man heute noch nicht sagen. Zum Schluß sprach Herr Sandler den Wunsch aus, die Schülerinnen mögen danach streben, im Leben weiter zu kommen, damit sie der Schule, den Eltern und ihrer Vaterstadt zur Ehre gereichten. Mit den Zurückbleibenden aber wolle er, unterstünt von einem verständigen Elternhaus, schaffen und wirken zum Nutzen und Frommen der Jugend.
Diie Schau der 5 Erdteile
die große Menagerie und Raubtierdressur'chau A. Fischer u. C. Holzmüller, die Weltruf besitzt und nach allem, was wir den vorliegenden Pressemeldungen entnehmen können, mit einem ganz außergewöhnlich ausgesuchtem Tiermaterial, sich in der Oeffentlichkeit zeigt und sonst nur in Großstädten gastiert, kommt in den näctsten Tagen nach hier. Es dürfte uns somit mit dieser Tierschau etwas ganz Außergewöhnliches gezeigt werden. Im übrigen verweisen wir auf die heutige Anzeige, sowie auf die in den nächsten Tagen an dieser Stelle und in: Anzeigenteil noch erscheinenden Einzelheiten.
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Der April. „Der April macht, was er will", so heißt es im Volksmund, und um die neckische Launenhaftigkeit des Wetters im April zu kennzeichnen, hat der Volkswitz die Aprilscherze am ersten Tag dieses Monats ins Leben gerufen. Indes, der April kann mehr, als die Philister ärgern. Er führt den zarten Knaben, Frühling, der im März seine ersten Schritte tat, weiter hinein ins Leben, er fördert die emsige Arbeit der Natur an ihrem Frühjahrskleid so gut, daß auch die letzten Spuren des Winters verschwinden. Da wird geputzt und gereinigt mit brennendem Sonnenstrahl, befeuchtet mit flüchtigen Regenschauern, getrocknet und geplättet mit frischen, frohen Frühlingswinden und ehe sichs der hastende Kulturmensch versieht, hat die Natur wieder eines ihrer schönsten, immer wieder bewundernswerten Werke vollbracht: sie hat der Mutter Erde ihr ewig modernes, prächtiges Frühlingskleid übergeworsen. Daher verdient es der April, eines der schönsten Volksfeste, das Osterfest, das Fest der Auferstehung allen Lebens, zu seinen Glanztagen zu zählen. Einer der schönsten Monate ist er gewiß, denn der jugend- kiche Frühling, der hauptsächlich in den April fällt, ist eine Jahreszeit von ganz besonderem Reiz.
ep. Rauchverbot für Jugendliche. Um dem schädlichen Ueberhandnehmen des Rauchens Jugendlicher wirksam zu begegnen, hat das Thüringische Kreisamt Meiningen im Weg einer Polizeiverordnung für alle in Frage kommenden Personen das öffentliche Rauchen, auch in Gaststätten jeder Art, bei einer Strafe bis zu 150 M oder entsprechender Haftstrafe verboten. Und zwar soll die Strafe nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern auch Eltern, Aufsichtspersonen und Gaststätteninhaber treffen, wenn sie das Rauchen von den Jugendlichen dulden. Die Verordnung wird in allen Gaststätten ausgehängt. Als Jugendliche gelten unverheiratete Personen unter 16 Jahren. Wie man hört, beab- fkhtigt man, in ganz Thüringen diesem Beispiel zu folgen.
Nochmals die Aftermiete. Auf unsere Mitteilung, daß ein Gerichtsurteil den Zuschlag für Untervermietung von Wohnzimmern untersag! habe, hat der Stuttgarter Hausbesitzerverein bemerkt, daß in Württemberg ein Zuschlag von 10 v. H. gestattet ist. Wie aus der neuen Verordnung des württembergischen Innenministeriums hervorgeht, hat sich Württemberg nunmehr der Uebunq im übrigen Reich anschließen müssen. Ein besonderer Zuschlag für Untervermietung ist demnach nicht mehr statthaft.
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Pfrondorf, 31. März. Schülerausflng. Auf dem vorgestrigen Schulausflug besuchten die Entlaßschüler Karlsruhe. Um 8 Uhr morgens dort angekommen, wurde zuerst der Stadtgarten besucht. Außer den gärtnerisch gepflegten Anlagen in
teressiertcn besonders der Stadtgartensee, der von Schwänen und Enten belebt war. In einem besonderen Teiche tummelten sich riesige Seelöwen. Außerdem konnten Bären, Leoparden, Affen, Vögel aller Art gut beobachtet werden. Nach der Besichtigung des Schlosses, des Hebeldenkmals führte der Weg an den Rheinhafen. Mittels mächtiger Kranen wurden die im Hafen liegenden Schleppdampfer entleert. In ^«ständigem Marsch gelangten wir an die Ufer des gewaltigen Rheinstromes. Voll Würde und Majestät wälzten sich seine Fluten an uns vorüber. Auf seinem Rücken trug er einen Dampfer, welcher mehrere Kohlenschlepper hinter sich zog. Nicht minder interessierte die Schiffbrücke bei Maxau. Wieder in Karlsruhe ange kommen, wurde noch ein neuzeitlich eingerichtetes Warenhaus besucht. Befriedigt über das Gesehene kehrten die Kinder mit ihrem Lehrer abe nds wieder wohlbehalten ins Heimatdorf zurück.
^ "Ebershardt, 30. März. Don einem Auto erfaßt und überfahren wurde am vergangenen Freitag Nachmittag der 17 Jahre alte Schreinerlehrling Friedrich Roth fuß. als er mit einem Fuhrwerk Möbel für seinen Lehrherren auf die Bahnstation nach Ebhausen führen wollte. Auf der nur 4 Meter breiten Straße überholte das Auto der Deckenfabrik Calw den mit Ochsen bespannten Wagen, wobei wahrscheinlich die Vorderachse des Autos den R. streifte und zu Fall brachte, sodaß das rechte Hinterrad über den rechten Fuß des Lehrlings ging und einen mehrmaligen Bruch des Unterschenkels zur Folge hatte. Von dem sofort haltenden Personenwagen wurde der Verletzte zum nächsten Arzt verbracht, der seine Ueberführung in das Nagolder Krankenhaus veranlaßte. Wen die Schuld bei diesem Unglücksfall trifft, muß e rst die Untersuchung e rgeben.
Untertalheinst^3E März. Versetzung^ Unterlehrer Schwarz, der seit 1. Februar 1922, die hiesige unterlehrerstelle innehalte und während seines Hiersein auch den Organisten- nnd Chmdirigentendienst zur allgemeinen Zufriedenheit — versah, kommt am I. April als Schulamtsverweser nach Magolsheim Oberamt Münfingen Die Gemeinde sieht dieien tüchtigen Lehrer sehr ungern scheiden. Zu seinem Nachfolger wurde Georg Humme l von Donzdorf ernannt._
Obertalheim, 30. März. Dienstliches. Unterlehrer Kramer, beiiiahe 3 Jahre hier tätig, kommt am 1. April 1927 als Unterlehrer nach Horgen OA. Rottweil. Sein Nachfolger wird ein Herr Josef Fi sche W-4
Herrenberg, 30. März. 60. Geburtstag. Am gestrigen
Tage beging Oberlehrer Brosi seinen 60. Geburtstag. Lehrer und Schüler versammelten sich in dem schön geschmückten Schulzimmer zu einer schlichten Feier, die von der tzochschätzung und Verehrung, die dem tieuen Kollegen und Freunde entgegengebracht wird, Zeugnis ablegte.
Letzte Nachrichten
Flugzeugunfall i« Tempelhof — Poor le merit- Flteger Bäumer leicht verletzt Berlin, 31. März Auf dem Flugplatz Tempelhofer- feld verunglückte am Mittwoch Nachmittag der Pour le ment-Flieger Bäumer mit seiner Maschine „Sausewind". Kurz nach dem Start überschlug sich das Flugzeug in 5 in Höhe und stürzte zu Boden Bäumer wurde heraus geschlendert kam jedoch mit leichten Verletzungen davon.
Sämtliche Zentrumsabgeordnete bei der Abftim« muog über den Finanzausgleich Berlin, 31. März. Wegen der Wichtigkeit der Abstimmung beim Finanzausgleich am Freitag hat nach der „Germania" der geschäftsführende Vorsitzende der Zentrumspartei des Reichstages sämtliche Zmtrumsabgeord- nete, die zurzeit in Berlin nicht anwesend sind, telegraphisch um Erscheinen bei dieser Abstimmung ersucht.
Um die Derlöngerung des Republikfchutzgefetzes Berlin, 31. März. Innerhalb der Reichsregierung haben Verhandlungen stattgefunden, ob etwa Teile des Republikschutzgesetzes aus dem Entwurf in das neue Strafgesetzbuch mit übernommen werden sollen. Das Schutzgesetz würde sonst am 31. Juli d. I. ablaufen. Innerhalb der Koalitionsparteien steht es fest, daß rechtzeitig Vorkehrungen getroffen weiden müssen, um ein derartiges Gesetz im neuen Strafgesetzbuch zn sichern. Ueber die Reform ist noch keine Entschließung gefaßt worden.
Mittel zur Kiuderfpeifung Berlin, 31. März. Nach der „Germania" hofft man vor der Verabschiedung des Etats, der Reichsregierung die Bewilligung eines Postens von 5 Millionen Mark für Kinderspeisung abringen zu können. Obwohl die Kinderspeisung eine Sache der Länder ist und der Reichstag es abgelehnt hatte, hofft man in Anbetracht der sozialpolitischen Wichtigkeit der Angelegenheit auf ein Entgegenkommen der Reichsregierung und auf Annahme des Vorschlages in 3. Lesung. Die Vorbereitungsarbeiten liegen in der Hand des Zentrumsabgeordneten v. Guerard.
Berkllndigung des Urteils im Gietzever Fememordprozetz am Donnerstag Gießen, 31. März In der gestrigen Verhandlung des G eßener Fememordprozesfes zog sich der Gerichtshof um 6 Uhr zur Beratung zurück. Nach Mündiger Bera. tung teilte der Vorsitzenve mit, daß die weiteren Beratungen heute Donnerstag fortgesetzt werden sollen und daß mit einer Urteilsverkündung ebenfalls noch heute zu rechnen ist.
Der Warschauer Stadtrat aufgelöst Warschau, 31. März. Der Minister des Innern hat gestern den Warschauer Stadtrat aufgelöst. Die Neuwahlen werden voraussichtlich am 22. Mat stattfinden.
Schwerer Autounfall Henry Ford s New.York, 31. März. Am Sonntag Abend stieß Henry Ford ein schweres Autounglück zu. Ford blieb lange Zeit bewußtlos liegen und schleppte sich nachher in seine Wohnung. Gestern wurde er nun zur Operation in ein Hospiz verbracht.
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Handel und Volkswirtschaft
Die Einfuhr französischer Weine. In einer Versammlung des Pfälzer Bauernbunds ist dagegen Einspruch erhoben worden, datz bei den gegenwärtig schwebenden deutsch-französischen Handelsoertragsoerhandlungen Frankreich eine Weineinfuhr von 130 00V Hektolitern in 214 Monaten zugestanden worden sei. Dazu rrürd halbamtlich bemerkt, Laß «ine Meng« in dieser Höhe nie in Frage gekommen sei. Das Kontingent werde, falls es zu einer Einigung über noch schwebende ander« Fragen komme, nicht 13V OM Ht., sondern nur 70 000 Doppelzentner betragen, was ungefähr 60 000 Hl. entspreche.
Me Kaufkraft des Dollar. Gemessen an der Kaufkraft vor de« Weltkrieg hak der amerikanische Dollar heute nur eine Kaufkraft von 60 Cent <1 Cent gleich 4,2 Pfg.). also etwa 2,52 RM. gegen 4,20 RM. vor dem Krieg. Die Kosten der Lebenshaltung fikr Lohnempfänger und ander« bescheidene Klassen waren nach dem „National Industrial Conference Board" ini Jahr 1026 um 1.8 v. H. niedriger als 1020, aber im Januar 1027 immer noch um 66 v. H. höher als 1014. Dagegen sind die Löhne um 116 v. H. höher als 1914. der Lohnempfänger ist also trog der Dollarenkwertung um 28 v. H. besser daran als vor dem Krieg. Der wichtigste Posten im Arbeiterhaushalt sind die Nahrungsmittel, die ungefähr 40 v. ß der GesamtlebenSkosien auSmachcn. Obgleich die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse stark gefallen und so niedrig sind, daß die amerikanische Landwirtschaft in einer gefährlichen Krise steht, bleiben die Verkaufspreise in den Städten auf gleicher Höhe, d«r Gewinn kommt allein dem Handel zugut. Für die ein Liter Buttermilch muh 1,70 Mark bezahlt werden, und im Gasthaus werden für vier gedörrte Zwetschgen, die man vielfach zum Frühstück genießt, 20 und 25 Cent verlangt, obgleich die Zwetschqenernte besonders in Kalifornien riesige Ertrüge liefert.
Die Metallarbeiter in Frankenthal (Pfalz), etwa 3500 Man», haben, da die Schlichtungsverhandlungen geschehen sind, den Streck ab 1. April beschlossen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß di« Lohnbewegung auf die Haltung der badischen Metallarbeiter Einfluß gewinnt.
Aussperrung in der Zigarrenindustrie? Der Neichsband Deutscher Zigarrenhersteller hat den Spruch des Schüchtungsausschusses abgelehni und einstimmig beschlossen, am 2 April sämtliche Arbeitnehmer mit Wirkung vom 16. April auszufperren. Es werden davon rund 125 000 Arbeiter betroffen.
Stuttgart, 30. März. DerWürtt. Sparkasjen-Giro- verband har seinen Geschäftsbericht für daS Jahr 1926 nebst demjenigen seiner Bankanstalt, der Mürtt. Girozentrale, vorge- legi. Das Jahr 1026 schließt mit einem Gewinn von 1 140 030,08 NM. ab. nachdem Abschreibungen in Höhe von 400 392 NM. und Rücklagen >n Höhe von 150 000 RM. erfolgt sind. Die letzteren, sind damit aus 800 MO NM. gestiegen. DaS eine halbe Million NM. betragende Betriebskapital wird mit 8 Prozent verzinst. Die Sparguthaben sind im Jahr 1026 von 70,4 aus 136,7 Millionen NM., die Dcposileneinlaaen von 30.6 aus 62.3. die Giroguthaben von 57,4 auf 75 Mil!. RM. gestiegen. Die Württ. Girozentrale hat auf dem Gebiet des Kommunalkredits eine Gesamtleistung von rund 48 587 000 NM. aufzuwcisen. Privaikredite wurden in 53 Fällen mit zusammen 1 760 400 NM. gewährt.
Pforzheim, 29. März. Schlachloiehmarkt. Austrieb: 3 Ochsen. 10 Kühe, 36 Rinder, 5 Fnrren, 1 Kalb, 326 Schweine. Preise: Rinder 1. 58—62, 2. 54-^8. Schweine 1. 65—68. 2. «14 bis 67, 3. 59—63 4l. Marktverlauf: langsam.
Viehpreise. Bönnigherm: Kühe 280—4M, Kalbinnen 480 bis 550, Rinder 280—400, Kleinvieh 270—280. — Sielmin- gena. F.: Kühe 380—720, Rinder 350-520, Kleinvieh 180—320.
— Sigmaringen: Jungvieh 211—270
Schweinepreise. Aalen: Milchschweine 20—31. — Besigheim: Milchschweine 18—25, Läufer 56. — Lauingen: Saugschweine 15—25, Läufer 35—50. — Leutkirch: Ferkel 25—28.
— Ludwigsburg: Milchschweme 18—33, Läufer W. — Riedlin gen: Mutlerschweine 180—210, Läufer 4V—70, Milch- schwel»« 20—25. — Schwenningen: Milchschweine 23. — Sigmaringen: Ferkel 25—32 d. St.
Fruchtpreise. Aalen: Sommerweizen 16, Weizen 15—15DV. Mischling 13, Roggen 12.60-13, Gerste 13.50—14. Hafer 10.30 bis 13, Ackerbohnen 12, Futtererbsen 13.50, Wicken 14—15. —
Gestorben«:
Calw: Gottliebin Veigel, geb. Wagner, 78 I.
Grüntal: Anna Oesterle, 21 I.
H uzenbach: Eva Maria Finkbeiner, geb. Finkbeiner, «6 I.
Dettageu-Hinrveis.
Vollwertige Nahrungsmittel um billiges Geld — das ist in der heutigen Zeit ein begreiflicher Wunsch. Dieser wird hinsichtlich der täglichen Suppe restlos erfüllt durch Maggi's Suppenwürfel. In der gleichen Weise wie die Hausfrau in der Küche ihre Suppe kocht, werden Maggi's Suppen im großen aus den besten Rohstoffen mit peinlicher Sorgfalt hergestellt. Ein Würfel, ausreichend für 2 Teller köstlicher Suppe, kostet nur 13 Pfennig Man beachte den der heutigen Lokalauflage unseres Blattes beigefügten Prospekt.
Vas Detter
Die Störungen auS dem Nordwesten dauern fort, so daß M reitag und Ämstag immer noch zeitweilig bedecktes, auch z» tiederschlägen geneigtes Weiter zu erwarten ist.
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