Nr. 250

Mottenkonferenz in London am 2. Dezember

London, 24. Okt. Die britische Regierung hat die Unterzeich­ner des Londoner und des Washingtoner Flottenvertrages zu einer am 2. Dezember in London beginnenden Konferenz über die Frage der Flottenbsgrenzung einge­laden. Die Einladungen wurden den Voischaftern der vier in Frage kommenden Mächte. Amerika, Frankreich. Ita­lien und Japan, zugestellt.

Die britischen Dominien haben keine formale Einladung er­halten, doch ist es ihnen, Preß Association zufolge, anheimgestellt worden, Vertreter zu entsenden, falls sie dies wünschen sollten. In englischen Kreisen wird angenommen, daß die Londoner Bot­schafter der Flottenmächte die Führung ihrer Abordnungen über­nehmen werden.

Aus emrt var ko«

Altensteig, den 25. Oktober 1935.

Halbmast am Samstag im ganzen Reichsgebiet. Der

Rerchsminister des Innern gibt folgendes bekannt: Aus Anlaß des Ablebens des Reichsstatthalters und Gauleiters Loeper flaggen am Veisetzungstage Samstag, den 26. ID., die staatlichen und kommunalen Verwaltungen, Anstalten und Betriebe, die sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts und die öffentlichen Schulen im ganzen Reichsgebiet, also nicht nur im Eaubezirk Magdeburg, halbmast.

Morgenrot. Am Samstag und Sonntag läuft

in denGrünen Bauin"-Lichtspielen ein. gewaltiges Film- wert, nämlich der U-BootfilmMorgenrot". Er­schütternde Bilder zeigen die heldenhaften Taren und das furchtbare Sterben unserer U-Voot-Matrosen

Abschied der Ferienkinder. Die seit fünf Wochen hier und in der Umgebung untergebrachten Ferienkinder aus dem Gau Halle-Merseburg kehrten gestern in ihre Hei­mat zurück. Man sah es allen den Kindern an, daß sie sich bei uns im Schwarzwald recht gut erholt haben und den meisten fiel der Abschied von ihren Pflegeeltern recht schwer. Wollen wir hoffen, daß die Kinder gerne an ihren Ferienaufenthalt bei uns denken.

Aufbrauchsfrist für Frachtbriefe alten Vordrucks. Die Reichsbahndirektion teilt mit: Wenn das neue Internatio­nale Uebereinkommen über den Eisenbahnsrachtverkehr, bas auch das neue Muster für den internationalen Frachtbrief bringt, in Kraft treten wird ist noch unbekannt. Auch steht noch nicht fest, wann die neuen deutschen Frachtbriefmuster werden veröffentlicht werden und von wann an Deutsche Frachtbriefe nach diesem Muster werden verwendet werden können. Es ist aber oamit zu rechnen, daß die neuen Deut­schen Frachtbriefe nicht vor dem 1. Juli 1936 herauskom­men und datz die alten deutschen Frachtbriefvordrucke noch bis zum 1. Januar 1937 werden verwendet werden dürfen.

Zwerenberg, 25. Oktober. (Neues Schulhaus.) Unser Ort hat ein neues Schulhaus erhalten, dessen Weihe am kommenden Samstag erfolgen soll. Dieser Tag wird für unser Dorf ein Festtag werden.

Martinsmoos, 25. Oktober. (Amtseinsetzung.) Gestern abend wurde im festlich geschmückten Sitzungssaal von Landrat Nagel und in Anwesenheit des stellv. Kreis­leiters von Calw und des Eemeinderats, Bürgermeister Fritz Dürr feierlich in sein Amt eingesetzt. Anschließend and in derKrone" im Beisein der Bürgerschaft eine Nach- eier statt.

Hochdorf (Kr. Freudenstadt), 25. Oktober. Gestern abend zwischen 17 und 18 Uhr ereignete sich im Nagoldtal an der Stratzenabzweigung nach Hochdorf ein schwerer Verkehrsunfall. Der Schneidermeister Gottlob Bauer von Hochdorf kam von da und stieß beim Einbiegen in die Nagoldtalstraße, um talaafwärts zu fahren, mit einem talabwärts fahrenden Lastzug von Altensteig zusammen und war sofort tot. Zur Klärung der Schuldfrage wurden sofort vom Landjägerstationskommando Nagold und dem Amts­gericht Freudenstadt umfassende Erhebungen angestellt. Der Ertötete stand im 37. Lebensjahr und war als biederer und braver Geschäftsmann bekannt. Er hinterläßt eine Witwe mit vier Kindern im Alter von 1'/- bis 11 Jahren.

Dornstetten» 24. Oktober. (Es war ein gesegnetes Jahr. Vaulandumlegung.) Der Geschäftsgang im letz­ten Sommerhalbjahr war hier im allgemeinen wirklich befriedigend. Selbst das Vauhandwerk hatte laufend Be­schäftigung gehabt. Auch der Bauernstand kann auf ein gesegnetes Jahr zurückblicken. Zur Zeit ist die Gemeindeverwaltung u. a. mit der sogenannten Vau­landumlegung beschäftigt. Es soll nämlich das neue Baugelände im Höfle bezw. an der Glattalstraße völlig neu eingeteilt und auf die Grundbesitzer ihrer Ansprüche ent­sprechend verteilt werden. Es handelt sich um die Schaf­fung von 26 Bauplätzen.

Baiersbronn, 24. Oktober. (Kommende Ski-Veranstal­tungen.) Vom Schneeschuhverein Baiersbronn wird ge­schrieben: Der SV. Baiersbronn hat außer seinen Ver­einsveranstaltungen folgende Veranstaltungen zur Durch­führung übertragen erhalten: 10.14. Januar 1936: Springerkurs unter Leitung von L. Lantschner; 11./12. oder 18./19. Januar 1936: Kreislauf; 23. ^Februar 1936: Staffelmeisterschaften. Großer verbandsoffener Sprunglauf un der Murgtalschanze.

Neuenbürg» 24. Oktober. (Zur letzten Ruhe gebettet.) Ein ungewöhnlich großer Leichenzug geleitete den am Mon- tug so jäh aus dem Leben geschiedenen Gastwirt und Metz­ger Karl Silbereisen zur letzten Ruhestätte. Der Tote, der ein Alter von 49 Jahren erreicht hat, entstammte einer alteingesessenen hiesigen Metzgersfamilie. Die Gast­stätte Silbereisen ist weit über Neuenbürgs Grenzen und namentlich auch in Pforzheim bekannt. In den letzten Jah­ren war Herr Silbereisen Bezirksverwalter der Wirtschafts- gruppe des Gaststätten- und Veherbergungsgewerbes.

Mldbad, 24. Oktober. Der erste Schnee fiel vor­gestern auf dem 1000 Meter hohen Hohloh. Aeber der

Sck»»«rri>EV»ei- Tageszeitung

Kammhöhe des Berges wirbelten die Schneeflocken und boten ein winterliches Bild. Die Temperaturen bewegten sich um den Nullpunkt.

Wildbad, 24. Oktober. (Autounfall.) Beim Ausweichen gegen ein entgegenkommendes Lastauto mit Anhänger fuhr ein Karlsruher Personenauto über den Gehweg auf einen Baum. Der Aufprall war sehr heftig, so daß nicht nur das Auto erheblichen Schaden davontrug, sondern auch der Fahrer besonders am Fuß schwer ver­letzt wurde. Die Ueberführung des Fahrers erfolgte ins Krankenhaus nach Karlsruhe. Auch ein zweiter Insasse des Wagens trug durch die Elassplitter im Gesicht einige Verletzungen davon. Da das Lastauto seine Fahrt anschei­nend unerkannt fortsetzte, läßt sich über die Schuldfrage noch nichts Bestimmtes sagen.

Calmbach a. E.» 24. Oktober. Der in weiten Kreisen bekannte Bauunternehmer Christian Kiefer ist nach langem, schwerem Leiden im Alter von 65 Jahren ge­storben. Seine Beerdigung findet am Samstagnach­mittag statt.

Horb a. N.» 24. Oktober. (Die spinale Kinderlähmung ausgebrochen.) Vorgestern wurde der erste Fall spinaler Kinderlähmung festgestellt bei einem achtjährigen Mädchen, das sofort nach Tübingen in die Kli­nik verbracht wurde. Medizinalrat Dr. Mauthe ordnete sofort die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen an, um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken. Vier Klaffen der hiesigen Schulen wurden bis 3. November geschlossen. Man ist der Meinung, daß die Krankheit aus Ravensburg hierher verschleppt wurde. Es besteht auch die Möglich­keit, datz durch die ausgedehnten Bauarbeiten auf dem Kreuzer, wo Arbeiter aus den verschiedensten Gegenden beisammen sind, die spinale Kinderlähmung eingeschleppt wurde.

Stuttgart, 24. Okt. (60 000 Mark Eintopf­spende.) Das Ergebnis von 59 826 RM. am ersten Ein­topf-Sonntag stellte einen würdigen Auftakt des diesjähri­gen Winterhilfswerks dar. Im Vorjahr belief sich die Summe auf 52 219 RM.

Württ. Verwaltungsakademie. Im festlich ge­schmückten großen Hörsaal der Technischen Hochschule Stutt­gart eröffnete die Württ. Verwaltungsakademie ihr Win­tersemester 1935 36. Zahlreiche Verwaltungsbeamte nah­men an der Eröffnung teil. Der Leiter der Württ. Verwal­tungsakademie, Staatssekretär Waldmann, bemerkte u. a., daß sich die Verwaltungsakademien, nachdem ibrer Einrich­tung mancherlei Zweifel und Schwierigkeiten entgegenstan­den, heute in ganz Deutschland einer stetig zunehmenden Anerkennung erfreuen dürfen. Das Arbeitsziel der Verwal­tungs-Akademie: Die Schäftung einer Führerschule für die Leiter der Verwaltung lasse es als notwendig erscheinen, daß auch die höhere Beamtenschaft stärker als bisher an den Vorlesungen teilnimmt. llmversitätsprofessor Dr. Feine- Tübingen hielt die erste Vorlesung über:Die Reichsgrün­dung Bismarcks", in der er in fesselnder Darstellung das Werk und die Tragik des Altkanzlers den Hörern nahe brachte.

Waldbnrg, OA. Ravensburg, 24 Okt. (Immer wie­der die Tollkirsche.) Hier ein fünfjähriges Mäd­chen 1012 Tollkirschen, die es in der Nähe des elterlichen Hauses in einem Gebüsch fand. Beim Nachtessen zeigten sich die Folgen dieses gefährlichen Genusses. Erst am andern Morgen wurde der Arzt gerufen, der sofort die Vergiftung feststellte und entsprechend eingriff. Seiner Kunst ist es zu verdanken, daß das Kind mit dem Leben davonkam.

Waiblingen. 24. Okt. (VomZugüberfahren) Am Mittwoch abend fand man aus der Remstal-Strecke, etwa 100 Meter von der Haltestelle Rommelshausen, den 34 Jahre alten verheirateten Rechtsanwalt Dr. Otto Hahn- Waiblingen in schwerverletztem Zustand auf. Er wurde von dem Zug überfahren und zog sich dadurch schwere Verletzun­gen zu. Ein Bein war ihm ganz, das andere teilweise ab­gefahren. Nach seiner Einlieferung ins Kreiskrankenhaus ist der Bedauernswerte gestorben. Der Hergang des Unfalls ist noch näher zu klären.

Rudersberg, OA. Welzheim, 24. Okt. (Zusammen­stoß.) Der unabgeschrankte Eisenbahnübergang zwischen Rudersberg und Schlechtbach, der schon mehrmals Opfer for­derte, wurde am Dienstag abend wieder Schauplatz eines Zusammenstoßes. Als Autovermieter Albert Lang von Mit­telschlechtbach mit seinem neuen Lastwagen das Bahngleis überfuhr, geriet er vor den gleichzeitig heransahrenden Milchzug Während sowohl der Lastwagen als auch die Lo­komotive durch den Zusammenprall starke Beichädigungen davontrugen, wurde der Beifahrer durch die Windschutz­scheibe geschleudert und erlitt schwere Schnittwunden.

DerkehrsSeschMkimgen in Ravensburg

weitgehend aufgehoben

Der Innenminister teilt mit: Nachdem in Ravensburg keine weiteren Erkrankungen an spinaler Kinderlähmung mehr aufgetreten sind, konnten die örtlichen Polizeibehörden von heute an die einschneidendsten Verkeyrsbeschrä »lan­gen 'aufheben. Es ist somit die Reiseverkehrs­sperr e, das Verbot des Gaststättenbesuchs, das allgemeine Ver­sammlungsverbot einschließlich der Kirchenschließung außer Kraft gesetzt. Dies konnte allerdings nur im Ver­trauen auf die besonnene Haltung des größten Teiles der Be­völkerung geschehen, welche llebertretungen der ergangenen Ver- bote, wie sie von einzelnen und von seiten einiger Geistlichen erfolgten, scharf verurteilt. Es wird auch voraussichtlich möglich sein, den Schulunterricht mit Ausnahme der Kindergärten in einigen Tagen wieder auszunehmen.

Den unsinnigen Gerüchten, die über die Ausbreitung der Epi­demie und die notwendigen Maßnahmen immer wieder aufge­treten sind, stelle ich die Tatsache entgegen, daß im ganzen seit Beginn des Jahres 1935 44 Erkrankungsfälle an spinaler Kin­derlähmung (seit dem Beginn der Epidemie ab 23 September 49 Fälle) in Ravensburg ausgetreten sind; davon ist 1 Kind gestorben: für den zweiten Todesfall, von dem in meiner Mit­teilung vom 12. Oktober 1935 die Rede war. wurde nachträg­lich eine andere Krankheit als Todesursache festgestellt. Der Verlauf der Erkrankungen ist weiterhin günstig. Die erlassenen

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Sperrmaßnahmen haben sich, wie einzelne iprkranlungen vet Uebertreiung derselben gezeigr haben, durchweg als notwendig und zweckmäßig erwiesen. Der Bevölkerung danke ich bei dieser Gelegenheit siir ihre unentbehrliche Mitarbeit, wie ich anderer­seits die böswilligen oder fahrlässigen Zuwiderhandlungen ein­zelner verurteile, die immer noch kein Verständnis für dis schick­salhafte Verbundenheit des Volkskörpers, besonders in Notzei­ten, haben. Ich muß nun auch erwarten, daß die mehrfach zu beobachtende ablehnende Haltung gegen die Ravensburgcr Be­völkerung aufgegeben und der schwer geschädigten Stadt un­nötige und kränkende Zurücksetzung erspart wird.

IMrerlagung von Hitlerjugend und Arbeitsdienst

Heilbronn, 24. Okt. Die Führer der Hitlerjugend und die Hauptfllhrer des Arbeitsdienstes Württemberg waren hier zu einer gemeinsamen Tagung versammelt mit dem Ziel, die kame­radschaftliche Zusammenarbeit beider noch enger zu gestalten. Gauarbeitsführsr Pg. Müller skizzierte das gemeinsame Ziel, die erstmals in der deutschen Geschichte einheitlich zusammen­gefaßte Jugend politisch auszurichren. Der Arbeitsdienst bilde dort weiter, wo die Hitlerjugend aushöre. Gebietsführer Gun­dermann betonte die kameradschaitliche Zusammenarbeit mit dem Arbeitsdienst. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Arbeits­dienstlager wurden verschiedene Arbeitslager in der näheren und weiteren Umgebung besichtigt. Am Mittwoch abend fand eine Feierstunde der HI. im Hose des Deutsch-Ordenshauses statt, bei der H. Menzels chorisches SpielIn unsern Fahnen lodert Gott" aufgesührt wurde. Am Donnerstag wurde das Kochendorier Salzwerk besichtigt. Hierauf findet in Wimpfen eine geschloffene Arbeitstagung der HI. statt..

AttkoufkgtMtilMaft «Alt. Mollertlerr e.H.m.h.5.

Die Verkaufsgemeinschaft Württemberg. Molkereien eEmbH. soll die Aufgaben übernehmen, welche seither durch die dem Württ. Landesverband landw. Genossenschaften e. V. angeschlossene Abtei­lung Milcherzeugnisse in Ulm erledigt wurden. Der württembergische Prüfungsverband muß diese Abteilung auflösen, weil es den Prüfungsverbänden auf die Dauer nicht möglich ist, derartige wirtschaftliche Unternehmungen zu betrei­ben. Die an der seitherigen Absatzzentrale württembergischer Molkereien beteiligten Betriebe haben jedoch das Bestreben, ihren Vutterabsatz nach wie vor gemeinschaftlich durch eine zen­trale Absatzorganisation durchzuführen, und sehen deshalb in der neu gegründeten Verkaufsgemeinschaft württembergischer Molkereien ein wirksames Mittel zur Weiterverfolgung ihrer Ziele. Für die Verlegung des Geschäftssitzes nach Stuttgart waren die für den dortigen Platz erheblich besseren Verkehrs­verhältnisse bestimmend, da es der Leitung der Genossenschaft in erster Linie mit darauf ankommt, durch bessere Ausnützung der Beförderungsmittel und die dadurch erzielten Frachterspar- nisse das Betriebsergebnis im Interesse der angeschloffenen Molkereibetriebe günstig zu beeinflussen.

Der Vorsitzende des Vorstandes der Verkaufsgemeinschaft württembergischer Molkereien eEmbH., Stuttgart, ist Dr. Fr. Brixner. Zgm Vorsitzenden des Äussichtsrats wurde der Vorsitzende des Württ. Landesverbandes landw. Genossenschaf­ten e. V., Stuttgart, Bürgermeister Waldmann, Tiefenbach, OA- Crailsheim, gewählt.

Die ne« gegründete Verkaufsgemeinschaft württembergischer Molkereien fall über den Rahmen des alten Unternehmens hin­aus eine noch weitergehende Zusammenfassung des Angebotes der wiirttembergischen Molkereien bringen. Die teilweise recht kostspieligen Verkaufseinrichtungen der einzelnen Betriebe kön­nen durch die geplante Zusammenfassung vereinfacht und da­durch verbilligt werden. Die bisher schon an die seitherige Absatzzentrale angeschlvssenen Molkereien finden in der neue« Organisation eine der seitherigen vollauf gleichwertige Einrich­tung für den Absatz ihrer Erzeugnisse.

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Aus Baden, 24. Oktober. (Wieder durchgehender Ver­kehr auf der Schwarzwaldbahn.) Mit dem 22. Oktober ist die am 26. September eingetretene Verkehrsunterbrechung auf der Schwarzwaldbahn zwischen Hornberg und Triberg aufgehoben worden. Sämtliche Züge verkehren wieder durchgehend.

Ofsenburg, 24. Oktober. (Drei Jahre Zuchthaus wegen Un­treue.) Die Strafkammer verhandelte in mehrtägiger Sitzung den Fall Dr. Hurst. Der Angeklagte hatte sich als unfähig erwiesen, die Tätigkeit eines Rechtsanwaltes auszuüben und sich dazu noch in einer Reihe von Fällen der Untreue schul­dig gemacht. Das Urteil, das am Dienstagnachmittag gefällt wurde, lautete auf 3 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Ehrver­lust und 900 <4l Geldstrafe. Außerdem wurde Dr. Hurst die Fähigkeit aberkannt, öffentliche Aemter zu begleiten.

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Großrundfunksender Langenberg wieder in Betrieb. Der

Großrundsunksender. Langenberg (Rheinland), dessen Funk­turm bekanntlich am 10. Oktober infolge eines Unwetters einstürzte, arbeitet seit dem 24. Oktober 6 Uhr wieder mit seiner normalen Leistung von 100 Kilowatt.

Der Schneefall im Riesengebirge. Die in der Nacht zum Dienstag eingetretenen Schneefälle im Riefengebirge haben mit kurzen Unterbrechungen angehalten. Donnerstag mor­gen melden Schlesierhaus und Schneekvppe eine Schneehöhe von 50 Zentimeter, die Reifträgerbaude 3035 Zentimeter Schneehöhe. Infolge der Verwehungen liegt der Schnee ftel- lenweise 11Meter hoch.

Eeheimrat Dr. Remyolv seeverg -s. Am 23. Orrover r>r Eeheimrat Reinhold Seeberg, Professor an der Universität Berlin, Direktor des Instituts für Sozialethik, Ehrendoktor aller Fakultäten und Inhaber des Adlerjchildes des Deut­schen Reiches, in seinem Landhause zu Ahrenshoop (Pom­mern) verstorben. Mit ihm ist einer der bedeutendsten evan- gelischv» Theologen der Gegenwart vahingegangen, ein Mann, dessen Name nicht nur im Bereich der theologischen Wissenschaft, sondern auch darüber hinaus im kirchlichen, so­zialen und politischen Leben ein Programm bedeutete.

Eine Goethe-Straße in Teheran. Die Stadtverwaltung von Teheran hat kürzlich eine der schönsten Straßen der kai­serlichen Hauptstadt zu Ehren des großen deutschen Dichters Goethe in Goethe-Straße umbenannt.