Nr. 221

Schwarzwälder Tageszeitung

Heidenheim, 20. Sept. (Kraftwagenunfall.) Eine hier durchfahrende Kraftfahrabteilung Wiirzburgs ist von einem schweren Unglück betroffen worden. Zwei mit etwa Zg Soldaten besetzte Lastwagen befanden sich auf der Durch­fahrt nach Ulm. Etwa um 8.30 Uhr befanden sich beide Wa­sen aus der Fahrt durch Heidenheim und wollten, durch die Miner Straße kommend, die Bahnunterführung bei der Firma Voith durchfahren. Aus bisher noch nicht geklärten Gründen ereignete sich nun ein Unfall, der schwere Folgen hatte. Die Schutzscheibe des Wagens sowie die unter dem Echutzdeck sitzenden Soldaten wurden erfaßt und die Solda­ten zum Teil schwer verletzt. Drei der Berletzten konnten bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden, während sechs Leicht- und vier Schwerverletzte sich noch im Krankenhaus befinden.

Friedrichshafen, 20. Sept. (Schmuggelunwesen.) Kommt da Mittwoch früh eine Dame aus Reutlingen, die hier Verwandte hat, und wollte mit dem fahrplanmäßigen Dimpfschiff um 8 Uhr nach Romanshorn fahren. Bei der Zollrevision wurde sie von dem diensttuenden Beamten ge­fragt, ob sie nicht mehr Geld als 10 Reichsmark bei sich habe. Auf wiederholtes Befragen antwortete sie immer mit Nein. Der Beamte traute ihr aber nicht und bat sie, ihre Hand­tasche zu öffnen. Darin befanden sich nun aber rund 900 RM. Die Folge davon war, daß dieses Schmuggelgeld sofort beschlagnahmt wurde. Die verdutzte Dame konnte wohl ihre Rückreise antreten, aber sie wird sich noch nach­träglich mit der Staatsanwaltschaft auseinandersetzen müs­sen.

Gmünd, 20. Sept. (Falsches Gerücht über den Hornberg.) Die Leitung der Reichssegelfliegerschule Hornberg gibt bekannt: In der letzten Zeit treten immer wieder Gerüchte auf, daß die Reichssegelfliegerschule Horn­berg für den Besuch durch das große Publikum gesperrt sei. Woher diese Gerüchte kommen, ist nicht festgestellt, jedoch sind diese in keiner Weise haltbar und der Besuch der Reichs­segelfliegerschule Hornberg ist wie seither jedem Volksge­nossen möglich. Die Reichssegelfliegerschule Hornberg freut sich über das lebhafte Interesse, das der oft zahlreiche Be­such der Schule bekundet und der DLV. gibt jedem Volksge­nossen Einblick in die Arbeit, die dort im Stillen geleistet wird.

Gaildorf» 20. Sept. (Einbruch in die Kapelle.)

! In das historische Kirchlein im benachbarten Mittelrot ! wurde eingebrochen und eine Muttergottes-Figur, die Al- ! tertumswert hat, entwendet. Die Figur stammt aus der s Zeit 1480 bis 1530. Lieber die Täterschaft und den Hergang ! des Diebstahls herrscht noch Dunkel.

Bezahlung der Handwerker-Rechnungen

Ein Aufklärungsfeldzug des Handwerks

Der Reichsstand des Deutschen Handwerks hat einen Auf- Aärungsfeldzug für die pünktliche Bezahlung der Hand­werker-Rechnungen, für den Abbau der Vorgwirtschaft und die Hebung der Schuldnermoral eingeleitet. Zunächst wird den Handwerkern Gelegenheit gegeben, in einer einheit­lichen Aktion, ohne Verärgerung ihrer Kunden, ihre fälli­gen Forderungen einzuziehen, mit dem erhaltenen Gelds ihre Schulden zu bezahlen und mit den verbleibenden Be­trägen die Weihnachtsumsätze zu finanzieren, also Werk­stoffe einzukaufen und nach Möglichkeit neue Gesellen ein­zustellen. Nach Einziehung der fälligen Forderungen soll dann die verhängnisvolle BorgwirtschaftimHand- werk abgebaut werden. In den nächsten Tagen werden die Handwerker im ganzen Reich ihre fälligen Rechnungen oder Mahnungen herausgehen lassen, verbun­den mit einer freundlichen Aufforderung des Reichsstan­des, dem Handwerker seine Rechungen pünktlich zu bezahlen. 2m Zusammenhang mit dieser Aktion wird betont, daß selbstverständlich hierbei die nötige Rücksicht auf die not- leidenden Volksgenossen, besonders aus notleidende Fami­lienväter, genommen werden soll.

Ausruf zum ErnledankLag LS35 auf dem BMeberg

Des Bauern Ernlejahr neigt sich seinem Ende zu. Unzählige Hände waren nn Frühjahr, im " umer und un Herbst tätig, zu pflügen, zu säen und zu ernten. Lauer und Landarbeiter haben in gemeinsamer Arbeit die deutsche Ernte unter das Dach ge­bracht, dem deutschen Volke damit ein weiteres Jahr sein Brot gesichert. Am 6. Oktober ist Erntedanktag. Wie in den »ergangenen Jahren, so werden auch wiederum an diesem Ernte­danktag viele Hunderttausende auf dem Vückeberg Zusam­menkommen, um gemeinsam dem Himmel Dank zu sagen für die Ernte dieses Jahres. Bauern und Landarbeiter werden sich M dieser Feier vereinen, und sie werden dem Führer Dank sogen für alles, was er für das deutsche Bauerntum bisher getan hat. Wenn die Abordnung der Bauern dem Führer die Ernte­krone überreicht, so legt sie damit Zeugnis ab, daß er es gewesen ist, der das Bauerntum zur starken Stütze des deutschen Volkes gemacht hat Darum wollen sie ihm ins Auge schauen und sich aufs neue verpflichten zu weiterer Aufbauarbeit.

Aber nicht nur die Bauernschaft soll auf den Bückeberg kom­men, sondern die Einladung ergeht an alle Volks­genossen. Die Feier des Erntedankes soll ein Fest sein für bas gesamte Volk. Sie soll die schicksalhafte Verbundenheit von Dorf und Stadt, von Bauer, Bürger und Arbeiter lebendig zum Ausdruck bringen. Vor allem sollen die Gefolgschaften land­wirtschaftlicher Betriebe an diesem Feste teilnehmen. Die Be­triebssichrer sollen den Gesolgschaftsleuten, die ihnen jahrelang treu gedient haben, die Gelegenheit geben, das Erntedankfest auf dem Vückeberg zu besuchen. Gewährung von Urlaub, Wei­terzahlung des Lohnes und ein Unkostenbeitrag sind ein gerecht­fertigtes Entgegenkommen für treue Dienste.

Der Nationalfeiertag des Erntedankes auf dem Vückeberg soll überwältigend die schicksalhafte Zusammengehörigkeit des ganzen deutschen Volkes beweisen; Stadt und Land werden darum ge­meinsam an seiner Feier teilnehmen.

Landesstellenleiter des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda: gez. Schmidt.

Der Landesbauernführer: gez. Arnold.

Die letzte Entscheidung über den Erfolg oder Mißerfolg «nferer Arbeit hängt ab vom Erfolg der Rettung unseres Bauernstandes. Adolf Hitler.

! Lu- Va-es

! Pforzheim, 20. September. (Die Fahnentanne beim Pforz­heim gefällt.) Eine uralte große Riesen-Weißtanne erhob sich bis vor kurzem am Erzkopf, der ersten größeren Erhebung am nördlichen Schwarzwald, der wie ein Wächter die Eingangs- ! pforke bewacht. Nun haben Holzhauer ihres Amtes gewaltet uns lang ausgestreckt liegt der Riese auf dem Boden.Fah - nent an ne" hieß dieser Riese (mindestens 170 Jahre alt), weil dort oben in den neunziger Jahren einst eine deutsche Reichsflagge wehte, die ein mutiger Bursche dort angebracht hotte. Der letzte Sproß eines Baumschlages, von dem noch vor - dem Kriege eine ganze Reihe solcher Riesen gen Himmel ragten, z ist verschwunden. Im vorigen Jahre hatte der Sturm den s Gipfel abgerissen und dem Baum, der einst über 40 Meter maß, s den Todesstoß versetzt; denn als er jetzt gefällt wurde, war kein j einziger grüner Ast mehr zu sehen.

j Mim Nachrichten aus aller Well

s Danktelegramm des Kaisers von Japan an den Führer.

^ Der Kaiser von Japan hat an den Führer folgendes Dank- i telegramm gerichtet:Botschafter Mushakoji hat mir soeben § das Gemälde mit dem Porträt des Kaisers Saga überreicht, das Eure Exzellenz mir gütigst zum Geschenk gemacht haben. Ich bin sehr glücklich, in dieser Gabe die freundliche Ce- ! sinnung Eurer Exzellenz zu erkennen, deren hohen Wert ich k zu schätzen weiß, und sage Ihnen meinen herzlichsten Dank.

§ Vollstreckung eines Todesurteiles. Am 20. September ist m Ulm der 1907 aeborene Bruno Weißhaupl hingerichtet worden. Weißhaupt war vom Schwurgericht in U l m wegen Raubmordes an der 72jährigen Händlerin Kreszentia Kö­nig zum Tode und mm dauernden Verlust der bürgerlichen s Ehrenrechte verurteilt worden.

! Fünf Kinder an Pilzvergiftung gestorben. In Sashalon j bei Budapest erkrankten eine Arbeitersirau und ihre fünf > Kinder im Alter von 6 Monaten bis 11 Jahren nach dem Genuß von Pilzen an schwerer Pilzvergiftung. Die fünf Kinder sind gestorben. Der Zustand der Mutier ist hoff­nungslos.

Eisenbahnzug von Räubern überfallen. Wie die Zeitung °Schnpao" berichtet, haben Räuber einen Anschlag auf die ! Eisenbahn MukdenKiron ausgeführt. Sie rissen im Süd- l abschnitt der Strecke die Gleise auf, sodaß der Zug aus den Schienen sprang und sich überschlug. 25 Personen wurden getötet oder verwundet. Sieben Reisende wurden von den j Räubern entführt.

i Erdrutsch aus einer Vraunkohlengrube. Wie das Berg­amt Köln-West mitteilt, ereignete sich im Tagebau der Braunkohlengrube Fortuna bei Oberaußem im Kreis Berg­heim ein plötzlicher Erdrutsch, bei dem vier Mann mit den Massen abgingen. Während sich zwei Arbeiter unversehrt retten konnten, wurden ein Obersteiger und ein Oberinge­nieur verschüttet. Ihre Leichen wurden geborgen.

Erdbeben in Nordafrika. In der Gegend von Bone, Euelma und Konstantine ist ein ziemlich heftiger Erdstoß verspürt worden. Der Mittelpunkt des Erdbebens icheint in der Ortschaft Noknia zu suchen sein, wo mehrere Einge- borenenhäuser einstürzten Es sollen auch mehree Personen Opfer des Erdbebens geworden sein.

Jules Cambon h. Der ehemalige französische Botschafter in Berlin, Jules Cambon, ist in Vevec am Genfer See ge­storben. Jules Cambon stand im 91. Lebensjahre. Die sterblichen Ueberreste werden nach Paris überführt, wo die Beisetzung stattfindet.

Marinkowitsch f. Der ehemalige jugoslawische Minister­präsident und langjährige Außenminister Dr. Marinko­witsch ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Marinkowitsch, der der demokratischen Partei angehörte, war einer der mar­kantesten Figuren der jugoslawischen Politik.

Polnische Geschäftsträger verunglückt. Am Donnerstag verunglückte aus der Straße von Moskau nach Leningrad das Auto der polnischen Botschaft in Moskau, wobei meh­rere Personen verletzt wurden.

Proteststreik in französischen Häfen. Die Dockarbeiter von Marseille und Le Havre haben einen 24stündigen Protest­streik beschlossen. Es handelt sich um einen Sympathiestreik mit den Dockern von Tunis und Algier, die gegen die Ver­wendung von Tankschiffen zur Beförderung von Wein Ein­spruch erheben.

Mörderin hingerichtet. Am 20. September ist in Halle an der Saale die 1888 geborene Berta Langguth, geborene Müller, die vom Schwurgericht in Nordhausen wegen Er­mordung des 78 Jahre alten Jnvalidenrentners Karl Ham­mer in Eonna zum Tode verurteilt worden war, hingerich­tet worden. Sie hatte den alten Mann, der ihr, seiner lang­jährigen Wirtschafterin und früheren Geliebten, unter Vor­behalt des Nießbrauchrechtes bereits seinen Grundbesitz übereignet und ihren kleinen Sohn zum Erben seines zahl­reichen Nachlasses eingesetzt hatte, im Schlafe ermordet.

Zürnen. EM und Evvrl

Sportfreunde Egenhausen Fußballklub Altburg

Fußball. Die Sportfreunde Egenhausen eröffnen am kommenden Sonntag die Serie der Verbandsspiele gegen den im vorigen Spieljahr aus der Kreisklasse I abgestiegenen Fuß­ballklub Altburg. Gegen die spielstarken Altburger werden die Sportfreunde einen schweren Stand haben, doch sollte, wenn jeder Spieler sein ganzes Können und seine ganze Kraft ein­setzt, ein annehmbares Resultat erzielt werden. L. Ö.

Srrichtslaal

Franziskanerpater wegen Devisenvergehens verurteilt

Breslau, 20. Sept. Der Franziskanerpater Franz Zimoiong (Pater Bertrand) erhielt wegen Vergehens gegen das Devise n- gesetz ein Jahr sechs Monate Gefängnis und 3000 RM. Geld­strafe oder noch weitere 30 Tage Gefängnis. Der Angeklagte hatte im Oktober 1934 und Januar 1935 jedesmal 15 000 RM., die dem in Jerusalem ansässigenVerein zum Heiligen Lande" zustanden, von einer Breslauer Bank abgehoben und dem Ber­ieten einer Orgelbaufirma in Jägerndorf in der Tschechoslowakei für einen Orgelbau übergeben, der das Geld dann ins Ausland brachte.

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Vekanrrlmachmrge« der NSDAP.

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l Ortsgruppe Altensteig

j Mitgliederversammlung am Dienstag, 24. Sept., imGrün, i Baum", abends 8 Uhr. Es spricht Dr. Siegel-Ebhausen über:

-Volksgesundheit und der neue Staat". Die Angehörigen der j Gliederungen sind zur Teilnahme eingeladen.

j Stellv. Ortsgruppenleiter.

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? Kreisverband Nagold, SAL. und Kyffhäuserbund

- Der Kreisverband Nagold führt am kommenden Sonntag,

! den 22. September, vormittags 10.25 Uhr ab Nagold. Ankunft k Liebenzell 11.21 Uhr. Alle Kameradschaften mit Fahnenabord- ! nungen, auch die, die mit Autos fahren, treffen sich am Bahn­hof in Liebenzell 11.21 Uhr, zwecks gemeinsamen Einmarsches. Standquartier: HotelAdler". Pünktliches Er­scheinen erwartet. der Kreisfiihrer.

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Hitler-Jugend 128, Presse- und Propagandastelle Heute nachmittag um 15 Uhr bringt der Reichssender Stutt­gart einen Hörbericht aus unserem Schwarzwaldlager Eisenbach.

Es ist selbstverständlich, daß auch der letzte Hitlerjunge und Pimpfe an der Sendung als Hörer teilnimmt. Hört möglichst

- gemeinsam in euerm, oder bei Kameraden.

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Die Deutsche Arbeitsfront

Wir bitten sämtliche DAF.-Walter, unser Rundschreiben Nr. 10/35 vom 12. ds. Mts. beachten zu wollen, da die Mit­gliedsbücher und Karten zwecks Umschreibung spätestens bis zum 25. ds. Mts. unbedingt bei uns eintreffen müssen.

Weiter machen wir nochmals auf die Bestellung der Fachzeit­schriften aufmerksam. Bestellungen müssen bis zum 22. ds. Mts. an den Briefträger oder das Postamt abgegeben sein.

Verwaltungsdienststelle Nagold.

NS.Frauenschast Altensteig

Der Ausflug findet am Montag bestimmt statt. Treffpunkt: vormittags 7.45 Uhr bei Auto-Helle.

Die Frauenschaftsleiterin.

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! Frankfurt a. O., 21. September. Wie die Pressestelle der Reichsbahndirektion Osten mitteilt, ist am Freitag gegen 8 Uhr abends ein Triebwagen mit einem Eüterzug aus der Strecke Deutsch-KroneKallies zwischen Stranz und Harmelsdorf znsammengestoßen und entgleist. Dabei wurden zwölf Reisende verletzt, von denen drei in das Krankenhaus Tütz übergeführt werden mußten, während die anderen ihre Reise fortsetzen konnten. Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch nicht geklärt.

Die deutschen Kriegsschiffe wieder in ihren Heimathäfen

Wilhelmshafen, 20. September. Nachdem die Flotten­schau wegen des Sturmwetters abgesagt werden mußte, sind die in Wilhelms-Hafen stationierten Einheiten der Kriegsmarine am Freitag wieder hier eing-etroffen. Auch alle übrigen Schiffe der deutschen Kriegsmarine sind in ihre Heimathäfen zurückgekehrt.

Litauen will protestieren!

Gegen die Erklärungen des Führers in seiner Reichstagsrede

Paris, 20. September. Nach einer Meldung aus Kowno soll die litauische Regierung beschlossen haben, bei den Earantiemächten des Memel-Abkommens, also Frankreich, Italien und England, gegen die Beschuldigungen zu pro­testieren, die der Führer und Reichskanzler in seiner Nürn­berger Rede gegen Litauen erhoben hat. Der litauische Außenminister Lozoraitis, der zur Zeit in Genf weilt, fei beauftragt worden, die erforderlichen Schritte zu unter­nehmen.

Laval fordert von Litauen Einhaltung des Memelstatuts

Paris, 20. September. Wie dasPetit Journal" wis­sen will, hat Ministerpräsident und Außenminister Laval in der Unterredung, die er vor seiner Abreise nach Genf mir dem litauischen Außenminister und dem lettischen Ver­treter beim Völkerbund gehabt hat, noch einmal ausdrück­lich betont, daß das Memelstatut von der litauischen Regie­rung strikt befolgt werden müsse und daß auch die Wahlen in größter Ruhe vonstatten gehen müßten, um jeden Zwi­schenfall zu -vermeiden, der Folgen für Osteuropa nach sich ziehen könnte. Lieber diesen Punkt habe Laval nachein­ander mit Eden, Beck und Aloisi gesprochen.

Ministerpräsident Laval in Paris

Paris, 20. September. Ministerpräsident und Außen­minister Laval ist am Freitagabend um 22.20 Uhr aus Genf auf dem Lyoner Bahnhof in Paris eingetroffen.

Zusammenstoß zwischen Triebwagen und Eüterzug Britische Vorsichtsmaßnahmen in Gibraltar

Paris, 20. September. Havas meldet aus Gibraltar, daß der britische KreuzerExeter" am Freitagvormittag dort eingetroffen sei. Ein Stahlnetz -sperre sämtliche Ein­gänge zum Hafen.

Gestorben

Ernstmühl-Hirsau: Juliane Haasts.

Kuppingen: Christoph Roller, Metzger, 70 I. a.

Bieselsberg: Ernst Burkhardt, Bürgermeister a. D.

Birkenfeld: Wilhelm Spiegel, 50 I. a.

Wetter für Sonntag und Montag

Von Westen dringt warme Meeresluft in das Festland vor. Unter ihrer Einwirkung ist für Sonntag und Montag Fort­dauer der rasch wechselnden Witterung zu erwarten.

i Druck und Verlag: W. Rieker'sche Buchdruckerei in Altensteig. ) Hauptschristleitung: Ludwig Lauk. Anzeigenleitung: Gustav > Wohnlich, Altensteig. D.-A.: VIII. 35: 2100. Zzt. Preis!. 3 Mt,