^ Ter Etat für 1922 d er Stadt Stuttgart sieht Gesamtausgaben in Höhe von Isis Milliarden Mark vor.

Erhöhung des S trasienb a h n tarifs. Vom Samstag ab erhöht sich der Preis für Fahrscheine bei der Straßenbahn aufs Neue. Vier Teilstrecken kosten dann 3 Mark. Die Erhöhung war notwendig wegen der Lokmsteigernngen für die Sträßenbahnangestellten.

Konsularisches. Dem Kgl. Griechischen Honorar- Generalkonsul, Ferdinand Langenberger, ist mit Zu­stimmung der württ. Staatsregierung namens des Reichs das Exequatur erteilt worden.

Sindelfingen, 9. Juni. (Wohnungsbau.) Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung den Bau von 50 Wohnungen auf eigenes Risiko neben den staat­lichen Zuschüssen beschlossen, da mit der Daimler-Moto- ren-Gesellschast eine Einigung nicht erzielt wurde. Letz­tere machte ihren Beitrag von 50000 Mark Pro Woh­nung davon abhängig, daß ihr die Hälfte der Woh­nungen für ihre Arbeiter zugewiesen werde. Der Ge­meinderat lehnte dieses Verlangen ab und versagt vorerst jeden neuen Zuzug von Daimler-Arbeitern. In das Gemeindeschafhaus werden mit einem Aufwand von 1 Million Mark 5 Dreizimmerwohnungen eingebaut.

Riederstotzings'n, 9, Juni. Bei dem am Pfingst­montag abgehaltenen Radfahrerfest in Gundelfingen stürz­te ein verheirateter Radfahrer von hier auf der Heim­fahrt so unglücklich von seinem Rad, daß er bewußtlos liegen blieb und ärztliche Hilfe herbeigeholt werden mußte. Die Heilung des anscheinend ziemlich schwer Verletzten dürfte längere Zeit in Anspruch nehmen.

Hermaringen, 9. Juni. (Gewitter.) Am Diens­tag nachmittag zog ein Gewitter über unsere Fluxen. Es brachte unfern Feldern ausgiebigen Regen. Die meisten Einwohner waren auf dem Feld im Rübensetzen. Ein heftiger Donnerschlag erfolgte. Der Blitz hatte in das Anwesen von Bäckermeister H. Thumm geschlagen. Stall und Scheuer standen in kurzer Zeit in Flammen. Zum Glück war es windstill und so gelang es der hiesigen Feuerwehr, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken und das Wohnshaus zu retten. Der schwer betroffenen Familie wendet sich allgemeine Teilnahme zu.

Friedrichshafen, 9. Juni. (Neue Zeppeline.)'- Nach jahrelangem Stilliegen wird lautSüdd. Ztg." der Luftschiffbau Zeppelin jetzt wieder mit dem Bau zweier Luftschiffe beginnen können. Es soll zunächst ein Starrschiff in Angriff genommen werden, das etwas größer ist alsBodensee" undNordstern", aber unter der von der Entente gezogenen Grenze bleiben wird.

Dillingen,' 9. Juni. (Tod infolge Unglücks­fall.) Vor neun Tagen hatte Frau Anna Hiller, Zimmermeistersgattin. das Unglück, infolge Explodierens eines Benzinbehälters sich derartige Wunden an Händen, Füßen und am ganzen Körper zuziehen, daß sie gräßliche Schmerzen erdulden mußte. Der -Tod erlöste sie am Wngstsonntag nachmittag von ihrem Leiden.

Kurze Chronik.

Durch Erschießen nahm sich der ledige Bäcker Sey- ferr in Großbottwar das Leben.

Der auf dem Felde beschäftigte Landwirt Ihle in Pfuhl bei Ulm wurde vom Blitz getroffen und sofort getötet.

In Mengen schlug bei einem heftigen Gewitter der. Blitz in das Storchennest auf der St. Martiuskirche, wodurch die Störche getötet wurden.

In Buchau ist durch die Geistesgegenwart eines Lokomotivführers der Zusammenstoß mit einem Lastauto sehr glimpflich verlaufen. Ein Puffer der Lokomotive brach ab. Die Insassen erlitten keinen Schaden.

In Tettnang stieß die schwerhörige Haustochter Geßl'er aus Fünfehrlcn, die aus dem Rad angefahren kam, mit einem Zug zusammen. Sie wurde erheblich verletzt bewußtlos vom Platze getragen.

Löhne «nd Erzerrgungskosten.

Die Erzeugungs- und Arbeitsleistungsstatistkk, die einst­weilen nur für den Bergbau und die Eisenbahnen ein-- gerichtet ist, weist einen Rückgang der Arbeitsleistung und damit auch der Erzeugung auf. In Ziffern ausge- iwückt, beträgt sie beim Bergbau fast 40 vom Hundert. Während die arbeitstägliche Leistung des einzelnen Berg-- arbeiters sin Jahre 1913 rund 900 Kg. erreichte, ist cs bis heute noch nicht gelungen, sie über 550 Kg. zu steigern. Bei den Eisenbahnen ist die Leistnngsziffer ebenso ungünstig, da eine stellenweise höhere Leistung ausgeglichen wird durch die. Häufung unwirtschaftlicher Arbeiten infolge der verkürzten Umschichtung der Arbeits- Zeit. Das statistische Reichsamt hat es zwar fertig gebracht, einen regelmäßigen statistischen Dienst für die Lebenshaltungskosten eiuzurickcken, aber die wichtige Er­gänzung der Erzeugnnasstatistik bleibt weit dahinter zu­rück. Dieser Mangel ist besonders empfindlich, weil nun lede Grundlage fehlt, das Verhältnis zwischen Lohnhöhe und Arbeitsleistung zu errechnen. Es verführt zu ein­seitigen Schlüssen, wenn heute die Lebenshaltungskosten und die Löhne ohne Ermittlung der Arbeitsleistung gegenübergestellt werden. So ergibt sich dann immer, daß auf der Grundlage der Vorkriegszeit die Lebens­haltungskosten um das Dreißig- bis Vierzigsache gestie- sind, während die Löhne kaum die zwcmzigsachc Steigerung erfahren haben. An sich ist das Problem sasich gestellt, wenn einseitig die Anpassung der Löhne an die Warenpreise verlangt wird. Es wird nämlich Umächst übersehen, daß der verlorene Krieg unsere Wirt- Wsit allgemein belastet. Selbst wenn die Leistungsver- pflühtungen aus dem Versailler Vertrag nicht bestünden, -w würde doch die Wirtschaft als joMe weit üöhere

I Lasten für den Zinsenöienst der An«ryen imd für Me Versorgung der .Hinterbliebenen zu tragen haben als vor dem Kriege. Daraus ergibt sich, daß die Warenpreise in Deutschland höher sein müssen, als sie es 1914 ge­wesen sind. Sie sind es auch tatsächliche da wi« in­zwischen eine ganze Reihe neuer Steuern und Gebühren eingesührt haben, die irgendivie in dem Preise aller Er­zeugnisse zum Ausdruck gekommen sind, deshalb geht es nicht an, einfach zu sagen, die Lebenshaltungskosten sind um das Vierzigsache gestiegen, die Löhne dagegen nur um das Zwanzigfache. Zunächst müßte aus den Waren­preisen der Teil ausgeschieden werden, der ihnen seit 1914 an neuen Steuern und Gebühren aufgekaden worden ist. Das ist besonders anschaulich bei den Kvhkenpreisen durchzuführen. Die Tonne bester Ruhrfettförderkohle ko­stet heute ab Zeche rund 800 Mark. Der Vorkriegs­preis betrug etwa 11 Mark, sodaß eine Steigerung um fast das fünfundsiebenzigfache vorliegt. Aber in diesen 800 Mark stecken außer Kohlen- und Umsatzsteuer noch die Sondervergünstigungen für Bergarbeiter, was es alles in der Vorkriegszeit nicht gab; weiter die erhöhten Ein­kommens-, Vermögens- und Körperschaftssteuern, sowie andere erhöhte Auflagen und Gebühren, die Reich und Staat für besondere Dienste berechnen. Damit scheiden ohne Weiterees 300350 Mark aus dem Kvhlenpreise für allgemeine steuerliche Zwecke aus, die in diesem Ausmaß in der Vorkriegszeit nicht vorhanden waren. Es liegt also nicht eine fünfundsiebenzigfache, sondern nur eine viezig- bis fünfundvierzigfache Preissteigerung vor, die in der Hauptsache auf die Geldentwertung zurückzuführen ist. Wenn diese Rechnung für alle Waren und Bedarfs­gegenstände gleichlheitlich ausgemacht würde, so würden die Ergebnisse nicht viel voneinander abweichen. Je mehr sich die Inlandspreise den Auslandspreisen nähern, desto schwerer wird es für die deutsche Wirtschaft, sich die Aus­landsmärkte zu erhalten, zumal dann, wenn hinter dem ^Schleier der Geldentwertung der Auszehrungsprozeß des Betriebskapitals weitere Fortschritte macht. Nur die Verdichtung der Arbeitsleistung und die Steigerung der Erzeugung kann diese äußerste Gefahr abbiegen. Sie verstärken die Kaufkraft im Inlands, heben den Geld­wert und damit auch die Reallöhne.

Vermischtes.

Bootsungkück. Bei einer Fahrt auf dem Main bei Aschaffenburg schlug aus noch unbekannter Ursache das Boot mit den drei Insassen um, die sämtlich ertranken

Zum Tode durch den Strang verurteilt. Im Vor­jahre wurde der Wiener Fabrikant Eugen Brenner, der mit seinem Auto von Wiener-Neustadt nach Wien zurückfahren wollte, durch ein über die Straße ge­spanntes Seil geköpft, während der Chauffeur mit Verletzungen davon kam, weil er sich im letzten Mo­ment noch rasch bückte. Der Täter wurde in der Per­son des Goldarbeiters Johann Hlobil in Holleschau in der Tschechei verhaftet und von dem dortigen Schwurgericht zum Tod durch den Strang verurteilt. Hlobil gab an, daß er durch den Besuch von Kinos (!) auf die Idee des Attentats gekommen sei.

Internationale Hygieneausstellung. Zu Ehren des französischen Mediziners Louis Pasteur, der vor 100 Jahren in Straßburg geboren wurde, soll im nächsten Jahr in Straßburg eine internationale Hy­gieneausstellung stattfinden.

Wirtschaftlicher Wochenüberbliik. ^

Geldmarkt. Die schwankenden Aussichten der inter-, nationalen Anleihe haben in dieser Woche auch er-^ hebliche Schwankungen der Devisenkurse verursacht. Dev Dollar ging zeitweilig, als der französische Widerstand) bekannt wurde, bis auf annähernd 290, fiel aber) dann wieder auf die Nachricht, daß die Franzosew in der Kommission überstimmt wurden. Er notierte, am Donnerstag abend 277.65, also immer noch 5.65 Mk. höher als vor 8 Tagen. Im übrigen herrscht in Deutschland große Geldknappheit. Die Banken find in der Kreditgewährung sehr zurückhaltend geworden und wollen offenbar die weitere Entwicklung abwarten. Im allgemeinen verlautet aus der Großbankwelt, daß man der Hochkonjunktur nicht mehr traut und mit, einem größeren Rückschlag rechne. Anderswo ist man aber der entgegengesetzten Ansicht, so besonders bei der) Großindustrie. Zunächst sind die Devisenkurse immer, noch ziemlich hoch. Am 8. Juni kosteten 100 deutsche !Mark in Zürich 1.83V- (am 1. Juni 1.93V-) Franken; in Amsterdam 0.91V- (0.9 4P) Gulden; in Kopenhagen ll.66 (1.72), in Stockholm 1.40 (1.44), in Wien 5357.50 (4170), in Prag 1840 (2010) Kronen und in Neuhork 0.34 fünf Achtel (0.37 fünf Achtel) Dollar.

Börse. Nach einigen Tagen kräftiger Wiederbelebung wurde das Geschäft an der Börse gegen Schluß der Be­richtswoche neuerdings lustlos und führte zu starken Kursschwankungen, wobei nicht bloß die wechselnden Aussichten über das Zustandekommen und über das Ausmaß einer Ausländsanleihe, sondern auch die in­nerpolitische Unsicherheit lähmend wirkten. Immer­hin zeigt das Kursniveau vom Donnerstag gegen den Stand vor 8 Tagen noch eine Besserung. Bevorzugt wurden neuerdings wieder einheimische Anlagewerte. Textil- und Maschinenakti-n. Das Interesse für Bank­aktien hat erheblich nachgelassen, obgleich die Jahres­abschlüsse günstig beurteilt werden.

Produktcnmarkt. Sobald in dieser Woche dre Mark wieder zu fallen begann, begannen die Getreidepreise rasch zu steigen. Und als am Donnerstag auf dem Devisenmarkt ein Rückschlag eintrat, ermattete auch die .Tendenz des Prodnktenmarktes wieder. Daraus ist zu 'entnehmen, daß die Ernteaussichten und ähnliche ' l-

ttge Faktoren eine weit kleinere Rolle spielen als der, Geldmarkt. Immerhin blieb noch et« Preisaufschlag gegen die Vorwoche übrig. Am 8. Juni notierten i« Berlin Weizen 695 (P- 10), Roggen 547 (fl- 8), Sora» mergerste 615630 (fi- S), Hafer 590598 (fi- 1H» M«iS 460-""^ ^ ' 10» Mk.

RvareuumrkL Mb wachsende Zvrllckh'alkung der 'Kän-'

ferichichten bewirkt in den verschiedenen Branchen eine Stockung des Geschäfts. Das ist die Folge der rück­sichtslosen Preistreiberei seitens verschiedener Indu­striezweige die weit üder das durch die Lohnsteigerung' und Geldentwertung gebotene Maß hinausging. Auch auf Pen Häuteauktionen ist ein Stillstand eingetreten. Dagegen sind die Zündhölzer weiter gestiegen, des­gleichen sonstige HoPerzengnisse wie Papier. In der Eisenbranche und im Verkehr mit Chemikalien be­merkt man noch kein Ellllenken. Der Kaufmann tut sich schwer, weil sein Risiko bei jeder Eindeckung und Lagerergänzung wächst. Wir selbst glauben vorläufig noch an keinen Preisabbau. Im Detailhandel wäre er, selbst wenn er im Großhandel sich durchsetzen sollte, noch auf lange Zeit hinaus unmöglich oder mit un­erträglichen Verlusten verbunden.

Viehmarkt. Hausse auf der ganzen Linie. Zuck't- und Schlachtvieh sind in dieser Woche wieder ganz bedeutend gestiegen, besonders Jungschweine nie Schlachtschweine. Der Konsum geht zurück, aber die Wirkung bleibt zunächst aus.

Holzmarkt. Lage immer noch unverändert fest.

Handel und. Verkehr.

Tollarkirrs am 9. Juni 289.62 Mark.

Gerabronn, 9. Juni. Auf dem Schweinemarkt waren 105 Milch- und 1 Läuferschwein Angeführt, die zum Paarpreis von 26003400 für Milchschweine und 1800 Mk. für das Läuferschwein alle verkauft wurden. Der Handel war lebhaft.

Mannheim, 8. Juni. Zum heutigen Kleinvieh- markt waren zugetrieben: 102 Kälber, 12 Schafe, 71 Schweine und 553 Ferkel. Bezahlt wurden für Käl­ber 3000 bis 3500, Schafe 15002100, Schweine 3100 bis 3600 Mk. Ferkel erzielten 6501800 Mk. d. St. Stimmung: Kälberhandel lebhaft, Zufuhr geräumt: Schweinehandel ruhig, nicht ausverkauft; Schafhandel mittelmäßig, geräumt; Ferkelhandel ruhig.

Mannheimer Produktenbörse, 8. Juni. Angesichts des starken Preisrückganges ausländischer Zahlungs­mittel war die Stimmung an der heutigen Börse ab- - geflaut und zurückhaltend. Die Forderungen lauteten für Weizen 15251600, Gerste 1525, Roggen 1250 bis 1275, Hafer 13401400, Mais ohne Sack 1000 Mk alles für die 100 Kg. bahnfrei Mannheim.

Mehl- und Melaffenversteigerung an der Mann­heimer Produktenbörse vom 8. Juni. Bei einer Ver­steigerung von 128 Sack Weizenmehl Spez. 0 und von 23 Sack Weizenbrotmehl gemäß tz 373 des H.G.B. wurde ein Durchschnittspreis von 1890 Mk. für die 100 Kg. für die in Pforzheim lagernde Ware erzielt. Eine Versteigerung vvn acht Waggons zu je 10 000 Kg. Häck­sel-Melasse, in Schifferstadt (Pfalz) lagernd, erbrächte einen Preis von 360 Mk. die 100 Kg. für die ersten fünf Waggons und von 440 Mk. die 100 Kg. für die -östlichen drei Waggons.

Letzte Nachrichten.

Bel»g«r«sgszusta»b Ster «e»ihe».

WTB. Berühr», 10. Jurri. Der Kreiskontrolleur hat jetzt den Belagerungszustand über Beuthen-Stadt und -Land verhängt. Die Vergnügungsstätten, Gasthäuser usw. haben um 9 Uhr abrnds zu schließen. Drr Verkehr auf den Straße» ist bis 10 Uhr gestattet.

Drr »1te»iSter ans Scheide«»«» »och »icht rrvrtttelt.

WTB. Keffel, 10. Juni. In der Angelegenheit de» Attentats auf Oberbürgermeister Schridemau» find bisher bei der Oberstaatkanwallschaft eine Unmenge Anzeige« ein» gegangen, deren Nachprüfung ihre völlige Haltlosigkeit er­wiesen hat. Auch die bisher als mutmaßliche Täter fest- genommenen Personen wurden wieder sreigelaffeu, weil sie als Täter nicht in Frage kommen. Es wird jedoch eine ernsthafte Spur verfolgt. Die Ansicht, daß eS sich um ei« ernsthafter Attentat handelt, ist durch das Ergebnis der amt­lichen Untersuchung bestätigt. Es handelt sich bei dem In­halt der von dem Täter benutzten Ballonspritze um mit Aether gebundene Blausäure.

vertag«»? des i»ter»ati,»ale» Ft»»»za»ssch»ffeS.

WTB. Pari-, 10. Juni. (Havas.) Der international« Anleiheausschuß trat gestern Nachmittag zusammen und kam zu der Schlußfolgerung» daß unter den gegenwärtigen Ver­hältnissen tei» v»schl«ß über die »»-gäbe ei»r, t»ter- ,atio«ale» Anleihe gesoßt werde« könne, durch die ein Teil der von Deutschland zu zahlenden Reparationszahlungen gedeckt werden sollte. Infolgedessen beschloß der Ausschuß, sich auf 3 Monate zu vertagen und dann die Besprechung dieser Frage wieder aufzunehmen.

D«fi»itiv«bkommr» innerhalb brr Klei««» E»t«»t«.

WTB. Belgrad, 10. Juni. Gestern Nachmittag traten die Ministerpräsidenten der kleinen Entente zu einer Beratung zusammen, in der der Plan einis Dcfenfivabkommens zwischen der Tschechoslowakei, Jugoslavien und Rumänien besprochen wurde.

Tage-ord»«»g fSr die nächste Reich-tag-fitzmy.

WTB. Berli», 10. Juni. Die Tagesordnung für die nächst« Reichstagsfitzung am kommenden Dienstag steht eine Anzahl kleiner Anfragen vor. Dann folgt die Interpellation der Unabhängigen über das Ergebnis der Verhandlungen der Reichsregierung mit der Reparationskommissiov. Sollte diese Interpellation noch nicht beantwortet werden, dann steht als nächster Punkt auf der Tagesordnung die Zentrums­interpellation über die Note der Botschafterkonferenz betr. die Einstellung bezw. die Zerstörung von Eisenbahnbautrn im besetzten Gebiet.

Die flachen Eiusenkungen machen sich über Süddeutsch­land stark bemerkbar. Am Sonntag und Montag ist fort- gesetzt gewittriges, im übrigen trockenes «nd warmes Wetter zu erwarten.

Druck rwd «erlag der W- Rieker'schm Buchdruüne» Ätteuiku Für die Schristlettung verantwortlich: Ludwig Lau!«