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Nichts wäre verfehlter, als zu glauben, der Völkerbundsein- tritt Deutschlands bedeute eine stillschweigende Anerkennung von Deutschlands Schuldlosigkeit. Aus Gründen der nationa­len Ehre muß sich jeder einzelne für das Problem verantwort­lich fühlen. Erst wenn der Schuldparagraph von uns genom­men ist, dann ist Friede in Europa. Der Redner fand für seine temperamentvollen Ausführungen starken Beifall. Ein­stimmig wurde sodann folgende Entschließung angenommen: Durch die Veröffentlichungen des Auswärtigen Amts und durch die Bekundungen namhafter Staatsmänner, Politiker und Ge­ehrter des Auslands ist heute vor aller Welt dargetan, daß die Behauptung von Deutschlands Schuld am Weltkriege in den geschichtlichen Tatsachen keine Stütze findet. Die in Stuttgart zu einer Kundgebung gegen die Kriegsschuldlüge versammelten Tausende deutscher Männer und Frauen aller Stände und Parteien richten daher an den Herrn Reichspräsidenten das dringende Ersuchen, getreu seiner Osterbotschast aus dem Jahre 1 SD an das deutsche Volk, die Reichsregierung anzuweisen, un­ablässig und mit allen Mitteln die Beseitigung jener Artikel aus dem Versailler Vertrag zu betreiben und damit den deut­schen Namen von dem ungerechten Makel zu befreien, der heute noch auf ihm lastet, um durch Selbstachtung zur Achtung der Welt, Lurch Selbstvertrauen zu Vertrauen der anderen zu ge­langen."

Dr. Sproü Bischof von Rottenburg. Rottenburg, 29. März. Vom Bischöflichen Ordina­riat wird mitgeteilt: Das Domkapital hat den Hochwürdig- steu Herrn Kapitularvikar Dr. Sproll, Titularbischof von Al- mira, zum Bischof von Rottenburg gewählt. Seine Exzellenz -er Apostolische Nuntius Parelli in Berlin hat dem Erwählten «nd allen Rottenburgern Diözesauen telegraphisch seine herz­lichsten Glückwünsche ausgesprochen. Die Bestätigung durch den Heiligen Bater wird in Bälde zu erwarten sein.

Der zum Bischof von Rottenburg gewählte bisherige Kistumsverweser, Kapitularvikar und Weihbischof Dr. Johann Baptist Sproll, ist am 2. Oktober 1870 in Schweinhausen, OA. Waldsee, geboren. Er wurde im August 1895 Vikar in Hofs, OA. Leutkirch, und im Juni 1897 in Oberndorf a. N., im glei­chen Jahre noch Präzeptoratskaplaneiverweser in Wiesensteig tlnd im November 1897 Repetent am Wilhetmsstift in Tübin­gen. Am 3. Dezember 1900 berief ihn der Bischof zunächst als provisorischer Subregens ins Priesterseminar, 1909 wurde er Pfarrer in Kirchen, OA. Ehingen, bis er an Stelle des ver­storbenen Domkapitulars von Moser ins Domkapitel berufen wurde. Als Vertreter des Bischofs war Domkapitular Sproll auch Mitglied der Ersten Kammer. Dr. Sproll ist geschulter Historiker und hat gehaltvolle geschichtliche Studien veröffent­licht, u. a. im Diözesanarchiv für Schwaben. Für dasKönig­reich Württemberg" fertigte er die Ortsgeschichte von neun Oberämtern. Er ist auch Mitglied der Kommission für Landes- aeschichte. Besonders gearbeitet hat er in den vielen katho­lischen Organisationen. Die Wahl Dr. Sprolls zum Bischof wird in katholischen Kreisen, wo der Gewählte schon bisher größte Sympathien genoß, mit Freude begrüßt werden. Man wird es aber auch mit Genugtuung empfinden, daß -der ver­waiste Bischofftnhl nunmehr wieder besetzt ist.

Ein ministerieller Entscheid.

Heilbronn, 29. März. In verschiedenen Gemeinden, die die Firma Lichdi mit ihren Verkaufsautos besucht, wurden orts- polizeiliche Vorschriften erlaßen, worin dieser Firma die Auf­stellung der Autos auf öffentlichen Straßen aus polizeilichen Gründen verboten wurde. Gegen die Vorschriften hat die ftma Lichdi Beschwerde beim Ministerium des Innern er­obern Diese Beschwerde wurde vom Ministerium abgewiesen, ist dieselbe Fierma, wegen deren Großbetrieb im Hausier- el die Zentrumsabgeordneten Dangel, Strahl, Keller und . eine Anfrage wegen der schädigenden Wirkungen dieses Groß-Hausierhandels an die Regierung richteten ff. Montag- Enztälcr vom 28. März d. J.j Schristl.)

Zu den Zwischenfälle« im säa»,chen Landtag.

" Dresden, 29. März. Zu Beginn der heutigen Landtags- sttzung teilte der Präsident zu den Vorgängen am Donnerstag mit, daß der Abgeordnete Roscher (Komm.) für die nächsten drei Sitzungen ausgeschlossen ist. Im weiteren Verlauf der Sit­zung verteidigte sich der Abgeordnete Bethke ausführlich gegen die erhobenen Vorwürfe, während die Sozialdemokraten und Kommunisten bis auf einen Horchposten demonstrativ den Saal verließen. Ministerpräsident Heldt stellte fest, daß die Vor­gänge am Donnerstag Wohl das unerhörteste waren, was je in einem deutschen Parlament nach dem Kriege vorgekommen ist. Die Vorgänge vom Donnerstag seien durchaus geeignet, die Republik verächtlich zu machen. Aus diesem Grunde habe die Regierung Strafantrag gestellt. Die Ausführungen des Mi­nisterpräsidenten wurden von der Linken fortgesetzt durch Zwi­schenrufe und Lärmen unterbrochen.

Deutsche Ausfuhr nach Frankreich.

Berlin, 29. März. Die französische Presse, die sich ja bei derlei Dingen von jeher wenig an Vereinbarungen gehalten und ihr Schweigegelöbnis nur zu oft gebrochen hat, brachte in den letzten Tagen eine Reihe von Indiskretionen über die Ver­einbarungen zu dem deutsch-französischen Handelsprovisorium. Dabei sah sie es vor allem als ihre Aufgabe an, eine möglichst günstige Situation für die französischen Unterhändler zu kon­gruieren und nachzuweisen, daß Frankreich der gewinnende Teil bei dem Kompromiß wäre. So wurde u. a. von einer Herabsetzung des Zollsatzes für französische Weine auf ungefähr ne uuv i. Mittel gesprochen, was einen Sonderzoll über die Meist- ung dleses begünstigung hinaus bedeuten würde. Wie wir an zuständiger

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sranzösischen Presse 40 Millionen Francs wohl erheblich

von 80 auf 45 Mark für Weißweine, und 32 Mark für Rotweine herbei. Dafür ist uns für Chemikalien ein Kontingent von 15 Millionen Francs gewährt worden, das ebenfalls entgegen der Darstellung der französischen Presse dem freien Markt zugeführt werden kann. Die ferner zugesagten Kontingente für Maschinen betragen 23 Millionen, für elektrotechnische Ar­tikel 17 Millionen und für Bier und Holzwaren ungefähr 60 Millionen Francs. Diese zugesagten Zugeständnisse bedürfen natürlich noch der Genehmigung der kompetenten Ministerien und der Parlamente. Die angeführten Kontingente sind ge­dacht für einen Zeitraum von nicht ganz einem Vierteljahr. Sie besitzen nämlich Gültigkeit für die Zeit vom 11. April bis zum 30. Juni, bis zu welchem Datum das Handelsprovisorium, er­weitert eben durch das bei den jetzigen Verhandlungen ab­geschlossene Zusatzabkommen, verlängert werden soll.

Die deutsche Industrie zu den Pariser Wirtschaftsverhandlungen

Berlin, 29. März. Der Reichsverband der Deutschen In­dustrie Präzisiert seine Stellungnahme zu der Frage des Ab­schlusses eines Tcilabkommens mit Frankreich gegenüber der Reichsrcgierung in längeren Ausführungen. Der Reichsver­band stellt fest, daß die deutschen Industriezweige bis auf we­nige Ausnahmen in den französischen Zugeständnissen übergan­gen seien. Insbesondere aber der deutsche Weinbau. Der Reichsverband der deutschen Industrie hält den Abschluß eines Provisoriums mit Frankreich nur dann für gerechtfertigt, wenn es für einen längeren Zeitraum die Exportindustrie vor dem Inkrafttreten der französischen Gestalt schützt und c

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des wichtigsten deutschen Kompensationsobiektes, der Einräu­mung der Meistbegünstigung für Wein an Frankreich, ent- sprechen.

Winzer-Protest.

Trier, 29. März. Der Gauverband Trier des Winzerver­bandes der Mosel und Saar erhebt in einer Entschließung an den Reichskanzler Protest gegen die neuen Handelsabmachun­gen mit Frankreich, bei denen wieder einmal der Weinbau ge­opfert worden sei, und die geeignet seien, zu Erschütterungen wirtschaftlicher und sonstiger Art zu führen.

Fortsetzung der Wehrdebatte.

Berlin, 29. März. Unerwartete Hilfe erfuhr heute bei der Weiterberatung des Heeresetats im Reichstag die Opposition durch Herrn Bredt von der Wirtschaftlichen Bereinigung, der, ob nur durch seine Person oder die ganze Fraktion, weiß man ja nie sich der demokratischen Forderung nach Kürzung des Heeresetats um 10 Prozent anschloß. Einen solchen Ab­strichim Pauschal" hält Herr Loibl von der Bayerischen Volkspartei für undurchführbar, und er forderte die Opposi- tionspateien auf, doch naher anzugeben, an welchen Positionen espart werden solle, nachdem der Ausschuß trotz eingehender Prüfung keine weiteren Aenderungsmöglichkeiten habe aufspü­ren können. Von sozialdemokratischer Seite wurde darauf er­widert, daß beispielsweise das KapitelWaffen und Munition" sehrZvohl eine beträchtliche Einschränkung ertrage, ohne daß

gefährdet sein würde, swehrmimster zu Reservebestände, aterial zu zerstö­ren, erst die Voraussetzungen für die Munitionsherstellung neu schaffen müßten. Dr. Geßler blieb dabei, daß Streichungen im Etat ausgeschlossen seien. Wenn dem Reichstag die Armee zu teuer sei, dann gebe es nur eines: die Truppenzahl herab­zusetzen. Natürlich weiß der Minister genau, daß zu einem so folgenschweren Beschluß, der angesichts der Rüstungen nament­lich der Franzosen an Selbstmord grenzen würde, eine Mehr­heit nicht zu haben ist. Das Zentrum schloß diesen wirkuims- vollen Argumentationen sich an. Auch die Demokraten wollen selbstverständlich keine Schwächung unserer Heereskraft. Aus­drücklich wies daher der Abgeordnete Rönneburg im Namen seiner Fraktion die allzu schematische Auslegung der demokra­tischen Kürzungsanträge zurück. Für die beiden völkischen Gruppen sprechen vor langsam verödetem Haus die Herren Henning und Reventlow, dieser in seiner stets getätigten Ma­nier mit endlosen Abschweifungen ins außenpolitische Gebiet. Daß gegen solchen Mißbrauch der Redezeit schließlich der So­zialdemokrat Dittmann Einspruch erhob, war wirklich nur all­zu berechtigt. Man sollte gegenüber diesen Grüppchen ruhig etwas weniger Entgegenkommen zeigen. Morgen wird man die Debatte abschließen können, lieber das Schicksal der Miß­trauensanträge besteht kein Zweifel. Für sie werden nur die Sozialdemokraten und Kommunisten stimmen, die Demokraten werden sich mindestens der Stimme enthalten. Dr. Geßler braucht sich um seinen Etat keine Sorgen mehr zu machen.

Keine Rücktrittsabfichten Gctzlers.

Berlin, 29. März. Die Gerüchte von einem bevorstehenden Rücktritt Geßlcrs werden in Kreisen, die dem Rcichswehrmini- ster persönlich und menschlich nahestehen, nicht für ernst ge­nommen. Man glaubt vielmehr annehmen zu dürfen, daß Dr. Geßler in der Arbeit Trost und Vergessenheit für seinen furcht­baren Schmerz zu suchen entschlossen ist. Auch das Auftreten des Reictzswehrininisters im Parlament, zumal sein Vorstoß gegen Erkelenz, wird von diesen Kreisen nicht gerade als Nei­gung zur Resignation gedeutet. Man darf vermuten, daß cs in der herkömmlichenMontags"-Sensation diesmal sich um einen Versuchsballon gehandelt hat, den irgend jemand, viel­leicht sogar ein an diesen Dingen mit Persönlichem Ehrgeiz Interessierter, aufflattern ließ.

Zur Balkankrise.

Nach einer Londoner Meldung derVoss. Ztg." hat Süd- slawien die Großmächte benachrichtigt, daß es sich bedroht fühle

durch die mit italienischer Hilfe ausgeführte allgemeine Mobil­machung in Albanien.

Neue Erklärungen des Gerreralsuperintendenten Dibelius.

Berlin, 29. März. Wie dieVoss. Ztg." meldet, hat Gene- ralsuperintenden I). Dibelius zu seinen Aeußerungen der Po­lizei weiterhin berichtigend mitgeteilt, daß er nicht behauptet habe, der in Frage stehende Mord sei vor 8 Jahren von den Kommunisten begangen worden. Auch Hab« er nicht behauptet, daß die gegen Schnoor erhobenen Anschuldigungen an und für sich haltlos seien, oder daß ein Nachspiel im Landtag statt­finden werde. Von einem Eingriff in ein schwebendes Verfah­ren sei also keine Rede. Er habe es als seine Ritterpflicht als Vorgesetzter gehalten, einem Geistlichen gegen den ungeheuer­lichen Vorwurf, er habe mit mordbefleckten Händen 8 Jahre lang sein Pfarreramt ausgeübt, zur Seite zu treten. Einen Vorwurf habe er nur insofern erhoben, als durch die Abho­lung zur Vernehmung das Gerücht verbreitet worden ist, der Pfarrer sei unter Mordverdacht verhaftet worden. Dazu habe es nicht kommen dürfen und nicht zu kommen brauchen. Wenn im übrigen eine Verfehlung aufgedeckt worden sei, so würde diese unverzüglich Sühne finden.

Keine Rückkehr Wilhelms II.

Hamburg, 29. März. DieHamburger Nachrichten" haben von dem Leiter der International News Service, Dunbar Weyer, der von einem Besuch auf Schloß Doorn zurückkehrte, folgende Mitteilung erhalten:Ich bin in der Lage, aufs be­stimmteste zu erklären, daß weder vom Kaiser selbst, noch von seiner Gemahlin, noch vom Hofmarschallamt irgendwelche wie auch immer geartete offiziellen oder inoffiziellen auf eine even­tuelle Rückkehr des Kaisers nach Deutschland zielenden Schritte unternommen wurden. Auch besteht in Doorn nicht die ge­ringste Absicht, solche Schritte zu unternehmen. Es wird von denen, die immer das Gegenteil behaupten, ein entscheidender psychologischer Faktor übersehen, nämlich daß der Kaiser cs mit seiner Würde für unvereinbar und in der ganzen Natur der Dinge für absolut unmöglich hält, unter der jetzigen Staats­form um die Erlaubnis zur Rückkehr nach Deutschland zu bitten. Was die Zurichtung eines Teiles des Berliner Palais für die Gemahlin des Kaisers betrifft, beabsichtigt die Kaiserin Hermine keineswegs, dort längere Zeit Wohnung zu nehmen. Das Palais soll ihr lediglich als eine Art Ausruhestation auf ein paar Tage während ihrer Reise von Doorn nach Deutsch­land dienen.

Neuer litauischer Willkürakt im Memelgebiet.

Dem verdienstvollen Leiter des Schulwesens im Kreise Heydekrug, Schulrat Meyer, ist vom Memeldirektorium zum 1. Mai d. I. gekündigt worden. Als Grund wird angegeben, Laß Schulrat Meyer, der Mitglied des aufgelösten memelländi­schen Landtages war, unwahre Behauptungen aufgestellt hätte, die geeignet seien, das Ansehen der Regierung herabzuwürdi­gen. Um welche Behauptungen es sich handelt, wird nicht an­gegeben. Die Entlassung ist schon aus dem Grunde völlig un­zulässig, weil ein Disziplinarverfahren nicht vorausgegangen ist, obwohl das nach den bestehenden Gesetzen vorgeschrieben ist. Es ist höchste Zeit, daß sich der Völkerbund endlich einmal mit Len Vorgängen im Memelgebiet befaßt.

Aufhebung -er Militärkoatrolle in Ungarn.

Paris, 29. März. Nach Kenntnisnahme des Berichts der Kontrollkommission über den Stand der Ausführung der Ent- waffnungsklauseln durch Ungarn hat die Botschasterkonferenz in voller Uebereinstimmung mit den an der Frage interessier­ten Regierungen beschlossen, daß die Tätigkeit der Kommission am 31. März eingestellt wird. Jedoch werden die Mitglieder der Kommission bis zum 15. Mai in Ungarn verbleiben, um gewisse noch auszuführende Arbeiten zu überwachen und den Schlußbericht endgültig fertig zu stellen.

Scharfes Vorgehen wird verlangt.

Washington, 29 .März. Der amerikanische Gesandte in Peking hat telegraphisch das Staatsdepartement dringend er­sucht, scharf vorzugehen, um eine Wiederholung der Ausschrei­tungen in Nanking an anderen Orten innerhalb des von den Nationalisten besetzten Gebietes zu verhindern. Diesem Er­suchen war ein Bericht des Admirals Hough beigefügt, in wel­chem dieser erklärte, die Lage in Wuhu werde ständig kritischer. Im übrigen erklärte der Gesandte, daß nach einem Bericht aus Nanking die Ausschreitungen dort noch schlimmer waren, als ursprünglich angenommen wurde. Der Terrorisnrus und das Vorgehen gegen die Fremden sei nicht nur offiziell begünstigt und geleitet, sondern auch vorbereitet worden. Der Gesanvte fordert schließlich die sofortige Abreise aller Amerikaner aus den von den Nationalisten besetzten Gebieten.

Schanghai unter Kriegsrccht.

London, 29. März. Die heute in London eingegängenen Berichte aus dem fernen Osten lassen erkennen. Laß die gestri­gen Meldungen erheblich übertrieben waren. General Tschang- kaischek hat im Eingeborenenviertel Schanghais das Kricgs- recht erklärt, um Ordnung zu schaffen. Wie Wester aus Schang­hai berichtet wird, hat General Tfchangkaischek heute dem ame­rikanischen Admiral Williams auf dessen Flaggschiff einen Be­such abgestattet.

Amerikas Chinapolitik.

Newyork, 29. März. Nach einer Kabinettssitzung über China erklärte das Weiße Haus, daß die amerikanischen Trup­pen keinem fremden Oberbefehl unterstellt würden. Das Weiße Haus erklärt ferner, es könne infolge der unsicheren Lage in China keine genaueren Mitteilungen über Amerikas künftige Ehinapolitik machen; man sei auf alles vorbereitet, hoffe aber, daß keine weiteren Truppenentsendungen notwen­dig sein würden. Die amerikanischen Konsuln seien unterrich­tet, den amerikanischen Staatsbürgern im Innern Chinas nach Möglichkeit zur Abreise zu raten.

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3m Wald von Compi«gne.

(Schluß.)

Mit gemischten Gefühlen habe ich diese Zellen immer und .immer wieder gelesen, und sie haben sich mir tief eingeprägt. 8ch wußte nicht mehr, was ich denken sollte. Ich weinte inner­lich Tränen über das traurige Schicksal unseres deutschen Vol­kes und eine Wut überkam mich gleichzeitig bei einer so ent­stellten Beurteilung unseres deutschen Reiches. Man hat übri­gens auch noch andere Gelegenheiten, sich von ähnlichen fana­tischen und unsachlichen Aeußerungen und Darstellungen zu überzeugen: so wenn auf Photographien der Kathedrale von Keims die Ueberschrift zu lesen ist:Das deutsche Verbrechen vsw. Ich könnte da Beispiele häufen, auch solche, die sich auf bildhafte Darstellung beziehen. Links und rechts dieses Steines auf einer weiteren Peripherie aber innerhalb dieses ungeheu­ren Platzes ist je ein Bahngeleise sichtbar, Las mich beim Be­treten des Platzes seltsam anmutete. Diese Geleise stehen aber mit der ganzen Geschichte in einem sehr engen Zusammenhang, so daß sie eine wesentliche, ja die eigentliche historische Bedeu­tung des ganzen Denkmals darstellen. Hier muß ich zum Ver­ständnis auf die Vorgeschichte des Waffenstillstandes zuruckgrer- sen. Als man von Besprechungen und Unterhandlungen sprach, Welche den Zweck haben sollten, die Feindseligkeiten ernzustellen, bestimmte der Marschall Foch diesen Schienenstrang, von dem oben die Rede war, zur Aufstellung seines Wagens (Speffe- kagen eines Schnellzugs), um hier die deutschen Unterhändler M empfangen. Das Geleise war während des Krieges für die Verbeischaffung von Granaten für die schwere Artillerie gebaut Korden. Am 7. November 1916 fuhr der Wagen des Mar- >

schalls auf dieses Geleise, und da dieses sich teilt, wählte er den! linken Schienenweg. Am folgenden Morgen, am 8. November,! folgten die deutschen Unterhändler ebenfalls in einem Wagen und fuhren auf das rechte Geleise. Diese Geleise sind heute noch erhalten* und der Ort, wo die Wagen standen durch eine Steinplatte mit Aufschrift gekennzeichnet. An der Stelle, wo der Wagen des Marschalls Foch stand, ist im Stein die Auf­schriftLe maröchal Foch", auf dem andern in ca. 50 Meter Abstand las ichDie deutschen Unterhändler". Diese in den Boden eingelassenen Steinplatten sind von Ecksteinen umgeben, die durch Ketten verbunden sind, welche aus französischem Kriegsmaterial hergestellt sind. Die Unterhandlungen wurden! im Wagen des Marschalls Foch geführt. Es ist äußerst inter­essant, sie in französischer Darstellung zu lesen. Leider ist es nicht möglich, sie innerhalb dieses Rahmens wiederzugeben. Dieser nun schon einige Male erwähnte Wagen des Marschalls Foch ist übrigens heute als historische Denkwürdigkeit im Armee­museum in Paris zu sehen. Er trägt die Aufschrift:Wagon- Restaurant du marächal Foch". Jeder Tisch ist noch mit emer Stehlampe mit grünem Schirm versehen. Der Wagen steht im Freien auf einem Geleise. Der Waffenstillstandsplatz wird von Kriegsbeschädigten gepflegt. Bei einem anderen Kriegsbeschä­digten, dem das ganze Gesicht furchtbar verstümmelt ist, hat man Gelegenheit, sich Ansichtspostkarten zu kaufen. Die Ein­weihung des Platzes wurde am 11. November 1922 mit großer Festlichkeit und im Beisein zahlreicher hoher Persönlichkeiten, u. a. auch eines Pressevertreters von Elsaß-Lothringen, began­gen und es fehlte nicht an berauschenden Reden, von denen die , des Pressevertreters uns sicher besonders interessiert, die erste > Rede übrigens, die stieg. Sein erster Satz lautet:War es!

! nicht die skandalöseste Vergewaltigung der Gerechtigkeit und ! des Rechts, das französische Vaterland zu zerreißen, ihm zwei seiner schönsten Provinzen abzunehmen, Elsaß-Lothringen diese schmerzensreiche Trennung aufzuerlegen und der Welt dieie Ungerechtigkeit?" Mr. Binet-Valmer:Ich habe den Auftrag erhalten, dieses Denkmal dem Herrn Marschall Foch zu über­geben, dieses Grab des Hochmuts der Eindringlinge, ein un­vergängliches Zeugnis des edelsten Ruhmes, welcher je das Leben der Völker geschmückt hat, eueren Ruhmes meiner fran­zösischen und verbündeten Kameraden und eueren Ruhmes Herr Marschall, und eueren Ruhmes Herr Präsident Poincarö. und eueren Ruhmes Wälder derInsel Frankreichs" die ihr Paris gerettet habt" usw. PoincarL schließt mit folgenden Worten: Ich weiß es, Deutschland ist oft eitel gewesen, wenn es sich im Kampfe allein oder fast allein gegen eine furchtbare Vereinigung sah. Hätte es sich nicht im Gegenteil sagen müs­sen, daß das Zustandekommen dieser internationalen Vereini­gung die schlagende Verurteilung der kaiserlichen Politik war. Und wie? hat es die Lektion nicht verstanden, welche ihm ein so großer Teil des menschlichen Geschlechts durch eine gleich­zeitige Bewegung gibt? Hier, meine Herrn, ist diese Lektion nach 4 Jahren beendigt. Möge es sie nie vergessen" usw.

Die Eindrücke des Tages waren zu stark, um auf der Heim­fahrt noch sür neue empfänglich zu sein. Erst die Strahlen des Scheinwerfers von Le Bourget weckten mich auf aus meinen Gedanken. Ein Leuchtturm mit rotierenden Scheinwerfern be­leuchtete schon auf weite Entfernung die ganze Gegend geister­haft, um plötzlich die Landschaft wieder ins Dunkle zurücksinken zu lassen, und endlich tauchten wir unter im feenbaften Licht- mecr der geräuschvollen Seinestadt. VV. 8ct>.