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i .-de Frauen. Senat und Kammer gingen nachmittags in die > für die Rheinprovinz faßte folgende Entschließung:Der Vor- '' " stand der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz nahm

^ Paris, 27. August. Havas meldet aus Brüssel: Ein belgischer Kenntnis von der Stellungnahme, welche die Vertreter der -Mt der im besetzten Gebiet auf der Hochfelder Brücke Posten Landwirtschaftskammer in den Verhandlungen der Vorstände hat eine Person, die in die abgesperrte Zone eindrang, zum des deutschen Industrie- und Handelstages, des Reichsverbandes - he» aufgesordert und dann schließlich gefeuert. Der Mann wurde! deutschen Industrie und des Wirtschaftsausschusses für die ,« Kopf getroffen und war sofort tot. , , . > besetzten Gebiete zur Lurch das Londoner Abkommen geschaffenen

Brüssel. 27. Aug. Gestern vormittag ist m einer Bretterfabrrk t ^ am 22. August einnahmen. Der Vorstand der Landwirt- i» Brüssel ein großer Brand entstanden. Das gesamte Holzmatenal schaftskammer billigt diese Stellungnahme und stimmt seinerseits A zerstört worden. Der schaden ^«^ 34 Milk Franken. der angenommenen Entschließung zu, da Lurch die Ableh- Madrrd, 27. Aug. Der^ aintliche Bmch^ aus^arokko melde^ ! nung die Landwirtschaft des besetzten Gebietes aufs schwerste ge­schädigt und einer Zukunft entgegengetrieben würde, die wirt­schaftlich und Politisch die schwersten Gefahren in sich birgt und die rheinische Landwirtschaft in ihrer Existenzmöglichkeit erschüt­tern würde. Dabei spricht aber der Vorstand die zuversichtliche Erwartung aus, daß es gelingen möge, einen Weg zu finden,

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___ ^ Der amtliche Bericht aus Marokko meldet:

. da"Ätzöne starben 70 Askaris, die bei den letzten Kämpfen von OM verwundet worden waren. In der Westzone griffe» spanische «Tonnen, die von Lagen, Laracoba und Tagestit aufgebrocheu aemeinschaftlich opperierend den Feind an. Es Kain zu einem i^Me» Kainpf jn der Nähe von Luban bei dem Dorf Tagesut. Der -Md mußte ein großes Gebiet räumen. Der Rückzug der spanischen

^lMireii wurde ohne Schwierigkeiten bewerkstelligt, woraus hervor- - um die ^Entscheidung über das Londoner AbkommenimReichs- der Feind ernste Verluste hatte. Aus Seiten der Spaniertage aus brertester Basis durch alle der Landwrrt,clMt nahe­nde,, 3 Offiziere, i Scheich und 20 Askaris verwundet. Zwei - stehenden Parteien herbeizuführen, damit auch dre Durchsuh- 5 n datei, wurden getötet. Ein von Lagen kommender Berpflegungs-: rung der notwendigen Gesetze gesichert ist, wobei weitere Bela- M oeriet in heftiges Feuer, ivobei 3 Soldaten getötet und 12 ver- l stungen für die Landwirtschaft angesichts ihrer Lage als un- Mnd-t wurden. tragbar abzulehnen sind, vielmehr der Abbau der als über-

Stockholm, 27. Aug. Die schwedische Regierung erteilte nun- j mäßig längst anerkannten Lasten dringend geboten ist. Weiter

------ ^.. --.. der Vorstand der Landwirtschaftskammer nicht umhin,;

schwere Enttäuschung darüber anszudrücken, daß es nicht f g, die ForLauer der Besetzung abzukürzen und die Auf- s Weifte und die Vorteile, eures evtl. Anschlusses orc oainu ver- j bürdung neuer schwerer Lasten über den Versailler Vertrag i tmdenen Gefahren nicht aufmögen. ^ . . i hinaus zu verhüten. Gleichzeitig aber fordert der Vorstand der s

Petersburg-Leningrad, 27. August. Der Kornmairvaw des s A^.^irtischastskammer-nachürücklichst, daß ein Abschluß ssau-

' '..... .'' " ' " . . - . . nicht

rbandtnn- s Land- zeinischen .'Handlungen l

Ädere Genehmigung verböten, ebenso jegliches Sprechen mit den j Mchm und die Abhaltung von Versammlungen soivie alle An- spiele svohen.

Landwirtschaft auf

Immlungen.

Newyork, 27. Angnst. Mehrere Passagiere des White eotar- I-impiersArabic", von Hamburg kommend, wurden vergangene Wst verwundet, als ein Orkan'das Schiff ergriff. Funksprüche WilArabic" fordern, daß acht Krankenwagen das Schiff bei dxr

Prügelszenen im Reichstag. j

Berlin, 27. Aug. lieber den Zwischenfall in der heutigen l Äteichstagssitzung ist nach derB. Z." noch ergänzend zu be- f richten: Als Präsident Wallraf fragte, ob niemand gegen die s , Ueberweifung des von den Nationalsozialisten eingebrachten j in Newyork heute nachmittag eriuarten. Die meisten Passa-: Anmestivmtrages an den Ausschuß widerspräche, erhob Abge- i gim sind Auswanderer, aber es sind auch viele Amerikaner an Bord. , ordneter Brodaps (Dem.) Widerspruch und machte dadurch die f Iie Zahl der verletzten. Fahrgäste beträgt 24. . j Erledchung in dieser Sitzung unmöglich. Dieser Widerspruch

. New-Pork, 27. August. Aus Shanghai wird gemeldet : Die führte zu unerhörten Szenen. Von den Kommunisten und Na- siMisse spitzen sich immer mehr aus einen kriegerischen Konchkt ^Eiffozialisten wurden Pfuirufe und laute Drohungen gegen Wichen Nord- und Sudchliia zu. Zwischen Nanking und Fuischaa f ^ Mgeordneten Brodaus gerichtet. Die Abgeordneten Dr. Ndm Truppenbewegungen statt. On den Provinze» Tsekiang und ; Dr. Külz (Demokraten) stellten sich schützend dor dein

Dnsu ist der Kriegszustand verhängt worden. ^ . , i Platz Brodcmfs. Inzwischen nahm der Abgeordnete Stöcker

Chicago, 27. Aug. Eul Iu pektor der Postberwaltung. der als ; L " . . , »2. , -Z " Geick'äftsordnuim Bei Beainn seiner

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Mgv-St Paul deckiligt^zu sei», der im Juni 1923 stattsand und! UiEten und Kommunisten riesen Brodaus zu: Er muß Len mbä den Banditen eine Millioli Dollar in die Hände fielen. ! Widerspruch zurucknehmen. Der sozraldemvkratllche Abgeordnete Colombo. 27. August. Die Verordnung, welche den Deutschen j Pen« stellte sich nun ebenfalls als Schützer Vor Brodaus Der die Zumse nach der Insel Ceylon verbot und welche am 29 . August ! mr Wahlbezirk Brodaus m Kemnch gewählte Kommunist Grube adliiiiil wird nicht erneuert j drang aus Brodaus em und r«s chm zu: Mit Ihnen werden

Tokio, 2?. August. Die höchsten Offiziere der japanischen Armee i wir in Chemnitz abrechnen. Dabei fuchtelte er mit drohend er­achten sich gestern'mit den Politikern auf ein Kompromiß, wonach > hobenem Zeigefinger Brodaus erregt vor Lem Gesichte Herum, dm Heer um fünf Divisionen vermindert werden soll. Der Vorschlag , Inzwischen hatten sich unter dem Drängen von rechts und links aui die Herabsetzung der Dienstzeit auf ein Jahr soll günstig beurteilt j vor Brodaufs Platz die Abgeordneten zu einer dichten Masse Midm sein. > zusammengshallt. Der sozialdemokratische Abgeordnete Peine,

- ein Mann von großer, kräftiger Statur, stieß den noch immer vor Brodaus herumg-estikulierenden Kommunisten Grübe zu- ssriedrichshafen, 27. Aug. Die auf heute Mittwoch vom rück, der iu dem Gedränge gegen seinen Parteigenossen Neder- WchWau Zeppelin angesetzte Werkstättenfahrt des neuen meyer flog. Dieser drang nun gegen..Peine vor und es kam Amerika-Luftschiffes ging nachmittags 3 Uhr programmäßig ! zwischen ihm und Peine zu einer Schlagerei, d« sich schnell auf « statten. Schon um 2 Uhr belagerten Hunderte Neugieriger andere Abgeordnete ausdehnte. In der Hauptsache schlugen die Umzäunung des Fluggeländes. Die Mitglieder der Presse Sozialdemokraten und Kommunisten aufeinander ein. Von den M die Pressephotographen hatten Zutritt zum Gelände und! Demokraten kamen nur dre Abgeordneten Brodaus und Korell M Ausfahrtstelle der gewaltigen Zepplinhalle. In ihr hing j ins Handgemenge. Der Abgeordnete Dr Hertz (Soz.) wurde

Die erste Fahrt des Z. N. 3.

Nesselt der gewaltige Flugriese. Er fällt nicht besonders auf, !«der graue Anstrich mit Aluminiumbronce dem der Eisen- Nen-Konstruktion ähnlich ist. Die Vorbereitungen zur ersten Fahrt Lauern bis 3 Uhr. Die alten bewährten Mannschaften halten das Luftschiff an Seilen fest. Kurz vor ^3 Uhr wird e- noch einmal abgewogen und zu diesem Zweck Wasserballast abgegeben. Die Polizeimannschaft hat -den Auftrag, Karteukon- twlle vorzunehmen und bei der Ausfahrt des Schiffes eine kette zu bilden, damit niemand unbefugt an das Schiff heran- Mmt. Photographen in großer Zahl sind eifrig bemüht, Auf­nahmen -des Luftschiffs im Innern der Halle und draußen auf im Fluggelände zu machen. Photographieren ist gestattet, Mch nicht zum Zweck der Verbreitung von Bildern in den Ver­dingten Staaten von Nordamerika. Die Herstellung von Film- Msnahmen dagegen ist unstatthaft, da die Luftschiffbau Zeppelin E. m. b. H. einen eigenen Film seit Beginn des Baues Lurch die («Mann-Produktion Berlin in Arbeit genommen hat. Plöy- A..Hht sich das Luftschiff in der Halle in Bewegung, Die Vchsmannschaften ziehen es an ihren Seilen vorwärts zur Halle «raus und bringen es auf das freie Fluggelände. Dort wer- M dst Seile losgelassen. Die Mannschaften halten das Luft- W an der Führergondel und an der Passaaierkabine fest. ^Etliche fünf Mahbachmotore setzen ein und langsam erhebt ich der Riesenaar bei strömendem Rogen tu die Höhe. Mit Wer Kraft fährt er -steuerfähig in scharfer Linkskurve in 70 Mer Höhe gegen Lindau. Daun geht die Fahrt in 400 Meter über Bregenz entlang -dem Schweizer Ufer zurück nach (^PichHafen, dann nach Meersburg, Ueberlingen, Bodinan, Mel Reichenau, Konstanz und wieder nach Friedrichshafen. «5^ Uhr macht das schönste aller Zeppelinschiffe eine Mt Et ^ringer Geschwindigkeit Wer Friedrichshafen. Es M sich m seiner glänzenden Schöne der hiesigen Bevölkerung, ^M^üemischiien Gefühlen das Wunderwerk anstaunt. Soll das Amerikaschiff das letzte Zeppelinschiff sein, das auf Werft lgMairt wird. So will es der Versailler Vertrag das Londoner Abkommen. Die Werkstättenfahrt -gelang L M trotz Sturm, Regenböen und Hagelwetter. Das Werk Mn Meister. Als Oberleiter der heutigen Fahrt fun- der fähigste aller Zeppelinführer, Dr. Eckener. Ihm zur ^ Luftschiffkapitäne Lehmann und Flemming, E Wachoffiziere die Herren von Schiller und Witte- ^er der Besetzung waren zu der heutigen Werkstätten- tMße Anzahl Ingenieure -des Schiffbaues eingoladen, b-Ä) d« Schussgeschwindigkeit und das Messen der Höhen- m,, -am Schiff besorgen mußten. Das Luftschiff landete ' tlhr aus dem Gelände und war um 6 Uhr in der Halle geborgen.

Probeflug hatte vor allem den Zweck, die neuen Maybach-Motoren auszuprobieren, ferner die Lv,- mdorrichtungen zu prüfen und die Stabilität des Schiffes leituös^M verlief zur vollsten Zufriedenheit der Fahrt- dcr EöLuftschiff wurde überall, wo es sich zeigte, von kn ^7° n mit großem Jubel begrüßt, wie zu den Zei- auso-^ ZePPelinflüg-e. Die nächste Probefahrt, die länger iiir werden soll und voraussichtlich in's Laird führt, ist sreitag vorgesehen.

^ie rheinische Landwirtschaft für Annahme des Londoner ^ Abkommens,

von, 27. Aug. Der Vorstand der Landwtrtschaftskammer

von den Kommunisven direkt bluttg geschlagen. Er verteidigte sich durch Vorhalten -eines Stockes. Auf der Tribüne wurden diese unwürdigen Szenen mit lauten Cntrüstungskundgebungen begleitet.

Borabstimmnngen im Reichstag.

Berlin, 27. Aug. Zu Beginn der heutigen Reichstagssitzung wird ein kommunistischer Antrag, -der alle ausgeschlossenen und inhaftierten Abgeordneten zu -der entscheidenden Abstimmung über die Gutachtengesetze zugelassen -sehen will, dem Beschluß des Ausschusses entsprechend abgel-ehnt. Als dann der Abg. Frick (NS.) die Ueberweifung eines bereits früher abgelehnten Antrags -auf Amnestierung -der sog. politischen Verbrecher an -den Reichstagsausschuß verlangt, entspinnt sich die bereits ge­schilderte Prügelszene, -die den sofortigen Abbruch der Sitzung zur Folge hat. Bei der Wiedereröffnung spricht Präsident Wallraf sein lebhaftes Bedauern Wer die Vorgänge aus und kündigt den Zusammentritt -des Aeltestenrats für den Nachmit­tag an. In Fortsetzung -der zweiten Beratung des Reichsbahn- gesetzes betont Abg. Seibert (DVP.) die Befürchtung einer Gefährdung der Beamtenrechte beim neuen Reichsbahngesetz. Abg. Rahl (NS.) erklärt seine Ablehnung, Abg. Dauer (BBP.) seine Zustimmung. Reichsverkehrsminister Oeser macht Be­schwichtigungsversuche und streicht die schönen Seiten heraus. Unter -anderen kleinen Vorlagen wird -das vorläufige Handels- Übereinkommen sodann verabschiedet. Außerhalb der Tagesord­nung entwickelt sich eine kurze Debatte Wer -die Amnestie Poli­tischer Gefangener im Londoner Abkommen. Nach einer Pole­mik Wer die Schuldsrage bei dem Wüsten Austritt zu Anfang der Sitzung wird die Beratung zwei Stunden unterbrochen. In der Zwischenzeit beschäftigte sich der Aeltestenrat mit der Ge­schäftslage des Hauses und den unliebsamen Vorgängen. Auf Vorschlag des Zentrums hat sich der Vorstand des Reichstags -der Sache anzunehmen. Für die Abstimmung Wer das Reichs- Lahngesetz setzen die Kommunisten -und Nationalsozialisten -ge­meinsam die namentliche Abstimmung durch. Diese ergibt 248 für und 174 Stimmen gegen das Reichsbahngesetz. Das Eisen­bahnpersonalgesetz -wird in einfacher Abstimmung angenommen und das Mantelgesctz mit 248 -gegen 175 Stimmen. Die An­träge der Deutschen Volkspartei erfahren ebenfalls eine An­nahme. Die zweite Lesung der Gutachtengesetze ist damit ab­geschlossen, die dritte Lesung steht auf der Tagesordnung der morgigen Sitzung.

Erklärung der Deutschdemokraten zu den Reichstagssorgängen.

Berlin, 27. Aug. Die -deutschdemokratische Reichstagsfrak­tion erläßt eine längere Erklärung zu der Mißhandlung des Abgeordneten Brodaus durch einen kommunistischen Abgeord­neten, in der sie zunächst unter Hinweis auf die bisherige Hal­tung der -deutsch-demokratischen Partei in ' der Amnestiefrage ausdrücklich hervorhebt, daß nicht der geringste Grund vorlag, daß heute die Amnestiefrage beraten würde. Mit Recht habe Brodaus sich auf den Standpunkt gestellt, daß man erst einmal abwarten solle, ob in der Tat das Londoner Abkommen vom Reichstag genehmigt wird und damit die Folgerung eintritt, daß auch die Separatisten begnadigt werden müssen. Finde, wie gerade die Kommunisten und die Deutschvölkischen das wollen, das Londoner Abkommen eine Ablehnung, so falle -auch der letzte Grund für eine Begnadigung der politischen Gefangenen weg. In formeller Beziehung aber müßte aus das tiefste be­dauert werden, -daß die geschäftsordnungsmäßige Ausübung

der Pflichten eines Abgeordneten zu dem beklagenswerten Vor­gang einer Mißhandlung geführt hat. Die deutschdemokratische Partei hat auf parlamentarische Sauberkeit und Ordnung von jeher das -größte Gewicht gelegt. Dieser Grundsatz wird die Partei auch in ihrer Stellungnahme gegen das Vorgehen der berufsmäßigen Revolutionäre im Reichstag leiten.

Die Abstimmung erst am Freitag?

Berlin, 27. Aug. Der Aeltestenrat des Reichstages beschäf­tigte sich während der Unterbrechung der Plenarsitzung zunächst mit -der Geschäftslage des Hauses. Es wurde betont, daß es kaum möglich sein dürfte, -die entscheidende ALschlußsitzung über die Gutachtengesetze noch am Donnerstag vorzunchmen, weil die dritte Desgug voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen werde. Es ist also -mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die Schlußabstinvmung erst am Freitag erfolgt. Dann nahm der Aeltestenrat zu den Vorgängen in der Mittwoch-Bormittags- Sitzung Stellung. Es wurde versucht, die Teilnehmer an der Schlägerei fc'stzustellen. Vvn den Kommunisten und National­sozialisten wurde dagegen Einspruch erhoben, daß sich der Acl- testermusschuß zum Untersuchungsausschuß in dieser Angelegen­heit mache. Die notwendigen Ermittlungen müßten in anderer Weise durchgeführt werden. Auf Vorschlag des Zentrums wurde die Untersuchung der Vorgänge schließlich dem Vorstand des Reichstages überwiesen.

Die deutschnationalen Landesverbw- dsvorsitzenden gegen die Annahme.

Berlin, 27. Aug. Die Konferenz der deutschnationalen Lan- desverüandsvorfitzenden im Reichstag fand in den Nachmfttags- stunden des Mittwoch ihren Abschluß. Sie hatte-das Ergebnis, daß von den 42 Vertretern der Organisationen sich nur 3 für das Londoner Abkommen aussprachen, einer davon auch nur iu bedingter Form, während alle anderen sich dagegen er­klärten.

Doch noch nicht das letzte Wort?

Berlin, 27. Aug. Zu dem Beschluß, den die deurschnationale Reichstagsfraktion in den heutigen Besprechungen mit Len Ver­tretern der Partei aus den Landesverbänden gefaßt hat, wo­nach die Gesetze zur Durchführung der Londoner Beschlüsse ein­mütig abgelehnt werden sollen, erfahren wir noch, daß der Parteivorsitzende Dr. Hergt ausdrücklich betonte, daß dieser Be­schluß keine Festlegung der Partei nach irgendeiner Richtung bedeuten könne, da den endgültigen Beschluß nur die Fraktion selbst-fassen könye. Daraus darf-man wohl entnehmen,, daß die Partei bezüglich ihrer Haltung Lei der Abstimmung - noch nicht -das letzte Wort gesprochen hat. In den Kreisen, der' Re­gierungsparteien legt man darum dem heutigen Beschluß der Deutschnationaleu auch nicht allzu, chssdeutendes Gewicht bei, man glaubt vielmehr,."daß dieser Beschluß der Deutschnationa- len eine Parallelisierung der heutigen Veröffentlichung der Re­gierung darstellen soll, wonach der Reichskanzler bereits im Be­sitz des Auflösungsdekrets ist.'

Der Kanzler zur Auflösung des Reichstags ermächtigt,

Berlin, 27. Aug. Der Reichskanzler erstattete heute morgen dem Reichspräsidenten Bericht über die politische Lage, über de­ren Beurteilung sich völlige Uebcreiustimmung zwischen dem Reichskanzler und dem Reichspräsidenten ergab. Der Reichs­präsident erklärte sich mit der Unterzeichnung der Londoner Abkommen am 30. August einverstanden und wies den Reichs­kanzler daraus hin, daß die Unterzeichnung auch die Verpflich­tung zur Erschöpfung aller -parlamentarischen und verfassungs­mäßigen Möglichkeiten für dix Verabschiedung der Zur Durch­führung des Dawes-Gutachtens erforderlichen Gesetze in sich schließt. Demgemäß erklärt der Reichspräsident dem Reichs­kanzler seine Entschließung, den Reichstag aufzulösen, falls die zu beschließenden Gesetze nicht die erforderliche Mehrheit fin­den sollten.

Ein schweres Autounglück

ereignete sich Dienstag nacht auf der Chaussee zwischen Heim, und Raalte in der niederländischen Provinz Vertjssel. Ein vollbesetzter Autobus, der von der Kirmes iu Heino zurückkehrte, geriet auf ungeklärte Weise in Brand. Nach wenigen Sekunden war der Wagen ausgebrannt. Eine unbeschreibliche Panik entstand, da die beiden Wagentüren abgeschlossen waren und die Schlüssel in -der Verwirrung nicht gefunden werden konnten. Vorbeifahrenden Radfahrern gelang es, einige Personen durch das Fenster aus dem Wagen herauszuziehen. Die übrigen Pas­sagiere verbrannten vollständig, so daß die genaue Zahl der Opfer noch nicht festgestellt werden konnte. Sechs Leichen wur­den jedoch schon identifiziert. Ein Insasse saß noch aufrecht, aber völlig verkohlt im Wagen. Der Chauffeur und die weni­gen Geretteten mußten infolge ihrer schweren Brandwunden ins Krankenhaus geschafft werden.

Die französische Darstellung des Räumungsversprechens.

Paris, 27. Aug. Havas meldet: Gewisse Blätter haben von dem Versprechen Herriots, die Dortmunder Zone am Tage nach der endgültigen Unterzeichnung des Londoner Abkommens AU räumen, eine unrichtige Darstellung gegeben. Sie haben ge­meldet, daß der Abzug der französischen Truppen am 2 Sep­tember erfolgen werde. Das ist unzutreffend Wenn der Reichstag die Londoner Beschlüsse und die zur Ausführung des Sachverständigenberichts notwendigen Gesetzesmaßnahmen recht­zeitig genug annimmt, um die endgültige Unterzeichnung -des Abkommens am 31. August zu ermöglichen, so wird Herriot am 1. September den Befehl zur Räumung Dortmunds erteilen. Doch muß, bevor die vollständige Zurückziehung der französi­schen Truppen erfolgt, wegen der Sicherheit der zahlreichen französischen Zivilisten, Ingenieure und Eisenbahner, die noch einige Zeit dienstlich in der Gegend verbleiben, noch eine ge­wisse Frist verstreichen. Angenommen, daß die erste Feststel­lung der Reparationskommission am 2. September torgenom- men wird und die zweite Feststellung fünf Wochen später, -das heißt am 9. Oktober, so kann nach den Bestimmungen des Ar­tikels 5 des Londoner Abkommens die Ausbeutung der Regie­bahn für Rechnung der Reichseisenbahngesellschaft unter -der Kontrolle -des Organisationsausschusses erst 14 Tage nach der zweiten Feststellung, nämlich am 24. Oktober beginnen In die­sem Augenblick wird der Organisationsausschuß laut Artikel 5 des erwähnten Abkommens sich mit der Regie in Verbindung setzen, um die Einzelheiten der Uobernahme der Rezieeisenbah- neu durch die deutsche Eisenbahngesellschaft zu regeln. Die Ue- bergäbe -der Eisenbahnlinien wird etappenweise, so schnell die ungestörte Abwicklung des Verkehrs es erlaube, vor sich gehen. S« muß innerhalb einer Frist von 6 Wochen, das heißt am 15. Dezember, beendet sein. Eine gewisse Zahl von französi- Ichen Eisenbahnern muß daher in der Dortmunder Zone wenig­stens bis Ende Oktober verbleiben. Die letzten Besatzungstrup­pen können -aus diesem Grunde aus dieser Gegend daher erst nach ihrem Ausbruch zurückgezogen werden.

Ein Eingeständnis zur Kriegsschuldfrage.

Paris, 27. Aug. Der bekannte Schriftsteller Hugo Mar- stuerite, der schon vor einigen Tagen in derEre Nouvelle" Po- incare einen der Hauptschuldigen am Kriegsausbruch nannte, setzte heute seine Artikelreihe fort, um nachzuweisen, daß un­möglich Deutschland die Hauptschuld am Kriegsausbruch zuge- schricben werden kann. Rußland habe als erstes Land mobili­siert, und dazu habe Poincare es getrieben.