Leist« Nachrichten u. Telegramms
Berlin, 31. Aug. Die „Nordd. Mg. Ztg." meldet: Der Reichskanzler empfing vormittags den stellvertretenden Direktor der Kolonialabteilung, Erbprinz zu Hohenlohe, zu einer längeren Besprechung.
Berlin, 31. Aug. Einem Petersburger Telegramm des Lok.-Anz. zufolge hat der Zar dem Premierminister Stolppin und seiner Familie als Wohnort das Winterpalais angeboten; wahrscheinlich wird Stolypin schon nächste Woche dahin übersiedeln.
Briefkasten d. Red.
Oil. X., Hgerbres! Besten Dank für Ihre interessante Sendung. Der „Amerika"-Dampser mit seiner Länge von 687 Fuß und seinen 42 000 Tonnen Deplacement dürfte in der Tat das neueste größte Schiff der Welt sein.
Bom Düngermarkt.
Schon vor Jahrzehnten warnte E. von Wolf vor der drohenden Verarmung des Bodens an Phosphorsäure bei unzureichender Düngung Es hat daher seinen guten Grund, warum den phosphorsäurehaltigen Kunstdüngern so große Beachtung geschenkt wird.
In der Hauptsache kommen gegenwärtig entweder Thomasmehl oder Superphosphat in Frage. Die Entscheidung, welchem von beiden der Vorzug zu geben ist, beruht in erster Linie auf dem jeweiligen Preise derselben. In diesem Jahre ist der Bezug von Thomasmehl viel vorteilhafter als der von Superphosphat.
In Baden und Württemberg kostet für den Konsumenten franko Stationen:
1 Kiloprozent wasserlösliche Phosphorsäure im Superphosphat
durchschnittlich ca. 37—39 ^
1 „ zitronensäurelösl. Phosphorsäure im Thomasmehl
durchschnittlich ca. 261'-—27 mith. ist Thomasmehl billiger „ ca. 1114
Der Ankauf von einem Waggon Thomasmehl zu 200 Zentner bei 15 prozentiger Ware bedeutet also eine Ersparnis von ca. 168.75 gegenüber Superphosphat.
Kein rechnender Landwirt wird sich diesen großen Vorteil entgehen lassen.
McllmM Ns kn „kiizlliler"
für den Monat September werden von allen Postanstalten und Postboten, von der Expedition und von unseren Austrägerinnen entgegengenommen.
ReklametLil.
Vilbolm liVsekenkut, kleuenkürg
Hauptstraße Nr. 14S
MMes-iist für feine Herreugarderobe
Lager moderner Stoffe o verschiedene Fabrikate.
DW^ Hiezu zweites Blatt. EMU
KmtNch« Bekanntmachung««, unS privat-SlNZLigsn.
Bekanntmachung des Kgl. Ministeriums des Innern,! betr. den Verkehr mit Kraftfahrzeugen. !
Als Sachverständige zur Begutachtung von Kraftfahrzeugen gemäß K 4 der Verfügung der K. Ministerien des Innern und der Finanzen, betr. den Verkehr mit Kraftfahr- ' zeugen, vom 13. Juli 1906 (Reg.-Blatt Seite 221) und zur Prüfung der Führer von Kraftfahrzeugen gemäß Z 14 a. a. O. 'sind in widerruflicher Weise bestell! worden:
1) für die Begutachtung von Kraftwagen:
Alfred Hagenlocher, Hermann Merkle, Alfred Freiherr von Soden-Fraunhofen, Alfred Bischer, sämtlich Ingenieure bei der Daimler-Motoren-Gesellschaft in llntertürkheim,
Ernst Misol, Ingenieur in Cannstatt, Höfenerfiraße;
2) für die Begutachtung von Krafträdern:
Wilhelm Gries, Wilhelm Köhler, beide Maschinentechniker bei den Neckarsulmer Fahrradwerken in Neckarsulm,
Ernst Misol, Ingenieur in Cannstatt. Höfenerfiraße;
3) für die Prüfung der Führer von Kraftwagen die unter Nr. 1, für die Prüfung der Führer von Krafträdern die unter Nr. 2 genannten Techniker;
4) in Fällen der Verhinderung der vorbezeichneten Sachverständigen :
Bauinspektor Klaiber bei der K. Zentralstelle für
Gewerbe und Handel.
Die Untersuchung der Kraftfahrzeuge erfolgt in der Regel am Geschäftssitze des Sachverständigen; bei Kraftwagen kann sie auf Verlangen der Eigentümer auch an dem regelmäßigen Standort der Fahrzeuge vorgenommen werden (s. auch den übernächsten Absatz).
Die Gebühren der Sachverständigen betragen vorläufig:
a) für die Begutachtung eines Kraftwagens 10
b) „ „ „ „ Kraftrads 3
o) „ „ Ausstellung eines Führer-Zeugnisses bei
Kraftwagen 3 ^ und bei Krafträdern 2 ^
Erfolgt die Prüfung des Führers gleichzeitig mit der Untersuchung des Kraftfahrzeugs, so findet eine besondere Ge- bührenanrechnung für die Ausstellung des Führerzeugnisses nicht statt. Sind in dieser Weise mehrere Führer desselben Fahrzeugs zu prüfen, so erstreckt sich die erwähnte Vergünstigung Nur auf einen Führer.
Bei Verrichtungen außerhalb des Gemeindebezirks ihres 'Geschäftssitzes haben die Sachverständigen neben den Gebühren, Buchst, a—c, den Ersatz der tatsächlichen Fahrauslagen, sowie Taggelder anzusprechen, welche bei einer Zeitversäumnis bis zu 6 Stunden 8 bei einer Zeitversäumnis von mehr als 6 Stunden 15 ^ betragen.
Werden bei einer Reise mehrere Kraftfahrzeuge untersucht, so sind die Fahrauslagen und Taggelder auf die einzelnen Fahrzeuge gleichmäßig zu verteilen.
Die K. Zentralstelle für Gewerbe und Handel ist bereit, behufs Ersparung von Reisekosten und zweckmäßiger Einteilung der Geschäfte der Sachverständigen Anträge auf Erteilung der vorgeschriebenen Gutachten und Zeugnisse entgegenzunehmen und den Sachverständigen zu übermitteln.
Da vom 1. Oktober ds. Js. ab auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur diejenigen Kraftfahrzeuge betrieben werden dürfen, welche von der Polizeibehörde auf Grund sachverständiger Prüfung zum Verkehr zugelassen worden sind, empfiehlt es sich, die betreffenden Fahrzeuge unverzüglich zur Untersuchung anzumelden.
Stuttgart, den 29. August 1906.
Für den Staatsminister:
Hilb ert.
Grafen Hausen.
GMiskr-Auftus.
In
der Nachlaßsache des
gh Gottlieb Herman, ge
wesenen Bauers in Obern- hausen; d) Gottfr. Kratzer,
gewesenen Bauers in Obern- hausen, werden die Gläubiger ersucht, ihre Forderungen innerhalb 8 Tagen bei der örtlichen Jnveuturbehörde dahier schriftlich anzumelden.
Den 30. August 1906. Schultheiß Kircher.
Nächsten Donnerstag, den «. September ds. Js.
Krämer- und Schweine-Markt
in Weuenbürg.
Calmbach.
Unterzeichneter sucht zum sofortigen Eintritt einige
Kehrmiidche«,
nicht zu jung, für die Sortiererei und Kistchenmacherei bei guter Bezahlung.
Keine ungesunde Beschäftigung!
Ebendaselbst ist ein älteres
Pritschenwägele,
Tragfähigkeit ca. 8—10 Ztr., billigst abzugeben.
CH. Boger, Zigarrenfabrik.
Hehmd,
gut gedörrt, per Ztr. ^ 2,50 franko hier, oder in Wagenladungen franko Güterstatiou „Beiertheim" der Albtalbahn, kauft gegen Kasse
Milchgut Schloß Rüppurr, Fritz Voelker.
Pforzheim.
ein junges braves zu kleiner Familie per 1. Oktober oder früher gesucht.
Frau Rich. Müller Wtw.
Erbprinzensrr. 59, III.
c. Lciiappen bessöigi msa Liciiec ii. reime!! mit llikißllLkki . öem veckerrertee Lceimerseiiiszc^grsec. veüsege u, nelim M L6M6k!i. iibecsl! eciisitii'cii. In liisuonbili'g in ilei- »poNieXe. .
Neuenbürg.
Bekanntmachung.
Nachdem die Kapitalwerte (Steueranschläge) der in ihrem Bestände veränderten bezw. der neu erstellten Gebäude in der hiesigen Gemeinde durch das Bezirkssteueramt gemäß Art. 83, Abs. 3 des Gesetzes vom 28. April 1873/8. August 1903, betreffend die Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer (Reg.-Blatt von 1903, S. 344) auf 1. Januar l. I. festgestellt sind, wird das Ergebnis dieser Einschätzung gemäß Art. 83, Abs. 5 dieses Gesetzes 15 Tage lang und zwar vom 7. September bis 21. September l. 3. zur Einsicht der Beteiligten auf dem Rathaus aufgelegt sein.
Dem Eigentümer oder Nutznießer eines Gebäudes steht bezüglich des Steueranschlags desselben das Recht der Beschwerde zu (Art. 79, Abs. 2 des Ges.)
Etwaige Beschwerden, welche die Beteiligten gegen die Einschätzung Vorbringen wollen, sind an das K. Steuerkollegium» Abteilung für direkte Steuern, zu richten und längstens bis zum 24. September l. I. bei dem Ortsvorsteher zur Weiterbeförderung (schriftlich) anzubringen. Die Versäumnis dieser Frist zieht den Verlust des Beschwerderechts nach sich. (Art. 61, Abs. 2 und Art. 79, Abs. 3 des Ges.)
Den 31. August 1906. Stadtschultheißenamt.
Stirn.
Stadt Weuerrbürg.
LmOlz-, StWtil- mi> Bkmhch-VnklUlf.
Am Mittwoch, den 12. Sept. ds. Js., vorm. S Uhr
werden auf dem hiesigen Rathaus aus dem Staatswald Distrikt I, Abt. 3 und 4 Oberer Buchberg und das Scheidholz aus beiden Abteilungen im öffentlichen Ausstreich verkauft:
485 St. Nadelholz-Stammholz mit Fm. Langholz:
13 II., 36 III., 79 IV., 44 V. Kl., und Fm. Sägholz: 2 I., 3 II. und 3 III. Klasse. Bau st an gen St.: 76 I./III. Kl.
Hagstangen „ 22 II. u. III. Kl.
Hopfenstangen „ 4 II. u. III. Kl.
Brennholz Buchen Rm.: 6 Scheiter, 24 Prügel, 5 Reisprügel; Nadelholz Rm.: 107 Prügel und 3 Rm. Rinde.
Den 31. August 1906.
Stadtfchultheitzenamt.
Stirn.
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