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Das in ungefähr zwanzigtaufend Niederlagen verkaufte und überall als bestes Mittel gegen alle Infekten anerkannte

ist Wieder billiger geworden.

Die echten Flaschen sind mit dem Namen I. Zacherl versehen und kosten von nun ab: 30 60 1 ^ und 2 ^

Diese rmservLIitte Lpeoiaiität verniebtet mit überrasebendstsr Krakt a. 8oimeII!g- Ireit alles Onge^ielsr iu >VobauiiK8n, Lüedeii und Hotels, in Llödsln und Lleiäern, so>vie auk unseren Haustieren, in Ltällen, auk Dilanren in Olasliäussrn u. Oarten. rVas in losem kapier ausgewozon >vird, ist niemals eine ^lLaolierl-speeialität"!

In Neuenbürg bei G. Lustnauer. l Jn Pforzheim bei L. Wegener.

Calw Pforzheim

G. Stein, Apvth. Lonis Hauer.

Dr. Hof, Apoth. Wildbad bei TH.Umgelter, Apoth.

Neuenbürg.

Auf bevorstehendes Fest empfehle

schwarz-rote und schwarz-weiß-rote, seidene

Schärpen,

sowie Blumen und Kopfkränze.

Maria Frautz,

Putz- und Blumengeschäft.

2 09« Marti

sind bis Mitte August gegen doppelte Sicherheit zu 4'/,"/» auszuleihen.

Wo sagt die Redaktion.

Calmbach.

Eine junge fette Kuh,

lebend Gewicht ca. 1400 Pfd., verkauft

Aug. Lutz.

^.iik Damen, ^vololm

Trauer-8 etmuiek

braueüsu, odsr sonst gerne

8el>vvarreu 8ekmuvk

(lst-/lrmbLn<Ier etc.) tragen, bitte illustr. Oatalog darüber v. ä. Versandtgesebäkt

0. Drenner-8«;biIIill8, Deildronn a.

rin verlangen.

Aus Stadt, Bezirk und Umgebung.

Seine Majestät der König haben am 12. Juli d. I. die erledigte Stelle eines Gerichtsnotars in Neuenbü rg dem Amtsnotar Dipper von Weilheim aller- gnädigst zu übertragen geruht.

Nionik.

Deutschland.

Die hohe Politik hat sich zur Ruhe begeben, der Sommerschlaf der Diplomatie hat begonnen. Ein deutliches Anzeichen für die politische Ruhe ist das Hervor­treten der wirtschaftlichen Fragen, welche die Tagespolitik ablösen, so z. B. tritt die bekannte Fleischeinfuhr- und Lebensmittel­

frage, die einst an der deutsch-russischen und deutsch-österreichischen Grenze eine Rolle spielte, jetzt an der serbisch-öster­reichischen Grenze hervor und die Minister streiten sich um das Borstenvieh herum.

Auch dem Getreidehandel wendet man in Deutschland von Neuem viel Auf­merksamkeit zu, wozu wohl mancherlei Be­sorgnis vor einer ungünstigen Ernte mit beitragen mag. In der Krcuzzeitung er­örtert Herr v. Graß die Bedeutung des Kornhandels und seine Verkehrsbeschränk­ung im nordöstlichen Deutschland. Herr v. Graß erörtert die Ursachen, aus denen sich der Getreidehandel mehr dem aus­ländischen als dem inländischen Korn zu­gewendet habe, und er findet folgende vier Ursachen: 1. Das ausländische Getreide sei wohlfeiler in Folge der klimatischen Bodenvorteile und der auf den Münz­verhältnissen beruhenden Wohlfeilheit der Arbeitslöhne und sonstigen Produktions­kosten. 2. Das ausländische Getreide habe eine bessere Qualität, indem es einen ge­ringeren Wassergehalt habe und infolge dessen lagerfester sei. Allerdings sei in anderen Beziehungen das inländische Ge­treide ihm in der Qualität überlegen, da es frei von Staub, reiner geerntet, und vor allen Dingen für Backzwecke günstiger zusammengestcllt sei. 3. Das ausländi­sche Getreide sei ausgeglichener, d. h gleich­artiger in der Qualität, so daß sich die Beziehungen auf dasselbe leichtere typische Standardmuster Herstellen lassen, die für den Handel eine große Wohlthat seien. Und endlich 4. sei das ausländische Ge­treide faßbarer, d. h. es liege in einer für den Handel günstigeren Weise in großen Lagerhäusern aufgestapelt: und hieran schließt sich nun eine ausführliche Schilder­ung der guten Lagerhauseinrichtnngen, welche sich Amerika und in neuerer Acit auch Rußland geschaffen. Bei dieser Ge­legenheit sagl Herr v. Graß Folgendes: »Wir besitzen heute in Deutschland für das Jnlnndskorn sehr wenige Lagerhäuser, welche in direkter Verbindung mit den Schienen unserer Eisenbahnen stehen. Wir sind gezwungen, die alten, dem heutigen

I Verkehr nicht entsprechenden und abge­legenen Speicheranlagen, welche wir aus der Zeit des Frachtverkehrs übernommen haben, zu benutzen. Diese alten Anlagen zwingen aber der Jnlands-Getreidebeweg- ung ganz ungeheuerliche Mehrkosten auf.

Ansbach, 14. Juli. Die Nonne ist auch bei uns aufgetreten. Der Raupen­faß hat die schönsten Waldungen unserer Umgebung nun auch in bedenklicher Weise ergriffen. Eine Waldparzelle von acht Morgen bei Kunzendorf muß infolgedessen abgetrieben werden. Auch bei Höfstetten zeigt sich die Raupe massenhaft; des­gleichen bei Aichau, Bechhofen, Heilsbronn, Krapferau, Oberschönbronn, Sachsbach und Thürnhofen. Das Bezirksamt Feucht­wangen hat deshalb an die Privatwald­besitzer seines Gebietes unter Androhung der gesetzlichen Strafe die Aufforderung ergehen lassen, die bereits kahl gefressenen und nicht mehr lebensfähigen Bestünde so­fort fällen und die Rinde verbrennen zu lassen.

Straßburg. 15. Juli. DieStraßb. Korresp." bestätigt, daß der Kaiser durch Kaufvertrag das Schloß Urville bei Kürzel, Kanton Pange, Kreis Metz, mit den dazu gehörigen Pachthöfen Chaussy und Menils, zusammen 240 Hektar Grundbesitz, wovon etwa 60 Hektar Park und Wald, erworben hat. Schloß Urville, etwa 1 Kilometer von Kürzel Station an der Linie Metz-Bolchen und 15 Kilometer von Metz entfernt, liegt am Ufer der franzö­sischen Nied in einer anmutigen Gegend mit guter Jagd. Das Schloß ist im 15. Jahrhundert erbaut worden, hat aber seitdem mehrfach, zuletzt in den dreißiger Jahren bauliche Veränderungen erfahren. Die jetzt wieder zusammengekauften, früher zusammengehörigen Besitzungen waren in letzter Zeit in Händen dreier Eigentümer. Vor zwanzig Jahren, am 25. Juli 1870, wurde auf jenem berühmten Auf­klärungsritte. welchen badische Dragoner­offiziere unternommen hatten, im Scheurlen- hof bei Niederbronn Lieutenant von Winsloe von einer französischen Pa­trouille erschossen, der erste deutsche Offi­zier, der im deutsch-französischen Kriege auf feindlichem Boden gefallen ist. Der Führer jenes verwegenen Rittes, der jetzige württembergische General Graf von Zeppelin, hat sich an die Spitzbeines Komites gestellt, welches am 20. Jahres­tage des Ereignisses zur Ehre des tapferen Kameraden ein Denkmal enthüllen wird.

Ettlingen, 16. Juli. Vor einiger Zeit erschwindelte ein sich als Diener des Herrn Oberstlieutenant v. Gößnitz aus­gebender Gauner, der Soldatenuniform trug, in hiesigen verschiedenen Geschäften Waren. Jetzt soll derselbe in der Schweiz verhaftet worden sein. Heute wurde der Verhaftete den bestohlenen Geschäftsleuten vorgcstellt und von fast allen als der Be­trüger erkannt. Der geriebene Mensch soll aus Durmersheim gebürtig sein.

Ausland.

St. Gallen, 16. Juli. Ein furcht­bares Hagelwetter von seltener Heftigkeit entlud sich heute nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr über oie Stadt. Die Hagelkörner erreichten die Größe von kleinen Hühner- Eiern.