Der deutsche Außenhandel im Jahre 1924.

Passive Handelsbilanz von 2.8 Milliarde«

Unsere Handelsbilanz ist heule wie vor dem Kriege passiv Während aber vor dem Kriege die Einnahmen der deutschen Volkswirtschaft aus den Entgrlien sür Transportleistungen. aus Handelsgewinnen, aus d-in Besitz an ausländ,,chen Werlpapieren unv. unsere entsprechenden Verpflichtungen dem Auslan > gegen­über derartig überstiegen, daß die Pagivität der Handelsbilanz geradezu als ein Zeichen unseres Wohlstandes gedeutet werden tonnte, hat heute der Pnssiosaldo der Handelsbilanz die entgegen­gesetzte Bedeu ung wie in der Vorkriegszc.l.

Die deutsche Welthandelsgelwng hat in den Nachkriegsjahren gegenüber der Zeit vor dem Kriege yonz erheblich nachgelassen. Die Verlängerung des Anteils Deutschlands an dem Welthandel ist unoerglcichlich grüner nis die Emschrumpfiinq des Welihande s überhaupt. Dieser Rückgang des brutschen Anteils würde noch krasser >n Erscheinung treten, wen» die katastrophale Entwicklung der deu ch>m Währuitgsveihaltnisse nicht zu geio^sc» Zeiten den deutsch n Export in den Stand gesetzt Hüne, aus dem Weltmarkt zu relativ billigen Preisen zu kvnkmneren.

Die En Wicklung des Außenhandels im ersten Halbjahr des Lahres >924 ist, wie sich aus »nserer Tabelle ergibt, wenig günüig. Schon im Januar setzte gegenüber dem Dezember 192,1 eine sehr narke Verminderung der Aussuhr und eine gleich­zeitige Erhvi.iinq der Lin »hr rin. Mehr als breivienel des Rückganges der Ausfuhr tag bei der Gruppe der Fertigwaren. Es gab kam» einen Zweig der Ferligwareniiidustrie, in dem nicht eme mebr oder milider große Verringerung der Ausfuhr fest,e,letzt wurde. Zu gleicher Zeit war die Einjuhr von Fertig- warcn gestiegen. Auch die Steigerung der Lebensmittel und Geirmikeeimuhr war erheblich, während die der Nohitofseinsuhr demgegenüber weniger ins Gewichi siel. Im Februar war eine weitere erhebliche Steigerung der Einjuhr zu verze chncn. Aber auch die A-ssuyr zeig'-e eine geringe Steigen», f. Wahrend dann im Marz ein geringer Rückgang oer Einsuhr cels auch der Aus­suhr sestzustellcn war, nahm im April die E nsuhr wieder ganz erheblich zu. Im Mai erreichte sie ihren höchsten Stand. Das Ergebnis des Monats Juni wurde durch einen sehr starken Ab- sau der E.n m r, zugleich aber auch durch ein Absinken der Auss> hr unter den Stand des Januar 1924 gekennzeichnet.

Diese ungünilige Entwicklung des Auzeiihaiidels im ersten Halbsahr >924 war vor allem die Folge eines nach den schweren Entbehrungen während der Inflationszeit stark angestlegenrn Inlan, sbeoaris. Die an>nngs reichlich gewährten Remenmark- kredi e na» d e An Hebung von Ausfuhrvei-oleii begünstigten die Lm nhr. Ziig.e ch hemmte aber die Ueberschreuung des Wellmarklpreisiuveaus durch die Iiilanvgreiie die Ausfuhr.

. Z» Anfang des duiieil Quartals tMt segle ein bemerkens­werter Umschwung em. Die Handelsoi-anz wurde im Juli zum erneu Male aktiv. In, August segle sich diese Liilwickluiig sorl. Ltn gouzeu war, aus Grund der Gegeiiivarisiverie berechnet, im Juli die Anfuhr um c.i. 17 Milltoiien Goldmark großer als d e E.iisuhr, im August sogar »m rund 141 Millionen Goto« Mark. Diese kriviiüt der goaiidelsbilanz in den Monaten Juli und August war lediglich eine Folge der iiiigeheuren Kapital- und Kreditnol im Lande, die zu äußerster Einschränkung der Ein­fuhr, namentlich der Nohstosjein,uyr zwang. Es best sich jedoch nickt erwarten, daß diese Aktivität der Handelsbilanz lange cn- halien würde. Im September zeigte sich bereits der Um chwung. Die Einsuhr stieg ganz erheblich, während die Aus,uhr wieder zu ückgiiig. Diese ungüii,,ige Entwicklung hielt in den Mo­naten Oktober und Nvoember an. Ueber den Dezember liegen noch keine Zahlen vor. Doch wird auch hier eine weitere Steigerung der Einsuhr über die Novenibereiniuhr hinaus uuo rin hoher Enifuhrübe schuß zu verzeichnen sein. Allerdings hat auch liniere Aussuhr im Dezember entsprechend der gesamten Wirischastsbewcgung der Welt zugenomwrn.

Insgesamt haben wir im vergangenen Lahr, soweit sich das jetzt schon übersehen läßt, eine Passivität der Handelsbilanz von etwa 2.8 Milliarden erreicht.

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vie kniwickluiiy des deus-cken äustsniiandels !

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Aus Geld-,

Volks- und Landwirtschaft.

Berl'ner Briefkurse

1 holländischer Gulden 1894,8 Ma.

1 französischer Franken 227,4 Ma.

1 Schweizer Franken 811,7 Ma.

Bericht der Stuttgarter Börse.

(STB.) Stuttgart, 3. Febr. An der Börse trat heut« wieder ein Umschwung zur Schwäche ein. Es herrschte allgemeine Ab- gobeneigung und die Kurse gaben durchweg nach.

Schlachtviehmartt.

(STB.) Stuttgart, 3. Febr. Dem Diensbagmarkt am Vieh- und Tchlachthos waren zugesührt: 40 Ochsen (unver­kauft 5). 19 Bullen, 180 (15) Jungbullen, 140 (10) Jung­rinder, 71 Kühe, 584 Kälber, 1187 (100) Schweine. 26 Schafe. Erlös aus je 1 Ztr. Lebendgewicht: Ochsen 1. 4346 (letzter Markt: 4246). 2. 3340 (3339), 3. 27-30 (2630). Bullen 1. 4346 (43-45), 2. 3840 (3740). 3- 3236 (3235), Jungrinder 1. 5054 (unv.), 2. 4046 (3945). 3. 3238 (32-36), Kühe 1 . 3139 (3a38). 2. 1728 (1727), Z. 1216 (unv.), Kälber 1. 6870 (6871), 2. 6066 (unv.). 3. 50-58 (49-57), Schafe 1. 6870 (unv.), 2. 4060 ( 4560), Schweine 1. 7073 (7576), 2- 6870 (7173). 3. 64- 67 ( 6770), Sauen 5464 (5b66) -4l. Verlauf des Marktes: ruhig.

(SCB.) Ulm, 3. Febr. Auf dem Schlachtviehmarkt no­tierten: Ochsen 1. 3842. Farren 1. 3640, 2. 3034. Rinder 1. 38- 44, 2. 3236, Kühe 1. 1822, 2. 1216, Kälber 1. 5862, 2. 5256, Schweine 1- 6670, 2. 6064 Mark pro Zentner.

Psorzheimer Schlachtviehmartt.

(STB.) Pforzheim, 3. Febr. Erlös aus je 1 Ztr. Lebend­gewicht: Ochsen 1 4648, Rinder 1. 4852, Ochsen und Rin­der 2. 3842, Kühe 2542, Farren 4048, Schweine 7074 -4t pro Zentner.

Schweinepreise.

In Ravensburg kosteten Ferkel 2230, Läufer 3550 -4t,- in Riedlingen Milchschweine 2535 -4t pro Stück.

Früchtpreise.

In Riedlingen kostete Weizen 12,6016, Roggen 11, Gerste 1415,40, Haber 9,309.50 -4t; in Ulm Weizen alt 1415, neu 13-14,50. Kernen neu 14,20, Roggen neu 13, Gerste neu 14,15-15.50, Hafer alt 8,759.50 °4t.- in

Reutlingen Weizen 13^015,50, Gerste 14-17, Dinkel 1011,50, Haber 9,5011: in Urach Weizen 13 bis 15» Gerste 1215, Roggen 11,50, alter Dinkel 99,50, Haber 911,30, Kernen 13 -4t je der Zentner.

Pserdemarkt.

(STB.) Pforzheim, 3. Febr. Zugeführt wurden 175 Pferde, darunter 5 Fohlen. Der Markt war mit sehr schönem Pserde- material beschickt. Es wurden folgende Preise gehandelt: sür Schlachtpferde 60150 -4t, 200600 -4t für leichte Pferde, 700 bis 1200 -4t für mittlere 13002000 -4t für schwere Pferde. Der Handel war recht lebhaft.

Vom wiirttembergischen Rundholzmarkt.

Der Verkaufstermin des Waldbesitzerverbandes am 29. Januar zeitigte folgende Ergebnisse: 1. Nadelstammholz: Höfen a. E., Gemeinde 12> Fm. 127145 Proz.,- Heims­heim, Stadt 180 Fm-138,7141,3 Proz.: Berneck. Freiherr!. Rentamt 154 Fm. 141144 Proz.; Verneck, Stadt 125 Fm. 128136 Proz.,- Obernheim, Gemeinde 636 Fm. 119,5 Proz.: Schömberg, Stadt 255 Fm. 126132 Proz.,- Ba­lingen, Stadt 305 Fm. 126128 Proz.: 2. Papierholz: Hohenstadt, Gräfl. Forstverwaltung, 112 Rm. 1.3- Kl. unentr. zu 157 Prozent.

Holzpreise.

In Mergentheim kamen Buchenscheiter auf 22,45 -4l. Buchenprügel auf 19 °4l je Rm.,' in Tübingen buchene Prügel auf 1923 -4l, buchene Scheiter auf 2227 -4t pro Meter, eichene Prügel auf 1317 -4l: in Een- kingen buchene Scheiter auf 1718, buchene Prügel 15 bis 17 Mark.

Neues Futterkonservierungsverfahre».

Während der Landwirtschaftlichen Woche der Land- wirtschastskammer für die Provinz Sachsen vom 20.24. Januar fanden auch Besichtigungen einer Konservierungs­anlage statt, die die Landelektrizität nach einem neuen Futterkochverfahren von Dr. Metze auf dem in nächster Nähe von Halle gelegenen Gute des Gutsbesitzers Ehlers in Schiepzig errichtet hat. Die Güte des vorx,«führten Süßfutters aus Luzerne, sowie die Einfachheit des Ver­fahrens fanden allgemeine Anerkennung. Die Anlage soll den ganzen Winter über besichtigt werden können.

Lt« vrtttch«, SletnhandeOpntj, dLrjev jrtvstverstSndlich nicht «n ven O-rlen- ««» Hrosihandet»Pletjen gemrAen werden, da für jette »och die jog. wirtichajtilcher, itkrtetzrA. Losten m Hutchlag kommen. D. Schrtstl.

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Meldepflicht.

Grobe Perstöße gegen die Meldepflicht veran­lassen uns, die Herren Arbeitgeber darauf hinzn- weisen, «atz jeder von ihnen Bescha.tigte, der zur M,1gliedscha,t bei un,erer Kaffe verpfiichlet »fi, binnen S Tagen nach Be­ginn und Ende der Bejchä,tigung entweder bei der örtlichen Geschäftsstelle (Schultheißenamt) oder bei der Kaffe gemeldet werden muß.

Wer seiner Pflicht zuwider Bersicherungspflich- tige nicht oder nicht rechtzeitig aumetdet, oder be­züglich der Löhne und Gehälter unrichiige Angaben macht, kann vom Dersicherungsamt mit Ordnungs­strafe in Geld bestraft werden.

Außerdem kann dem Bestraften die Zahlung des ein- bis fünffachen der rückständigen Beiträge auserlegt werden.

Für Verfehlungen gegen die Meldepflicht, die uns bis einschließlich 5. Februar d. 3. zur Kenntnis gebracht werden, sichern wir Straffreiheit zu.

Nach diesem Zeitpunkt ist eine Berücksichtigung ausgeschlossen. "

Lalw, den 29. Januar 1925.

Borstandsvorsitzeuder: Geschästsleiter:

_Kamparos. Praß.

kittet bei Leckarf um tstreli öesuckl

lu rnscduke mit Oummi- unck Lecker8okie

lurlldosen

luravrtrikot»

^vravrxiirtvl

Gemeinde Gültlingen

Oberamt Nagold.

Die Genie.narjagd, umfassend 1300 Helllar Feld- und 4M Hektar Walüjligd wird um

Mrttivoch, den 11. Februar 1S25 nachmittags -i Uhr

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