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Feröand württemö. landwirtsch. HenoffenschafLen.

Keidenheirn, 26. Juni 1893.

An die Kerbandsgenoffen und Molkereien des Mildes!

An die landn». Vereine und Darlehenskassen-Vereine!

Infolge der großen, seit Monaten anhallenden Trockenheit ist in ganz Württemberg eine Futternot entstanden, welche sich jetzt schon mit ihren schlimmen Folgen für die Landwirtschaft fühlbar macht, sofern die Viehpreise täglich mehr sinken, Hunderte von Stück zu einem nur noch kleinen Teil ihres Wertes wegegeben werden und dadurch ein beträchtlicher Teil des Volksvermögens unwiederbringlich verloren geht, eine Futternot, welche selbst in dem Falle» wenn durch einen ergiebigen Regen die Oehmdernte zufriedenstellende Erträge liefern würde, im Hinblick auf den Heuernte­ausfall n:,d die voraussichtlich mangelhaften Slroherträge der Sommerfrüchte im kommenden Winter und Frühjahr sich noch druckender und folgenschwerer gestalten dürfte, so daß außerordentliche Maßnahmen zu Abhilfe der Notlage drin­gend geboten sind.

Die K. Staatsregierung hat in richtiger Erkenntnis des großen Notstandes und seiner schädlichen Folgen den durchaus richtigen Weg der Hilfe beschritten. Seine Exzellenz der Herr Staalsminister des Innern hat alle zu Ab- Hilfe möglichen und nötigen Maßregeln teils getroffen, teils in Aussicht gestellt, so daß zuversichtlich zu hoffen ist, daß den Landwirten über die größte Not hinweggeholfen wird.

Auf Anordnung des Herrn Staatsministers des Innern ist eine Notstandskommission unter dem Vorsitz des Vor­standes der K. Zentralstelle für dir Landwirtschaft gebildet worden, welche sofort in Aktion getreten ist, die zunächst erforder­lichen Beschlüsse gefaßt und die Einleitung zu den eingehendsten Erhebungen über die Bedürfnisse an Futtermitteln getroffen har.

Nun ist es Pflicht der landw. Vereine und aller landw. Genossenschaften, die K. Staatsregierung in ihrer über­aus wohlwollenden Bestrebung, die bestehende und wohl noch zunehmende Notlage unserer vaterländischen Landwirt­schaft zu mildern, thatkräftig zu unterstützen.

Sie sollen jetzt darthun, ob sie ihre Hauptaufgabe, den Landwirten in Zeiten der Not eine Stütze zu sein, auch zu erfüllen vermögen.

Die landwirtschaftlichen Vereinigungen werden nicht nur die Kgl. Staalsregierung unterstützen, in den gegen­wärtig anzustellenden Erhebungen, sondern selbst belehrend, aufmunternd und kelfend eingreifen.

Bor allem Ihut eine sehr rasche, ja Unverzügliche Eindeckung der Futtermittel aller Art als Ersatz des Heuerute-AussallS und deS geringeren Strohertrags not.

In Gegenden, in welchen gar kein Heu geerntet wurde, ist sowohl die Ausbringung des nötigen Raufutters, als auch die der concentrierten Futtermittel nötig. Für andere Gegenden, in welchen wenigstens kein vollständiger Ernte­ausfall zu verzeichnen ist und einigermaßen Stroherträge zu erwarten sind, ist die alsbaldige Anschassnng Von Araftfuttermitteln erforderlich.

In dieser Richtung muß, wie schon gesagt, unverzüglich gehandelt werden, denn es liegen in jedem Tag Verzug zu große Verluste.

Die Spekulation hat sich in der Zeit der Notlage des Knttermarktes bemächtigt. Schon seit Wochen verfolgt der Verband der württ. landw. Genossenschaften den Futtermarkt aufs Genaueste und mußte die be- trübende Wahrnehmung machen, daß die Preise der Futtermittel von Woche zn Woche, von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde rapid steigen, so daß im Monat Juni eine Steigerung von 10 bis 20 Prozent auf dem Futtermarkr zu verzeichnen ist.

Das Schlimmste aber liegt darin, daß diese Preissteigerungen ihren Abschluß noch nicht gesunden haben dürften, vielmehr zunehmen und insbesondere zur Hauptverbrauchszeit, Winter und Frühjahr, große Dimensionen annehmen werden, daher jetzt, und sogar ohne Rücksicht der eingehenden Bestellungen, ganz nach dem Bedürfnis eingedeckt werden sollte.

Damit alles Stroh zur Fütterung verwendet werden kann, thut insbesondere auch die Anschaffung Von Torfstreu not, die sich neben Billigkeit dadurch auszeichnet, daß sie ein stickstoff- und phosphorsäurehaltiges, gutes Düngemittel ist, und die Eigenschaft größter Aufsaugungsfähigkeit der flüssigen Dungstoffe hat.

Sodann muß dafür gesorgt werden, daß die Brache« und Stoppelfelder mit Herbst» und ArühjahrS- fntter eingesät werden, daß also jetzt schon und nicht erst zur Gebranchszeit die nötige« Sämereien, wie Wicken, Johannisroggen, Wmterroggen, weißer Senf, Buchweizen, Pferdezahnmais, Inkarnatklee rc., eingedeckt werden.

Des Weiteren sollten jetzt schon und nicht erst zur Berbrauchszeit die nötigen Düngemittel, wie Chilisalpeter, Superphosphat, Thomasmehl rc. angeschafft werde:,. wie es auch von großem Wert wäre, wenn das Wachstum der Wiesen nach erfolgter Heuernte und erfolgtem Regen getrieben und das Wachstum der Herbst- und Früjahrsfuttersaaten durch Anwendung von Kunstdünger gefördert würde.

Chilisalpeter bei Roggen, Superphosphat für Wicken und Klee rc.

Der Verband württ. landw. Genossenschaften hat Futter- und Düngemittel in größeren Quantitäten zu noch an­nehmbaren Preisen eingedeckt und der Notstands-Kommission in Stuttgart zur Verfügung gestellt.

Die Waren können auch direkt beim Verband bestellt und bezogen werden und es könnten unter Umständen, wen«

-ie Bestellungen rasch eingehen, noch weitere Einkäufe erfolgen, ehe die Preise zu hoch und die Futter-

mittel größtenteils vergriffen sind.

Verzögerungen haben tausende von Mark Verluste im Gefolge, wie schon die bisherigen großen Preissteigerungen schwer auf der Landwirtschaft lasten. Wir bitten demnach im Interesse der Lanb-

des Bedarfs an Futter, Streu- und Dünge

Wirtschaft um schleunige Bestellungen Mitteln.

so Wk. Belohnung

erhält derjenige, welcher Fischwilderer zur Anzeige bringt, daß solche gericht­lich belangt werden können, in meinem Fischwasser der Nagold in der Strecke von Emmingen bis Nagold, ebenso in der Strecke vom Gutleuthaus b. Calw bis Kleinwildbad.

CH.HGropp aus Pforzheim.

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Mit genossenschaftlichem Gruß

Verband württ. landw. Genossenschaften und Molkereien.

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Mgolä. Oaoarstatt.

lluni 1893.

Nülltzredor k>«iiätzii8lM.

Unseren sehr verehrten Festordnern Hrn. Q Kaiser, Küntber u. Kuvlcoldsrger für ihre sehr große Aufmerksamkeit und unserem Gastgeber Herrn Schwanenwirt Kiintlier für seine vorzügliche Küche ein

dreifaches Koch!

Die Borstandschast.

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