Oer ^ekrmaelilsberielil

Ans dem Führer-Hauptquartier, 4. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: An verschiedenen Abschnitten der Front im Don-Gebiet und im Raum von S t a- lingrad erlitten die Sowjets bei der Fort­setzung ihrer Angrifse hohe Verluste. In einem Schwarzmeerhasen an der Kaukasus- küste wurde ein Handelsschiff mittlerer Grütze durch Bombentreffer beschädigt. Eigene Stoß­trupps führten im mittleren Front­abschnitt erfolgreiche Unternehmen durch. Feindliche Borslötze wurden abgewehrt. Im rückwärtigen Gebiet einer Armee wurden sowjetische Banden umstellt und über 1400> Banditen vernichtet 65 Lager und eine grotze Anzahl Unterstände zerstört, zahlreiche Waf­fen sowie umfangreiche Bestände an Muni­tion und sonstigen Versorgungsgütern er­beutet. Die zähen örtlichen Kämpfe südöstlich des JlmenseeS halten an. Vor der F i s ch e r h a l b i n s e l versenkten schnelle deutsche Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 5000 BRT.. ein zweites wurde schwer be­schädigt.

In Südtunesien schlugen dcutsch-ita- I mische Truppen französische Kräfte nach r testen zurück. Die Luftwaffe griff mit starker Wirkung den Transportverkehr des Feindes o"s Bahnen und Straßen an. In einem feind- uchen Flugstützpunkt entstanden Brände durch Bombenvoiltrefser. Begleitende Jager schos­sen fünf feindliche Flugzeuge ab.. Ein deut­sches Tlnterseeboot versenkte nordöstlich Oran ons einem stark gesicherten Geleitzug einen Tampfer v«i 5000 BRT.

Nach einem Tagesvorstoß eines britischen F ugzeugverbandes gegen das westfran- ? osische Küstengebiet wurden 16 mehr­motorige Flugzeuge ohne eigene Verluste ab-

а, 'schossen.

In den späten Abendstunden führten bri­tische Flugzeuge einen Störangriff aus west­deutsches Gebiet durch. Die Bevölkerung hatte Verluste. Zwei Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht.

Nach erfolgreichen Tagesangriffen schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen die eng­lische Südkü >te bombardierten deutsche Kampfflugzeuge bei Nacht, in mehreren Wel­len angreifend, die Hafenstadt Hüll, in der- ausgedehnte Brände entstanden.

Las Rote Meer, das in der Kriegszone liegt, den amerikanischen Schiffen frei. Er richtete ferner einen PatrouiUendienst auf den Meeren ein. um den Engländern die Positionen deut­scher Schiffe oekanntgeben zu können.

Im Juli gibt dann Knox vor dem Marine- ausjchutz des Senats zu, daß die amerikanische Marine den Befehl erhielt, auf Schiffe der Achsenmächte zu schießen. Im August rühmt er sich in einem Artikel imCollier Maga­zine", daß ein amerikanisches Flugboot deu Engländern den Standort des deutschen SchlachtschiffesBismarck" verraten habe. Im Scptcmver erklärt Roosevelt selbst in aller Oeffentlichkeit. daß die amerikanische Flotte den Schießbefehl erhalten habe. Zur glei­chen Zeit fuhr eine amerikanische Mission nach Moskau um der Sowjetunion Hilfe zuzu­sichern und die Einzelheiten an Ort und Stelle zu besprechen.

Aller dicier Taten würde sich Roosevelt am

б. Januar ooc dem Kongretz rühmen, wenn seine militärischen Kriegspläne nicht so jäm­merlich Sch'-f'bruch erlitten hätten. Die Hal­tung Deutschlands. Italiens und Japans in der Zeit vor dem Kriege, die in keinem Falle auf die Provokationen reagierten, würde Franklin bann als eine ..Ausgeburt von Feig­heit und Schwachheit" bezeichnen. In Wirk­lichkeit ist rreilich alles ganz anders gekommen. Statt sich über große Siege freuen zu kön­nen. stöhnt das amerikanische Volk unter inrchtbaren Steuerlasten. Schmerzlich ent­täuscht blickt es auf die verlorenen Positio- n ii in Lstasien, auf die Beweise einer zu­nehmenden Kraft der Dreierpaktmächte, wäh­rend es gleichzeitig erleben mutz, daß seine bolschewistischen und englischen Freunde ihre zunehmende Schwäche nicht mehr verbergen können. Alle von Roosevclts Agitation ge- nährten-Siegesträume sind heute weiter von vrer Verwirklichung entfernt denn je.

Um dem aufziehenden Gewitter der Kritik anszuwcichcn. dreht Roosevdlt das Rad nun einfach um 180 Grad herum und erklärt in einem Weißbuche, er habe diesen Krieg ja gar nicht gewollt, er habe nie zum Kriege gehetzt und sei ihm nie nachgelaufen. Das ist wahr­haftig der jämmerliche Versuch eines Schwäch­lings. seine Schuld in dem Augenblicke abzu- leugncn. in dem er fürchten mutz, auch nur einem leichten Verhör vor dem neuen Äon- gretz unterzogen zu werden. Es ist zugleich aber auch ein Eingeständnis der eigenen Nie­derlagen und der Aussichtslosigkeit, diese ,e wieder wettmachen zu können. Deshalb sucht Roosevelt mit seinem Weißbuche vorzubauen, um möglichst auch der letzten Verantwortung ausweichen zu können, die das ganze USA-- -Polk einmal von ihm fordern wird.

Luststühpunkt auf Neuguinea zerstört

57 feindliche Flugzeuge abgeschossen Tokio. 4. Januar. Wie das kaiserliche Haupt­quartier am Montagnachmittag bekannt gab, haben japanische Luftstreitkräfte am 30. und 31. Dezember den kürzlich errichteten feind­lichen Luftstützpunkt Merauke im Sudteil des früheren Holländisch-Neuguinea völlig zerstört. Andere Streitkräfte der japanischen Marine wiesen zwischen dem 21. Dezember und 2. Januar feindliche Luftangriffe von mehr als 70 Flugzeugen aus Ra bau! und andere Stützpunkte der Salomoninseln ab. wobei 50 Maschinen des Feindes abgeschossen wurden. Bei Angriffen aus die von den Ja­panern besetzten Altzuteninseln wurden im Luftkampf fünf feindliche Flugzeuge und durch Flak ein weiteres Flugzeug abgeschossen. Ferner schoß ein japanischer Jäger bei der Insel Choiseul (Salomongebiei) einen vier­motorigen USA.-Bomber nach kurzem Luft­gefecht ab.

Die abenteuerliche Wettfahrt des HilfskreuzersAtlantis"

Heber 100000Seemeilen rurückgelegt - 2sklrsicbskeinäsebitte verniebtel - Das Ln6eeines Mckbailen Scbities

Bunt und mannigfaltig sind die Schicksale der Hilfskreuzer, so daß es unmöglich ist, fie alle zu schildern. Daher soll hier nur di^ Unter- nchmung eines einzelnen Schiffes Umrissen werden, die des HilfskreuzersAtlantis" Das Schiff ging als erster Hilfskreuzer dieses Krie- ges in den Atlantik hinaus und vollbrachte die längste Serfahrtzeit irgendeines Schiffes Ein tragisches Schicksal beim Versuch der Rück­kehr in die Heimat verursachte darüber hinaus cine -Argonautenfahrt von größter Dramatik.

Der HilfskreuzerAtlantis" lies unter dem Kommando des Kapitäns z. S. Rogge im Frühjahr 19-10 aus einem deutschen Hafen aus. Nach mehrtägiger Sturmfahrt beim Durchbruch durch die englische Blockade nörd­lich Islands wurde der freie Atlantik erreicht. Kaum im Südatlantik eingetrosfen, fiel ihm das erste Schiff in die Hände, ein mit Kupfer. Leder und tropischen Produkten beladener' englischer Frachter. Kurz darauf wurde dicht bei Kap Agulhas. östlich Kapstadt, eine Minen­sperre geworfen, deren Erfolge die englische Admiralität lange geheimzuhalten suchte.

Auf einer einsamen Insel

Ueber ein Jahr kreuzte dieAtlantis" nun im Indischen Ozean und über ein Dut­zend Schiffe fielen dem Hilfskreu­zer zum Opfer, wertvolle Schiffe mit Tausenden von Tonnen Weizen, Wolle. Teak­holz und Reis, mit Ladungen von Wolfram­erz. Seife. Stahl und Tee, mit Autos. Flug­zeugen und Textilien. Gewaltig nimmt die Zahl der Gefangenen zu, bald sind es Hun­derte. die an den mitgenommenen Vorräten zehren. Gebieterisch erhebt sich die Notwen­digkeit. die Gäste loszuwerden. Endlich ge­lingt es, ein Schiff unbeschädigt in die Hand zu bekommen. Es ist ein alter jugoslawischer Trampdampfer mit einer Salzladung. Auf ihm erreichen die Gefangenen nach abenteuer­licher Fahrt, nachdem die Kohle verbraucht ist und mit Segeln und den zersägten Holz­teilen des Schiffes weitergefahren wurde, die Küste von Somaliland. Als das Prisenkom­mando in Stärke von einem Dutzend deutschen Seeleuten, dem es gelungen ist, die 300 rabia­ten Engländer und fast ebenfoviele Farbige in Schach zu halten, später auf Umwegen an Bord derAtlantis" zurückkehrt, erfährt man die ganze abenteuerliche Geschichte.

Weihnachten wird aufeinereinsamen unbewohnten Insel am Rande der Antarktis gefeiert. Zahllose Arbeiten am Schiff müssen hier durchgeführt werden. Die Seeleute bauen aus allen verfügbaren Schläu­chen eine fast 1000 Meter lange Wasserleitung von einem Wasserfall, de» ein Gletscher speist, bis znm Schiff. Die letzten 300 Meter dieser Leitung führen durch das Wasser der Bucht. Es gLÜngt, die Wassertanks aufzufül­len. Aber nicht nur das Wasser war knapp geworden, auch der Brennstoff ging auf die Neige. Wieder in tropischen Breiten ange­kommen, wird ein englischerTankermit 10000 Tonnen besten Dieselöls aufgebracht. Alle Brennstoffsorgen sind damit beendet; die Seeausdauer wieder ins Unbegrenzte erhöht, um so mehr, als auch der Proviant aus er­beuteten Beständen ergänzt werden konnte.

Weiter geht die Fahrt. Im Südatlantik gibt es fette Beute. Hier wird auch der Dampfer ,.Z a m Za m" aufgebracht mit Kriegsmaterial auf dem Wege nach Suez, an Bord über 200 Passagiere, dabei 70 Frauen, 30 Kinder, zahl­lose Missionare, die jetzt den Hilfskreuzer bei­nahe zu einem KdF.-Dampfer machen. Zum Glück gelingt es. die Gefangenen sehr bald darauf an einen deutschen Heimkehrerdampfer abzugeben. In diese Zeit fällt der Beginn des deutschen Feldzuges im Osten. Noch ein­mal läßt, nahe schon den heimatlichen Gewäs­sern der Kommandant den Bug wenden. Eine gewaltige Entfernung, entsprechend dem Vier­fachen des Erdumfanges, ist bereits zurückge- legt. Aber jetzt beginnt die eigent­liche Weltumsegelung, rund um das Kap der Guten Hoffnung, durch den Indi­schen Ozean, südlich Australien und vorbei an den sturmnmbrausten Antipodeninseln geht es in den Stillen Ozean. Hier findet sich ein neues Operationsgebiet. In der Südsee wird ein langgehegter Traum zur Wirklichkeit, ein weißumbrandetes, von Palmen bekränztes Atoll wird angesteuert, eine Stunde kann jeder Mann der Besatzung den Fuß an das erträumte Land setzen, Kokosnüsse werden ge­pflückt, dieerste frischeNahrungseit über 500 Tag.cn.

Weiter geht die Fahrt um Kap Horn in den Atlantik der Heimat entgegen. Ueber 100 000 Seemeilen (180 00C Kilometer) sind zurückge­legt, als nahe dem Aeguator südlich Freetown das Glück, das das tapfere Schiff so lange be­

USA-Senatoren klagen Roosevelt an

Oer LrieZsverbrecster io» V^eiöeo Haus verkäogt siclr in seinem OüZenZevvebe

Stockholm, 4. Januar. Selbst in seinem eigenen Lande verfängt sich der Kriegsver­brecher Roosevelt in dem Lügengewebe, das er mit seinem Weißbuch zur Ablenkung des USA.-Kongreffes in . die Welt gesetzt hat.

So befaßten sich schon am Sonntag mehrere Mitglieder des Kongresses mit der Behaup­tung dieses Weißbuches, daß die nordamerika- nifche Negierung bereits am 27. Januar 1940 also fast ein Jahr vorher über die angeblichen japanischen Pläne, einen über­raschenden Angriff auf Pearl Harbour vor­zubereiten, unterrichtet gewesen sei. U. a. erklärte der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses Connally:Wenn die Armee und die Marine wußten, was das Außen­ministerium gewußt zu haben behauptet, dann ist die tragische Vernachlässigung unserer Sicherheitsmaßnahmen in Hawai nur um so bemerkenswerter."

Senator Brewster brachte die Ansichten mehrerer anderer Senatoren zum Ausdruck, indem er erklärte, die Veröffentlichung des Weißbuches gestalte die Verantwortung noch ernster die das Kriegs- und Marinemim,te- rium für die Katastrophe von Pearl Harbour

trugen. Wahrscheinlich wird es Roosevelt noch bitter bereuen, dieses allzu durchsichtige Lügengebilde in Auftrag gegeben zu haben, das ihn nicht nur nicht von seNer historischen Kriegsschuld reinwäscht, sondern darüber hin­aus neue Anklagen ob seiner bodenlos leichtsinnigen Politik schafft.

Kein-stellungen'in Tunesien beseht

Der italienische Wehrmachtsbericht

Rom, 4. Januar. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt:Im Gebiet der Shrte war die Kampstätigkeit durch schlechte Wetterverhältnisse behindert. Ein vorgeschobener Flugplatz wurde im ge­lungenen Nachtangriff von einem unserer Verbände mit Bomben belegt. In Tune­sien konsolidierten italienische und deutsche Abteilungen die Erfolge der letzten Tage und besetzten neue Stellungen. Der Feind verlor fünf Flugzeuge im Luftkampf, weitere fünf Flugzeuge wurden durch die Fliegerabwehr von Bodeneinheitcn abgeschossen. Eines un­serer Jagdflugzeuge ist von seinem Ein,atz nicht an seinen Stützpunkt zurückgekshrt.'

Var ..a^tLamrc/re Littkago '

Der kürrlich im Webrmachtsbericht aemel- sich her wirtschaftlichen Erschließung wider- dete Luftangriff auf die militärischen Anla- setzte. Nach einem Aufstand erschienen am gen der marokkanischen Hafenstadt Casa- zg. Juli 1907 französische Kriegsschiffe vor blan c a ist ein glänzender Beweis für die Casablanca, bombardierten die Stadt und Reichweite unserer Bombengeschwader. Heahmen sie in Besitz. Wenige Jahre ge- von den nächsten Stützpunkten sitr den Hin- nügten, UM neben der engen und ver- und Rückflug eine Gesamtstrecke von min- winkelten Araberstadt eine großzügig an- destsnS 8ü00 Kilometern zurückznlegen batten, gelegte Europäerstadt mit Bahnstationen, Casablanca hat sich in ganz kurzer Handels- und Industrieanlagen erstehen steit von einem kleinen Küstenstädtchen zu lassen. Der Hafen wurde durch Kunst- zur marokkanischen Haupthafenstadt ent- bauten erweitert und durch Molen gegen wickelt. Noch um die

Jahrhundertwende war Dar el Beida (Weißes Haus" Casa Bianca") auf den Landkarten kaum zu linden. Die Por­tugiesen stießen im 15. Jahrhundert bei ihren Entdeckungs- zugen an der marok­kanischen Atlantik­küste auf die durch eine hohe Dünung nur schwer erreichbare

so daß große Schiffe direkt bis an die Stadt heranfahren konnten. Auf diese Entwicklung waren die Franzosen'beson-. ders stolz. Sie wiesen auf die schnelle Ver­mehrung der Einwoh­nerschaft von 5000 auf 150 000 hin, stellten die jährliche Abferti­gung von 2300 Schis­sen mit einem Ge-

altertümliche Stadt Anfa (Anafe heißt samtgehalt von 5 Millionen BRT. fest und Vorgebirge), die ihre Herkunft von einer sprachen in ihren Werbeschriften voy einem phönizischen oder römischen Kolonie ab-a f r i k a n i s ch e n -C h i k a g o". In der leitete. Bei einer Auseinandersetzung zwi- Hauptsache kamen jedoch nicht die Ueber- schen den Portugiesen und den Eingebore- schlisse der landwirtschaftlichen Produktion nen wurde die Stadt völlig zerstört. Aus des Hinterlandes, sondern die Phosphate ihren Trümmern entstand zwei Jahrhun- aus allen Teilen Marokkos über Casablanca derte später der Kern des heutigen Casa- zur Ausfuhr In Friedenszeiten verband blanca. Im Jahre 1906 erhielt die fran- ein reger Eisenbahn- und Äutobusverkehr zösischeCompagnie Marocaine" vom die Hafenstadt mit Rabat, dem Sitz des marokkanischen Sultan eine Konzession zur französischen Gouverneurs und deS Sul- Erbauung von Hafenanlagen. Schon ein tans, mit Meines, mit Fes und mit Jahr spater kam es zu Zusammenstößen Marrakesch, der Palmenstadt am Fuß mit der einheimischen Bevölkerung, die des Atlasgebirges.

oui, ua, nvwenoer. ^n oer Morgen­frühe eines -rc-chklaren Tages meldet der Aus­guck ein Kriegsschiff, das mit hoher Fahrt herankommt. Es ist der schwere englische KreuzerDevonshir e". Das Bordflugzeug umkreist den Hilfskreuzer. Eine Stunde dauert das Katze-und-MauS-Spiel. dann hat der Gegner die Täuschung durchschaut. Mit sechs 20-Zentimeter-Geschützen eröffnet der Kreu- zer, selbst sorgsam aus der Reichweite der deutschen Geschütze bleibend das Feuer 20 Minuten lang krachen die Granaten in das wehrlose Schiff. Äon einem drei­fachen Hurra der im Wasser trei­benden Besatzung begleitet, ver­sinkt die Atlantis in den Fluten; dort, wo das sagenumwobene Land Atlantis versunken sein soll, ruht das tapfere Schiff.

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. Die Ueberlebenden und es sind wie durch ew Wunder rast alle klammern sich an Floße und Wrackteste. Der Kreuzer verschwin­det in der Ferne. Es gelingt, die wenigen zu Wasser gebrachten Boote zusammenzubolen. aber der kärgliche Raum reicht kaum aus für die vielen Männer. Ein deutsches U-B oot ist auf eine letzte Notmeldung herbeigekom­men. Im Schlepp des U-Bootes geht es der amerikanischen Küste, der Internierung oder Gefangenschaft entgegen. Nach drei Tagen endlos erscheinender Schleppsahrt ist man kaum von der Stelle gekommen, noch 14 Tage liegen vor den Schiffbrüchigen bis zur Küste, da erscheint ein deutsches Hilfsschiff, dqS zur Suche angesetzt worden ist. Tie Boote werden mit den Planken dieses Schiffes ver­tauscht. trotz der nicht allzu üppigen Verhält­nisse scheint es das Paradies zu sein. Von den tropischen Breiten geht es wieder Kurs nach Süden, wo besondere Ausgaben zu er­füllen sind.

Aber die grausame Ironie des Schicksals will cs anders. Ueber 600 Tage haben die Männer derAtlantis" auf der Jagd nach feindlichen Schiffen jede Stunde mit der Mög, lichkeit rechnenmüssen, einem englischen Kriegsschiff in die Arme zu laufen. Ueber 600 Tage blieb ihnen das Glück hold. Und nun wird es zum zweiten Male untreu. Wie­der kreuzt ein englischer Kreuzer den Kurs des eigenen Schiffes, auf dem sie Gäste sind, wieder heißt esa u s st e i g e n". wieder versinkt hinter ihnen ihr Schiff. Diesmal sind zwei U-Boote in der Nähe. Wieder wird ein Schlepp gebildet, aber die Entfernung zur Heimat ist noch größer. Wochen noch dauert die Reise. Zuerst im Schleppzug im Tempo eines Fußgängers über die Strecke, die noch Tausende von Meilen beträgt. Dann beim Herbeikommen weiterer Boote werden alle Männer an Bord der U-Boote ze­it o mmen. Ist das Leben an Bord nun auch nicht mehr so schwer zu ertragen wie in der ersten Zeit auf zwei Booten, in denen sie zusammengepfercht und übereinander liegend kaum alle Platz hatten, so wäre auch jetzt noch das Dasein eine Qual, wenn nicht das .ständige Bewußtsein jede» einzelnen hoch­hielte. in freudige Stimmung setzte: Es geht nach Hause, es geht nach Deutschland!

Glücklich in der Heimat

Ein U-Boot mit seinen durchschnittlich nicht ganz 50 Mann Besatzung ist schon derart nn Platz beschränkt, daß nur die Hälfte der Be­satzung jedesmal schlafen kann, die andere Hälfte macht derweilen Dienst. Alles im Boot ist auf diese Tatsache zugeschnitten. Schon aus normaler Feindfahrt finden im Bugraum nicht alle Platz an der Back. Und jetzt sind statt etwa 25 Mann über 100 unterzubringen, wochenlang bei Tropenhitze der Aequatorzone und der Graveskälte beim Marsch durch den winterlichen Nordatlantik. Weihnachten ver­bringen die Besatzungen so zusammengepfercht in der stählernen Röhre des U-Bootes. Eine dünne Suppe, ohne Löffel aus einer alten Konservendose gegessen, ist das Festmahl,. Leuchtbomben englischer Flieger, die vergeb­lich angreifen, der Ersatz für seitlichen Licht- - schimmer. Endlich ist die heimatliche Küste erreicht. Die Argonautenfahrt hat' ihr Ende gefunden.

Oberleutnant rar See istokr

Bisher 87 Ll-Boote vernichtet

Erfolgsbilanz der italienischen Wehrmacht

km. Nom.^S. Januar. 87 feindliche U-Boote mit insgesamt 100 000 Tonnen wurden von o Kriegsbeginn bis Ende des Jahres >942 von der italienischen Wehrmacht versenkt. Die italienische Kriegsmarine vernich­tet? vornehmlich durch den Einsatz von Zer­störern, U-Boot-Jägern und Schnellbooten insgesamt 80, die italienische Luftwaffe sechs feindliche U-Boote. Ein gegnerisches U-Boot geriet in eine Minensperre und wurde vernichtet. Bei diesen Zahlen handelt es sich nach italienischen Feststellungen nur um Fälle, in denen die Vernichtung der keind- lichen U-Boote sicher beobachtet wurde.

Vier neue Ritterkreuzträger

«lob. Berlin, 4. Januar. Der Führer ver­lieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an - Rittmeister Erwin Bester. Kommandeur« einer Schnellen Abteilung. ---Haupt,turmfuh- ' rer Hans Georg von Charpentier' Schwadronchef eines Reiter-Regiments der' Waffen---. Oberleutnant Hans Gotz. Flug-' zeugführer in einem Jagdgeschwader (am- 2 Juni 1919 in Stuttgart geboren) und, Oberfeldwebel Gustav Stühmer. Zugführer: in einem Grenadier-Regiment.

In den barten Kämpfen bei Richen, ist HauM-, mann der Reserve Otto Marxer Obcrar ov-n , fübrer ,. B. der Obersten SA.-Äübruna. «Een.

Mehr als die Hälfte Ser Einwobner Kat- kuttaö. nämlich rimd eine Million Menschen. , bat die Stadt infolge der wieücrboltcn Luftanarme,