N««older TaablattDer Sesellschaster'

Freitag, de» 28. Juli 1S3S

28. Juli 1939

id. Diejenigen, besonders der -verschiedenhei- vie sie sich in cgerkrieges ge- hinter General einer Führung

itgeteilt: Der um Tode und tf Lebenszeit in Nürnberg, tt dem Nach- ung getreten. Ingelegenhei- usgeführt.

:n. Ein fran- : Donnerstag sammen, wo- n der Mann­lende Schiffe zehn Mann französischen Sunik".

l. Juli 1939

leicht bestochen ohungen ganz nst nichts auf Bismarck.

estotzener

urde eine sel- sogeir Mond- inng in unse- rmen Wetter­berraschungen, uns eindeutig ver zu berech- aaussage mit- Beispiel der tigen Wolken »nne aus den nnenstaub" in egen die Licht- Wetter ist die rs Antlitz der

ige Oel- und abe getragen. . Ein kurzer, rigen binnen r viele Jahre er Umgegend wundern, das; ! eingefunden chlägen Heinr­ich der Geist­allen Enden", nt einem ge-

»asten

uni zum Ein- cht ohne Wi­rr 700 Volks- i Erwerb des lligkeit unter Gliederungen beit im Laufe agen ablegen. i die Sturm- >d Lehrschein­schöne, aber >n. Es ist der en betreuten irztlichen Un- ts abgeschlos- werb des Ab- n SA.-Wehr- lings und die

orber Sturm id) zugeteilt. 55 Stuttgart ;eliedert. Der

aaold

die Einwoh- dekonzert war und in tattfand, war ftem Beifall

uninteressant, ngene Musik- es Bestehens i Gebiet im Leranstaltun- n im Musik­verlor unsere ichen Bedeu- nten Wein- aehrere Neu- ihre Veran- !er beiziehen irch die An- kmeister beim de gemacht, -tadt unifor- teht und ein fand am 30. reichte hem r weiß-roten d die Stadt-

3. Seite Nr. 174

kapelle Freuden st ad t. Am Festzug beteiligten sich außer den hiesigen Vereinen zwanzig auswärtige Musikkapellen, die mit ihren schmucken Uniformen und schmetternden Marschweisen Helle Begeisterung auslösten. Bei dem mehrstündigen Fest­konzert hörte man Vorträge aus allen musikalischen Gattun­gen. Nicht vergessen soll auch sein, daß Ortsbauernführer K a y s e r-Talhof sich um die Entwicklung des Musikwesens in Nagold und in der ganzen Umgebung große Verdienste er­warb. Sicher und gewandt führte er den Taktstock. Noch heute denkt man gern sz. B. in Emmingen und Haiterbach) an die schönen Stunden zurück, wo man mit ihm musizieren durfte.

LonMnrtheatev

Frauen für Golden Hill"

Diesmal läuft in Nagold ein Film, der ein abenteuerlich be­wegtes Filmkapitel veranschaulicht: Frauen um Golden Hill. Dieser Ufa-Film läßt in der Inszenierung von Erich Wasch­neck die wilde Romantik eines Goldgräberlagers in einer dra­matisch bewegten und zugleich heiteren Handlung lebendig wer- ven. In ihm repäsentiert der ewige Goldrausch den letzten Dä­mon, der die alten abenteuerlichen Urinstinkte entfesselte. Der Brauch, dix Frauen unbekannten Männern gesetzlich anzutrauen, also einen Menschen zunächst nur mit einem anonymen Namen zu verheiraten, ist ein früher oft geübter Kolonialbrauch ge­wesen. Man kann sich vorstellen, was sich an menschlich packenden Situationen aus so einem Vorgang ergibt. Die meisten Gold­gräbergeschichten spielen in Kalifornien, dieser Film aber ver­legt seinen Schauplatz nach Australien, in dessen grauenvoller wasserarmen Einöde tatsächlich der Kampf um das gelbe Me­tall bis in die neueste Zeit am erbittertsten tobte. Der Austra- licnflieger Hans Bertram, der vor einigen Jahren in die australischen Wüstengebiete verschlagen wurde, schöpfte aus seinen Erlebnissen die Idee zu dem Film. Mit Wolf Neu-, meister zusammen schrieb er das Drehbuch für dieFrauen um Golden Hill", in dem die hervorragende norwegische Schauspie­lerin Kirsten Heiberq neben Viktor Staal, Karl Martell, ^Erethe Weiser und Otto Gebühr die Hauptrolle spielt.

Gau Düsseldovs im «Stbwabeulaud

Wir erhalten nachstehendes Gedicht aus Solingen:

Wir kam'n von fern gezogen ins Schwabenland hinein, im Tal, im Nagoldstädtchen guartierte man uns ein.

Man führt' uns durch das Städtchen und durch den schönen Wald, zur alten Burgruine dann kletterten wir bald.

Am Rathausbrunnnen fragte die Urschel ich mal fix:

Was kost' das Wasser?", sagte sie kurz und bündig:Nix".

Frühmorgens in dem Walde schlägt schon der Fink sein Lied und droben in den Lüften der Bussard Kreise zieht.

Die hohen Tannen rauschten, die Lerche jubelnd sang, und nn dem Waldessaume, ein munt'res Rehlein iprang.

Auf Nagolds wald'gen Höhen, sah'n wir das schöne Land, und unten in dem Städtchen Gemütlichkeit man fand.

Ihr seid die munt'ren Schwaben und liebt die Streiche sehr, doch eins möcht ich Euch sagen, hebt keine Häuser mehr.

Und an dem Abschiedsabend,

schaut'n wir noch mal ins Tal,

wir danken Euch, Ihr Schwaben,

und grüßen Euch nochmal! W. P.

Staatsr«f«hüsse füv Älngovakaninchen

Klein und bescheiden ist das Kaninchen, man sieht ihm wahr­haftig nicht an, was für Werte in ihm stecken. Es wird des­halb heute oft genug noch verächtlich über die Schulter ange­sehen.Es ist ja nur ein Kaninchen", sagt man und vergißt dabei, daß diese kleinen Kaninchen ganz erhebliche Werte jähr­lich ausmachen, auf die wir nicht verzichten können.

Und erst das Angorakaninchen das ist schon etwas Besonderes. Etwas Besonderes nicht nur deshalb, weil es so nett aussieht, weil, es wie ein Schneeball in seinem Käfig sitzt, sondern vor allem wegen seiner hohen Leistungen. Ist es etwa keine Leistung, wenn so ein kleines Tierchen jährlich etwa 300 Gramm Wolle liefert, für die je Kilogramm bis zu 33. Reichsmark gezahlt wird? Den teuersten und wertvollsten Spinn­stoff, den die Textilindustrie überhaupt verarbeitet, den gewin­nen wir nur vom Angorakaninchen. Viel zu wenig dieser wert­vollen Industrie gibt es: der Bedarf ist zehnmal so groß wie die Er­zeugung. Und dabei kann jeder mithelfen, kann auch seinen Teil beitragen zur Erzeugung dieses edlen Rohstoffes.

Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt Zuschüsse für denjenigen, der sich Angorajunghäsinnen kauft, und zwar 3 bis 5 RM. je nach Alter des Tieres. Jeder kann also, wenn er zwei Häsinnen erwirbt, 6 oder 10 RM. Zu­schuß bekommen, den er nicht zurückzuzahlen braucht. Auch für den Bau von Kaninchen st ällen gibt es Beihilfen, leichter geht es doch wahrlich nicht. Interessenten wenden sich an den nächsten Kaninchenzuchtverein.

Die LNaul- und Klauenseuche

ist ausgebrochen in den Gemeinden Ellwangen und Erlenmoos, Kreis Biberach. Altheim, Kreis Saulgau.

Die Seuche ist erloschen in der Gemeinde Niederstetten, Kreis Mergentheim. Der Kreis Mergentheim ist somit wieder seuchen­frei.

Kt

Wer hat noch Anspruch aus ein Verwundetenabzeichen? ,Nach einer Verordnung im Reichsgesetzblatt vom 20. April 1930 ^besteht die Möglichkeit, solchen ehemaligen Heeresangehörigen, oke seinerzeit das Verwundetenabzeichen infolge Fristversäumnis nicht erhalten haben, nachträglich das Verwundetenabzeichen noch zu verleihen. Anträge sind an das zuständige Versorgungs- amt zu richten.

«

Auch Haiterbach hat einen Spanienkämpfer

Im Jahre 1934 ist der Goldschmied Karl Helber von hier Mr Infanterie eingerückt. Nach einem halben Jahr kam er auf Grund besonderer Tüchtigkeit zur Luftwaffe. Er wurde zum Bordfunker ausgebildet und nach bestandener Prüfung im Jahre 1937 zum Unteroffizier befördert. Als der Führer, der Bitte des spanischen Freiheitskämpfers Franco entsprechend, seine Sol­daten zur freiwilligen Hilfe für Nationalspanien aufforderte, hat sich unserLanger", wie er hier genannt wird, sofort ge­meldet. Es war für ihn als Kämpfer um das dritte Reich eine Selbstverständlichkeit, an dem Freiheitskampf General Francos Legen den Weltbolschewismus teilzunehmen. In 96 Frontflügen als Bordfunker hat er sich das spanische Mil.-Kreuz II. Kl. <ai merito), die deutsche Spanienauszeichnung in Silber und die

Erinnerungsmedaille für Spanien erworben. Lange hat es ge­dauert, bis wir von ihm Einzelheiten in Spanien erfahren durften. Seine Schlichtheit und Einfachheit, die er trotz seines Könnens stets beibehalten hat, hat ihn uns Haiterbachern über alles lieb gemacht. Alle, die unsernLangen" kennen, werden sich mit uns über seinen Erfolg freuen und ihm als tapferem deutschen Flieger auch weiterhin recht viel Glück wünschen. Wir sind stolz darauf, daß auch ein Sohn unseres Städtchens sein Leben für die gute Sache in Spanien eingesetzt hat.

Zum Oberinspektor ernannt

Rotselden. Christian Volz, seither Kassenleiter der All­gemeinen Ortskrankenkasse Vaihingen a. E., gebürtig aus Rot- felden, wurde auf 1. Juli zum Oberinspektor der Allgem. Orts- krankenkasse Siqmaringen ernannt. Wir gratulieren!

Letzte Ehrung eines Frontkämpfers

Unterjettingen. Unter großer Anteilnahme von nah und fern wurde gestern der 56jährige Jakob Seeg er Ludwigs Sohn zu Grabe getragen. Seit Jahresfrist war er ernsthaft krank und auch ein mehrmonatlicher Aufenthalt in einer Tübinger Klinik brachte nicht den gewünschten Erfolg. 1903 wurde er für 2 Jahre zum Jni.-Regt. Nr. 126 nach Straßburg einberufen. 1912 übernahm er den Postbotenqanq zwischen hier, Oberiet- tingcn und Sindlingen, dock hat er denselben zu Gunsten eines Schwerkriegsbeschädigten 1919 freiwillig abgetreten. Den Welt­krieg machte er auf verschiedenen Kriegsschauplätzen mit, wurde Sergeant und mit mehreren Orden ausgezeichnet. Nach Kriegsschluß wurde er in den Eemeinderat gewählt, dem er bis 1933 angehörte. Obwohl er schon einige Jahre vor der Macht­ergreifung die Interessen der NSDAP, vertreten hatte, ver­zichtete er auf ein weiteres Gemeinderatsmandat. Die Freiw. Feuerwehr hat ihn vom Zugführer zum Kommandanten der Wehr befördert. Die Amtskörperschaft Herrenberq vertraute ihm die Straße von hier nach Mötzingen zur Wartung an, doch mußte er diesen Posten nach einigen Jahren wegen Geschäfts- Überlastung wieder abgeben. Seit 1930 war er Rechner der hie­sigen Spar- und Darlehenskasse und hat diesen verantwortungs­vollen Posten zur allgemeinen Zufriedenheit ausgeführt. Pfar­rer Pfisterer sprach tröstende Worte am Grabe über Klage­lieder 3, V. 2224. Letzte Blumengrüße widmeten ihm Kame- radschaftsfllhrer Niethammer für 33jährige Zugehörigkeit und als Beiratsmitqlied und Schriftführer des Krieqernereins, Vorsteher Nonnen macher als gewissenhaftem Mitarbeiter der Sparkasse, Geschäftsführer Sauter seitens der W. Waren­zentrale. Nach Abschuß der drei üblichen Böllersalven senkten sich die Fahnen dos Kyffhäuserbundes von hier und Oberjet- linqen. Der Gesangverein umrahmte die ernste Feier mit pas­senden Chören Möge ihm die Erde leicht sein.

Fuchs- und Jltisplage

Gündringen. Die Fuchsplage hat in diesem Jahr wieder stark überhandgenommen. In die nächste Nähe des Dorfes trieb der Hunger die Füchse. Manche Hausfrau hat von ihrem Hen­nenbestand 6 bis 10 Stück eingebüßt, so daß der Schaden ganz empfindlich ist. Während Meister Reinecke bei Tag die Lege­hennen holte, holten nachts die Iltisse das Jungqeflügel. In mehreren Häusern wurden ganze Bruten kleine Entchen und Kücken geraubt. So am letzten Samstag bei Landwirt Karl Häußler. Das war das letzte Haus, das diese nächtliche Räu­berbande heimsuchte und aus dem sie 11 Kücken in den Stroh­barn zum Schmaus verschleppte. Nun wurde nach den Dieben gefahndet, das Stroh wurde weggeschafft, ein Spitzer zur Hilfe geholt und mit Gabeln und Besen Jagd gemacht. Nicht weni­ger als 17 fette Iltisse wurden erlegt.

Aus Neuenbürg

Die außerordentliche Generalversammlung der Gewerbebank Neuenbürg beschloß die Firmenänderung in Volksbank Neuen­bürg. - Ein frecher Dieb hat in der hiesigen kath. Kirche den Opserkasten erbrochen.

Aus Freudenstadt

In einem Hotel in einem Hause der Hartranftstraße wurde zur Nascht zeit e i n ge b r o ch e n. Auch >aus Schramberg wurden Einbrüche gemeldet. Helle Aufregung gab es auf dem Jakobi mar kt, als ein in der Nähe des Stadtbahnhofs durchgegangenes Pferd samt Wagen durch die Forststraße raste und ohne sich von den vielen Marktständen und den in wilder Hast beiseite springenden und sich in Sicherheit bringenden Marktbesuchern verblüffen zu lassen seinen Weg über den Iakobimarkt nahni. Ohne sich aufhalten zu lassen, rannte das Pferd weiter und erschien später vor seinem Stall. Es gab weder Personen- noch Sachschaden. Mit der Fremden­verkehrstagung am 19. uicd 20. September wird auch eine Ausstellung verbunden sein, die einen Querschnitt aus der Arbeit des Landesfremdenverkehrsverbandes zeigt.

Ferienlager für Lehrer.

Alpirsbach. Am Dienstag kamen 280 KdF.-Urlauber aus Schleswig-Holstein. Am Donnerstag bezogen 200 Lehrer das Ferienlager im hiesigen Schulhaus.

I_6t^t 6 IVI61 6U Istg 6 Ist

Von der Hochkalter-Ostwand gerettet Drei Tage auf einem schmalen Felsband. Die vier Bergsteiger wohlbehalten im Tal

Berchtesgaden. Dem hingebungsvollen Einsatz und dem kameradschaftlichen Zusammenwirken der Männer der Ret­tungsstelle Berchtesgaden unter Führung von Joses Aschauer und der Reichenhaller Gebirgsjäger unter Führung des Leut­nants von Kaussmann ist es gelungen, die vier Menschen, die sich seit 64 Stunden in der Hochkalter-Ostwand befunden hat­ten, zu retten.

Schwere Explosion im Hasen von Algier.

Drei Tote, 26 Schwerverletzte. 15 Mill. Franc Sachschaden Paris. Eine Explosion im Hasen von Algier, die sich am Don­nerstag nachmittag ereignete, stellte sich als recht umfangreich heraus. Metallsässer, die mit Gas gefüllt waren, explodierte» und zerstörten einen großen Teil der Lagerhallen vollständig. Drei Personen wurden getötet, 41 wurden verletzt, die meisten haben Brandwunden davongetragen, darunter vier Europäer. Da auch viele der aufgestapelten Waren vernichtet wurden, beläust sich der Schaden auf mindestens 15 Millionen Francs.

Württemberg

Deutschlands Zöger in Stuttgart

Bcgrüßungsabeud im Stadtgarten

Stuttgart, 27. Juli. Seit Mittwoch wehen auf dem Stutt­garter Hauptbahnhof, in der Königstraße sowie in der zum Stadtgarten und zur Liederhalle führenden Schloßstraße die Fahnen des Reiches, und zwischen dielen deuten die grünen» Fahnen der Deutschen Jägerschaft auf das große Treffen der Deutschen Jägerschaft hin, das am Mittwoch anlief. Am Mitt­woch abend fand im großen Stadtgartensaal ein Begrüßuugs- abend statt. Landesjägermcister Dr. P f a u n e n s ch w a r z rich­tete Begrüßungsworte an die rund 200 Landes-, Gau- und Stabsjägermeister aus dem Reich, unter denen man den Lan-

Schwarzes Breit

Einstellungen bei den U-Verfügungstruppen und U-Totenkopfverbänden

Die 86. -(-Standarte, Offenburg, stellt sofort junge Männer im Alter von 1822 Jahren in die ---Verfllgungstruppe und ^-Totenkopfstandarten ein. Bewerber wenden sich sofort an fol­gende: 1. ---Sturm 8/86 Freudenstadt: 2. 86. ---Standarte, Offenburg/Baden, Augustastraße 3: 2. Zug i. 8/86 Nagold. Letzter Termin 29. 7.

Boxkampf in Dornstetten

Der am Samstag vorgesehene Boxkampf muß auf 5. 8. 1939 verlegt werden. Die Anfahrtszeiten für die Wettkämpfer blei­ben dieselben.

Freizeitlager ;

Der 3. Lagerabschnitt fährt am Montag um 3 Uhr morgens am Brühl in Calw ab. Antreten 2.30 Uhr. Verpflegung für den 1. Tag mitnehmen, sowie sämtliche Trommeln, Pfeiffen und Ziehharmonikas. Auch eine oder zwei Fähnleinfahnen sind mit­zubringen.

desjägermeister Bayerns, Reichsstatthalter General Ritter von Epp, bemerkte, besonders aber an Eeneralforstmeister Alpers- Berlin, dem die gesamten Staatsjagden unterstehen, und Oberst­jägermeister Scherping-Verlin, der vom Reichsjägermeister mit der Betreuung des deutschen Jagdwesens beauftragt ist. Mit einem kräftigen Horridoh auf Reichsjägermeister Hermann- ring erklärte der Landesjägermeister die zweite grotzdeutsche Reichstagung der Deutschen Jügerschaft für eröffnet. Jagdhorn­bläser hatten dem Eeneralforstmeister und dem Oberstjäger­meister bei ihrem Eintreffen Begrüßung geblasen. Bei den Klängen schneidiger Jägermusik einer Abteilung des Landes­orchesters Gau Wiirttemberg-Hohenzollern und vielen Proben aus dem reichen Schatz schöner deutscher Wald- und Jägerlieder feierten Deutschlands Jägermeister fröhliches Wiedersehen.

Stuttgart, 27. Juli. (Garten ft adtLuginsland.)^ Die Earterlstadt Luginsland, Stuttgart-Untertllrkheim, zahlt ihren Mitgliedern zum ersten Male seit Bestehen der Genossenschaft eine Dividende von 3 Prozent. Damit dürfte die Rentabilität des Unternehmens gesichert sein, zumal auch das Eigenkatipal weiter gestiegen ist, sodaß es möglich war, Sonderabschreibungen vorzunehmen. Ein erheblicher Betrag wurde auf das Genossenschaftsheim abgeschrieben. Die Verwaltung hat sich infolge der großen Nachfrage nach Erwerbshäusern und Wohnungen entschlossen, ein neues Vauprogramm und zwar die Baugruppe 16, in diesem Jahr zu erstellen. Es werden 47 Erwerbshäuser mit je zwei Woh­nungen und ein genossenschaftseigenes Mietshaus mit 12 Wohnungen gebaut.

Die neue Verkehrsachse. Der Polizeipräsident gibt bekannt: Die im Ausbau begriffene neue Längsachse Eannstatter Straße, Neckarstraße, Danziger Freiheit, Holz-, Hauptstätter-, Böheim- und Böblinger Straße muß dem Kraftfahrer den Anreiz einer zügigen Fahrt mit einem Mindestmaß von Behinderung und Gefährdung bieten, wenn sie ihre Aufgabe, die dringend notwendige Entlastung der Mittelachse König-, Tübinger-, Böblinger Straße her­beizuführen, erfüllen soll. Ich habe daher Vorkehrungen getroffen, um die Beeinträchtigung der Flüssigkeit des Ver­kehrs in der Hauptstätterstraße durch den Botenverkehr zu beseitigen. Der nächste Schritt ist die Beschränkung des Quer- und Einmündeverkehrs aus einer Reihe verkehrsar­mer Straßen. Diese Maßnahme, die sich in der Königstraße und bei mehreren Ausfallstraßen sehr gut bewährt hat, habe ich jetzt auch für die neue Längsachse angeordnet.

Tübingen, 27. Juli. (Berufung.) Der Oberarzt der llniversitätskinderklinik, Dr. med. habil. Walter Schwenk, verläßt jetzt Tübingen, um als Nachfolger des bekannten Konstitutions- und Tuberkuloseforschers Professor Dr. Klare die ärztliche Direktion der Tuberkulose-Kinderklinik in Scheidegg (Allgäu) zu übernehmen. Schwenk wurde im Februar 1939 zum Dozenten ernannt. Er hat mit einer kur­zen Unterbrechung von 1931 bis jetzt an der Kinderklinik in Tübingen gearbeitet. Von 19361938 war er Dozenten­bundsführer und Leiter der Dozentenschaft.

Kirchheim «. T., 27. Juli. (Weihe eines Gefolg­schaft s h a u s e s.) Dieser Tage wurde das Gefolgschafts- Haus der Firma August Geiger KG. im Rahmen einer schlichten Feier, an der auch Vertreter der Partei, der DAF. und der Stadt teilnahmen, eingeweiht. Es entstand aus'ei- nem mit einem Grundstück erworbenen Nebengebäude, in dem früher Pferde untergebracht waren. Das Gefolgschafts­haus besitzt einen behaglichen Ausenthaltsraum mit An­richte und zwei Waschräume mit Duschgelegenheiten. Im Dachgeschoß sind Einzelschränke für die Gefolgschaft unterge- bracht. . '

Oberndorf, 27. Juli. (Lastzug abgestLrzt.) In der Nähe des gegen Sulz hin gelegenen Ortsausganges von Oberndorf-Aistaig kam am Mittwochnachmittag auf der regennassen Straße ein Lastkraftwagen mit Anhänger bei der Begegnung mit einem anderen Lastkraftwagen von der engen Straße ab, stürzte einen 2S Meter tiefen Abhang hinunter und blieb in unmittelbarer Nähe des Bahnglei­ses liegen. Trotz der Gefährlichkeit des Absturzes kam der Lenker des verunglückten Lastzugs mit leichten Verletzungen davon.

Schwenningen, 27. Jüli. (Neue St7'>n.) Däsl; jsche Wüchsen Schwenningens erfordert jedes Jahr ein.um­fangreiches Straßenbauprogramm.. So find auchimHaus- haltplan 1939 allein für Straßenbautenjtund,448M9 NM., darunter 400 000 RM. für die Herstellung neuer Straßen und Gehwege, vorgesehen. In den neuen Siedlungsgebieten müssen im Laufe dieses Jahres 16 Straßenstrecken angelegt werden. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf dem Marktplatz erfährt dieser eine Erhöhung und eine stärkere Beleuchtung.

Heidenheim, 27. Juli. (Zusammenstoß.) Auf der Staatsstraße HeidenheimNattheim befand sich der 29 Jahre alte Karl Karpf mit seinem Motorrad auf der Heim­fahrt vom Geschäft nach Heidenheim. Beim Nehmen einer Kurve kam er zu weit nach links und rannte dabei mit ei­nem vollbesetzten aus Heidenheim kommenden Omnibus zusammen. Der Motorradfahrer wurde gegen Teerfässer geschleudert, die am Straßenrand aufgestellt waren und war sofort tot. j