Nagüider Tagblatt „Der Eesellschastcr'
Donnerstag, den 3. November 1338
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Leite - Nr. 23»
V«»e Lorrzesebiebke:
Von Gertrud Damant
^ Auf dem riesigen Gelände eines ehemaligen Sportplatzes im Norden der Stadt herrscht ein fröhliches Treiben. Ein bekannter Wanderzirkus hat seinen Einzug gehalten. Zwischen den vielen Wohnwagen und den zahlreichen Käfigen, in denen die Raubtiere untergebracht sind, wimmelt es von Menschen. Die Eröffnung findet in einer , starken Stunde statt. !
Henry Rap. der große Seil- und Trapez- s künstler. die Lensation des Zirkus', kommt s soeben aus den Elefantenkäfigen. Die acht ^ Dickhäuter sind nun einmal seine Lieblinge, so lange er schon beim Zirkus ist, und das ist schon eine Reihe von Jahren. Und ebenso lang st't er auch schon mit dem Dompteur Roger Mills befreundet. Ter besondere Liebling Henrys aber ist der große, schon sehr alte Elesantenherr „Macki". Mit ihm kann Henry die tollsten Sachen anstellen, er wird immer folgen, selbst wenn sein eigentlicher Herr ihn unwillig davon abhält.
Henry verabschiedet sich rasch von Roger und verschwindet dann in seinem Wohnwagen, um sich zurecht zu machen. Eine i sonderbare Unruhe ist in ihm, über die er sich aber keine Rechenschaft geben kann. Die alte Sicherheit fehlt ihm, und er, der sich sonst hoch in der Luft auf schwankendem Seil am wvhlsten fühlt, empfindet eine leise Angst vor dem Auftreten. Er hat das Gefühl, als würde etwas geschehen. „Sei nicht feige — alter Boy —" redet er sich zu, als er vor dem Spiegel des Toilettentisches sitzt und sein kühnes, schmales Gesicht schminkt. Was kann ihm schon passieren? Er arbeitet zwar ohne Netz, sonst ist aber alles gesichert, wird genau kontrolliert, die Spannung des Drahtseiles, das Befestigen des Trapez'. Alles geschieht unter seiner Kontrolle. Sonst kennt er, jeden Griff im Schlaf, hat bisher alles mit nachtwandlerischer Sicherheit ausgeführt, ob auf dem Seil oder am Trapez. Noch nie ist er abgestürzt, auch nicht, als er noch mit dem Netz arbeitete. Seit frühester Jugend ist er mit^ seiner Kunst vertraut. Schließlich wird er doch nicht schon alt? Er sieht in den Spiegel. Sein schon geschminktes Gesicht verbirgt ihm das Altern, das er sucht und das noch gar nicht im Kommen ist. Kräftig und geschmeidig sind die Glieder. Was will er?
Henry turnt unter der Zirkuskuppel herum, vollbringt seine waghalsigen atemberaubenden und halsbrecherischen Kunststücke. Bald saust er auf dem schwankenden Seil umher, tanzt einen Tango, einen Walzer. Dann schaukelt er kühn am Trapez durch die Luft. Und nun kommt der schwie- - rige Haupttrick. Auf einem Stuhl, der mit I seinen Hinterbeinen auf der Trapezstange s steht, sitzt Henry, in seinem hellblauseidenen s Tangokostüm und raucht scheinbar gemüt- ! lich eine Zigarette, wie andere im Klub- i sessel, lächelt strahlend zu seinen Bewundc- ! rern herunter. Schon will er vorsichtig seine Stellung ändern, als ein jäher Aufschrei. durch den Niesenraum gellt und ehe Henry noch einen Halt finden kann, stürzt ex auch schon kopfüber in die Tiefe und ! bleibt regungslos im Manegesand liegen. , Das Trapez schaukelt aber nur an einem ! Seil. Das zweite ist gerissen. i
Furchtbares Entsetzen lähmt die Menge ! für Sekunden, und auch das Personal rft ^ schreckerstarrt, ehe es helfend hinzusprinat. ! In diesen wenigen Schrecksekunden aber er- j
WtlWiiililllst' 811 ^
tönt ein furchtbares grauenhaft klagendes Trompeten und aus dem Zugang der Manege kommt „Macki", der große Elefant der Wills-Truppe in die Arena, von den s entsetzt auseinanderjagenden Menschen, die sich um oen Gestürzten geschart hatten, nicht gehindert. Vor Henry bleibt das große Tier stehen und in atemlosem Entsetzen und starrer Spannung sehen die Menschen, wie das Tier mit dem Rüssel vorsichtig den reglosen Mann betastet, liebkosend und behutsam, um ihn nicht zu verletzen und doch fühlend, daß alles Leben erloschen ist. Tie großen Ohren hängen wie trauernde Fahnen um den breiten Schädel. In den kleinen Augen, die immer zu lachen scheinen, fängt sich blendend das Licht der Scheinwerfer, die diese furchtbare und rührende Szene beleuchten. Niemand wagt sich an das Tier heran, auch Mills nicht, der fassungslos und mit totbleichem Gesicht gegen die Brüstung einer Loge lehnt. Noch einmal klagt „Macki" wild um den toten Freund, dann schiebt er behutsam seinen Rüssel unter den bewegungslosen Körper, schlingt ihn sacht darum und hebt Henry langsam aus, wendet sich um und geht mit schweren, langsamen, fast feierlichen Schritten den Weg zurück, den er gekommen ist, legt draußen vor dem Gang den Toten nieder und läßt es zu, daß die herbeieilenden Artisten ihren Kollegen nunmehr auf eine Bahre legen und fortbringen.
Längst sind alle Menschen aus dem Zirkus und die Artisten verbringen rn tiefer Trauer den unterbrochenen Abend, als noch wiederholt klagendes Trompeten durch die Nacht dringt.
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Büchertisch und Schriftenfchau
Die Auferstehung Arabiens
Rupert Donkan über Jbn Sauds Weg und Ziel- Wilhelm-Goldmann-Verlag, Leipzig, 1936, 252 Seiten.
Zu den markantesten Erscheinungen des nahen Ostens zählt Jbn Saud, der Einiger Arabiens. Das Leben dieses verwegen kämpfenden Mohammedaners, der vor 35 Jahren als kleiner emigrierter Scheich den Kamps um die Einigung der Mohammedaner aufnahm, der in endlosen, jahrelangen Kämpfen, die einander feindlichen Stämme der Wüstenhalbinsel Arabien unter seine Herrschaft brachte, der nomadisierende Beduinen zu Ackerbauern machte, dieses Leben findet in dem Werke von Nupert Donkan eine hervorragende Würdigung. Das Buch liest sich wie ein span- nender Tatsachenroman. Es ist aber weit mehr. Der Verfasser kennt die tieferen Ursachen und Zusammenhänge, die das Entstehen des heutigen Arabien bestimmten. Mit packenden Worten malt er ein vollendetes Bild der politischen Verhältnisse dieser Halbinsel, wie sie sich in den letzten Jahrzehnten herausgebildet haben. Vor allem aber zeichnet er den großen, weitblickenden Führer der arabischen Mohammedaner, den „moham- medanischen Cromwell", Jbn Saud, als einen Mann, wie ihn der Islam schon seit vielen Jahr- zehnten nicht mehr hervorgebracht hat. Er eröfs. net dabei interessante Perspektiven aus die künftige Entwicklung des Islam *
Stuttgart — Bildungsstätte für Ausländer und Ausländsdeutsche
Das Deutsche Ausland-Institut gibt, in Verbindung mit der Stadtverwaltung Stuttgart, eine Schrift heraus „Stuttgart als Bildungsstätte für Ausländer und Auslanddeutsche", der Oberbürgermeister Dr. Strölin ein Geleitwort gibt, in dem er darauf hinweift, daß Stuttgart eine Pslegestätte der Heimatbeziehungen zu den Deutschen aller Welt ist. Die Schrift gibt einen Ueber- blick über die verschiedenen Hochschulen und Lehranstalten. Technik, Wissenschaft, Kunst und Kunstgewerbe, Landwirtschaft, Gewerbe und Handel und Frauenberufe, sowie Volkstumspflege haben in Stuttgart und im Land Württemberg geeignete Lehrstätten.
Aus alle in obiger Spalte angegebenen Bücher und Zeitschriften nimmt die Buchhandlung G. W. Zaiser, Nagold, Bestellungen entgegen.
Humor
Mister Jackson hat an Bord eines der neuen Ozeanriesen die Fahrt nach Europa gemacht.
„Na. wie wars. alter Freund?" fragt ihn ein Bekannter nach feiner Rückkehr.
„Wonderful", antwortet Jackson, „ich hätte überhaupt nicht gemerkt, daß ich auf dem Meere war, wenn ich nicht die ganze Zeit über seekrank gewesen wäre!"
Wenn ein Mädchen einen Mann so küßt, daß er sich im Himmel glaubt, so ist noch nicht gesagt, daß das Mädchen ein Engel ist.
Frau Weller sang: „Mein Herz ruft immer"
Knurrte Bummer: „Von Bauchrednern habe ich schon gehört, aber mit'm Herzen . ^.!"
„Ich bin hier in die Stadt gekommen, um zu heiraten. Aber ich will eine Frau haben, die das strikte Gegenteil von mir ist,"
„Dann sind Sie hier richtig! Es gibt hier eine Menge intelligenter Mädchen,"
Sie sahen sich wieder und sprachen von der Sommerfrische. Sie strahlt:
„Ich habe mich mit Peter verheiratet".
„Mit Peter? Ich dachte, das wäre nur ein kurzer Flirt!"
„Das hat Peter auch einmal gedacht!"
Suchend schaut sich der Fremdling in der Gegend um, bis er einen zweifellos Einheimischen daherkommen sieht. „Bitte sehr, wie komme ich von hier nach Mingharting?"
„Gar net!"
„Aber wieso denn gar nicht?"
„Weil S' scho da san."^
Antons Wirtin liest aus dem Kaffeesatz. Er macht sich darüber lustig. Die Wirtin will Anton von ihrer Kunst überzeugen. Sie starrt in den Kaffeesatz und kündet ernst:
„Sie werden morgen einen sehr unangenehmen Brief bekommen!"
„Lächerlich!"
„Sie werden ja sehen, Anton!"
Und richtig am nächsten Morgen ist der Brief da. Anton erschrickt und liest:
„Hierdurch teile ich Ihnen mit, daß ich mit der Bezahlung der fälligen Miete nicht länger warten werde. Ihre Wirtin."
Aei'Tilieke iralscMage
Es ist eine alte Tatsache, daß, wenn irgend etwas Unvorhergesehenes einlritt, der Mensch die Nerven zu verlieren pflegt. Er steht rat- !os vor dieser nun einmal gewordenen Tatsache und weiß sich auch bei einfachsten Verletzungen Nicht zu helfen, oder, was u"*er Umständen sich noch schlimmer auswirken kann, ergreift vollständig verkehrte Maßnahmen.
Erste Hilfe bei Verwundungen
Wunde weder anfassen, drücken, uocb waschen! Wunde auch im schmutzigsten Zustand sofort mit keimfreiem, trockenem Schnellverband (Ge. brauchkanweisung aufgedruckt!) bedecken. Nicht andere Stoffe wie Leinen, Watte usw. zu Hilfe nehmen. Ist kein keimfreier Verbandstoff vorhanden, so lasse man die tiefen Wunden offen, bis der Arzt kommt. Bei leichten dagegen genügt ein Pflasterverband.
Schlagaderblukungen
Man erkennt Schlagaderbkuluugen an dem im Bogen stoßweise aus der Wunde spritzenden Blut. Zur Blutstillung wird die Schlagader abgedrückt: das oberhalb der Wunde gelegene Hüft Knie- oder Ellenbogengelenk so wer: wie möglich beugen und in dieser Lage durch ein Tuch oder eine Binde festhalten. So schnell es geht zum Arzt; das abgeschnürte Glied ist nur ,
eine geringe Zeitspanne lebensfähig. Nach sva- lestens einer Stunde bei äußerst gebeugum Glied Abschnürung lösen, jedoch bei starkem Blutverlust sofort wieder anziehen.
Brandblafen
Auf keinen Fall öffnen! Kleinere Brandwunden werden trocken verbunden, besser mit Wismuth-Brandbmde bedeckt. Bei größeren Brandwunden keinen Verband anlegen. Der Verbrannte kann einzig und allein vor Wärmeverlust geschützt werden. Man decke ihn zu, aber ohne die verbrannte Stelle zu berühren. Um dies zu erreichen, legt man die Decke über Drahtgestelle, Reifenbahre, Stühle usw.
> Augenverlehungen
Beide Augen, auch das Unverletzte, werden mit Verbandpäckchen, Taschentuch. Mundtuch oder ähnlichem zugebunden. Bei Verätzungen durch Säuren oder Kalk sofort das Auge unter ließendem Wasser gründlich ausspülen. Dan« o schnell wie möglich zum Arzt.
Innere Blutungen
Bei allen inneren Blutungen (Lunge oder Magen) den Kranken liegen lassen. Hier kann nur der Arzt helfen, der schnell geholt werden muß.
Urheberrechtsschutz durch Verlagsanstalt Manz, München
23. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Die haben wohl Angst vor einem Frauenzimmer!... Ich glaube, sie kommen drei Mann hoch anmarschiert!"
Schnell stellte er Bier, Brot und Wurst auf den Fenstersims zu Tinte, Papier und Akten.
Die Haustüre wurde aufgestoßen, man pochte.
Es waren nicht drei, es waren nur zwei stämmige, uniformierte Männer. Sie führten ein jammervolles Geschöpf mit sich, eine junge, hochblonde Gefangene mit verweintem Gesicht.
Der Stationskommandant war vorbereitet auf das, was kam, aber er staunte. — Ein hübsches, ein sehr hübsches Ding!... Und elegant, nein, nicht elegant, vornehm! Trotzdem das Mädchen nicht einmal einen Hut auf den üppigen Haaren hatte!
„Sakerdi, sakerdi! Was bringt ihr denn da?"
Die Gefangene nahm sich eigenartig aus in dieser einfachen, nüchternen Stube, deren Wandschmuck zur Hauptsache in einem bunten Abreißkalender, einem großen Fahrplan und einem Sparplakat der Blautroger Girobank bestand, und unter diesen starken, wetterfesten, rauhen und bärtigen Männern.
Die Eisenbahner freuten sich über die Ueberraschung, die sie fertiggebracht hatten.
„Wir haben sie auf dem Bahnsteig abgefaßt... Kein Mensch weiß, wie sie durch die Sperre gekommen ist... Sie hat keine Fahrkarte, hat kein Geld, hat nichts Schriftliches, rein nichts!"
„Und spricht kein Wort Deutsch!"
„Meine Ansicht ist", sagte der ältere Eisenbahner, „daß sie irgendwo durchgegangen ist."
„Nein, so was!" Hesselbart schüttelte den Kopf. Er räusperte sich und setzte an, das Verhör zu beginnen. Er sah die Schadenfreude, die aus den Augen der Eisenbahner leuchtete, und darum wollte er ihnen zeigen, daß man ihm kein L für ein U machte, daß er ein Mann vom Fache war.
Aber da geschah etwas Unerwartetes. .Das fremde Mädchen sank auf die Knie und hob flehend die Hände auf, während ihr die Hellen Tränen über die Wangen liefen. Ein Schwall wunderlich fremder Worte kam über die zitternden Lippen.
Die harte Schale um die Herzen der drei Männer schmolz sogleich.
„Je, o je", bedauerte der ältere Eisenbahner.
„Sie hat Angst, sie hat furchtbar Angst", sagte der Junge.
„So stehen Sie doch ans", sagte Hesselbart und suchte seiner Stimme einen barschen Ton zu geben, ohne daß es ihm recht gelang.
Aber der jüngere Eisenbahner nahm ganz einfach das Mädchen sanft, wie er wenigstens glaubte, am Arm und zog es vom Boden auf.
Dann nahmen alle drei gleichzeitig das Wort.
„Da, setzen Sie sich auf den Stuhl!" Sie sprachen sehr laut in dem Glauben, dadurch zum Verständnis beizutragen.
„Wir sind keine Mörder", betonte der junge Eisenbahner.
Der Stationskommandant strich sich den dicken Schnanz- bart.
„Nein, Mörder sind wir nicht. Ich bin Beamter, Hilfsbeamter der Staatsanwaltschaft... Also Angst brauchen Sie vor mir nicht zu haben!"
Das Mädchen sah hilfesuchend und immer noch furchtsam von einem zum andern. Barg das Gesicht in den zarten Händen.
„Wie heißen Sie?" sagte der Stationskommandant, immer sehr laut.
Das Mädchen schüttelte den blonden Lvckenkopf.
„Sie sollen Ihren Namen angeben", wiederholte Hesselbart, schon ein wenig unwillig, die Stimme noch inehr verstärkend.
Das Mädchen sah fassungslos, fragend, mit vom Weinen getrübten Augen, zu dem bösen Manne auf.
„Das haben wir sie auf dem Bahnhofe auch schon mindestens ein Dutzendmal gefragt", erklärte der junge Eisenbahner vergnügt.
„Sie scheint wirklich kein Wort Deutsch zu verstehen", gab Hesselbart bekümmert zu. „Und duinm scheint sie auch zu sein, denn sonst müßte sie doch merken, was inan von ihr will."
Aber die unverkennbare Schadenfreude der beiden andern stachelte seinen Ehrgeiz, seine Erfindungsgabe an.
„Nur stille, wir sind noch lange nicht am Ende."
Er stand auf und nahm von dem auf dem Sims liegenden Papierstoße ein einzelnes Blatt, einen Bleistift. Bot ihn dem Mädchen.
„Schreiben Sie! Schreiben Sie Ihren Namen!"
Wieder las das Mädchen forschend in dem rauhen Gesicht. Wie ein unwissendes, unverständiges, kleines Schulmädchen zum Schreckgespenst des Lehrers. Dann schien es plötzlich zu begreifen. Mit sichtlichem Eifer malte es zierliche Buchstaben auf das Blatt.
Gitta Bardon Lulea Sverige.
Dann gab es bescheiden den Bleistift zurück.
Alle drei Männer beugten sich mit einer qewissen Neugier über das Blatt und lasen mit lauter Stimme das Geschriebene, während das Mädchen erfreut nickte.
„Gitta.. Bar .. don.. Lu .. le.. a .. Sver.. ige!"
„Was soll nun das wieder um Himmelswillen heißen?"
Der Stationsmeister nahm stolz über seinen Erfolg das Papier.
(Fortsetzung folgt.) ^
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