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Gefärbt seidene

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Hefen- und Zuckerbackwerk

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schöner Gries

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Die Herren Bilfinger » Hörner in Stuttgart haben

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W. Enslin.

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Liebenzell.

Bekanntmachung.

Ich fahre jeden Mittwoch, wie schon viele Jahre, nach Pforzheim.

D. Schnaufer.

Calw. Frucht- und Bro-preife am 29. März 1862.

Getreide-

Gattungen.

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riger

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Betrag.

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Preis.

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Gegen den vorigen Durchschnittspreis

mehr l weniger

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I kr.

Weizen, alt.

neuer

Kernen, alt. neuer

40 l

401

359

42

7

6

6

54

6

30

2476

51

3>/e

Roggen, alt.

3

3

3

6

14

6

12

6

8

18 36

_

Gemasch Gerste, alte neue

5

22

27

<7

10

5

10

5

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5

86

_

3 Vr

Dinkel, alt neuer

378

378

378

5

18

5

9

5

1947 20

7

Haber, alt. neuer

112

112

107

5

3

36

3

30

3

24

374 27

l

1

Summe .

5

916

921

864

57

4903jI4

Brodtaxe: 4Pfd. Kernenbrod 17 kr., dto. schwarzes 15 kr., 1 Kreuzerweck muß wägen 4v,Lth.

Stadtschultbeißenamt,

Fruchtpreife

von

Heilbronn*) vom 29. März.

fl. kr Ist. kr >4. kr.

Hall*) vom 29- März.

ü, kr. I fl. kr. I fl kr.

6 42

6 42

6 42

6 42

63l

6 24

4 1 4 54

4 52

4 1

3 28

*) Die Getreidegattungen dieser Fruchtpreife laufen mit denjenigen des Ealwer in gleicher Linie.

Tagesereignisse.

In Stuttgart war am 30. März Vorm, vor 12 Uhr ein Hagelwetter, wobei in den Straßen der Stadt bei einer Tempera­tur von 1012 Graden Wärme die Hagelkörner in so dichter Masse lagcn, daß die Straßen wie von Schnee bedeckt zu sein schienen.

Ludwigsburg, 24. März. Von dem hiesigen Schwurgericht wurde am 20. der Bauer und Gemeinderechner Joh. Lober von Brettach, Gemeinde Maiensels, O.A. Weinsberg, wegen Rcstse- tzung im Betrag von 109 fl. 36 kr. und wegen Rechnungsfälschung zu einer Arbeitshausstrafe von 6 Mon. verurtheilt. Am 21. und 22. stand der Bauer Gottl. Rühl von Pleidelsheim, O.A. Mar­bach, wegen durch Körperverletzung verschuldeter Tödtung vor Ge­richt. Derselbe wurde für schuldig erklärt, in der Nacht vom 8. auf den 9. Febr. d.. I. seinen Schwiegervater in der Aufwallung des Zorns dergestalt verletzt zu haben, daß der Tod des Verletzten, und zwar im Grade mittlerer Wahrscheinlichkeit, dadurch herbeige­führt wurde. Das Urthcil lautete auf 2 Jahre Arbeitshaus Am 24. März kam die. Anklagesache gegen den angeblichen Jakob Weilermann 'von Maulbronn (ein Individuum, über dessen Namen und Herkunft bis jetzt noch undurchdringliches Dunkel schwebt) we­gen verfluchten Raubs zur Verhandlung. Derselbe wurde am 16. Okt. v.i I. zu Lauffen äufgegriffen, wo er den vergeblichen Versuch gemacht batte, mit einem Stoßeisen und einem Aschentuch in der Hand den-Neckar zu durchwaten , um sich, wie er bei seiner Fest­nehmung angab, auf der andern Seite des Flusses im Walde eine Höhle zu graben.. Er.kvMme, gab er weiter an, aus Amerika, habe auch das Eisen und das. Tuch von da mitgebracht; später gestand er zu, beide Gegenstände gestohlen zu haben. Wirklich hat er am Morgen jenes Tages, wie sich alsbald herausstellte, das Eisen und bas Tuch ans einem Hause in Lauffen entwendet, außerdem aber «n gleichen Tage auch eines Raubversuchs sich schuldig gemacht, in-

ldem er der ledigen Friederike Rembold von Lauffen auf der Straße nach Heimshcim die Schuhe abverlangte und aus ihre Weigerung ihr mit einem Stock drei Schläge über den Rücken versetzte, bei ihrem energischen Hilferufen jedoch die Flucht ergriff. Ebenso hat er zwei Tage zuvor bei Ochsenbach einen ähnlichen Raubanfall be­gangen. Der ledige Weingartschütze Heinr. Lang von da stand Nachmittags zwischen 1 und 2 Uhr in der Nähe eines Waldes, als aus demselben plötzlich ein Bursche heraustrat und ihm mit der Drohung, ihn im Weigerungsfall todtzuschlagen, die Stiefel abverlangte, auch mit einem Prügel auf seinen Arm schlug, worauf Lang die Flucht ergriff und dadurch die Absicht des Angreifenden vereitelte. Derselbe wurde jedoch später sowohl von La g als auch von andern Zeugen, die ihn an jener Stelle gesehen hatten, wieder erkannt. Von seinen Angaben über seine Vergangenheit bat sich keine einzige bestätigt. Während er vor Aufnahme seiner Photo­graphie, mit deren Hilfe man Nachforschungen, wiewohl vergebliche, über seine Person anstellte, gesprächig gewesen, verweigerte er bei der Verhandlung alle und jede Antwort beharrlich. Den Rauban­fall auf die Rembold gestand er ein,er habe ihn in böser Absicht begangen, weil er eben keine Schuhe gehabt habe"; die Begegnung mit Lang aber läugnete er beharrlich. In Folge seiner falschen Angaben und allerlei albernen Zeugs, das er geredet (z. B. er sei 12 Jahre alt, sein Bart sei ihmgewunschen" worden) handelte es sich zumeist um die Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten. Die Gesckworncn nahmen die volle Zurechnungsfähigkeit an, und der räthselhafte Angeklagte wurde wegen Raubversuchs zu einer Arbeits­hausstrafe von 2 Jahren verurtheilt. Während der ganzen Verhandlung hatte derselbe beinahe immer die gleiche gebückte, anscheinend theilnahm- lvse Haltung beobachtet. In einer am 20. gehaltenen Sitzung wurden vom hiesigen Schwurgerichtshof auf den Antrag des Staats­anwalts wegen Verjährung folgende wegen Hochverraths, resp. Auft

ruhrs und anderer 1850 und am 7. f Angeklagte außer! Eßlingen, Joham Konstanz, Ludwig Heilbronn, Gustav von Heilbronn, I Frech von Jngelf Anton Carl Ruoff Eßlingen, Carl F Stuttgart, Albert raff von Freuoensh Roth von Äirchheii Härlin von Kirchh tuinsciam Verurthk sensieder Tritschler Adolph Weisser vo wig Wich von Ul» Tagesordnung lingen im ersten den Schuhmacherg Raubs; den 1. A tzingen wegen versi gegen den Notaria werbsmäßigen Bet' Heilbronn, sten einer deutsch ken dahier gehalter geliefert. Es ging Kosten für Saalm kragen werden, so 474 fl. verfügen, legt sind.

Rottweil, l unsere Gegend ein in dem eine Stun Blitz in ein Baue Scheuer bis auf d es, der Verbrcitun das Pfarrhaus bc) Sulz, 28. k ordnung bald einti sigc Gewerbcgcnoff eine freiwillige Gc Karlsruhe zweite Kammer in antrag, welcher de landrechtlichen Vol jahres abhängig tr dier die landrechtli Heidelb er« Verwaltungsbehörd hoben und die Fes lassen worden. T es sind die Bäcker chende Menge ihre fichtigung untcrwo Frankfurt, fitzung abgegebene seine Schuldigkeit unklar, ob mit de, erste Kammer und gesetz von 1831 o gen Bestimmunger Vereinbarung mit Berlin, 28. ben für ihre Refft laß des neuen Ju Beamten aus, in Fortschrittspartei dahin, raß sich di rung gerichteten A gegentreten solle.