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Nationalsozialistische Tageszeitung Amtliche Zeitung öer N. §. v. A. P.

Alleiniges Amtsblatt für alle Stadt- und Gemeinöe-Beböröen des Kreises Ealw

Nr. 17

Lelm, Freitag, 28. Januar 1987

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. <111.) Jahrgang

Unvergeßliches Beispiel treuer Kameradschaft

Beileid des Führers zum Untergang der »Welle" 1VWV RM. für die Hinterbliebenen

Berlin, 21. Januar.

Der FührerundReichskan zier hat an den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generatadmiral Raeder, nachstehendes Tele­gramm gerichtet:

Mit tiefer Trauer erhalte ich die Nachricht vom Untergang des VersuchsbootsWelle" und dem Tode seiner Besatzung. Ich spreche Ihnen und der Kriegsmarine meine herzlichste Teilnahme an dem schweren Verlust aus und bitte Sie, den Hinterbliebenen der bei ihrer tapferen Rettungstat «ms Leben gekommenen Kameraden mein tiefempfundenes Beileid zu übermitteln; ihr Opfer wird als Beispiel treuer Kameradschaft in der Geschichte der Seefahrt weiterleben.

Gez. Adolf Hitler."

Die vom Führer und Reichskanzler ins Leben gerufene StiftungOpfer der Arbeit auf See" hat für die Hinterblie­benen der bei dem Untergang des Versuchs­bootesWelle" umgekommenen Besatzung einen Betrag von 10 000 RM. zur Verfügung ge­stellt. Es wird gebeten, etwaige sonstige Spen­den aus das Konto derStiftung für Opfer der Arbeit auf See" bei der Reichskredit- Gesellfchaft W 8, einzuzahlen.

Co starben die 25 Kameraden den Seemannskod

Z» dem Untergang des Versuchsschifses Welle" erfahren wir von zuständiger Stelle noch folgende Einzelheiten:

Der SegelschonerDuhnen" der SA.» Gri.ppe Nordmark war bei einer Ausbil- dungsreise am 15. Januar, abends, bei nor­maler Wetterlage bei Puttgarden Riff im Nordosten der Insel Fehmarn auf Grund geraten. Aus sein Notsignal wurde das VersuchsschiffWelle", das sich m der Lübecker Bucht befand durch die Marine­station der Ostsee zur Hilfeleistung eingesetzt. Am nächsten Tage traf der Schlep­perFairplay 10" an der Unfallstelle ein und beide Schisse versuchten, die gestrandete Duhnen" abuischleppen. Der Versuch miß- lang, da das Wasser inzwischen gefallen war. Im Verlaus des 17. Januar (Sonntag) trat Wetterverschlechterung ein und der sehr hart ans Südost wehende Wind steigerte sich am Piontag znm Sturm mit Schneetreiben. Auf Fairplay 10" brach die Nnkerkette und, da gleichzeitig die Schlepptrosfe in die Schraube kam. strandete der manöverierunfähig ge­wordene Schlepper etwa 100 Meter neben der Duhnen". Dem Rettungsboot von Putt­garden gelang es am Montag morgen, in zweimaligen unter größten Schwierigkeiten durchgeführten Fahrten Teile der Besatzung derDuhnen" zu bergen; es mußte aber wegen weiterer Wetterverschlechterung seine Rettungsversuche einstellen.

Das Versnchsschiss .LLelle" blieb als Sig n alüber mittler zwischen der Rettungsstation Puttgarden und dem ge­strandeten Schiss in der Nähe, erhielt ledoch am Montagabend aus Grund der weiteren Wetterverschlechterung die Weisung. Schutz unter Land zu suchen.Welle" hat diesen Vefeb' kurz nach Erhalt um 22.15 Uhr fun- kentelearaphiich bestätigt. Noch um 23 Uhr wurde beim funkentelegraphischen Anruf der -Welle" festgestellt, daß bei ihr Störungen in der ST.-Sendestation eingetreten waren. Zwischen zwei und drei Uhr morgens wurde das Schiss noch von Marienleuchte gesichtet.

Am Tienstagvormittag wurde der Schlep­per des Schulverbandes der Sperrschule, der mit ür-'i Minensuchbooten im Heiugen-Hafen lag. in See geschickt, umWelle" abzu- lösen. AlsWelle nicht gefunden wurde, suchten die Boote und der Flotten­begleiter ..F 6" die Westküste der Insel Feh- warn und die Wege nach Kjelsmor in der Marstalbucht ab. Schneestnrm und sehr ge­ringe Sicht erschwerten die Sucharbeit in höchstem Grade: trotzdem wurde sie bis Mit­ternacht fortgesetzt.

Am Mittwochmorgen begann bei Heil­erden die planmäßige Absuchung

des FeymarnbelteS, der Kieler Bucht und der Belteingünge durch alle verfügbaren Fahr­zeuge der Flotte und des Statwnskomman- dos, sowie durch Flugzeuge des LuftkreiS- kommandos VI. Um 10.30 Uhr wurde das Wrack derWelle", dessen Maste etwa 4 Meter über Wasser ragten, 10 Seemeilen westlich von Fehmarn, nördlich der Hoh­wachtbucht, durch das BersuchsbootNauti­lus" gefunden. Ja kameradschaftlicher Ein­satzbereitschaft für die in Seenot befindliche Besatzung des SegelschonersDuhnen" und des SchleppersFairplah 10" hat in trencr seemännischer Pflichterfüllung die gesamte Mannschaft derWelle". 25 brave See­leute mit ihrem Kommandanten, dem Leutnant zur See. E. Böhaing, den Tod in den Wellen gefunden.

Bei dem BersuchsschiffWelle" handelt es sich um den 1916 gebauten Fischdamp­fe rv o n der Goltz". Nach dem Kriege mußte er an England ausgeliefert werden, wo er unter dem NamenStar of Eve" fuhr. Er wurde von einer Bremer Firma zurück­gekauft und 1S27 von der Kriegsmarine übernommen. Es erhielt den Namen Grille", den es bis zur Indienststellung des AvisosGrille" behielt. Tie Bergung des gestrandeten Fahrzeuges ist eingeleitet.

Das Beileid des Stabschefs Lutze

Stabschef Lutze sandte nachstehendes Beileidstelegramm an Generaladmiral Raeder:

Die Nachricht von dem Untergang des VersuchsbootsWelle" der Reichskriegs­marine hat mich tief erschüttert. Fugleich im Namen der gesamten SA. spreche ich Ihnen,

Berlin, 21. Jannar.

Bekanntlich hat sich der englisch« Außen­minister Eden in seiner Rede am 19. Jannar insbesondere mit Deutschland beschäftigt. Wie derVölkische Beobachter" erfährt, hat sich der Führer und Reichskanzler die Beantwortung dieser Rede, soweit sie auf Deutschland Bezug hat, selbst vor-

..Geschwätz" vom MerervaN

Rom, 21. Januar.

Giornale d'Jtalia" befaßte sich mit beson- ders in Frankreich verbreiteten Gerüchten, dii einerseits von einer Wiederbelebunx desBiererpaktplaneS Mussolinis, an. dererseits von einer Neubildung der St resa front wissen wollten. Das Blati erklärt, es sei Zei t, diesem Geschwätz einEndez u m achen, indem man feststelle, daß diese Gerüchte vollkommen unbegründet und willkürlich erfunden seien.

Zum Thema Viererpakt bemerkt Gayda, der Augenblick des Viererpaktes so wie ihn Mus­solini vorgeschlagen hatte sei heute vorbei. Die internationale Atmosphäre und die Lage der Si.iaten, die diesen Pakt Unterzeichneten, sei heute in jeder Hinsicht bei keinem mehr die gleiche wie im Jahre 1933. In drei Jahren habe sich wegen der von ihnen inzwischen über­nommenen neuen Verpflichtungen ihre Ein­stellung von Grund aus verändert. Es habe also keinen Sinn, ein Gespräch wieder aufzu­nehmen, dessen Voraussetzungen sich durch die politische Entwicklung geändert haben.Die Stresafront", so stellt das halbamtliche Blatt dann fest,ist in Trümmer zerschellt, und n i e ist ihr Wiederaufbau möglich.

England muß großzügig lein!-

Roch einmal F. W. Hirst zur Kolonialsrag« X London. 21. Januar.

Auf die von Francis W. Hirst imDaily Telegraph" ausgelöste Erörterung der Rück­gabe der deuMen Kolonien, hatte der kon- servative Abgeordnete Sir Henry Page» Lröft erklärt, daß er eine Rückgabe ab-

dex deutschen Kriegsmarine und den Ange­hörigen der bei dem kameradschaftlichen Ret­tungsvorhaben ums Leben gekommenen See­männer mein tiefgefühltes Beileid aus. Sie dürfen versichert sein, daß gerade die Män­ner der Sturmabteilungen den opfervol. len Einsatz der Besatzung des Versuchs­bootsWelle" zu würdigen wißen. Ihre Tat wird in den Reihen der SA. unverges­sen bleiben, gez. Lutze."

Tagesbefehl an die SA.

Stabschef Lutze hat aus Anlaß des Unterganges des BersuchsbootesWelle" einen Tagesbefehl an die SA. erlassen, in dem es u. a. heißt:Die deutsche Kriegs­marine ist von einem schweren Verlust be­troffen worden. Zur Hilfeleistung des bei Fehmarn gestrandeten Segelschoners der SA.-Gruppe NordmarkDuhnen" und des gleichfalls gestrandeten Bergungsdampfers Fairplay 10" eingesetzt, ist das Versuchs­boot der ReichskriegsmarineWelle" in der Nacht vom 18. zum 19. Januar 1937 einem orkanartigen Sturm zum Opfer gefallen."

Nach der namentlichen Aufzählung der 25 Besatzungsmitglieder, die den Seemannstod fanden, heißt eS dann:SA.°Männer! 25 Angehörige der deutschen Kriegsmarine baben in kameradschaftlicher Einsatzbereit­schaft bei dem ReltunKvorhaben den See­mannstod gefunden. Mit den Kameraden der deutschen Kriegsmarine und den Ange­hörigen der Toten trauert die gesamte SA. um den schweren Verlust, und ich ordne des­halb an: Sämtliche Dienftgebäudeder SA. sehen am Tage der Beisetzung die Flaggen Halb stock, gez. Lutze."

lehne, u. a.. weil diese Frage nichts mit den Spannungen in Europa zu tun hätte. F. W. Hirst antwortet nunmehr auf diese Mei­nungsäußerung Page-Crofts ausführlich un- ter Berücksichtigung der politisch-psycho­logischen und wirtschaftlichen Momente, um zur Schlußfolgerung zu kommen: Wenn es wirklich »vahr wäre, daß die Mandats­gebiete keinen Wert für das Deutsche Reich hätten, müßte es ebenso wahr sein, daß sie für jeden anderen auch wertlos seien. Ge­rade das aber wäre ein guter Grund, großzügig zu sein, wenn ein solcher Akt der Großzügigkeit der Großbritannien nichts kostete dazu beitrüge, ein neue? Zeitalter de? Friedens, gegenseitigen guten Verstehens und der allgemeinen Abrüstung in Europa herbeizusühren.

Va8 ^>Ieue8le in Kür^e

Dt« /ekMsn D^stFNtLL« attL a//««

Ans Anlaß des KV. Geburtstages des Reichs- daukpräsideule» Dr. Schacht hadeu die in der Reichsgrnppe Banken znsammeugeichloffeueu Kreditinstitute einen Betrag von 25V SVV RM. zur Verfügung gestellt, der unter dem Namen Dr Hjalmar-Schacht-Stndiensouds" -er bank» beruflichen Ausbildung der Gesolgschastsmit- glieder aller dentschc» Kreditinstitute dienen soll.

Der französische Senat hat gestern nachm das von der Kammer verabschiedete Gesetz, das die Regierung ermächtigt, die Anwerbung von Freiwilligen nach Spanien zu verbieten, mit allen 28S abgegebenen Stimmen angenom­men. Für die Opposition erklärte Senator Lemery, die Vorlage regele nichts» sondern räume der Regierung nur Vollmachten ein, von denen sie nach ihrem Ermessen Gebrauch machen könne.

Der siegreiche Vormarsch der Südarmee in der Provinz Malaga wird, wie der national- spanische Sender mitteilte, ohne Unterbrechung fortgesetzt. Am Donnerstag gelang es einer Schwadron Kavallerie^ in einem kühne«

Der Führer wird Eden selbst antworten

Die Stresafront ist zertrümmert Italien Hilst nicht, sie wiederaufbauen

Ser Mer SeMivöW

Jr.SHWMSS.MiktsiG

Berlin, 22. Januar.

Der Führer und Reichskanzler hat an den, Reichsbankpräsiüenten Dr. Schacht nachfol­gendes Glückwunschtelegramm gerichtet:

Sehr geehrter Herr Dr. Schacht! Zu Ihrem- morgigen 60. Geburtstag spreche ich Ihnen, meine herzlichsten Glückwünsche aus. Ich ge-, denke dabei mit Anerkennung und Dank der' großen Verdienste, die Sic sich in Ihrem lang-! jährigen Wirken als Rrichsbankpräsident um' die Erhaltung der deutschen Währung und in' de» letzten Jahren durch Ihre Arbeit als' Leiter des Reichs- u. preußischen Wirtschafts­ministeriums um die Ordnung und den Aus­bau der deutschen Volkswirtschaft erworben haben. Ich wünsche von Herzen, daß Ihnen' auch fernerhin persönliches Wohlergehen und^ weitere erfolgreiche Arbeit im Dienste des,, deutschen Volkes beschieöen seien.

Mit deutschem Gruß!

gez. Ihr A d o l f H i t l e r"

lteleksdaiilipräsiilent vr. Selmrkt beul»

KV kakre «II. (Pholo: Hoflmann.t

Aus des 60. Gcbur,.>tags d.s'i..^s-

bankpräsiöentcn und beauftragte» Neichsmirt- ' schaftsmintstcrs Dr. Schacht hat das Reichs- bankdirektortum dreiStiftungen in der Gesamthöhe von 2 Millionen RM. be­gründet. Die Stiftungen heißen: Hjalmar-Schacht-Sportstiftung, Hjalmar-Schacht-Ferienheimstiftung und Hjalmar-Schacht-Auslandsstipendium.

I Durchbruchsversuch bis zu den Schützengrä» > beu vorznbringen, die fich nm die Provinzial» Hauptstadt ziehen.

Da de« Bolschewisten in Spanien das Was­ser bis an den Hals steht, versuche« sie ihrer verlorenen Sache in Spanien durch Terror­akte in Portugal auf die Beine zu helfen. So ereigneten fich in der vergangenen Nacht meh­rere schwere Bomlenattentate in Lissabon «r.d Umgebung. Infolge der Verwendung hoch- brisanten Sprengstoffes wnrde bei den An­schlägen erheblicher Materialschaden ange­richtet.

In Rom wird die Möglichkeit direkter italienisch-türkischer Verhandlungen in der Dardanellenfragc bestätigt. Sowohl in Italien wie in der Türkei besteht die Neigung, alle Mißverstände zu beseitigen.

Durch erneute schwere Regen- und Schnee» fälle sind der Ohio und seine Nebcuslnffe so stark angeschwolle«, daß weitere ausgedehnte Gebiete und Flnßtäler in de» Ost-, Mittel- und Weststaaten überflutet worden sind. Durch di« Straßen zahlreicher Ortschaften von Pen» sylvanien, Weftvirginie», Ohio, Maryland, Kentucky, Indiana, Illinois, Tennessee, Ar­kansas «nd Missouri wälzen sich bis z« zwei Meter hohe Wasscrmasfcn, Tausende von Fa­milien mußte» ins Hochland flüchte«.