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erörtert. Eine Normentafel wurde «mfgestellt unter Zugrunde­legung der Indexziffern für die Lebenshaltungskosten und eine zahlenmäßige Richtlinie, inwieweit im Warenverkehr der zwi­schen den Ein- und Verkauf etwa eingetretenen Geldentwertung Rechnung zu tragen ist. Ein« frühzeitige Heranziehung von Sach­verständigen noch vor Anklageerh«b«ng wegen Preistreiberei und tn einem möglichst frühzeitigen Abschnitt des Verfahrens wird für notwendig erachtet. Die Sachverständigen sollen tunlichst aus Vorschlag der amtlichen Vertretungen der beteiligten Wirtschafts­krise ernannt und vor schweren rechtlichen Zugriffen, wie Wa­renbeschlagnahmung, Entziehung der Handelserlaubnis, gehört werden. Die Richtlinien betonen ferner die Notwendigkeit einer eingehenden Aufklärung der Bevölkerung über die Preiseni- wickelung und deren Ursachen. Sie geben Fingerzeige, wie neben der ständigen Heranziehung der Tagespresse insbesondere durch eine innigere Zusammenarbeit der Preisprüfungsstellen mit der Wucherpolizei und mit den Verbrauchen! die vielfach auf Un­kenntnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge beruhenden Gegen­sätze zwischen den einzelnen Berufsständen gemildert werden könnten.

Verschiedene Nachrichten.

DerBerliner Lokalanzeiger" und derVorwärts" wollen wissen, daß die deutschen Vorschläge erst nach den Welhnachts- feiertagen fertiggestellt werden können. Allerdings sei man, dem Berliner Lokalanzeiger zufolge, im Laufe des gestrigen Tages einen guten Schritt vorwärts gekommen, sodah sich bereits ein bestimmter Plan erkennen lasse.

Nach derDeutschen Allgemeinen Zeitung" sind die gewerk­schaftlichen Spitzenorganisationen in den letzten Tagen unter sich zusammengetreten, um zu den vom Reichskanzler schriftlich vor­gelegten Fragen Stellung zu nehmen. Sie haben sich auf ein ge­meinsames Programm für die für den 28. Dezember in Aussicht genommenen Besprechungen geeinigt.

Kommunistische Treibereien

unter den Staatsarbeitern.

Berlin, 22. Dez. Von radikaler Seite wird, wie bereits gemel­det, mit allen Mitteln versucht, die Staatsarbeiterschast für eine Aktion zu gewinnen, um ihre Forderungen bei der Regierung gewaltsam durchzusetzen. Die Gewerkschaftsführer selbst bemühen sich, zur Besonnenheit zu mahnen. Deswegen ist es bereits an verschiedenen Stellen zu stürmischen Versammlungen gekommen. So wurde zum Beispiel in Berlin die Forderung aufgestellt, daß man außer einem Stundenlohn von SW Mark auch noch eine Wirtschaftsbeihilfe von SO OW Mark als Ausgleich des bisher zu geringen Lohnes gewähren müsse. Eine Versammlung der Köl­ner Ortsgruppe des Deutschen Eisenbahnerverbandeg bezeichnet die Zugeständnisse der Regierung an die Arbeiter und Beamten der Staatsbetrieb« als durchaus ungenügend und nahm eine Entschließung an, ln der zum Ausdruck gebracht wurde, daß die Eisenbahner diese Zugeständnisse als Hohn betrachten und nicht gewillt seien, sich dieseProvokation" gefallen zu lasten. Vom Vorstand wird die Anwendung der letzten Kampfmittel gefor­dert. Wie man weiß, stehen gerade die Kölner Eisenbahner stark unter kommunistischem Einfluß.

Kommunistischer Terror im Berliner Nathons.

Berlin, 22. Dezbr. Während der Beratung eines kommuni­stischen Antrags auf Maßnahmen zur Sicherstellung der Ernäh­rung der Berliner Bevölkerung in dem Ausschuß der Stadtver­ordnetenversammlung drang auf Veranlassung des Antragstel­lers eine aus K.PD.-Leuteu bestehende Deputation in den Sit­zungssaal rin. Da die Eindringlinge den Saal nicht räumen wollten, sah sich der Vorsitzende gezwungen, die Sitzung zu schlie­ßen. In der gleichzeitig tagenden Vollversammlung der Stadt­verordneten kam es bei dem Bericht eines kommunistischen Stadr- verordneten über diesen Vorfall zu so starken Lärmszenen, daß die Sitzung vorzeitig geschlossen werden mußt«.

Verdoppelung der Postgebühren zum IS. Januar.

Berlin, 22. Dez. Nach der gewaltigen Erhöhung der Fern­sprechgebühren. die soeben bekannt gegeben worden sind, soll nun demnächst auch eine solche der Postgebühren eintreten. Der Ent­wurf der neuen Gebührenoerordnung ist bereits dem Reichsrat zugegangen. Der neue Posttarif, der am IS. Januar in Kraft treten soll, wird im allgemeinen eine Verdoppelung des jetzigen vorsehen. Die Postkarte wird 10 -4t. der Ortsbrief 20 -4t. der Fernbrief SO -4t kosten.

Das Schicksal der Kupserpfennige.

Berlin, 21. Dezbr. DerVorwärts" (Nr. 562) beschäftigte sich in einem Aufsatze mit der Abschaffung des Kupferpfennigs und warf die Frage auf. wo die Millionen Pfennigstücke geblieben sein mögen. Ein Leser ist nun bei der Lösung des Rätsels be­hilflich und teilt demVorwärts" mit, daß in dem Hüttenwerke von A. Mayer in Berlin-Tempelhof die liebe alte Scheidemünze zu Tausenden von Kilogrammen eingeschmolzcn wird. Bis vor einiger Zeit seien noch einige Wagenladungen vorrätig gewesen, die der Einschmelzung harrten.

Deu sche Diesel-Lokomotiven für Rußland.

Berlin, 21. Dez. Der Chef der russischen Eisenbahnkommisfion in Berlin, Prof. Lomonossow, hat am 14. Dezember einen Ver­trag mit ZenDeutschen Werken" abgeschlossen über den Bau zweier Diesel-Lokomotiven auf Grund einer Erfindung, die Pro­fessor Lomonossow gemeinsam mit dem Professor der Charlotten­burger Techn. Hochschule F. Heinecke gemacht hat. Es handelt sich um die Konstruktion eines Transmissionsmechanismus, der es gestattet, die Dieselmotoren bei Lokomotiven zu verwenden, wi« es bei Schiffen bereits geschieht. Bisher waren die Be­mühungen in dieser Richtung erfolglos geblieben. Die neuen Ln komotiven werden sich doppelt so teuer stellen wie die bisherigen; doch da sie nicht auf Wasserzufuhr angewiesen sind, besteht bei ihrer Verwendung die Möglichkeit. Eisenbahnen in wasterlosen Gegenden anzulegen. Die ersten zwei neuen Lokomotiven, die eine mit elektrischer, die andere mit hydraulischer Transmission, muffen laut Vertrag bisLum Somnzer 1923 jertiggestellt sein. ^

Aus Stadt und Land?

Calw, de« 23. Dezember 1922. Dienstnachrichte«.

Durch Entschließung der Evang. Kirchenregkerung ist sei­nem Ansuchen gemäß Pfarrer Zeller jzr Ostrlsr heimin den Ruhestand versetzt worden.

Vezirksnotar Hirth in Horb (früher am hies. Amtsgericht) ist in gleicher Eigenschaft nach Tel nach versetzt worden.

Zu Zollassistenten je an ihrem Dienstfih wurden er­nannt u. a. die Zollbetriebsasststenten: Bücher in Neuwei­ler, Nagel in Liebenzell. Leber in Wildberg.

2. Bolksfchuldienstprüsung.

Die zweite Volksschuldienftprüfung hat ebenfalls bestanden und ist zur ständigen Anstellung an evang Volksschulen für be­fähigt erklärt worden: Niethammer. Eotthtls, von Holz- bronn.

Milchpreisfetzfetzung.

(LE.) Im Haus der Landwirte wurde am Freitag vor­mittag der Milchpreis für den Monat Januar neu festge­setzt. An den Verhandlungen beteiligten sich Vertreter der Milchbedarfsgemeinden, der Landwirtschastskammer, der Landesversorgungsstelle, der Milchproduzentenvereinigung und des Landw: Hauptverbandes. Die fortschreitende Geld­entwertung hat die Rentabilität der Milchproduktion wei­ter sehr ungünstig beeinflußt. Trotzdem hat die Landwirt­schaft eine Ermäßigung ihrer ursprünglichen Forderungen eintreten lasten, die als Anteil an einer Verbtlligungs- aktion anzusehen wäre, an der sich alle Kreise der Volks­gemeinschaft insbesondere aber auch der Staat zu beteiligen hätten. Ab 1. Januar wird ein Stallpreis von 125 -4t für ein Liter nebst 10 -4t Vertragszuschlag bezahlt. Die Ver­treter der Erzeuger und der Verbraucher waren sich einig darin, daß die unerhörte Verteuerung der Frachten durch besondere Maßnahmen seitens der Eisenbahnverwaltung in ihrer Wirkung auf die Milchpreisgestaltung abgeschwächt werden müsse. Desgleichen wird nun ernstlich an die Re­gierung herangetreten werden, um den wiederholten Ansatz der Umsatzsteuer im Milchoerkehr endlich in Fortfall xu bringen. Weitere Maßnahmen zur Verbilligung der Milch für die Verbraucherschaft werden Gegenstand späterer Er­örterungen sein. Der Verbraucherpreis für die städtische Bevölkerung wird noch festzusetzen sein.

Aenderurrg der gesetzlichen Fernsprechgebühren.

Bom 1. Januar IS2Z an.

Die Ortsgesprächsgebühren betragen 80 Pfg. zuzilgl. 2900 v. H. 15 Mark. Die Ferngespächegebühren betragen für ein von einer Teilnehmerstelle ausgehendes Gespräch von nicht mehr als .3 Minuten Dauer bei einer Entfernung bis zu S Kilometer ein-' schließlich 0,50 -4t zuzügl. 2900 v. H. 15 -4t, von mehr als 5 bis 15 Kilometer einschl. 1,5Y -4l zuzügl. 2900 v. H. 45 -4t, von mehr als 15 bis 25 Kilometer einschl. 3,00 .4t zuzügl. 2900 v. H. 90 -4t, von mehr als 25 bis 50 Kilometer einschl. 5,00 -4t zuzügl. 2900 v. H. 150 -4t, von mehr als 50 bis 100 Kilometer einschl. 7,00 -4t zuzügl. 2000 v. H. 210 -4l, über IW Kilometer für jede augefangeneii weiteren IW Kilometer 3 -4l zuzüglich 2900 v. H. mehr. Ein Mindest betrag an Ortsgesprächs­gebühren für jeden Hauptanschluß wird nicht mehr erhoben. Die Grundgebühren betragen, in Ortsnetzen mit nicht mehr als 50 Hauptanschlüssen 380 °4t zuzügl. 29W v. H. 11400 -4t, mit nicht mehr als 50 bis einschließlich IW Hauptanschlüssen 420 -<t zuzügl. 2900 v. H. 12 6W -4t. mit mehr als 100 bis einschließ­lich 500 Hauptanschlüssen 460 -4t zuzügl. 29W v. H. 13 800 -4t. Jeder Fernsprechteilnehmer ist berechtigt, seinen Anschluß bis zum 28. Dezember 1922 auf den 31. Dezember 1022 zu kündigen.

Neue Fleischpreise in Stuttgart.

Infolge Erhöhung bzw. LrmWgimg der Viehpreise auf den beiden letzten Schlachtviehmärlten hat die Metzgerinnung fol­gende Preisänderung vorgenommen. Es kostet das Pfd. Ochsen- und Rindfleisch 1. Qual. 5W -4t (bisher 520 °4t). 2. Qual. 410 bls 420 -4t (420440 -4t). Kuhsleisch 1. Qual. 330340 -4t (345 bis 355 -4t). 2. Qual. 280-300 -4t (275-295 -4t). Kall'fteisch 55« bis 560 -<t (450 bis 4M -4t), Schweinefleisch 660 -4t (700 -4t), Hammelfleisch 550560 -4t (420430 -jt), Schaffleifch 480 bis 500 -4t (365385 -4t). Es sind diesmal wenigstens nicht lauter Erhöhungen, sondern bei einigen Fleischarten auch geringe Preisrückgänge zu verzeichnen.

Noch billige Neujahrsreisen.

Mit dem 1. Januar tritt bekanntlich wieder eine be- tägrge Gültigkeit einer gelösten Fahrkarte aufgehoben; die trächtltche Erhöhung der Personentarife bei der Reichsbahn ein. Bisher hat beim Inkrafttreten einer Tariferhöhung das Reichsverkehrsministerium seit längerer Zeit d,e drei- Fahrt mußte tm letzten Tage des alten Tarifs angetreten werden. Mit Rücksicht darauf, daß die kommende Tarifer­höhung mit den Weihnachts- und Reujahrsseiertagen zu- sammenfällt. beabsichtigt das Reichsverkehrsministerium diesmal die Vorverkaufsmöglichkeit nicht einzuschränken. Es können also am 1-. 2. und 3. Januar noch Reisen ge­macht werden, für die die Fahrkarten bereits im alten Jahr gelöst sind. _

(SEB.) Calw, 22. Dezbr. (Bauernregeln an Weihnach­ten). Auch um das Weihnachtsfest hat der Volksmund seine Weisheiten festgelegt, die in Sprüchen überliefert sind. Da dem Bauern das Wetter am Festtage sehr wichtig ist, da er daraus Schlüße auf die Zukunft ziehen zu können glaubt, stehen viele dieser Sprichwörter mit dem Wetter in Bezieh­ung.Bester die Weihnachten knistern, als daß sie flüstern" oderSind die Weihnachten grün, kannst du Ostern den Pelz anziehn", oder wie der Niederdeutsche sagteEröne Weihnachten, witte Ostern". Der Schweizer sagt:Weih-

Mri undHch". I« einer Weingegend heißt es:Weihnachten klar, gutes Weinjahr" und Weib nachten feucht und naß, gibt leere Speicher und leere Faß" Weiter heißt es:Weihnachten im Klee. Ostern im Schnee' oder ^.Dir grüne Weihnachtsfeier bedeckt mit Schnee di Ostereier" undWenns windig ist in Weihnachtstagen, so! len die Bäume viel Früchte tragen". Als Mahnung für die jenigen, die glauben, daß mit dem Weihnachtsfest der Win ter zu Ende sei. steht der Spruch:Bis Weihnachten Juche nach Weihnachten Oweh!"

Liebelsberg, 22. Dezbr. Am letzten Sonntag, den 17 . Dezbr veranstaltete der Kriegerverein Liebelsberg bei gro ßer Beteiligung seinen wohlgelungenen Famtlienabend DerSängerkranz" war hiezu erschienen, um die Feier durch ver­schiedene Gesänge zu verschönern. Ob-rreallehrer Küchle, der Beztrksobmann, gedachte zuerst der teuren Gefallenen. Hieraus gab er ein ernstes und packendes Bild über unsere jetzige Lage Mit einem anschaulichen und ausführlichen Lichtbildervortrag versetzte Handelsschullehrer Lacher die Versammlung zurück in die Zeit des Krieges und zeigte, was alles deutsche Energie deut­scher Witz und Geist vermochte. Hauptlehrer Kummer! - sprach in einem kurzen, geschichtlichen Rückblick über dt« Stellung des deutschen Volkes unter den Völkern Europas. Schultheitz Braun redete mit warmen Worten über den Wert der Käme radschast und der Einigkeit. Eine Tellersammlung für Invali­den, Kriegerwitwen und Waisen ergab auch sofort 1400 Mark, wovon eine namhafte Summe tn Liebelsberg zur Verteilung kam. Im zweiten Teil des Abends wurden von Handelsschul- lerher Heller sehr gelungene, selbstverfaßte Gedichte vorgetra­gen. Viel Heiterkeit erregte das Auftreten des Apothekers Retchmann. der mit einer reichhaltigen Auswahl schwäbischer Gedichte urwüchsigster Art mit Wort. Mimik und Bild zu wirken verstand. Die ganze Versammlung wurde geleitet von dem Vorstand des Kriegervereins. Maurermeister Roller. Mit er­greifenden Worten nahm er von dem traurigen Jahr 1922 Ab- Med, das uns soviel Sorge, Not und Leid gebracht hatte. Trotz aller Versprechungen glaubt der Redner auch von dem Jahr 1923 nicht viel Gutes erhoffen zu dürfen. Nur ein zäher Wille zur Erhaltung unseres Deutschtums und ein fester Entschluß zur Einigkeit weiter Volkskreise kann uns in eine bester« Zeit hin­überretten. Auch das deutsche Volk soll wieder einmal seinen Platz an der Sonne haben. Dje Ealwer Gäste hatten viel zum Gelingen des Abends beigetragen, was von der Versammlung durch reichen Beifall anerkannt wurde.

(ECB.) Stuttgart. 22 . Dezbr. (Finanzausschuß). Der Fmanzausfchutz erledigte heute die Kapitel 80 (Ablösung der Livillifte), 80 a (Besoldungsleistungen), sowie 88 (Do­mänen). Bei letzterem Kapitel wurde Titel 1 zurückgestellt, ebenso bei Kapitel 80 der Titel 1. der die Rente der Witwe des früheren Königs betrifft. Dann wurde die Weiter beratuna auf 9. Januar vertagt.

(STB.) Münster a. N.. 22. Dez. Die Arbeiterschaft der Zucker fabrik Münster hat für die streikenden Anilin-Fabrikarbeiter 50000 -4t gesammelt und bereits abgesandt. In einer Betriebs Versammlung wurde dagegen das Ansinnen, zugunsten der Samm­lung Heimatnot eine freiwillige Ueberstunde zu leisten, abge lehnt.

(SCB.) Heilbronn, 22. Dezbr. Der bei dem Eisenbahn­unglück schwer verletzte Hilfsschaffner Jakob ist seinen Per letznngen erlegen.

(SLB.) Tübingen, 22. Dez. Vom Verein Tübinger Studen- tenhilse wurde in der letzten Ausjchußsitzung der Essenpreis für das neue Jahr vom 7. Januar auf 65 -4t mittags und 55 ,4: abends festgesetzt. Diesen äußerst niederen Preis hofft der Verein dank der überaus reichen Lebensmittelspenden unserer Landwirt schast bis -um Ende des Winterhalbjahres beibehalten zu können

(SCB.) Heidenheim. 22. Dezbr. Der Haushalt der Amts körperschast weist einen Abmangel von Ist Millionen Mar! aus.

- (SLB.) Herlikofen. OA. Gmünd. 22. Dez. August Holz, Ban techniker von hier, der im Jahre 1888 nach Amerika auswan- derte und dort sein Glück fand, hat im Jahr 1921 neben nam­haften Geschenken an seine hiesigen Verwandten, an Ortsarnn und alte bedürftige Leute zur Beschaffung von neue» Kirchen glocken die Summe von 25 000 -4t gesandt. In vergangener Mich ließ er neben Fett und Mehl wiederum die schöne Summe vo, 251009 -4t an seine hiesigen Verwandten und sonstige Bediirs tige verteilen.

(STB.) Gründelhardt OA. Gerabronn, 22. Dezbr. An 17. Dezember fand hier die Gemeinderatswahl statt. Voi 708 Wahlberechtigten haben 126, d. r. 18 Prz. avgestimmt Die Wahlbeteiligung war eine selten schlechte. Es gelang ten nicht einmal Wahlzettel zur Ausgabe.

(SCB.) Burgrieden OA. Laupheim, 22. Dezbr. Wah rend der Einfahrt des Laupheimer Arbeiterzugs siet e>. älterer Mann von der Plattform auf das Geleise, ver wickelte sich aber sogleich an einer Achse und Radbrems eines Wagens und blieb dort, da der Zug bei seiner Ein fahrt ohnedies langsam fuhr, hängen. Auch konnten Hilst rufe wahrgenommen und der Zug alsbald zum Stehen g< bracht werden. Nur mühsam konnte der Mann aus seine mißlichen Lage befreit werden. Er dürfte den Verlust de linken Armes und sonstige schwere Verletzungen zu beklage haben. Die Ursache des Unfalls wird in der Absicht des z frühen Aussteigens zu suchen sein.

(SCB.) Kiinzelsau, 22. Dezbr. Ein furchtbares Eisen bahnunglück ereignete sich Donnerstag Nacht bei der Sie tion Haag. Schreinermeister Weinder von hier kam mi dem letzten Zug von Waldenburg her, stieg in Haag au und scheint beim Wiedereinsteigen unter die Räder gekoir. men zu sein. Der Leichnam wurde erst Freitag früh gesuu den. Der Vorgang selbst wurde nicht beobachtet