Deutschen Belfort beunruhigen. Man vernimmt auch, daß die Bewohner der französischen Grenzorte Suarce, Lepuix und Courtelevant von den Militärb. Hörden den Befehl erhalten haben, sich bereit zu halten, um auf ein gegebenes Signal die Ortschaft zu räumen. Tie Fran­zosen fahren fort, auf der zwischen Delle und dem Doubs bei St. Hippolyte liegenden französisch-schweizerischen Grenzstrecke Feldbefestigungen auszuführen. Die Forts von Lomont und Blamont sowie andere strategische Punkte sind ausgebaut und besser bestückt worden. Auch die zwischen Belfort und Montbeliard liegenden Höhen- züge sind mit Schützengräben versehen worden. Tie Belforter Blätter verlangen, daß angesichts der Gefahr einer nächtlichen Bedrohung durch Flieger auch das Bür­gerspital seine Lichter nach abends 8 Uhr verdecke, na­mentlich die Lichter des Operationssaals, die weithin über das zunächst liegende Quartier hinieuchten.

Dank an Berliner Schipper. Nachdem vor kur­zer Zeit Herzog Albrecht von Württemberg den seiner Armee zugeteilten Armierungskompagnien Dank und Anerkennung für ihre Leistungen ausgesprochen hatte, hat jetzt der Kommanvierende General eines zn dieser Armee gehörigen Korps den beiden ihm unter­stellten Kompagnien, denen mehr als 800 Berliner ange­hören, ebenfalls seine Anerkennung ausgesprochen. In dem Tagesbefehl heißt es:Die Kompagnien haben durch stets willige und gut ausgeführte Arbeit wesentlich d-zu beigetragen, daß die Stellungen der kämpfenden Truppen in brauchbarem und wohnlichem Zustand erhalten und ihnen alle notwendigen Dinge zugeführt werden roumen. Sie haben auch feindliches Feuer nicht gescheut und be­wiesen, daß sie auch ohne Waffe tapfere Soldaten sind. Ich zweifle nicht, daß sie sich auch weiterhin gut be­währen werden." Diese Anerkennung hat auch darin ihren Ausdruck gefunden, daß au die beiden Kompagnien schon mehr als 30 Eiserne Kreuze verliehen wurden.

Das Lawiuenuuglück im Hochkönigsgebiet.

Bon den Opfern des Lawinenunglücks ini Hochkönigsge­biet an der Mandlwand sind lautBoss. Zeitung" bis jetzt 92 Note ausgeschaufelt.

Englische r-ü. -osg? für Italien. Aus London wird gemeldet: Zwischen B.rlre.ern de. eng ischen und italienischen Regierun-'g kam eine Abmachung zustande, wonach England für die hanpt äwlich.n Bedürfnisse Ita­liens sorgen wird. Nach dieser Vereinbarung sollen demnächst mehrere Sch..jstra.:sp.rt: mir K.hl n, Wei­zen und anderen Artikeln nach Italien ab ge Heu.

Sozial-ftcnsührer and Kriegsminister. Kö­nig Albert hat einen Erlaß unterzeichnet, worin die Befugnisse des neuen belgischen Ministers Van der­selbe (des Führers der sozialistischen Partei) wie folgt umschrieben werden:Tie Befugnisse des Kriegsministers in bezug auf die Versorgung der Jntendanturlager sowohl in Havre wie an dem Stützpuntt der Kriegshandlungen -mitsamt der Aussicht über die Verwaltung und Rechnungs­führung des Außendienstes ausgenommen den Dienst

beim Feldheer, den Lazaretten und dem Vertreter des Kriegsministers in Paris, werden durch Herrn Vander- velde, Mitglied des Miuisterrats, ausgeübt."

Die sozialdemokratische Fraktion der bayeri­schen Abgeordnetenkammer hat folgende Interpel­lation eiugebracht: Was gedenkt die Staatsregierung zu tun, um die allgemeinen wirtschaftlichen Folgen zu mildern, die die Einrichtung der Höchstpreise für Ge­treide und Kartoffeln herbeigeführt haben.

Keine Abschlietznng. Unter diesem Titel warnt die ZeitungMsace" in Belfort vom 12. Februar vor einem Wirtschaftskriege nach dem Kriege. In England und Frankreich haben sich, so schreibt dieses französische Blatt, Ausschüsse gebildet, um Deutschland vom Welt­markt zu verdrängen und den Wirtschaftskrieg für die Zeit jdes Friedens vorzubereiten. Das vorgeschlagene Verfahren sei wenig geeignet, Franireists Vorteil wahr- zunehmen. Sicher sei es nützlich und für beide Län­der notwendig, sich enger.zusammenzuschließen, aber was man als den Vorteil des Landes bei diesen Bestre­bungen hinstelle, seien zumeist Sondervorteile von ein­zelnen. Frankreich leide unter einem übermäßigen Schutz­zollsystem, ein gleiches solle jetzt in England eingeführt und das Land damit-in die Zeit der Navigationsakte und des Kolonialsystems zurückgeworfcn werden. Man bereite jenseits des Kanals einen wirtschaftlichen Krieg vor, der nach den ungeheuren Ausgaben des Krieges wei­tere Milliarden verschlingen würde. Man spreche von einer wirtschaftlichen Absperrung, die aber ebenso die­jenigen schädigen .würde, die sie einführen, wie die, gegen die sie gerichtet ist. Ausgangspunkt der wirtschaft­lichen Fürsorge dürfe nicht die Angst vor Deutschland und dein Handelskrieg sein, der zum Kampf der Verbündeten untereinander führen müsse, zur Vergeudung von Kräften und zu ernsten Streitigkeiten.

Diese französische Stimme, die wir derNordd. Allg. Ztg." entnehmen, kann mau mit Nutzen auch außerhalb der Vierverbandsländer lesen, wo ebenfalls politische Gefühle manchmal in wirtschaftspoli ische Peoje te Um­schlagen.

Der bulgarische Ministerpräsident Radosla-

wow und Generalissimus Jekow sind von Wien mit dem Balkanzug in die Heimat znrückgekehrt.

Graf Alexejew Tolstoi passierte mit acht Ab­geordneten auf der Reise nach London Christiania. Es handelt sich um eine diplomatische Sondermissio»» ans Petersburg.

Oesterreichische Sparkraft. DemWienerFrem- denblatt" zufolge weisen die Spareinlage,r der Sparkas­sen und Banken im Januar 1016 eine weitere Steige­rung von 82 Millionen Kronen aus.

Der Gcsrr dhwitsz -stand des engl. Königs.

Tie Aerzte des Königs sind bereit, zuzustimmen, daß der König seine Besuche bei den in der Ausbildung begrif­fenen Truppen wieder ausnimmt.

^ ^ Nom FlachS.

Geht man Sommers durch die Fluren, s« blitzt hie und da auf den Aeckern ein hellblaues Stück Land aus. Ls ist ein blü. hendes Flachsfeld, der Geburtsort der Leinwand. Die Bauern pflanzen aber das kleine, zierliche, wunderschön blau blühende Pflänzchen nicht gar zu häustz. Oft bloß wegen de« heilbrin­genden Leinsamens für den Kuhstall. Es ist schon längst nicht mehr wie zur Großmütter Zeit, wo die Bäuerin ihren Stolz darein setzte, Klein und Groß mit selbstgesponnenem Leiben au« selbstgezogenem Flachs zu kleiden. Da» war eine köstliche Zeit., die Zeit des Brechens, des H.chelns und des Schwingens. Uiw dann erst, wenn der blonde Zopf aus die Kunkel kam, d« Spinnrad sang und am alten Kachelest- Hiyz dazu schnurrte und die Großmutter Sagen erzählte, daß den Spinnerinnen ein Grauset den Rücken hinauflief. Vom Rocken kam dann der Schneller zum Weber und vom Weber aus die Bleichwiese, »» die Sonne dem Schneider und der Rähterin Vorarbeit machte, aber die Glanzzeit der eigenen Leinwand ist herum, man bezog den Flachs billiger aus dem Ausland, besonders aus Rußland. Die hellblauen Fiachslünder mußten ergiebigerem Anbau weichen. Während noch vor über 30 Zähren bei uns zu Lande nahezu 13000 Morgen mit Flachs bepßanzt waren, sank die Flachsbau- släche schon mit dem zehnsichngen Durchichnitt 18981907 aus 3400 Morgen mit einem Ertrag von 5754 Zentner. Der zehn­jährige Durchschnitt 187887 hatte noch 17810 Zentner Flachs­ernte gebracht, die aber 188807 schon aus 13942 Zentner ge­sunken war. Mehr und mehr gings mit dem Flachsbau ab­wärts. Zm Jahre 1004 waren es noch 2737 Morgen Flachs- lnnd, die 4028 Zentner Ernte ergaben 1908 nur mehr 1AW Morgen mit 3246 Zentner Ernte . Die letzte vorliegende statisti­sche Zahl aus dem Jahre 1913 ist 107^ Morgen Erntefläche, die 2640 Zentner geheche>,e.i Bast eintrugen. Eigentümlich ist es zu beobachten, daß der Ertrag vom Hektar sich mit dem Rückgang der Anbaufläche steigerte. 2m Jahre 1906 ergab das Hektar 4 Zentner tzechelbast, und von da ab stieg das Erträgnis ständig: 1007 5,4 Zer . :.. 19.v 53 Z.... roll 5,8 Ztr.. 1912 und ISIS je 6,8 Zentner für das Hektar. Wie notwendig aber ein Mehr­unbau von Flachs ist, zeigt am deutlichsten die Einfuhr. Aus dem feindlichen Rußland, von wo auch nach dem Krieg noch nicht viel Flachs erwartet werden kann, bezog das deutsche Reich seinen Hauptbeoars au Flachs. 2m Fahre 1912 kamen aus Ruß­land 70097 Tonnen Flachs, wofür 61591000 Mk. bezahlt wur­den. Aus anderen Ländern kommt verhältnismäßig wenig. Belgien sührte uns 1913 zu 354 Tonnen im Werte von 666 000 Mk., die Niederlande brachten fast das Dreifache 921 Tonnen, am meisten nach Rußland bekamen wir von Oesterreich, nämlich 4413 Tonnen im Wert von 3 785 000 Mk. Rußland deckte un­sere Einfuhr 1912 und 1913 zu 90 Prozent. Aus allem geht mit zwingender Notwendigkeit hervor, daß unsere Landwirtschaft sich wieder mehr nuf den Flachsbau verlegen muß. Die Regierung hat dies längst erkannt und trisst fördernde Maßnahmen. Durch die Ausschaltung der rustijchen Einfuhr wird sich der Flachsbau lohnend gestalten, da die garantierten Preise sich auf mehr als das Doppelte gegenüber früher stellen. Es wäre im vaterländi­schen und bäuerlichen Interesse zu wünschen, wenn Spinnrad und Kunkel wieder zu Ehren kämen und die heimische Leinwand- iudustrie ihr Bc^ugsgebiet mehr im Reiche sünde als »or dem BtMerkrieg.

Druck u. Verlag der B. Hofmann'schen Buchdruckerei in Wildbad. Verantwortlich: E. Reinhardt daselbst.

Mekanntrnachrrng.

Eine Belehrung der Kriegs-Rohstoffabtcilimg über Ersatz von Waschkcssci'.r, Kochkesseln usm. und über ange­messene Preise von Ersatzkesseln liegt zur Einsicht für die Beteiligten auf dem Meldeamt auf.

Wildbad, den 23. Februar 1916.

Stadtschultheißen amt: Vätzner.

" ^Wildbäd? .. '

Zwangs-Versteigerung.

Am Samstag, den 26. Februar 1916, nachmittags 2 Uhr

kommen im Wege der Zwangsvollstreckung gegen Barzahlung

1 KktWen ml,-M 1 iWumckäkii. me KMil>e Wich. Z Am. Mick« HM» mpZAnnnk

zur Versteigerung. Zusammenkunft beim Rathaus. Wildbad,^den 24. Februar 1916.

Hähle, Gerichtsvollzieher b. K. Amtsgericht Neuenbürg.

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Im Namen der tteftrauer ud. Htnter- blirbeueu:

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