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Schwarzwälder Tagevzettung"

Ein Aufruf -es Führers zum Lode Geueral LudenborM

Berlin, 29. Dez. Der Führer und Reichskanz­ler hat zum Tode des Generals Ludendorff nachstehen­de« Aufruf erlaffen:

Deutsche!

Mit dem Tode des Generals Ludendorff ist eine geschichtliche Erscheinung von uns gegangen. Mit seinem Namen verbindet sich jür alle kommenden Zeiten der größte Heldenkampf des deutschen Volkes.

Vereinsamt inmitten einer ebenso schwachen wie wurzellosen Politischen Umgebung versuchte dieser Mann im großen Kriege an der Seite des Feldmarschalls die Widerstandskraft der Nation zu unvergleichlichen Leistungen emporznreißen, um damit de« Deutschen und ihrem Reiche die Freiheit zu erhalten.

Nachdem charakterlose Gesinnung und jammervolle Schwäche feinen Sturz herbeigeführt hatten, brach Deutschland zusammen «nd fiel bis zur Schmach von Versailles. Zn diesen Jahren der tiefsten Erniedrigung verband sich der Feldherr des Weltkrieges Ludendorff mit den Kämpfern zur inneren und äußeren Wieder- anfrichtung der Nation. Für diese Freiheit rang und stritt er nun seitdem auf seine Weise.

Der so großen und ausschließlichen Zielsetzung entsprach die fanatische Hingabe dieses Mannes. Seine Liebe und seine Ge­bete gehörten unserem Volk, sein Haß seinen Feinden!

Wie bei allen kompromißlosen Kämpfern dieser Erde wird auch bei ihm der Eindruck seiner Persönlichkeit der Nachwelt bewußter werden als vielen Zeitgenossen der Gegenwart. In feiner Erscheinung erhält die Ruhmeshalle unserer Geschichte «inen neuen Zeugen der Größe der deutschen Nation!

Adolf Hitler.

Ser MchttriegSmilitster an -ie Wehrmacht

Berlin, 20. Dez. Zum Tode General Ludeudorffs «läßt der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehr­macht nachfolgenden Appell:

Soldaten der deutschen Wehrmacht!

Der erste Generalquartiermeister im Weltkrieg, General Lndendorff, ist zur große« Armee abberufe« worden.

Ein großer Deutscher und ein großer Soldat ist von uns «egang.

Sein Leben war ein leidenschaftlicher Kampf für Deutsch­land. Dieser Kampf galt in der Vorkriegszeit der Stärkung »nserer Wehrkraft, im Kriege dem Siege der Waffen, später der Freiheit des Reiches und der Einheit der Nation.

Als Heerführer, Organisator und als mitverantwortlicher Feldherr hatte er wesentlichen Anteil am innerem und äußeren Aufbau der Vesten Armee der Weltgeschichte. Mit Hindenburg führte er dieses Heer zu Siegen von klassischer Größe. I« den letzten schweren Jahren des Krieges war er die Seele und der Wille aller ehrliebenden Deutschen. Auch in der Niederlage hielt er die eigene und die Wasseuehre der Armee rein. Bor Lüttich aber und beim Marsch zur Feldherrnhalle am 9. Nov. 1923 vereinten sich Gedanke und Tat, Haltung und persönlicher Einsatz zu heldenhaftem Vorbild.

Solange es deutsche Soldaten gibt, wird General Ludendorff sortleben als eine der größten Gestalten preußisch-deutschen Soldatentums.

Die Wehrmacht des Dritten Reiches hält ihm die Treue. A« feiner Bahre senken sich unsere Fahnen in stolzer Trauer, in Dankbarkeit und Ehrfurcht.

Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht gez. von Blomberg Generalfeldmarschall.

Flaggen auf halbmatt!

Berlin, 29. Dez. Der Reichs- und preußische Mini­ster des Innern gibt folgendes bekannt:

Aus Anlaß des Todes des Generalquartiermeisters des Weltkrieges, General der Infanterie Ludendorff, setzen die staatlichen und kommunalen Verwaltungen und Betriebe, die sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffent­lichen Rechts und die öffentlichen Schulen im ganzen Reich am Beisetzuugstage die Flaggen aus Halbmast. Der Bei­setzungstag wird noch bekanntgegeben werden.

Gleichzeitig weist der Reichspropagandaleiter der NSDAP., Dr. Goebbels, sämtlicheDienststellenderNSDAP. und alle angeschlossenen Verbände an, am Tage derBei- setzung Halbmast zu flaggen.

Der Reichsminister für Volksausklärung und Propaganda ruft das deutsche Volk auf, am Tage der Beisetzung an den Häusern Trauerbeflaggung zu setzen.

München im TranerschmuL

München, 29. Dez. Die Nachricht vom Ableben des Generals Ludenvorff, des großen Feldherrn des Weltkrieges, wurde in München, wo er die letzten schmerzlichen Wochen seines bedeut­samen Lebens verbrachte, in den frühen Mittagsstunden bekannt. Ueberall bildeten sich Gruppen von Volksgenossen, die mit tie­fer Anteilnahme den Tod Ludendorffs besprachen.

Bald nach Bekannrwerden der Todesnachricht war auf den Baulichkeiten der Wehrmacht, vor allem auf dem Generalkom- maudo des VH. Armeekorps, das dem Josefinum in der Schön­feldstraße gegenüber liegt, die Reichskriegsflagge auf Halbstock gesetzt worden. Kurze Zeit später setzten auch die Gebäude der Partei, des Staates und der Hauptstadt der Bewegung die Fahnen auf Halbmast. Auf den großen öffentlichen Plätze» wurden an hohen Masten Fahnen mit Trauerflor aufgezogen. Auch die Privathäuser haben Trauerbeflaggung angelegt.

Im Josefinum, wo die sterblichen lleberreste des Generals vorläufig noch aufgebahrt find, ist in de« untere« Räumen des Hauses eine Beileidsltste aufgelegt, t« di« sich bereits zahlreiche bekannte Persönlichkeiten eingetragen habe«.

Generalfeldmarfchall von Blombergs Velleid

Reichskriegsminister Generalfeldmarfchall v. Blomberg sandte an Frau Ludendorff folgendes Beileidstelegramm:

Tief ergriffen durch die Nachricht vom Ableben ihres Ge­mahls spreche ich Ihnen meine aufrichtige und herzliche Teil­nahme aus. Mit mir steht die Wehrmacht in tiefer und stolzer Trauer an der Bahre eines Soldaten und deutschen Mannes, der für alle Zeiten zu den großen Gestalten der Geschichte gehört.

Dr. Goebbels an Drau Lndendorff

Zu dem schweren Verlust, den Sie durch den Tod Ihres Mannes, des großen Feldherrn Erich Ludendorff, erlitten haben, spreche ich Ihne» mein aufrichtigstes und herzlichstes Bei­leid aus.

Das ganze deutsche Volk nimmt an Ihrem Schmerz innigsten Anteil. Der Name des Verstorbenen wird die Zeit überdauern.

Eörlng zum Lode Lv-err-orsts

Perlt«, 20. Dezember. Ministerpräsident Generaloberst Göring hat zugleich im Namen der deutschen Luftwaffe der Witwe des verstorbenen Feldherr« Ludendorff in einem herzlich

gehaltenen Telegramm sein Beileid ausgesprochen.

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Das Bettel- -es I. Armeekorps

Königsberg, 21. Dez. Der Kommandierende General des l. Armeekorps und Befehlshabers im Wehrkreis I, General der Artillerie v. Küchler, hat an Frau Mathilde Ludendorff fol­gendes Beileidstelegramm gesandt:

In Ehrfurcht und Trauer flehten mit mir die Truppen des I. Armeekorps an der Bahre des Feldherrn Ludendorff, der 1914 und 1918 die ostpreußische Heimat von russischer Uebermacht be­freite. Der Name des Feldherrn ist den ostpreußischen Soldaten Vermächtnis und Verpflichtung.

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Bettel- -es -eutfchen Lan-volkes

Berlin, 21. Dez. Anläßlich des Todes des Generals Luden- Lorff hat der Reichsbauernführer R. Walter Darrä Frau Mathilde Ludendorff seine herzlichste und aufrichtigste Anteil­nahme ausgesprochen. In einem Handschreiben des Reichs­bauernführers heißt es:Das ganze deutsche Landvolk wird heute mit tiefer Trauer die Nachricht vom Scheiden des großen Feldherrn, des Erretters der deutschen Scholle, vernehmen.

Dle Ammfeler für General Lu-en-orff

Berlin, 29. Dez. Der Staatsakt für das Staatsbegräbnis des Generals der Infanterie a. D. Ludendorff findet am Mittwoch, den 22. Dezember 1937, um 19 Uhr in München (Feld­herrnhalle) statt. Diejenigen Offiziere und Beamten der alten Wehrmacht im Generalsrang, die in näherer dienstlicher oder persönlicher Beziehung zu dem Verstorbenen gestanden haben und die beabsichtigen, an dem Staatsakt teilzunehmen, werden gebeten, ihre Teilnahme sofort telegraphisch anzumelden und zwar an das Generalkommando des VII. Armeekorps, Mün­chen. Auskunft und Kartenausgabestelle der Kommandantur München im Hauptbahnhof München. Ohne Anmeldung ist eine Teilnahme am Staatsakt nicht möglich.

Das Staatsbegräbnis des Generals Ludendorff

München, 21. Dez. Das Staatsbegräbnis des Gene­rals der Infanterie Erich Ludendorff nimmt folgenden Verlauf:

Mittwoch, den 22. Dezember früh, öffentliche Aufbahrung am Siegestor.

19 Uhr: Staatsakt. Ueberführung vom Siegestor zur Feldherrnhalle, wo die Trauerparade (2 Bataillon Infanterie, eine Artillerie-Abteilung, eine Abteilung Marine, ein Bataillon Luftwaffe) unter Führung des Generalmajors van Ginkel stattfindet.

Spalierbildung der Wehrmacht und Gliederungen der Par­tei zu beiden Seiten der Ludwig-Straße.

Rede des Reichskriegsministers.

Kranzniederlegung des Reichskriegsministers, des General- feldmarfchalls v. Mackensen, der Oberbefehlshaber der Wehr­machtsteile und der besonders bestimmten Abordnungen.

, Marsch der Trauerparade durch Residenz- und Diener-Straße, Rindermarkt, Sendlinger-Straße, Sendlingertor-Platz, Lind­wurm-Straße. Von dort Uebernahme des Sarges durch moto­risierte Staffeln und Fahrt nach Tutzing.

Trauerakt im Hause Ludeudorffs. (Engster Familienkreis).

Beisetzung im Friedhof Tutzing unter militärischen Ehre«.

Zum Staatsakt an der Feldherrnhalle können infolge Raum­mangels nur Karten an geladene Gäste ausgegeben werden.

Litdestdorffs Totenmaske abgensmmen

Mittags hat im Josefinum, in dem General Ludendorff ge­storben ist, der Münchener Akademieprofessor Bildhauer Bern­hard Bleeker (München) die Totenmaske des Feldherrn ab­genommen.

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MW- vom Fel-Herrn

Mittwoch zwischen 6 und 9 Uhr ist die Möglichkeit gegeben, an dem Sarg des verewigten Feldherrn an dem Siegestor vor­beizudefilieren und auch Kränze niederzulegen.

Zugang von der Akademie-Straße. Ausgang Schack-Straße.

Außerdem hat die Bevölkerung Gelegenheit, hinter dem Ehrenspalier der Wehrmacht und den Gliederungen der Partei zwischen Siegestor und Vrienner-Straße bezw. zwischen Hof­garten- und Max-Ioseph-Platz und Lindwurm-Straße die letzte Ehre zu erweisen.

Nr. 29«

.Der Gegenwart größtes militärisches Genie«

Die gesamte Auslandspresse einig in der Anerkennung der überragenden Feldherrneigenschasten Ludendorfss Wien, 29. Dez. Die gesamte Presse widmet Ludendorff aus­führliche Nachrufe. Dabei wird vor allem auf die Bedeutung des Verstorbenen als Soldat hingewiesen. Die amtl.Wiener Zeitung'^ schreibt, Erich Ludendorff sei eine Individualität be­sonderer Prägung gewesen. Er werde in der Geschichte des deutschen Volkes fortleben. DieNeue Freie Presse" unter­streicht vor allem die großartigen Leistungen Ludeudorffs in der Schlacht bei Tannenberg und den ungeheuren Willenseinsatz bei der Frühjahrsoffensive 1918.

Budapest, 29. Dez. Zum Tode Ludendorffs bringt der Pester Lloyd" aus der Feder des Feldmarschalleutnants a. D. von Subay einen sehr warm gehaltenen Na<himf, in dem die geschichtlichen Verdienste des Verstorbenen im Weltkriege, sein reines, heldenhaftes Soldatentum und seine außerordentliche Befähigung eindringlich geschildert werden. In dem Nachruf heißt es, mit der ersten Waffentat des Weltringens, dem Hand­streich aus Lüttich, sei bereits der Name des damaligen Gene­ralmajors Ludendorff eng verbunden. Ludeudorffs Persönlich­keit habe im Kriege gleich bei dem ersten Gefecht das gehalten, was er im Frieden versprach. Mit dem Geschehen der langen Jahre des großen Krieges sei kaum ein Einzelschicksal enger ver­bunden als das dieses Mannes, den ein gütiges Geschick in der Nacht des 23. August 1914 mit dem damaligen General v. Hin­denburg zusammen als Retter nach dem bedrohten Osten ent­sandte. Ludendorff habe nur für die Armee, für den Krieg gelebt, dessen ganzen Ernst niemand so sehr verstanden habe, wie er. Seinem offenen soldatischen Denken seien alle poli­tischen Machenschaften der großen Aufgabe gegenüber bedeu­tungslos erschienen.

Rom, 29. Dez. Die römischen Abendblätter veröffentlichte« überaus sympathisch gehaltene Nachrufe, in denen die große« Verdienste und die überragenden Fähigkeiten des früheren Eene- ralstabschefs der deutschen Armee während des Weltkrieges eine eingehende Würdigung erfahren. Uebereinstimmend wird be­tont, daß es ihm noch vergönnt war, den Wiederaufstieg Deutsch­lands zu neuer Größe zu erleben. An der Bahre des große« Feldherrn neige sich das mit Deutschland befreundete italienische Volk in Ehrfurcht. Die norditalienischen Abendblätter wür­digen in ihren Nachrufen für Ludendorff vor allem seine große« militärischen Verdienste und besonders die endgültige militärische Besiegung Rußlands.

Amsterdam, 21. Dez. Der Tod General Ludendorffs findet in der holländischen Presse stärkste Beachtung. Alle Blätter bringen ausführliche Würdigungen des Lebenswerkes des großen Feldherrn und gehen besonders auf seine überragende Rolle während des Weltkrieges ein.

London» 29. Dez. Die Londoner Abendpresse berichtet in großer Aufmachung und ausführlich über den Tod Ludendorffs. Alle Zeirungen bringen Bilder des Verstorbenen. Dazu gebe« sie ausführliche Schilderungen der militärischen Laufbahn des rzeldherrn unter Hervorhebung der bedeutenden Rolle, die ihm im Kriege zufriel. Die Blätter erwähnen weiter die Tätigkeit Ludendorffs nach dem Kriege u. a. die Teilnahme am Marsch nach der Feldherrnhalle am 9. November 1923. Auch das Bei­leidstelegramm des Führers an Frau Ludendorff wird von den meisten wörtlich veröffentlicht.

Paris, 29. Dez. Die gesamte Abendpresse widmet dem ver­storbenen deutschen Heerführer Ludendorff ausführliche Lebens­beschreibungen. Außer Schilderungen seiner militärischen Lauf­bahn bringen die Blätter Berichte über Ludendorffs Tätigkeit nach dem Kriege und weisen besonders auf seine Teilnahme an dem Marsch auf die Feldherrnhalle am 9. November 1923 hi«.

Stockholm» 2V. Dez. Die Nachmiltagsblätter bringen die Nachricht von dem Hinscheiden Ludendorffs in großer Auf­machung und widmen ihm ausführliche und in hohem Maße anerkennende Würdigungen aus den Federn ihrer militärische« Mitarbeiter. ImNya Daglight Allehanda" heißt es u. a., mit Ludendorff sei einer der hervorragendsten Männer des Welt­krieges aus dem Leben geschieden. Es sei stets schwer, zwischen historischen Persönlichkeiten Vergleiche anzustellen,' wolle man jedoch Ludendorff nicht an die erste Stelle aller Heerführer des Weltkrieges fetzen, dann gebe es keinen anderen, den man vor ihn stellen könnte. Sowohl als Stratege wie auch als Taktiker sei er unübertroffen gewesen. Es sei nicht zutiel gesagt, wird imAftonbladet unter anderem erklärt, daß mit Ludendorff der Gegenwart größtes militärisches Genie und hervorrageno- ster Heerführer verschieden sei. Der Name Ludendorff sei stark umstritten gewesen, denn er sei allezeit ein Kämpfer von großem Format und ein Mensch gewesen, der stets rücksichtslos den ge­raden Weg verfolgt habe. Er sei logisch und streng in der Beweisführung gewesen und sei niemals einem Gegner aus­gewichen. Das seien auch die Haupteigenschaften, die ihn als Krieger und Feldherrn auszeichneten.

Warschau, 20. Dez. Die Warschauer Mittags- und Abend­presse berichtet ebenfalls über den Tod Ludendorffs.Kurjer Czerwony" bringt am Kopfe seiner ersten Seite das Bild des Feldherrn. Die polnische Telegraphenagentur hebt feine Bedeu­tung für die deutsche Armee während des Weltkrieges hervor und betont, daß er an dem Marsch des Führers auf die Feld­herrnhalle teilgenommen hat.

Washington, 29. Dez. lieber Ludeudorffs Tod berichten die Washingtoner Blätter mit großen Schlagzeilen. Obwohl sich im Weltkrieg aller Haß und tiefe Erbitterung gegen ihn richte­ten, erblickt die amerikanische Oeffentlichkeit in ihm einen dev großen militärischen Führer Deutschlands,

Rio de Janeiro, 20. Dez. Die brasilianischen Blätter ver­öffentlichen ausführlich die aus Deutschland kommenden Nach­richten über den Tod Ludeudorffs und bringen zahlreiche Bil­der des Feldherr».Elobo nennt ihn in einer Ueberschrist de« Heros im Kriege". Mit Ludendorff sei einer der bedeutend­sten Männer aller Zeiten Äahingegangen.

Rruer Angriff Edens gegen Zlalleo

Audienz des Außenministers beim König

London, 2V. Dez. Außenminister Eden richtet« heute überraschend einen neuen Angriff gegen Italien. Auf eine Anfrage eines Labour-Abgeordneten im Unter­haus beschuldigte Eden in seiner Antwort Italien, daß es im nahen und mittleren Osten politische Einflußnahme ver­suche. Er habe deswegen kürzlich den italienischen Bot­schafter unterrichtet, daß es unmöglich sein würde, di« für die erfolgreiche Unterredungen zur Verbesserung der eng­lisch-italienischen Beziehungen notwendige Atmosphäre z> schaffen, falls diese Einflußnahme nicht abgestellt würde.

Unmittelbar nach den Erklärungen im Unterhaus begab sich Eden zum Buckingham-Palast, wo er von KSntg Georg in Audienz empfangen wnrde.