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i.Am Sonntag den 5. Oktober findet dieBanner-WeihedesPforzheimer Radfahrer-Vereins verbunden mit Straßenrennen statt. Nachmittags 2'/- Uhr bewegt sich der Corso vom Marktplatz durch die Deimlingstr., Gymnasiumstr., Altstädter Kirchenweg, Gartenstr.. östliche Karl-Friedrichstr., westl. Karl-Friedrichstr., Leopoldstr., Bleichste., Jahnstr., Calwerstr. nach dem Kupferhammer. Präcis 3 Uhr beginnt das Straßenrennen. Nach Schluß der Rennen : Lampioncorso nach der Stadt.

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Deutschland.

Heute am 1. Okt. ist Kaiser Wil­helm der Gast Wiens! Die Stadt hat sich auf das Herrlichste herausgeputzt und Alles wetteifert dort in gegenseitiger Ueber- bietung einer möglichst herzlichen Be- grüßung. Die wirtschaftliche Not, unter der ein großer Teil des Wiener Gewerbes

leidet, die politischen Kämpfe, welche wegen der Landtagswahlen für Niederösterreich bereits einen sehr bedenklichen Hitzegrad erreicht haben, die slavischen und die kleri­kalen Schulschmerzen, sie alle treten für einige Stunden zurück, um der Bevölker­ung vollen Raum zu gewähren^, dem hohen deutschen Gaste ihre Sympathien darzn- bringen. Wien will zeigen, daß nicht die Herrscher der beiden Reiche allein sich in wahrer Freundschaft und Herzlichkeit gegen­überstehen, sondern daß dem Bunde der Fürsten sich auch der Bund ihrer Völker geselle und daß auch hierin sich der Unter­schied scharf bemerkbar mache, welcher in den Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland bestehe. So gewinnt auch ein rein persönliches Ereignis, wie es der diesmalige Besuch unseres Kaisers in Oesterreich ist, politische Bedeutung.

Berlin, 1. Okt. Der König der Belgier trifft am 15. Oktober zum Be­suche des kaiserlichen Hofes ein. Die Bergmänner-Versammlung zu Neunkirchen (Saargebiet) richtete nach derVoss. Ztg." folgendes Telegramm an den Kaiser: Ew. Majestät geloben die hier versammel­ten Bergleute erneut unverbrüchliche Treue und Angesichts des Erlöschens des sozia- listengesetzes Fernhalten von allen Um­sturzbestrebungen." Der bekannte Af- rikareisende Georg Schwcinfurth ruft in derNat. - Ztg." die Hilfe edler Menschen­freunde für die unglückliche Schwester des Sultans von Sansibar, Frau Ruete, an und schlägt vor, die deutsche Regierung möge von der Ausgleichsumme, welche sie dem Sultan zahlen müsse, den Anteil der Schwester zurückbehalten.

Berlin, 1. Okt. Freiherr v. Soden reist am 12. Oktober von Brindisi nach Sansibar ab.

Berlin, 1. Okt. Die sieben großen Arbeiterfeste verliefen durchweg ruhig; nirgends kam es zu Konflikten mit Polizei oder sonstigen Störungen. Es mochten rund 40 000 Menschen in den 7 Sälen gewesen sein; im Lokal, wo Liebknecht sprach, waren allein 6000 Personen. Die gehaltenen Ansprachen langen natürlich äußerst sigesbewußt.

Hamburg, 1. Okt. Heute morgen ist mittels eines Wörmanudampfers die erste aus 8 Personen bestehende kathol. Mission nach Kamerun abgegangen.

In einem Brunnen des städtischen Wasserwerkes in Karlsruhe wurde am Dienstag die Leiche eines Knaben auf- aefunden. Die Leiche hat seit 14 Tagen in dem Brunnen gelegen, aus dem die Bewohner von Karlsruhe ihr Trink- und Gebrauchswasser beziehen. Der Brunnen wurde sofort außer Gebrauch gesetzt und ausgepumpt. Der Hals der Leiche war durchschnitten. Es scheint Selbstmord oder ein Verbrechen vorzuliegen. Der betreffende Brunnen ist solid mit Eisen abgedeckt und durch eine etwa 1 Meter über der Erd­oberfläche befindliche schwere eiserne sund stets geschlossene Fallthüre zugänglich.

Karlsruhe, 1. Okt. Vergangene Nacht brach in dem Luftkurort Schön - wald ein großer Brand aus, wodurch 12 Wohnhäuser zerstört und 21 Familien obdachlos wurden; Menschenleben sind nicht verloren.

Württemberg

Stuttgart, 1. Okt. Heute vormit­tag kurz nach 8 '/» Uhr kam das 2. württ. Feldart.-Regt. Nr. 29, Prinzregent Luitpold von Bayern, mit klingendem Spiel auf dem Rückmarsch von den Herbstübungen hier durch. Das Dragoner-Regiment Königin Olga Nr. 25 traf ebenfalls aus den Manövern in der Garnison Ludwigs- bürg ein. Die beiden Ulanen-Regimenter, welche au den Kavallerie-Manövern im im Elsaß teilnahmen, kehren morgen in ihre Garnisonsorte Stuttgart, bezw. Lud­wigsburg zurück.

Am 3. Oktober wird beim k. württ. Armeekorps eine weitereFeld-Ar- tillerieab teilung zu zwei fahrenden Batterien L 6 Geschützen aufgestellt, welche dem 2. Feldart.-Reg. Nr. 29 Prinzregent Luitpold von Bayern als IV. Abteilung hinzutritt. Hierzu giebt jedes Feldart.- Reg. eine alte, vollständig komplette Bat­terie ab und zwar das 1. Feldart-Reg. König Karl Nr. 13 die 4., das 2. Feldart.-Reg. Nr. 29. die 9. Batt.: der Stab dieser Abt. wird dagegen neu formiert. Die zur Ab­gabe kommenden beiden Batterien werden am 3. Okt. mit der Eisenbahn von Lud­wigsburg bezw. Ulm nach Gmünd be­fördert werden, wo die neue Abteilung vorläufig, d. h. bis zur Fertigstellung der in Ludwigsburg zu erbauenden Kaserne im Barackenlager, das in den letzten Wochen entsprechend in Stand gesetzt wurde, unter­gebracht werden wird.

Stuttgart. 29. Sept. In feiner in Cannstatt abgehaltenen Vollversamm­lung hat der Verein der württembergischen Gemeinde und Korporationsbeamten zur Verwaltungsreform Stellung genommen. Nach eingehender Begründung und längerer Diskussion wurden bezüglich des wichtigen Gesetzentwurfes eine Anzahl Resolutionen gefaßt, die sich u. A. gegen die Bestellung eines staatlichen Amtsverwesers, aber für die Lebenslänglichkeit der Ortsvorsteher ausspricht.

Um den Abgeordnetensitz für Besig­heim streiten sich, wenn auch Stadtschult­heiß Lehner wiederum zurückgetreten ist, jetzt immer noch nicht weniger als vier Kandidaten: Oekonom Essich von Bietig­heim (deutsche Partei), Finanzrat a. D. Klaiber in Stuttgart (konservativ), Rechts­anwalt Friede. Payer in Stuttgart (Volks­partei) und Schreiner Kittler in Heil­bronn (Sozialdemokrat). Daß 2 national­gesinnte Kandidaten einander den Rang streitig machen, ist zu bedauern. Viele Köche verderben den Brei, und in diesem Fall kann es so weit kommen, daß die nationalen Wähler bei der unvermeid­lichen Stichwahl nur noch zwischen Payer und Kittler wählen dürfen. Im Bezirk Tuttlingen scheint dagegen dem demo­kratischen Bruder und Gegenkandidaten des Tuttlinger Stadtschultheißen Storz ein demokratischer Gegenkandidat aus dem Städtchen Fridingen erwachsen zu wollen. Es ist merkwürdig wie viele Menschen, die am Biertische das große Wort zu führen pflegen, in sich den Beruf fühlen, als Gesetzgeber aufzutreten. Bei aller Achtung vor dem Charakter und dem guten W illen eines jeden Abgeordneten erscheint es doch nicht wünschenswert, daß die Mehr­heit unserer zweiten Kammer aus Männern