ständiger Gewerbetreibender von Berlin und dem ganzen deutschen Reiche das beste Mittel für die Erhaltung und Gesundung deS gewerblichen Mittelstandes. Sie betrachten diesen als die festeste Säule des Staates. In der weiteren Entwickelung der Rabatt-, Eonsum- und Beamtenoereine sowie der Ramschbazare und anderer großkapitalistischer Unternehmungen im Kleinhandel erblickt der Verbandstag eine ernste Gefahr für das Reich und fordert deshalb ge­setzliche Regelung dieser Frage. Der Centralverband er­klärt, eintreten zu wollen für Gründung gleicher Vereine der Gewerbetreibenden über daS ganze deutsche Reich, da­mit deren Vertreter in den gesetzgebenden Körperschaften Einfluß gewinnen."Der zwölfte Verbandstag der Bäckerinnungen Deutschlands erblickt iv dem immer weiter um sich greifenden Consumvereinswesen eine große, die all­gemeine wirtschaftliche Lage, insbesondere aber diejenige des Handwerks und des gewerbetreibenden Mittelstandes schwer schädigende Gefahr. Der Verbandstag beschließt, die hohe Staatsregierung zu ersuchen, das Gesetz betr. Er­werbs- und Wirtschaftsgenofsenschaftev derart abzuändern: 1) daß Consumvereine in eigenem Betriebe hergestellte Er­zeugnisse oder Produkte einer Produktivgen offenschast an Nichtmitglieder einer Consumvereinsgenossenschaft nicht verkaufen darf; 2) daß die Consumvereine, resp. solche Vereinigungen, deren wesentlicher Geschästszweck es ist, ihren Mitgliedern im Bezüge und Fabrikation von Waren Vor­teile zu verschaffen, zur Zahlung einer wirksamen Umsatz­steuer herangezogen werden.

Magdeburg, 16. Aug. Der Bäckertag nahm noch «inen Antrag über die Ausstellung einer Generalstatistik über Arbeitszeiten, Lohnverhältniffe u. s. w. an, um dar- zuthun, daß es nicht nötig ist, die Bäckerei unter Aus­nahmegesetze zu stellen. In der Lehrlingsfrag« wurde kein Beschluß gefaßt, aber entschieden jede Entschädigung an die Lehrlinge abgelehnt. Gegen tz 73 und § 74 der Ge­werbeordnung wird die Petition vorbereitet. Um 3 Uhr wurde die Sitzung geschloffen.

Berlin, 15. Aug. Bekanntlich hat die Deutsche Kolonialgesellschaft es in die Hand genommen, die Ueber- fiedelung deutscher Frauen und Mädchen nach Südwest­afrika zu erleichtern. Sie hat die Hinübersendung solcher Mädchen, welche bis zu ihrer Verheiratung vorläufig feste Unterkunft in deutschen Familien finden, aus ihren Mitteln bestritten. Zunächst traten im Noo. v. I. 12 Mädchen die Ausreise an, um dort in feste Stellungen zu treten. Dieser Versuch ist nach den Mitteilungen des Kaiserlichen Gouvernements durchaus geglückt; Herrschaften und Mäd­chen sind mit einander zufrieden und der größte Teil der­selben hat bereits Gelegenheit gehabt, sich zu verehelichen. Nunmehr ist seitens des Herrn Gouverneurs Leutwein der Deutschen Kolonialgesellschaft die Mitteilung zugegangen, daß wiederum eine größere Anzahl im Schutzgebiet ange­fiedelter Familien bereit sei, deutsche Mädchen in Dienst zu nehmen, sofern die Uebersahrtskosten von der Gesellschaft getragen würden. Die in Betracht kommenden Dienstherr­schaften werden durchweg vom Gouvernement empfohlen u. geben nach dessen Versicherung vollkommene Gewähr für gute Unterkunft und Verpflegung. Die Mädchen müssen von tadellosem Ruf, nicht über 30 Jahre alt, gesund und kräftig, in allen Hausarbeiten geschickt sein und dürfen sich auch vor derberer Arbeit nickt scheuen. Wegen der in Be­tracht kommenden Verhältnisse sollen Mädchen vom Lande oder aus einer kleinen Stadt den Vorzug erhalten. Die Bewerberinnen haben sich auf 2 Jahre zu verpflichten, doch kann der Vertrag bei einer Verheiratung vorher gelöst werden. Die Deutsche Kolonialgesellschast trägt die Kosten der Ueberfahrt bis zum Hafen des Schutzgebietes (Swakop- mund), von wo aus das Gouvernement für Fahrgelegen­heit und Begleitung nach dem Innern Sorge trägt. Die Kosten der Rückbeförderung werden gleichfalls von der Deutschen Kolonialgesellschaft getragen. Eme Bestimmung der Mädchen für die betreffende Herrschaft findet bereits in Berlin statt. Die Ausreise der Mädchen erfolgt im Okt. oder Nov. d. I. Geeignete Bewerberinnen müssen sich bei der Deutschen Kolonialgesellschaft, Berlin, Potsdamerstraße 22 a. möglichst bald unter Einsendung einer amtlich be­glaubigten Einwilligungserklärung ihrer Eltern bezw. Vor­münder, eines Leumundszeugnisses, einer ärztlichen Be­scheinigung über den Gesundheitszustand und einer Photo­graphie melden.

Berlin. 16. Aug. Während seines Dortmunder Auf­enthaltes soll der Kaiser dem Reichstagsabgeordneten Hilbeck gegenüber gesagt haben: Es sollten in der Bekämpfung der Sozialdemokraten alle Parteien einig sein. Er begreife deshalb nicht, wie neuerdings das Zentrum sich mit den Sozialdemokraten habe verbinden können. Der Kaiser habe dann das Gespräch auf das Gesetz zum Schutze der Arbeits­willigen gebracht und erklärt, daß die Parteien im Herbst in dieser Frage erneut Farbe werden bekennen müssen.

Berlin, 17. Aug. Dos Abgeordnetenhaus lehnte in 2. Lesung mit 212 gegen 209 Stimmen die Regierungsvorlage betr. den Dortmund-Rhein­kanal und die Ergänzungsbauten zum Dortmund- Ems kan al, sodann mit 228 gegen 126 Stimmen den Mittellandkanal ab.

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Rennes, 16. Aug. Dreyfus hat an Labori 2 Briefe gerichtet, worin er ihm seinen tiefen Schmerz über daS Attentat und zugleich die Hoffnung ausdrückt, seinen Verteidiger bald wieder in die Arme schließen zu können. Labori antwortete mit eingehenden Nachrichten über sein Befinden. Ein gestern nachmittag halb 6 Uhr ausge- gebenes Bulletin über das Befinden Labori bezeichnen den Zustand desselben trotz Vorhandenseins eines leichten

Fiebers als befriedigend. Labori erhielt in den letzten Tagen zahlreiche Beileidstelegramme von Ministern, Depu- tirten, Senatoren und Schriftstellern. Auch der Sohn des ehemaligen Präsidenten Carnot hatdem beredten Apostel und dem Märtyrer der Gerechtigkeit und Wahrheit" seine Sympathie und sein Beileid übermittelt. Die an La­bori mit Röntgenstrahlen vorgenommrne Untersuchung ergab, daß die Lunge nicht verletzt ist. Die Kugel ist in das Gelenk einer Rippe und dem Querfortsatz deS Rückenwirbels eingedrungen. Sie ist etwas abgeplattet. Es wird sich heute Herausstellen, ob eine Operation un- ausschieblich ist. Labori möchte sie am liebsten bis nach dem Prozeß aufgeschoben wissen. Rechtsanwalt Mor- nard, der Verteidiger Dreyfus vor dem Kaffationshofe, trifft heute hier ein zur Unterstützung Demanges. Er wird überhaupt die Stelle Laboris einnehmen, falls die Operation als unaufschieblich erklärt wird.

Rennes, 17. Aug. Der Zustand Laboris hat sich ein wenig verschlechtert. Gestern trat Fieber ein, das noch nicht geschwunden ist. Labori hatte Schlaf. Zu Besorg, nifsen liegt kein Anlaß vor.

Rennes, 16. Aug. Das Kriegsgericht hat, wie schon berichtet wurde, den Vertagungsantrag des Verteidigers Demange abgelehnt. Gestern wurden der ehemalige Justiz­minister Guerin und der ehemalige Kolonialminister Lebon vernommen, hierauf die Witwe des Obersten Henry. Von besonderer Bedeutung waren die Aussagen des Generals Roget, welcher einer dreistündige Anklagerede gegen Drey- sus hielt. Ec sprach mit großer Sicherheit und Leichtig­keit. Roget erklärt, daß gegen Esterhazy absolut kein be­lastendes Argument vorliege. Die neuerdings aufgestellte Behauptung der Komplizität zwischen Henry und Esterhazy glaubt er durch eine einzige Bemerkung entkräften zu können: durch die Bemerkung, daß Henry selbst das Bor- dereau, durch welches der Verrat erwiesen wurde, dem Kriegsministerium überbracht habe. Roget sagt ferner: Wenn Esterhazy selbst hierher käme und sagte, er habe das Bordereau geschrieben, würde ich es nicht glauben! Das Bordereau kann nicht von ihm sein, weil er sich die darin aufgezählten Dokumente nicht verschaffen konnte. Roget, seine Stimme erhebend und auf Dreyfus zeigend, sagt: DaS Bordereau ist von Dreyfus geschrieben! DreyfuS lächelt, rührt sich aber nicht. Nachdem General Roget für heute geendet, springt Dreyfus auf und ruft mit thränen- erstickter Stimme:Seit drei Stunden höre ich gegen mich die abscheulichsten Anklagen Vorbringen und darf nicht ant­worten! Niemals hat ein Angeklagter eine solche Folter auSgestanden. Das ist entsetzlich!" Schwaches Bravo im Auditorium. Der Präsident antwortet kühl und hart: Er könne eine solche böswillige Insinuation nicht dulden. Nie­mals habe ein Zeuge die Barre verlassen, ohne daß der Präsident vorher den Angeklagten gefragt habe. Er fordert Dreyfus auf, sich respektvoller gegen das Kriegsgericht zu be­nehmen. Die nationalistischen, Dreyfus feindlichen Blätter betonen, daß die Zeugenaussagen des Generals Roget auf die Mitglieder des Kriegsgerichts einen entscheidenden Ein- druck gemacht haben, und äußern die Ansicht, daß die abermalige Verurteilung des Hauptmanns Dreyfus außer Zweifel stehe.

Paris, 16. Aug. Wie dis Blätter melden, sind Briefe des Herzogs von Orleans und seiner Pariser Vertrauensmänner von der Polizei beschlag­nahmt worden. Aus diesen geht hervor, daß zwischen den amtlichen Vertretern des Herzogs und den Führern der Nationalisten seit einem Jah-e Verhandlungen gepflogen seien und daß die Anhänger des Herzogs bei Ausständen Geld gegeben haben, um Unruhen anzustisten.

Paris, 17. Aug. Gestern Abend begab sich eine Kompagnie republikanischer Garde vor die Wohnung Guerins. Ihre Offiziere trugen Revolver in den Gürteln und waren begleitet von 7 Trommlern, die, sobald die Regierung heute den Befehl giebt. durch Trommelwirbel das Angriffszeichen zum Sturme auf das Haus geben.

Brüssel, 17. Aug. DemSoir" zufolge ist der ehe­malige italienische Militärattache in Paris, Oberst Paniz- zardi entschlossen, seine Demission einzureichen, wenn man ihm verbieten sollte, dir Ausschlüffe über die Dreyfus-Affaire zu verschaffen. Panizzardi soll hierzu die Zustimmung mehrerer Minister haben. Die Entscheidung der italienischen Regierung dürfte nach voraussichtlicher Uebereinkunst mit Deutschland erfolgen.

Antwerpen, 17. Aug. Ein hiesiges Blatt versichert, von einem russischen Militärattache erfahren zu haben, daß man in französischen Militärkreifen sich bemühe, Dreyfus mit einer Stimme Mehrheit zu verurteilen. Die auf diese Weise hervorgerufenen Zweifel könnte man alsdann benutzen, um Dreyfus frei zu lassen. Dieser wäre alsdann für immer moralisch vernichtet und das Ansehen des Generalstabes wäre gerettet.

Petersburg, 18. Aug. Die Regierung hat gegen den revolutionären Geist unter den russischen Studenten strenge Maßregeln getroffen. In der vorigen Woche hat der Zar einem auf die Studenten bezüglichen sehr einschnei­denden und eigentümlichen Beschlüsse der Minister des Innern, des Unterrichts, der Landwirtschaft, der Finanzen, des Kriegs und der Justiz seine Sanktion erteilt. Danach sollen künftig alle Studenten, welche innerhalb oder außer­halb der UniversitätS- bezw. Unterrichtsgebäude Unordnung anstiften, oder welche sich hartnäckig weigern, bis zum erbst ihre Studien wieder auszunehmen, für ein bis zwei ahre in die Armee gesteckt werden. Die Entscheidung hierüber steht den UniversttätSbehörden zusammen mit den Ministern des Kriegs, der Justiz und des Innern zu. Der betreffende Student wird zuerst vernommen, und wenn er sich weigert Rede und Antwort zu stehen, ohne weiteres

Verhör verurteilt. Das Urteil geht dann an den betr. Minister, gegen dessen Entscheidung es keinen Appell giebt» -j-In der Republik San Domingo hat. wenn die neuesten Nachrichten richtig sind, die Regierung den Aufständischen eine große Schlapve beigebracht. Nach Telegrammen auS Puerto Plata soll bei der Regierung der Domingianischen Republik auf der Insel Haiti die Meldung eingegangen sein, daß die Regierungstruppen die Aufständischen vollständig geschlagen und vernichtet hätten. Die Regierung betrachte den Sieg als das Ende des von General Jimenes angestisteten Aufstandes.

Prätoria, 17. Aug. Die Regierung ordnete öffent­liche Gebete an für die Aufrechterhaltung deS Friedens.

Kleinere Mitteilungen.

Pfeffingen OA. Balingen, 17. Aug. (Korr.) In vergangener Nacht entleibte sich die auch in weiteren Kreisen bekannte ca. 50 Jahre alte Frau Lammwirt Jacob Bitzer Witwe aus unbekannter Ursache durch Erhängen. Vor noch nicht langer Zeit verkaufte dieselbe ihren Gafthof, der zu den frequentiertesten des hiesigen Ortes zählt, um einen guten Preis.

Cannstatt, 16. Aug. (Korr.) Gestern abend 6 Uhr ereignete sich l. Neckarbote in einem Gandbruch an der Haldenstraße ein schwerer Unglücksfall. Zwei Ar­beiter, die mit Sandgraben beschäftigt waren, wurden plötz­lich von herabstürzenden Sandmaffen verschüttet. Der eine konnte nur als Leiche geborgen werden, der andere soll beide Füße gebrochen haben.

Kicchheim, 15. Aug. (Korr.) In letzter Zeit sind mehrfach Diebstähle von Frühobst in hiesigen Gärten vor­gekommen. Da ja der Ertrag Heuer an und für sich ein sehr geringer ist, wird dies von den Geschädigten umso- mehr empfunden. Die Entdeckung der Thäter ist sehr zu wünschen.

Göppingen, 16. Aug. (Korr.) Heute Vormittag */,11 Uhr fiel im Neubau deS Wirts Bronnenmaier das Kellergewölbe ein und begrub 4 Arbeiter, von denen einer sehr schwer und 3 weniger schwer verletzt sind. Der Schwer­verletzte wurde in das Krankenhaus verbracht. Werkmeister des Neubaus sind Friedrich Maun und Karl Marquer.

Großküchen, 16. Aug. (Korr.) Schon wieder hat es bei uns gebrannt. Die Wirtschaft des Georg Brenner zum Hirsch ist gestern abend 10 Uhr in Brand geraten. Hoffentlich gelingt es diesmal, des Brandstifters habhaft zu werden.

Neckarkröningen, 17. Aug. (Korr.) Heute früh */,4 Uhr entstand lt. Ludwigsburger Zeitung in dem Mühle­anwesen von A. Martin Witwe auf bis jetzt unaufgeklärte Weise Feuer, welches sich, genährt durch die großen Mehlvorräte, überraschend schnell ausbreitete, so daß in verhältnismäßig kurzer Zeit das ganze Mühleanwesen samt angebautem Wohnhause vollständig niederbrannte. Der Obermüller, sowie ein Dienstmädchen trugen bedeutende Brandwunden davon und mußten in das Privatkranken­haus nach Ludwigsburg verbracht werden; die Besitzerin der Mühle konnte nur mit großer Mühe gerettet werden.

Altshausen, 17. Aug. (Korr.) Einem armen Manne, Vater einer zahlreichen Familie, wurde gestern eine Ziege aus dem verriegelten Stalle gestohlen, dieselbe ca. 100 m weit fortgeschleppt und dann dem armen Tier mehrere Stiche an Kops und Hals beigebracht. Zum Schluffe schnitt der ruchlose Thäter dem Tier das Euter entzwei. Das Tier wurde gestern früh nach längerem Suchen an der Bahn­hofstraße im Straßengraben verendet aufgefunden.

Altshausen, 18. Aug. (Korr.) Den angestrengten Bemühungen des hier stationirten Landjägers Renz gelang es, den Thäter des ruchlosen Bubenstücks (widernatürliche Unzucht und schändliche Tierquälerei an einer Ziege) in der Person des Karl Eberle von Leinstetten (Sulz), in dem benachbarten Stuben in Dienst, zu ermitteln. Gestern wurde derselbe an das K. Amtsgericht Saulgarr eingeliefert. Für solche unmenschliche und gefühllose Fälle wäre Prügelstrafe die angezeigteste.

Vom See, 18. Aug. (Korr.) Letzten Sonntag verlor ein Stuttgarter Herr auf dem Pfänder bei Bregenz sein Portemonnaie mit einem Inhalt von ca. 200 Nach langem Suchen fand dasselbe ein armer Junge und erhielt von dem betr. Herrn als Dank ein altes Stück Kipfbrot im Wert von 3 --Z, das der noble Herr in der Rocktasche bei sich führte.

Lahr, 18. Aug. (Korr.) Hier schüttete ein Dienst­mädchen Petroleum ins Herdfeuer, die Kanne explodierte und im Nu stand das Mädchen in Hellen Flammen, die sich auch auf das andere Küchenmädchen übertrugen. Dieses hatte die Geistesgegenwart, sich sofort auf dem Boden zu wälzen und so das Feuer zu ersticken, das brennende Mädchen aber stürzte laut schreiend die Treppe hinunter, beinahe noch ihre Herrin mit ansteckend, auf die Straße. Hier gelang es dem herbeigeeilten Herrn Stabsarzt das Feuer durch übergeworfene Decken zu löschen, wobei er selbst alle Finger verbrannte. Das Mädchen wurde in schrecklichem Zustande ins Spital gebracht.

Breslau, 16. Aug. Dir Gefahren des Blitzes und des Relativsatzes. DieSchlesische Zeitung."In Flo­rentinengrube traf ein kalter Schlag die Wohnung des Bergoerwalters Drewitz, der an der Wasserleitung herunter» ging, dieselbe beschädigte, aber sonst kein nennenswertes Unheil anrichtete." Von einer ganz ähnlichen eigentümlichen Wirkung des Blitzes auf einem von ihm getroffenen Menschen wird aus Kitzingen berichtet. DieKitzinger Zeitung" teilt darüber mit:Bei dem Gewitter, welches gestern abend 9 Uhr über unsere Stadt hinzog. schlug der Blitz in das Haus des Oekonomen August Voit in Sulzfeld ein. Der­selbe zersplitterte einen schweren Dachsparren, fuhr durch