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Dcr Schaden ist zu etwa 100,000 fl,
dem Regierungsblatt oder auf eine
sonstige Weise zu verschaffen, damit er Die Tabellen bei mir drucken lassen könne. Tie st wurde ihm zugesagt mii dcr Bemerkung, bast der Hr. Stavt- schuldhcist Vas Regierungsdlaik (weil gerade Gemeinde,arhsstzung war und er ,olcbes tuaua le) ,n Hände» habe, verweilst wolle er jedow zu Rwinius
schafilichcn Geflnnungcn, ja selbst Be» rkeuruiigeii, ungefähr paßt wie die Haust aufs Auge. — — 8npioitti >nt. Dies ist mein erstes und zugleich leztes Wort in dieser Angelegenheit, selbst ans später Ihrerseits etwaig beliebte Randbemerkung » h,n.
Calw, 14. Jan. >»56.
Buchdrucker Hammer.
geschäzt, und der Erndteertrag Mancher reichte nicht einmal mehr zur Saat hin; nur Einzelne erndtete» so viel, als zu ihrem unmittelbaren Unterhalt erforderlich ist, und eS läßt std die große Noth, welche in dieser Gemeinde herrscht, wohl denken.
Unter Beziehung aus die Bitte des
gemeinschatlliche» Amts daselbst, vom schicken und ihn um ei» Formular bil 8. d. Mts, Schwab. Kronik Nro 11 teil Jezl eist kam Häusler zu mir stelle ich nun an alle Einwohner der um wegen dem sosoitigen Truck der Stadl und des Beziiks Calw, die sich Tabellen Rücksprache zu nehme»,, und bewogen suhlen, zur Erleichterung die- begab mich hieraus selbst — und zwar ser Noth, Gaben zu reichen, das drin lohne allen Hehl — zu Hrn. Bahm, gcnde Ersuchen, solche mir zur weiten, um ganz einfach das vorgeschriebcne Vermittlung zusenden zu wollen Hormular aus dem Regierungsblatt hcr- Die guiigst eingehenden Beiträge auszunehmen, denn bekanntlich steht es werde ich seiner Zeit in diesem Blatte hier nicht »ur für Sie, sondern auch für veröffentlichen. Mich und alle andernBuchdrucker zur treien
Den 14. Jan. 1856 Benstzung. Hr. Bahm kam mir mit der
Nevisionsassistent des K OberamiS korvialsten Bereitwilligkeit entgegen Ziegler. »nd sagte auch mir, er hätte iiberdieß
wegen einem Formular noch erlra zu Abschrift. Ähnelt geschickt, da zudem in Ihrem
Berichtigung nach dem G>sez vom 26. Blatt die Ankündigung derselben schon '."ugust 1849 ans den in Rio. 3 d. erfolgt sei.
Bl. von Hrn. Riviniuö an mich gc-j Dieß ist der wahre Verlaus dieser richteten offene» Blies. großmä l tigen Angelegenheit, die Sie
Hr. Ri-.'inins! >'o enrsezlich in Haeiiisch brachte, und
Auf Ihren offene» —nebenbei gesaal hätten Sie sich bei mir davon uder- kleinlichen — Biies gebe ick nachstehenden zeugt, wozu Sie an eben dem für Sie wahren Sachverhalt: bekanntlich woll-so ärgeilichen Dienstag bei ihrer Ante Duchbinker Häusler von hier bei Wesenheit in meinem elterlichen Hause Ihne» durch seinen Lebiling ei» giöste- — die keine ungefähre war — die be- res Quantum der neu augeoidnele» ste Gelegenheit gehabt hätten, so lviir- Schulbllagpiotokolle abholen lasse», de Ihr Unheil nicht voreilig, nicht ge-^
bekam aber die barsche Antwort: hässtg, wie leict t zwischen den Zeilen „Was, der Häusl.r will Tabellen? Ihres Briefs zu lesen ist, ausgefaUciv Sag nur deinem Meister, da wird sein. Wenn Sie mich seiner aus eine iiichts daraus! Sag ihm nur, wer- zwar vermukelte, aber doch wenig ver- de für das ganze Oberamt die-bliunte Weise des Brodneidis u. s. w. selbe» besorgen, er brauche fei-beschuldigen wollen, so kann ich Ihnen ne." Da nun Häusler bereits Aus- die Versicherung geben, daß ich davon träge zu solche» Büchern balle, und frei bin, iiberdieß geht aus dem SaL- nicbt gewöhnt ist, sich von Buchdrucker verhalt, namentlich aus Ihrem Beneh- Rivinius eine» Hemmschuh in der men gegen Häusler hervor, daß mir!
Ausführung seines Geschäfts anlegen wenigstens jenes Prädikat nicht ge- zu lassen, so ging derselbe zum Stadt-lbührt. Man wird vielmehr aus JH-> . ^ _ . .
schulvheißenamt, in der Meinung, daß,ren Aeußerungen gegen Häusler zu, Jure, bekam aber nicht
Der gestohlene Brautschaz.
(Fortsezung).
„Dcr Mensch hat einen Offizier bestohlen."
„Ich weiß es, Herr General."
„Um zwvlftausend Thaler!"
„Ich weiß es, Herr General."
„Dcr Lieutenant von Marenstcrn ist ein sehr braver Offizier." .
Der Auditeur verbeugte sich wieder schweigend.
„Seine Braut ist die Tochter eines meiner bravsten Freunde."
Wieder eine Verbeugung des Auditeurs
„Die zwölftausend Thaler sind noch nickt wieder da."
„Ich habe es gehört, Herr General "
„Auditeur, ich verlasse mich auf
Der Auditeur verstand die Worte. „Ich werde thun, was in meinen Kräften steht, und —"
„Brav, Auditeur."
„Und was die Geseze gestatten." „Versteht sich."
Der Auditeur ging, nahm die Akte» mit, las sie sorgfältig durch, inquirir-
dort ein solches Formular vorliege Dort wurde Häusler erwiedert, daß man noch kein derartiges Formular be- size, übrigens stehe dasselbe in dem Regierungsblatt. Sofort ersuchte Häusler Hrn. Stadtschuldheißeuamtsassisten-
dem Schluffe berechtigt sein', daß Sie!mchr von ihm heraus als seine Kolle- mit Ausschluß aller Andern die A l - gen in Berlin, leinwaide haben wollten. Uebri- Schon am folgenden Tage mußte
gcns werde ick Ihren »o^ncn Brief' Kommandanten über das Reals etwas Apartes in der Erinnerung . . , . . . ..-
behalten, weil er zu den gegen mich/ultat seines Jnquirlrrns rapportire».
ten Bahm, ihm das Formular ans schon öfters ausgesprochenen freund-! „Nun Auditeur?"